Wenn Jesus für meine Sünden gestorben ist, warum muss ich mich dann anstrengen?

27 Antworten

Jesus hat gelehrt, Buße zu tun. Buße hat nichts mit Bußwerken zu tun, sondern bedeutet, seine Gesinnung zu ändern und zu versuchen, begangene Sünden nicht mehr zu tun.

Wenn wir wirklich an Gott glauben und ihm folgen wollen, werden wir auch versuchen, so zu leben, wie er es möchte und für uns vorgesehen hat. Ansonsten würde es sich wahrscheinlich mehr um Heuchelei als um wirklichen und echten Glauben handelt. Zumindest müsste man sich diesbezüglich hinterfragen...

Es stimmt, dass uns alle unsere Sünden vergeben werden (1. Johannes 1,9) und dass wir die Errettung allein durch Jesu stellvertretendes Opfer am Kreuz (Johannes 3,16; 1. Johannes 2,2) und durch Gottes Gnade bekommen.

Gott ist heilig, rein und gerecht und kann Sünde nicht tolerieren. Deshalb braucht es ein Opfer, das stellvertretend für die Sünde dargebracht wird. Im Alten Testament wurden die Sünden des Volkes am Versöhnungstag auf einen Bock gelegt, der in die Wüste gejagt wurde. Dieses und die anderen Tieropfer waren eine Vorausschau auf das Opfer von Jesus Christus am Kreuz: Gott wurde selbst Mensch, um nach einem völlig sündlosen Leben als makelloses und reines Opferlamm am Kreuz stellvertretend für unsere Sünden zu sterben.

Gute Werke können uns nicht retten, sollten aber automatisch eine Folge des Glaubens sein. Das meint Jakobus, wenn er schreibt: "So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot. [...] Willst du aber erkennen, du nichtiger Mensch, dass der Glaube ohne die Werke tot ist?" (Jakobus 2,17.20). 

Die Regeln sind von Gott gegeben! Das allein ist schon Grund genug, sie mit Herz und Seele befolgen zu wollen!

Jesus ist für unsere Sünden gestorben, die wir bereuen, gestehen und so weit wie möglich wiedergutzumachen versuchen!

Er hat oft genug auf die Gebote der Bibel hingewiesen, die damals aus dem heutigen Alten Testament bestand, indem er sagte: „Habt ihr nicht gelesen, dass....?“ oder „Wisst ihr nicht, dass geschrieben steht....?“ worauf er die betreffenden Bibelverse zitierte und eindringlich mahnte, sie zu befolgen.

Weiterhin hat er uns viele detaillierte Gebote und Verhaltensregeln gegeben, um nach dem Willen Gottes in dieser und der zukünftigen Welt ein reines und glückliches Leben führen zu können. Lies mal das Neue Testament mit größter Sorgfalt durch und versuch, die Bergpredigt zu verstehen und zu verinnerlichen.

Christus ist ganz sicher nicht für uns gestorben, damit wir je nach Wunsch und Belieben „lustig“ weitersündigen können, sondern um unsere Sünden zu erkennen und sie so gut es geht zu vermeiden lernen.

Wir sollten seine Gebote aber nicht als Last empfinden, sondern mit Liebe befolgen und als Hilfe erkennen, um den richtigen Weg zu Gott zu finden!

Wir sündigen auch, ohne uns immer darüber klar zu sein, denn keiner von uns ist perfekt. Dazu aber auch noch ganz bewusst sündigen zu wollen, verschließt automatisch den Weg zum Ewigen Leben, zum Himmel, in den du doch so gerne möchtest!

1. Johannes 1,8  Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. 

9 Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. 

Du musst dich schon entscheiden, ob du deine Sünden mehr liebst als Jesus Christus und seine Lehren und damit dein wahres Glück mit deinem Schöpfer!

Christus hat uns durch sein Sühnopfer und seine Auferstehung nicht nur die Vergebung der Sünden, sondern auch unsere Auferstehung und das Ewige Leben ermöglicht.

1 Korinther 15:22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.

Wenn du daran glaubst, bete intensiv und bitte deinen Vater im Himmel um Vergebung und um Hilfe, deine sündhaften Wünsche überwinden zu können. Er liebt dich und wird dir Seine Hilfe nicht verwehren!

Denkst du das oder weißt du das? Ich bereuhe meine Sünden nicht.

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@AndreasWinkler

Dass du deine Sünden nicht bereuen kannst, tut mir wirklich sehr leid für dich!

Du glaubst doch nicht etwa, dass Menschen, die die Sünde lieben und diejenigen, die Gott und seine Gebote lieben und sich gern danach richten, in der Ewigkeit zusammen leben werden! Dann wäre ja der von dir so ersehnte Himmel genau so eine Welt wie die unsrige hier auf dieser Erde, also voller Sünde, Leid und Grausamkeiten.

Wenn du dich etwas gründlicher mit dem Evangelium beschäftigen würdest, könntest du genau wie ich wissen, dass der einzige Weg zu deinem Ziel Glauben, Reue und Umkehr sind!

Vorsätzlich gegen Gottes Willen zu verstoßen,führt ganz sicher nicht zu Gott, sondern entfernt dich immer mehr von Ihm!

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Wenn Jesus die Sünden aller Menschen auf sich genommen hat, kann dann nicht jeder einfach machen, was er will?

Ganz
sicher ist die Erlösungsvorkehrung durch Jesus Christus kein
"Freifahrtschein" für jedermann! Das Lösegeld in Form des Opfertodes
Jesu steht zwar grundsätzlich jedem zur Verfügung, dennoch ist es auch
an gewisse Bedingungen geknüpft.


Einen wichtigen Hinweis gibt ein Bibeltext, der in diesem
Zusammenhang sehr oft zitiert wird. Er stammt aus dem Johannesevangelium
und lautet: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen
einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht
vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe" (Johannes 3:16).


Hast Du die Einschränkung in diesem Text bemerkt? Es heißt hier, "jeder, der Glauben an ihn ausübt".
Die wichtigste Voraussetzung, um Nutzen aus dem Lösegeld zu ziehen ist
also der Glaube. Nun heißt es in dem zitierten Text aber nicht, dass wir
nur "glauben", sondern dass wir "Glauben ausüben" müssen.


Einfach nur zu glauben, ist etwas Passives, was im Grunde keinerlei
Anstrengungen oder Änderungen im Leben erfordert. "Glauben auszuüben"
bringt jedoch zum Ausdruck, dass mit dem Glauben auch gewisse Handlungen
verbunden sein müssen. Dazu zählen all die Erfordernisse, die an einen
Christen gestellt sind. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: " Wenn
jemand mir nachkommen will, so verleugne er sich selbst und nehme seinen
Marterpfahl auf und folge mir beständig" (Matthäus 16:24).


Jesus gebrauchte hier einen Marterpfahl bildhaft für all die Härten,
die mit dem Leben eines Christen verbunden sein können (z.B. Spott und
Verfolgung). Auch sprach Jesus hier davon, dass ein echter Christ ihm "beständig folgen"
müsse. Was heißt das? Jesus nachzufolgen bedeutet, sein Beispiel genau
nachzuahmen und ein Leben zu führen, dass die gleichen Ziele und
Prioritäten hat, wie das des Christus.


Damit das gelingt, muss man sich eingehend mit seinem Beispiel
befassen und den festen Entschluss fassen, ein Leben hinter sich zu
lassen, dass hauptsächlich auf materialistische Wünsche und Ziele
ausgerichtet ist.


Wie Du also siehst, sind die Anforderungen, die an einen Christen
gestellt werden, doch recht anspruchsvoll - allerdings auch nicht
unerfüllbar. Das alles ist weit entfernt von einem "Freifahrtschein für
alle", nicht wahr?


Nun fragst Du ja auch nach denen, die vor Jesus gelebt haben. Können
sie ebenfalls Nutzen aus dem Lösegeld ziehen? Ja, das können sie, aber
wie? Sie brauchen nicht aus einer Hölle geholt werden, da es die nach
der Bibel gar nicht gibt. In manchen älteren Bibeln steht zwar noch
öfter mal das Wort "Hölle", doch zeigt die Bibel insgesamt, dass damit
nicht ein feuriger Ort gemeint ist, in dem Sünder für immer gequält
werden, sondern einfach das Grab gemeint ist. Nach der Bibel befinden
sich die Toten in einem Zustand der Nichtexistenz, einem Todesschlaf,
aus dem es am Tag der Auferstehung ein Erwachen gibt.


Gott hat einen Zeitpunkt festgelegt, an dem er all die vielen
Verstorbenen, die in den Gräbern ruhen, zu neuem Leben erwecken wird
(für die meisten wird es eine Auferstehung zu einem neuen irdischen
Leben sein). Auch diese erhalten dann keinen "Freifahrtschein", denn
auch sie müssen sich dann erst bewähren. Sie müssen, ebenso wie alle
anderen, Glauben an Jesu Loskaufsopfer ausüben und den Geboten Gottes
gehorchen. Erst dann wird ihnen ewiges Leben zukommen.





Eine weitere Frage von Dir lautet: "Weshalb hat Jesus alle Sünden auf
sich genommen?" Hier geht es um die wichtigste Lehre der Bibel
überhaupt: Die Lehre vom Lösegeld. Was hat denn der Tod Jesu mit der
Sündenvergebung zu tun?


Um die Zusammenhänge richtig verstehen zu können, ist es notwendig,
zuerst einmal an den Anfang der Menschheitsgeschichte zurückzukehren.
Nachdem Gott den Menschen erschaffen hatte, bestand zwischen Ihnen und
Gott völlige Harmonie. Dann geschah etwas, was eine tiefe Kluft
entstehen ließ: Die ersten Menschen, Adam und Eva, lehnten sich gegen
Gott auf, indem sie willentlich ein Gebot Gottes übertraten und somit
war die Sünde in die Welt gekommen.


Das hatte weitreichende Auswirkungen auf sie selbst und auf alle ihre
Nachkommen. Ihre Sünde gegen Gott bewirkte, dass ihre ursprüngliche
Vollkommenheit an Körper und Geist verlorenging und damit auch ihre
Aussicht auf ein endloses Leben. Die Bibel sagt darüber folgendes:
"Darum, so wie durch e i n e n Menschen die Sünde in die Welt gekommen
ist und durch die Sünde der Tod und sich so der Tod zu allen Menschen
verbreitet hat, weil sie alle gesündigt hatten" (Römer 5:12).


Dadurch, dass die ersten Menschen zu Sündern geworden waren, gaben
sie zwangsläufig diese Sünde auch an alle ihre Nachkommen und damit
letztendlich auch an uns, weiter. Die Sünde ist es also, die bis heute
eine Trennung zwischen Gott und den Menschen herbeiführt. Da Gott jedoch
barmherzig ist, wollte er nicht, dass all die Nachkommen Adams und
Evas, die ja ohne ihr Hinzutun die Sünde geerbt hatten, für immer
verloren sind.


Unmittelbar nachdem Adam und Eva gesündigt hatten, ersann er einen
Weg, um die Menschheit von Sünde und Tod zu befreien. Hierbei mag die
Frage auftauchen, ob es nicht viel einfacher gewesen wäre, allen in
Sünde geborenen Nachkommen Adams und Evas einfach zu vergeben und so die
entstandene "Kluft" zu schließen.


Das konnte Gott jedoch nicht, ohne gegen seine eigenen Rechtsgrundsätze zu verstoßen. Einer dieser Grundsätze lautet, dass Sünde zum Tod führt.
Hätte Gott diesen Grundsatz einfach ignoriert und sich darüber
hinweggesetzt, dann hätte man ihn selbst des Unrechts bezichtigen
können. Deswegen musste er einen anderen Weg gehen.


Die Lösung lag in der Beschaffung eines Lösegeldes, das die Menschen von Sünde und
Tod freikaufen könnte. Hier kommt ein anderer Rechtsgrundsatz Gottes zum Tragen, der da lautet:
"Seele wird für Seele sein" (5. Mose 19:21). In der Anwendung auf die Menschheit heißt das
folgendes: Der erste Mensch, Adam, hatte sein vollkommenes Leben eingebüßt, das für
sich und seinen Nachkommen endloses Leben bedeutet hätte. Durch die Sünde büßte Adam
jedoch dieses vollkommene Leben ein. Es gab nur einen einzigen Weg: Ein vollkommenes menschliches Leben
musste gegeben werden, um einen Ausgleich zu dem von Adam verwirkten Leben zu schaffen oder
anders ausgedrückt: ein Lösegeld musste gezahlt werden.


Da jedoch sämtliche Nachkommen des ersten Menschen nur ein
unvollkommenes Leben besaßen, das keinen entsprechenden Gegenwert zu dem
vollkommenen Leben Adams besaß, war auch niemand seiner Nachkommen in
der Lage, dieses Lösegeld zu beschaffen. Die Menschheit wäre somit, was
ewiges Leben betrifft, für immer verloren gewesen.


Doch hier kommt die große Liebe und Barmherzigkeit Gottes gegenüber
den Menschen zum Tragen. Gott baute sozusagen eine "Brücke" zwischen
sich und der Menschheit, indem er seien eigenen Sohn sandte, der bereit
war, sein vollkommenes Leben zu opfern.


Dieses Opfer schaffte den entscheidenden Ausgleich und befreite so
die Menschheit von Sünde und Tod. Die Bibel sagt darüber: "Denn alle
haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes, und als
freie Gabe werden sie durch seine unverdiente Güte gerechtgesprochen
aufgrund der Befreiung durch das von Christus Jesus [bezahlte] Lösegeld"
(Römer 3:23,24).


Dieses Lösegeld, das also die Kluft zwischen Gott und den Menschen
schließt, bildet somit die Grundlage für die Vergebung von Sünden.
Voraussetzung für die Sündenvergebung ist jedoch, wie bereits weiter
oben gezeigt, der Glaube an diese Lösegeldvorkehrung sowie eine
reuevolle Einstellung des Sünders.

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Quelle:

www Bibelant wortenpool de, Stichwort: Süende
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