Wer schreibt,der bleibt...Ich verstehe diese Weisheit nicht,Erklärung?

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12 Antworten

Hallo Beschbarmak83,

hier findest Du alle Erläuterungen. Quelle: 'Redensarten Index'

"Werschreibt, derbleibt. Dieses Sprichwort hat auch für Architekten und Ingenieure nach wie vor seine Gültigkeit. DerWerbebrief ist ein unverzichtbares Element zur Kundenansprache von Planungsbüros"; "Medizinische Dokumentation: Werschreibt, derbleibt. Wer im Arbeitsfeld der medizinischen Dokumentation die neuen gesetzlichen Anforderungen erfüllen kann, sichert sich garantiert einen Arbeitsplatz"; "Aufgrund der zahlreichen mehrdeutigen Formulierungen im Gesetzestext sind viele Fragen leider nicht eindeutig zu beantworten. Beispielsweise ist die Dokumentation der
Maßnahmen nicht (noch nicht, wird aber auf EU-Ebene vorbereitet!!)
vorgeschrieben. Sollte es jedoch zum Rechtsstreit kommen, dann gilt auch
hier die alte Kartenspieler-Regel: 'Werschreibt, derbleibt'"; "Werschreibt, derbleibt. Qualität nicht nur produzieren, sondern auch dokumentieren"; "Im Normalfall gilt der Satz: Werschreibt, derbleibt, d. h., wer einmal eine bindende Willenserklärung abgegeben hat, muss sich daran festhalten lassen"; "Werschreibt, derbleibt: Wenn es Probleme mit dem Verkäufer gibt, sollte man von Anfang an alles schriftlich festhalten"; "'Werschreibt, derbleibt', sagt ein altes Sprichwort. Viele Menschen träumen davon, ihr eigenes Leben in einem Buch wiederzufinden"; "Zunächst gilt, dass jede Art von Vertrag aus Gründen der Rechtssicherheit schriftlich abzufassen ist. Hier gilt das alte Sprichwort: 'Werschreibt, derbleibt'


LG

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"Wer schreibt, der bleibt."
Das bezieht sich ursprünglich tatsächlich auf die Schriftsteller, in Sonderheit auf die Schreiber von Theaterstücken, die ja unter viel Volksbeteiligung dauernd wiederholt wurden. (Von gehobener Literatur war da eigentlich weniger die Rede.)

Die dazu passende Redewendung ist natürlich:
"Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze!"

Soll zusammen heißen: wer es als Schauspieler spielt, den hat man bald vergessen, aber den Autor eines Stücks behält man im Gedächtnis.

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Das geschriebene Wort in Büchern bleibt für die Ewigkeit erhalten, der Autor selbst leider nicht, sein Leben ist endlich. Das Leben von Büchern ist unendlich. Man kann das, was der Autor geschrieben hat, immer wieder nachlesen, das bleibt.

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Es wäre schon "spannend" gewesen, in welchem Zusammenhang Dir dies untergekommen ist.

Dieser Spruch wird (wurde) auf den angewandt, der bei (Karten-)Spielen für die Notierung der Punkte verantwortlich zeichnet. Meist ironisch gemeint, weil man sich darauf verlassen muss, er nutzt die Chance zum Schummeln nicht (verschafft sich Vorteile, weil er die Punkte nicht ordnungsgemäß verbucht).

Der Schreiber könnte also verhindern, er scheidet aus dem Spiel aus (verliert), er bleibt (im Spiel).

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Also ich kenne dieses Zitat nicht aber ich würde es für mich persönlich so interpretieren, dass jemand, der beispielsweise ein gutes Buch geschrieben hat oder generell von ihm Geschriebenes hinterlassen hat, im Gedächtnis bleibt.

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Ich kenne das aus der Arbeitswelt: Wer in Dokumente, die für andere zur Erklärung bestimmt sind, lieber einen Satz zu viel als einen Satz zu wenig schreibt (oder gar nichts), der geht ein geringeres Risiko ein, falsch verstanden zu werden (was wiederum negative Konsequenzen nach sich ziehen könnte)

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Ich kenne das vom Skat. Dem Schreiber wurde damit unterstellt, er manipuliere die Ergebnisse, um selbst an der Spitze zu bleiben oder an die Spitze zu kommen. Es konnte auch bedeuten, dass man nun endlich einen Dummen gefunden hatte, der die leidige Schreibarbeit dauerhaft übernahm.

Das ist aber wohl nur eine Ableitung dieser "Weisheit".

Die herausgehobene Rolle des Schreibers zeigt sich für uns sichtbar erstmals in aller Deutlichkeit im alten Ägypten. Dort konnten nur wenige Menschen schreiben, und der Posten des Schreibers war eine sehr herausgehobene Position. So verzeichnete der Schreiber (wie der Schreiber beim Skat) wichtige Ergebnisse: den Wasserstand des Nils, die Erntemengen - beides wichtige Grundlagen der ägyptischen Gesellschaft.

Die Statuen von Schreibern sind überliefert und zeigen die herausgehobene Wichtigkeit dieser Position.

Hier ist das meiner Ansicht nach schönste und eindrucksvollste Zeugnis: 

http://www.alfredrichter.de/Reiseberichte/Egypt/Unteragypten/Kairo2/kairo\_museum\_schreiber.jpg


Und manche "Schreiber" von literarischen Werken in späteren Jahrhunderten "überlebten" durch ihre Werke: Dante, Shakespeare, Goethe ... Was sie schrieben, blieb. 

Gruß, earnest



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Das sind lediglich Zitate bzw. Sprichwörter. Die sollten nicht immer zu 100% ernstgenommen werden. Genauso könntest du sagen, dass jeder Mann ohne Frau nur halb soviel Wert ist.

Jedoch der verwerfliche Inhalt dieser Aussage, müsste eigentlich einleuchten. Es besagt halt, dass derjenige der sich etwas notiert, etwas besser behaltet. Zumindest würde Ich es so gemäß auslegen. Fall's jemand anderer Meinung ist, Ich bin ganz Ohr.

LG Dhalwim

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Kommentar von earnest
01.07.2016, 06:36

Was an dieser Redewendung ist "verwerflich"?

2

Wenn du ein Buch schreibst, einen Text, oder vielleicht sogar nen Artikel, bleibst du oder eher dein Gedankengut auf ewig erhalten. Auch wenn du stirbst.

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Ich glaube damit ist gemeint,dass wer sich meldet und sozusagen mit demjenigen schreibt, nicht in Vergessenheit geraten wird und man so den Kontakt zur Person hält.

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Das gesagte wird vergessen aber das geschriebene nicht...

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könnte ursprünglich auch eine Anspielung auf die Ausbildungszeit sein. Wer bleiben will, muss eben einen Bericht schreiben (Berichtsheft).. der Azubi wird ja auch "Stift" genannt ;)

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