Wie schaut Gott auf unsere Sünden?

15 Antworten

Willst Du JESUS CHRISTUS kennen lernen, wie ER wirklich ist? Dann schau einmal hier dieses Video ganz aufmerksam an:

JESUS sieht in Dein Herz und ER sieht Deine Liebe zu IHM und hat nichts anderes im Sinn als Dir die größte Freude zu bereiten. Schau einmal hier, wie ER einem Menschen begegnet ist, der alles andere als ein christliches Leben führte und viel rauchte und Alkoholiker war und wie ER ihm half und ihn wandelte mit Seiner unendlichen LIEBE. Nimm Dir wirklich die Zeit, dieses Video hier in Ruhe ohne Ablenkung anzuschauen und versuche nachzuempfinden, was da Harry Wölk hier berichtet von seiner Begegnung mit JESUS. Mich hat dieser Bericht zutiefst im Innersten bewegt und erschüttert:

https://youtu.be/eSX9bR_fmJ4

Wenn Du das fragst "Wie schaut Gott auf unsere Sünden?", dann denkst Du evtl. an die Sünden wider den Heiligen Geist, die nicht verziehen werden in Verbindung mit dem Glauben von so gut wie allen Christen heute an eine buchstäblich ewige Verdammnis?

Wenn es heißt, dass Lästerung wider den Heiligen Geist nicht vergeben werden kann, dann bedeutet das eben nicht das, was so gut wie alle Christen da hinein interpretieren, wo sie meinen, JESUS CHRISTUS würde solche Geschöpfe für buchstäblich ewig verdammen und/oder sogar vernichten, sondern es bedeutet lediglich, dass diese Sünden Demjenigen voll aufgeladen werden müssen und er sie selbst wieder ausgleichen muss im Läuterungsprozess, damit er so dann zur Besinnung kommt und merkt, wie er da eigentlich unterwegs ist, so dass es dann anschließend zu einer Heilung von ihm kommen kann.

Was sind Sünden wider den Heiligen Geist?

Wir verstehen, was der Glaube an GOTT bedeutet, wenn wir verstehen, dass dieser als ein wahrhaftiger Glaube oder auch lebendiger Glaube (im Gegensatz zu einem toten Glauben) bezeichnet werden kann, wenn er mit Liebe an GOTT und zum Nächsten gepaart ist, denn ein Glaube an GOTT ohne Taten der Nächstenliebe ist kein(!) Glaube an GOTT. Denn wir kennen ja die Bibeltextstelle, wo auf diesen toten Glauben hingewiesen wird, den manche Menschen aber für vollkommenen Glauben halten, eben diese „Herr, Herr“-Sager und dass dieser Glaube das Himmelreich nicht erwirken wird. So wie eben auch manche Pharisäer meinten, die Satzungen von Moses buchstabengrecht auszuführen und dabei ihre boshaften Taten am Nächsten hinter einem Glauben an GOTT verbergen wollten und von JESUS deshalb deutlich des Unglaubens an GOTT gescholten wurden.

Wer nicht selbst ins Helle strebt, kann sie nicht ererben; sie bleibt ihm verschlossen. „Sie lästern!“ (Matth. 12,31), sagt der Herr, und unmöglich können Lästerer das Licht erhalten. Haben sie die Freiheit, das zweite Fundament (den freien Willen), des erhabenen Schöpferwerkes in finsterer Triebhaftigkeit zu zertreten, so müssen sie sich laut Bedingung, dem ersten Fundament (dass niemand SCHÖPFER ist außer GOTT allein), auch höchst selbst bekehren. Das ist Bedingung!

Wohlgemerkt, hier ist nichts von einer buchstäblichen ewigen Verdammnis die Rede, die es bei GOTT nicht gibt(!), nur dass alle Sünde und Lästerung wider den Geist GOTTES nicht vergeben werden kann, diese Sünde muss ihnen voll aufgeladen werden und sie müssen sie selbst voll wiedergutmachen und ausgleichen. Denn die Pharisäer in Matth. 12,31 haben recht wohl gewußt, dass JESUS den Besessenen durch GOTTES Kraft heilte, dennoch haben sie des schnöden irdischen Gewinnes und Ansehen wegen in JESUS den Geist GOTTES verlässtert, der sie retten wollte.

Da haben wir also 2 Gründe, warum JESUS Pharisärer, die so unterwegs waren, streng rügte.

Wie könnte das heute passieren?

Die meisten denken, GOTT kommt auf die alte Sündenerde, hält ein großes Strafgericht, von dem sie sicher ausgeschlossen werden. Sie sind ja Gotteskinder! Und hernach, wenn alle Bösen ausgerottet sind, richtet Er daselbst das Reich des Friedens auf, in welchem alle Gläubigen gleich begnadigt, gleich reich, gleich ohne Sorgen herrlich und in Freuden bis in alle Ewigkeiten leben werden, ohne Änderung. Diesen Zustand nennen sie 'das Paradies'!

 ̲O̲h̲,̲ ̲w̲i̲e̲ ̲w̲e̲i̲t̲ ̲a̲b̲ ̲i̲s̲t̲ ̲d̲i̲e̲ ̲A̲n̲s̲i̲c̲h̲t̲ ̲v̲o̲n̲ ̲d̲e̲r̲ ̲W̲A̲H̲R̲H̲E̲I̲T̲ ̲d̲e̲s̲s̲e̲n̲,̲ ̲w̲a̲s̲ ̲g̲e̲s̲c̲h̲i̲e̲h̲t̲!̲ Wer meint, GOTT müsse unbedingt die "anderen" bestrafen, liegt selber unter diesem harten Muß! Er ist der Pharisäer, der öffentlich bekennt: "Gott, ich danke Dir, daß ich nicht bin wie andere Leute" (Luk.18,11). Dieser Muß-Gedanke ist der schlimmste Hochmut, den GOTT wahrlich strafen wird, weil er die böseste der Sünden ist. Fast alle andern Sünden kommen aus dem Hochmut. Das schlimmste dabei ist, daß diese Menschen schwerer zur Erkenntnis kommen als jene, die überhaupt nicht glauben. Diese sind eher von GOTT zu überzeugen als jene von ihrem Hochmut zu befreien. Die Strafe liegt somit in der Sünde selbst als Folge.

Da sagt JESUS sogar, dass es für einen Menschen besser sei, wenn er im Erdenleben sich noch in allerlei Zweifeln gefangengenommen fühlt, als dass er bekunde, dass er einen wachen Geist hätte, sich aber noch in der Nacht befindet. Entsprechend wie ER zu den Pharisäern sagte: „Wenn ihr blind wärt, so hättet ihr keine Sünde; nun sagt ihr aber: Wir sind sehend! — deshalb seid ihr nicht frei von Sünde“ (Joh. 9,41) Denn im ersteren Fall hat er die Nichtigkeit der Traumbilder frühzeitig erkannt und ruft mit großer Sehnsucht den Tag in sich, wogegen der Träumer nichts von der eigenen Nacht weiß.

Die Überwindung muß euch leicht sein, denn wer diese Worte erkennt, befindet sich schon lange in Gottes Sonderschule und hat aus Seinem Reiche eine um die andere Gnade empfangen — ohne Unterlaß. Bedeuten euch die Freuden der Welt noch etwas? Können eures Leibes Lust, Verlangen nach leichtem Leben euch noch locken? Ich sage euch, wenn es noch über euch kommt, so denkt an den ersten, den glatten Gebetstein, an dem JESU Sein HERZ opferte. Das gab Er dem Schöpfer! Tut auch ihr es ernstlich, so wird die Stimme der Geduld euch trösten, aus der Lauheit helfen, wie einst die Jünger geweckt wurden. —
Aber damit habt ihr euer Ziel noch lange nicht erreicht. Jetzt erst beginnt der härtere Weg, denn Freunde und Freuden locken. Das geschieht oft so harmlos, daß ihr es kaum merkt. Dabei wird manche Stunde geraubt, die besser dem Herrn aller Heerscharen dargebracht wäre. Auch gönnt die Seele sich gern ein Ausruhen und sagt: Ein Ausgleich muß sein! — Ja, wenn ihr Maß und Ziel solchen Ausgleichs richtig kennen würdet, dann wäre das Wort gerechtfertigt. Noch seid ihr nicht so weit, werdet es aber sein, wenn ihr den Gethsemane-Weg lebendig nachlebt. Doch seid auch nicht über euch betrübt, denn die Dornen und dunklen Bäume müssen sein. Die Steine sind die Sünden, die Dornen eures Lebens Sorge, die Bäume eure Angst, die sich euch verstecken heißt wie Adam und Eva. Überwindet alles zuerst dem Äußeren nach, dann seid ihr am zweiten Gebetstein angelangt.
Der Stein der Furcht! verwittert, rissig, rauh, — hat er ja alle Furcht in sich gesammelt, die einst das erste Menschenpaar befiel, da es Edens Schutz verlassen und zitternd vor des Schöpfers Allmacht stehen mußte. Diese Furcht kam über die Menschheit aus der Sünde wider den Heiligen Geist. Darum rang Christus im zweiten Gebetskampf mit dem GEIST in Sich. Denn bis dahin war die heilige Bedingung nicht ausgelöscht, welche lautete: 'Die Sünde wider den Geist wird nicht vergeben!' Die Barmherzigkeit setzte dagegen: 'Gebe Ich, der Vater, Meinen Sohn zum Schöpfungsopfer, so soll das Schöpfungsopfer alle Sünden lösen!! Das war das letzte Ringen, der Last-Ausgleich der sieben Eigenschaften, eingeschlossen in das Kelch- und Blutgebet. — Nun seht, viel — viel steht zu erfüllen euch bevor.
Die Barmherzigkeit verlangt zuerst, daß ihr eueren Feinden alles vergebt, was sie euch Böses tun, weil nur damit der Geist grundlegend in euch Sieger wird. Den Namen Gottes mißbrauchen, ihn bewußt verleugnen, mit allen Mitteln Ihn bekämpfen, andern Menschen den Glauben stehlen oder morden, sind Sünden wider den Heiligen Geist. Die Barmherzigkeit verlangte von Ordnung, Wille, Weisheit und Ernst zufolge des Blutopfers die umfassende Absolution auch von diesen Sünden. Die Schöpfer- und Priesterbedingungen konnten jedoch damit nicht aufgehoben, sie durften nur umwandelt werden. Die Umwandlung hieß
'Wiedergutmachung'!
Vor dem Erlösertod blieben alle Sünden wider den Heiligen Geist ungesühnt; niemand war imstande, sie auszugleichen. Der Gebetskampf in Christi Garten und der Golgatha gaben allen Kindern die Möglichkeit, diese Sünden wieder gutzumachen, selber in das fließende Heilsblut ewiger Erbarmung einzutauchen. Andere Sünden können durch rechte Reue und Bußwilligkeit vergeben werden; d.h. der Herr erläßt in Gnaden solche Schuld. Die Geistsünde dagegen muß abgearbeitet werden. Ist alle Schuld bezahlt, wird sie getilgt! Daß jedoch auch darüber die Erlösertat JESU den Mantel der Erbarmung breitet, ist aus Geduld und Liebe geboren. Der Geist, der Weisheit und Ernst trägt, wurde von Jesu Opfergeist besänftigt. Er gab Seinen Geist bedingungslos dem heiligen Priester, wurde für alle Kinder Selbst zum Hochpriester und errang also die vollständige Rückkehr aller Kinder — ohne Ausnahme — in das UR-Sein der Gottheit. — Nun prüfet, inwieweit ihr in euch alles das niedergerungen habt, was der Menschensohn für Alle bezwang. — — —" (aus Anita Wolf, "Gethsemane")

Siehe hierzu auch dieses Nahtodeserlebnis:

"Was ist mit meinen Sünden? Dann sagte der Engel: „Es gibt keine Sünden, nicht in dieser Art, wie ihr auf der Erde darüber denkt.“": „Nahtoderfahrung und die absolute Liebe, aus der wir Menschen stammen | Jayne Smith, USA“: https://youtu.be/vqd7EnD7Txs

 … nicht in dieser Art, wie ihr auf der Erde darüber denkt!

Jayne Smith sagte zu dem Engel, der vor ihr stand (Minute 15:38):

„Dann sagte ich ihm wieder, das alles, was ich seit meinem Tod hier erlebte, so wunderschön ist, alles ist so perfekt. Was ist mit meinen Sünden? Dann sagte er, es gibt keine Sünden, nicht in dieser Art, wie ihr auf der Erde darüber denkt. Das einzige, was hier irgendeine Bedeutung hat, ist das, was Du denkst. Dann fragte er mich: „Was befindet sich in Deinem Herz?“ Und auf irgendeine Art, die ich überhaupt nicht verstehe, konnte ich tief in mein Inneres hinein blicken, und zwar in den absolut innersten Kern meines Wesens, in meine Essenz, und da war Liebe und sonst nichts. Mein Kern war perfekte Liebe. Liebe in Perfektion. Ich fühlte vollkommene Liebe und Akzeptanz für alles. Ich sah meine eigene Güte, meinen Sanftmut, meine Unschädlichkeit. Ich sah mich einfach als perfekt und liebevoll. Und ich sagte zu ihm: „Aber ja!“. Und es fühlte sich an, als würde ich hier mit etwas in Verbindung kommen, was ich schon viel früher bereits einmal wusste. Und ich wunderte mich, wie es kommen konnte, dass ich so etwas Wertvolles jemals vergessen konnte. Ich wusste das schon einmal.“

Beim Gericht Gottes werden Bücher aufgetan und es werden die, die nicht an Jesus geglaubt haben, verurteilt -- trotz der vermeintlich so guten "Werke".

Die, die an Jesus geglaubt haben, werden nicht gerichtet -- sie kommen erst gar nicht ins Gericht, sondern gehen frei aus. Das sind die, die im Buch des Lebens eingetragen sind, wegen ihres Glaubens.

Offb20,12 Und ich sah die Toten, die Grossen und die Kleinen, vor dem Thron stehen. Da wurden Bücher aufgeschlagen, und noch ein Buch wurde aufgetan: das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet aufgrund dessen, was in den Büchern geschrieben stand, nach ihren Taten.

15 Und wer sich nicht aufgeschrieben fand im Buch des Lebens, der wurde in den Feuersee geworfen.

Offb21,27 Aber etwas Unreines wird dort niemals Einlass finden. Wer Dinge tut, die Gott verabscheut, und sich in seinem Handeln von der Lüge leiten lässt, darf nicht hineingehen. Zutritt haben nur die, die im Lebensbuch des Lammes eingetragen sind.

gottesanbeterin  14.12.2022, 01:31

Auch eine schöne Geschichte ist bloss eine Geschichte! Jesus hat niemals gesagt, was du da so einfach behauptest!

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Dafur  14.12.2022, 01:35
@gottesanbeterin

Du müßtest wissen, dass die Offenbarung von Johannes geschrieben wurde und nicht von Jesus.

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gottesanbeterin  14.12.2022, 03:53
@Dafur

Ich habe mich auf deinen 2. Absatz bezogen. Es ist egal, was wo steht, wenn man nicht weiss bzw. wissen kann, was genau es bedeutet. An Jesus bloss zu glauben bringt mit Sicherheit keinen "Eintrag in diese Bücher".

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Es kommt nicht darauf an, wie Gott mit deinen Sünden umgeht, sondern wie du mit deinen Sünden umgehst.

  1. Sünden, die innerhalb von 6 Stunden bereut werden und für die man in dieser Zeit aufrichtig um Vergebung gebeten hat, die werden gar nicht erst geschrieben.
  2. Krankenheiten und Leiden können Sünden auslöschen. Bestimmte Gottesdienste können Sünden auslöschen. Fasten kann Sünden auslöschen. Gute Taten löschen Sünden aus.
  3. Deine Reue löscht Sünden aus. Dazu gibt es aber Bedingungen:
  • Sünde sein lassen
  • Sünde bereuen. Ernsthaft.
  • Gott um Vergebung bitten in der Absicht, diese Sünde zukünftig nicht mehr begehen zu wollen.
  • Das alles muss noch zu Lebzeiten geschehen. Nach Eintritt des Todes wird keine Reue mehr angenommen.

Ja, gute und schlechte Taten werden gegeneinander abgewogen. Aber nur durch seine Taten kommt niemand in das Paradies. Dahin kommt an einzig und alleine nur aus Gottes Barmherzigkeit.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidakt Islam seit 2010 und Online-Studiengang Tauhid

Gott ist viel besser: Er ist kein Erbsenzähler, sondern Er vergibt uns unsere Sünden komplett, wenn wir Ihn darum bitten:

  • "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).
  • "Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten; und er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt" (1. Johannes 2,1-2).

Wie könnten auch gute Werke böse Taten aufwiegen? Das geht doch gar nicht. Im Garten Eden reichte eine einzige Sünde aus, um aus dem Garten vertrieben zu werden. Wir sündigen täglich in Worten, Taten und Gedanken. Also wären wir verloren...

Als Ausweg aus diesem Dilemma wurde Gott in Jesus Christus selbst Mensch, um am Kreuz stellvertretend zur Vergebung unserer Sünden zu sterben, damit wir die Vergebung unserer Schuld und das ewige Leben haben dürfen.

Der Grund dafür war Gottes Liebe und Güte:

  • "Größere Liebe hat niemand als die, dass einer sein Leben lässt für seine Freunde" (Johannes 15,13).
  • "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

Hallo Dufivivia,

wenn es Gott darum ginge, ob wie öfter Gutes getan haben, als Schlechtes, könnten wir wohl kaum vor ihm bestehen. Denn auch wenn man sich bemüht, überwiegen in aller Regel die schlechten Taten, denen wir uns zudem nicht immer bewusst sind. Für Gott zählt einzig und allein, wie wir zu unseren Sünden stehen, genauer gesagt, ob wir sie von Herzen bereuen.

Die Bibel sagt über Gottes großzügige Bereitschaft zur Vergebung von Sünden folgendes: "Er hat uns nicht so behandelt, wie wir es wegen unserer Sünden verdienen, noch hat er uns unsere Vergehen heimgezahlt. Denn so hoch, wie sich der Himmel über die Erde erhebt, so groß ist seine loyale Liebe zu denen, die Ehrfurcht vor ihm haben. So weit weg, wie der Sonnenaufgang vom Sonnenuntergang ist, so weit hat er unsere Übertretungen von uns entfernt." (Psalm 103:10-12).

So großzügig Gott auch im Hinblick auf unsere Unvollkommenheit und Sündhaftigkeit ist, sollte man eines jedoch nicht übersehen: Die Sündenvergebung ist kein Automatismus! Gott durchschaut, inwieweit es jemandem wirklich ernst damit ist, die Sünde zu meiden. Auch sieht er, ob die Reue einer Person echt ist, also von Herzen kommt.

Ein biblisches Beispiel einer Person, die echte Reue empfand, ist der König David. Nachdem er Ehebruch mit der schönen Bathseba begangen hatte und ihm die Tragweite seiner Schuld bewusst wurde, schlug sein Gewissen und er verspürte eine große innere Last. Er selbst schrieb in einem Psalm darüber:

" Solange ich schwieg, war mein Körper ausgelaugt, weil ich den ganzen Tag stöhnte. Denn Tag und Nacht lastete deine Hand schwer auf mir. Meine Kraft schwand wie Wasser, das in der trockenen Sommerhitze verdunstet" (Psalm 32:3,4). David beließ es jedoch nicht dabei, sondern er tat auch etwas. Er schreibt weiter: "Meine Sünde habe ich dir schließlich bekannt, und mein Vergehen habe ich nicht zugedeckt" (Psalm 32:5)

Dieses Beispiel zeigt, was sich im Fall echter Reue im Inneren einer Person abspielt. Es zeigt aber auch, dass damit in Verbindung ein Bekenntnis vor Gott abgelegt werden muss. Wer sich bewusst ist, dass er gegen Gott gesündigt hat, sollte den inneren Drang verspüren, Gott um Vergebung zu bitten. Um zu zeigen, wie ernst es ihm damit ist, ist noch ein weiterer Schritt nötig. Dazu schreibt die Bibel: "Bereut daher und kehrt um, damit eure Sünden ausgelöscht werden" (Apostelgeschichte 3:19).

Echter Reue folgt also die Umkehr, d.h. man wird alles tun, um künftig den gleichen Fehler nicht noch einmal zu begehen. Umkehr heißt auch, dass man sich innerlich von der Sünde, die man begangen hat, abkehrt und den festen Entschluss fasst, die Sünde fortan zu meiden.

Es findet somit ein innerer Umwandlungsprozess statt, der dazu führt, dass man aus Überzeugung der biblischen Aufforderung nachkommt: "Hasst das Böse, und liebt das Gute" (Amos 4:15). Es geht also darum eine Abneigung gegen die begangene Sünde zu entwickeln. Das ist sicher nicht leicht aber auch nicht unmöglich.

Selbst wenn man die Sünde hasst, ist das noch keine Garantie dafür, dass man nicht doch wieder schwach wird und die gleiche Sünde wieder begeht. Was kannst Du tun, um nicht, wie die Bibel es ausdrückt, "Sklave der Sünde" zu werden (Johannes 8:22)?

Dazu möchte ich noch einmal auf den bereits erwähnten König David zurückkommen. Wie gesagt, tat es ihm sehr leid, mit der Frau eines anderen Ehebruch begangen zu haben. In einem schwachen Moment hatte er seinen sündhaften Begierden nachgegeben.

Damit ihm ein ähnlicher Fehler nicht noch einmal passierte, betete er: "Schaffe in mir auch ein reines Herz, o Gott, und leg einen neuen, einen festen Geist in mich" (Psalm 51:10). David bat Gott also darum, künftig die innere Kraft dazu zu haben, sie Sünde zu meiden. Er wünschte sich eine feste und kompromisslose innere Haltung.

Wenn Du es also schaffen möchtest, nicht immer wieder den gleichen Fehler zu begehen, dann könntest Du ähnlich wie David Gott um die richtige Einstellung zur Sünde und um die Kraft, sie zu bezwingen, bitten.

LG Philipp