Wenn Gott allmächtig ist könnte er einen Stein erschaffen den er nicht hoch heben kann?

28 Antworten

Klar könnte Gott das, indem Gott einen Stein erschafft, der genauso groß ist und bleibt, wie das Universum selbst ist, denn dann gäbe es gar nicht genug Platz, um diesen irgendwie zu bewegen.

So alt die Frage auch sein mag, die auf eine der beiden Weisen unbedingt auf die Anzweifelung der Allmacht Gottes abzielt, so einfach ist im Prinzip auch die Lösung ohne die Allmacht Gottes in Frage zu stellen.

Der Fehler in diesem Allmachts-Paradoxon lag in der menschlichen Vorstellung eines Gottes, weswegen nun die Prämisse als falsch zu deklarieren gilt, da

Gott ist kein menschlich-anatomisch-organisch-mechanistisch-materielles Wesen, sondern ein energetisches Geistwesen. Gott ist Ur-Energie und Ur-Bewusstsein bzw. Ur-Geist.

Gott erschafft nicht mit anatomischer Muskelkraft und technischen Geräten, sondern per Bewusstsein, per Geist, per Imagination, per Vorstellung und schöpoft aus sich (aus der Ur-Energie) heraus...

Alles ist Energie, verdichtete und konzentrierte Energieformen wie auch höherfrequente Energieformen...

Alles Erschaffene und Geschöpfte sind gleichzeitig auch in Gott. Stell Dir vor, ein Ozean wäre bewusst und erschüfe aus sich heraus all die Wesen: Sie wären ja auch nicht ausserhalb des Ozeans, sondern in diesem...Die Ur-Energie jedoch ist ein unbegrenztes und ewig existierendes Feld....So ist alles Erschaffene und Geschöpfte in dieser Ur-Energie (=Gott) vorhanden...

So gesehen kann jeder beliebig schwere Stein in und von dieser Ur-Energie (= Gott) 'getragen' werden...

Gruß Fantho

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Unser ewige Gott führt niemanden in "Versuchung" (Mt.6,13), auch nicht sich selbst (1.Mose 1,1-26).

Die Antwort auf dieses "Gedankenspiel" steht übrigens schon 2000 Jahre in "Gottes Wort" (Joh.17,17) niedergeschrieben (Ps.53,1-2).

Die Ursache solcher Denkweise ist der "Gott dieser Welt" (2.Kor.11,14), welcher die ganze Welt verführt (Offb.12,9).

In Bälde kommt jedoch unser Heiland zurück (Offb.14,1), welcher mit der "Lüge" (Joh.8,44) aufräumen wird (Offb.20,2).

Woher ich das weiß:Recherche

Das ist super alt und wird schon seit vielen Jahren durchgekaut. Ich glaube nicht an Gott, so viel mal vorweg, aber das "Gedankenspiel" ist relativ dumm, weil Schrödingers Katze. Auch in der seriösen Wissenschaft sagt man die Katze ist nicht tot, solange niemand nachgeschaut hat, ist sie beides.

Für ein allmächtiges Wesen würde dasselbe gelten. "Allmächtig" heißt auch, dass einfach beides ginge. Ein allmächtiges Wesen könnte einen Stein erschaffen, den es gleichzeitig hoch heben und auch nicht hochheben kann. Das Gesetz, dass nur ein Zustand möglich wäre, kann man auch einfach kippen, wenn man "allmächtig" ist.

Was für die Wissenschaft gilt, muss dann wohl auch für den bärtigen Mann in den Wolken gelten - fairerweise.

Alles Gute!

Geil, ich hab noch nie Quantenmechanik bei einem Gottesbeweise/Gottesnachweis/Gottesbegründung gesehen. Endlich war es soweit.

Gruß

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Ich persönlich glaube an Gott aber nicht als bärtigem Mann in den Wolken sondern als übernatürliches Wesen, dass unser Bewusstsein ausmacht und in jedem Lebewesen und Menschen drin ist - sprich jeder von uns ist Gott. Ich finde deine Antwort ziemlich gut und würde gerne deine Meinung dazu wissen wie du denkst dass es möglich ist dass ein Bewusstsein also das bewusste Erleben der Umgebung und des Lebens möglich ist wenn ein Mensch rein wissenschaftlich betrachtet wird, denn rein wissenschaftlich ist ein Mensch nur eine extrem komplexe Abfolge chemischer Reaktionen und wäre er das wirklich würde er zwar für ausenstehende sich genauso Verhalten wie ein normaler Mensch würde seine Umwelt aber nicht bewusst erleben denn alles wäre nur eine Reaktion "toter" Atome.

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@leibor

Deine Ansicht, dass Gott in uns allen wohnt, der "unzerstörbare innere Teil von uns" ähnlich der Seele, das was uns nicht aufgeben lässt, die unerschöpfliche Hoffnung usw. das entspricht der modernen Theologie von heute. Ich habe diese Ansicht schon gelesen, hauptsächlich von einem Mönch, dessen Name ich vergessen habe. Sein Buch war ein Bestseller. Die Idee ist also nicht neu und ich meinte das mit dem Mann in den Wolken natürlich ironisch.

Atome sind rein wissenschaftlich betrachtet nicht tot. Es ist chemisch wahrscheinlich, dass Kohlenstoff lange Molekülketten bildet und was letztlich als "Leben" bezeichnet wird, da gibt ja weder Gott noch die Wissenschaft eine konkrete Antwort. Du stellst quasi die These auf, da man es noch nicht erklären kann, muss es automatisch etwas Übernatürliches sein, denn wenn es Natürlich wäre, würde es ja in den Bereich der Wissenschaft fallen. Ich glaube nicht an Übernatürliches.

Ich bin ein sehr wissenschaftlich geprägter Mensche, aber ich sehe das ähnlich wie zum Beispiel der berühmte Prof. Dr. Lesch: Das Universum ist von einem schöpferischen Prinzip durchzogen. Alles ist zu perfekt abgestimmt, um zufällig zu sein. Ändert man viele Stellen nach dem Komma z.b. die Stärke der Schwerkraft, gäbe es kein Universum mehr und Leben wäre nicht möglich. Es gibt zahlreiche solche Beispiele. Man kann das durch die Multiversen-Theorie erklären, in dem man sagt es wirkt wie Zufall, aber nur deshalb, weil es einfach eine nahe unendlich große Anzahl an "Versuchen", "Paralleluniversen" gab, gibt wie auch immer und unter unendlich vielen Möglichkeiten ist halt unter anderem unsere gut abgestimmte Variante dabei, während Milliarden andere Universen einfach zerfallen sind wegen Instabilität und/ oder es zahlreiche andere gibt mit anderen Naturgesetzen, in denen Beispielsweise das Leben - sofern vorhanden - nicht auf Kohlenstoff basiert wie in unserem, sondern z.B. auf Silizium, welches ebenfalls lange Molekülketten bildet, was ziemlich ohne Frage eine Voraussetzung für Leben ist.

Aber Gott oder die Natur oder das Schicksal oder der Zufall oder irgendeine schöpferische Kraft sind nicht die einzig möglichen Erklärungen. Rechnerisch deutet vieles darauf hin, dass unser Universum mathematisch eine Projektion darstellt, man kann bis heute nicht erklären wieso. Außerdem lassen sich scheinbar unvereinbare Gleichungen vereinen, wenn man die Zeit als Variable rausstreicht, was darauf hindeutet, dass es Zeit gar nicht gibt bzw. wir sie komplett falsch verstehen. Es kann genauso gut sein, dass alles so perfekt abgestimmt ist, weil es schlicht und einfach eine Simulation ist. Warum lässt sich alles mathematisch darstellen, macht doch gar keinen Sinn, es könnte sich ja auch alles ständig ändern, naja, eine Erklärung wäre auch, weil es schlicht programmiert ist. Schon bald schaffen wir selbst virtuelle Umgebungen, die von der Wirklichkeit nicht mehr zu unterscheiden sind, wer oder was sagt uns, dass das nicht längst geschehen ist und wir die Simulation sind.

Du siehst, es gibt, und das war nur die Oberfläche, schier unendliche viele, mögliche Erklärungen. Was du beschreibst als Gott, könnte man auch als Seele bezeichnen. Das Universum sieht einem Gehirn verdammt ähnlich, strukturell. Es kann sein, dass alles quantenverschränkt ist (Einstein nannte das noch spukhafte Fernwirkung, heute sagen wir quantenverschränkt), es kann auch sein, dass wir mit unseren 3 Dimensionen plus Zeit, die wir nicht verstehen und die eigentlich gar keine richtige "Dimension" ist, auch einfach zu eingeschränkt sind, um mehr zu erfahren.

Es macht einfach keinen Sinn. Man kann jede erdenkliche Theorie aufstellen, aber kann sie nicht beweisen. Es kann auch die String-Theorie stimmen, aber manche sagen es wäre gar keine richtige Theorie, weil man Theorien durch Experimente belegen oder widerlegen können muss. Gott ist also quasi wie die String-Theorie, erklärt alles, aber ist nicht zu beweisen, darum irrelevant.

Bewusstsein mag uns als Wunder erscheinen, ist aber im möglicherweise gar nicht so speziell wie wir denken. Wissenschaftlich gesehen ist der Mensch der kosmologische Durchschnitt, d.h. Leben wie wir es sind, wird es auch anderswo geben. Wir haben halt Augen, ein Organ um das Sternenlicht wahrzunehmen, Ohren, weil es hier Luft gibt, in dem sich Schall bewegt usw. nichts Besonderes, Sensoren für das jeweilige Zuchtgebiet, logisch, kein Wunder. Bewusstsein ist ja nichts anderes als eine zentrale Verwaltungsstelle, die alle Eindrücke verwaltet und zusammenführt. Wir können doch damit gar nichts Besonderes. Wir können uns bekannte Dinge kombinieren: Stell dir nen rosa Elefant vor, geht, weil du kennst rosa und Elefanten. Stell dir ne Farbe vor, die es nicht gibt. Kannst du nicht, weil es nichts gibt, dass das nicht geht durch Kombinieren von Bekanntem.

Bewusstsein wird überschätzt meiner Meinung nach.

Alles Gute!

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Was für die Wissenschaft gilt, muss dann wohl auch für den bärtigen Mann in den Wolken gelten - fairerweise.

Tatsächlich nein, denn sonst würde Gott sich in ein Logikwölkchen* auflösen... ;)

Deshalb kann Wissenschaft und Gott nicht koexistieren, wie man auch an fast jeder Diskussion mit Gläubigen erkennt. Logik und Wissenschaft sind das erste, was dabei ausgehebelt wird.

*Siehe Douglas Adams "Per Anhalter durch die Galaxis" ;)

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@joangf

siehe Prof. Dr. Lesch "das Universum ist von einem schöpferischen Prinzip durchzogen" natürlich kann Wissenschaft und Gott koexistieren das sagen übrigens auch die aller meisten Wissenschaftler weltweit. Nur wenige schließen Gott aus. Ich sagte ja schon, ich glaube nicht an ihn, aber die Wissenschaft konnte ihn noch nie widerlegen. Hawkins hat einst versucht aufzuzeigen, dass es zumindest keine Notwendigkeit für Gott gibt.

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@arlekin

Stimmt. Ich meinte auch nur für den Gläubigen...

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@joangf

Ja gut, Gläubige. Glauben darf man alles. Und wer nichts weiß, muss alles glauben. xD

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>Auch in der seriösen Wissenschaft sagt man die Katze ist nicht tot, solange niemand nachgeschaut hat, ist sie beides.

Sagt man heute nicht mehr. Die Superposition Katze tot/Katze nicht tot, zerfällt innerhalb von Nanosekunden durch WW mit der Box.

>Das Gesetz, dass nur ein Zustand möglich wäre, kann man auch einfach kippen, wenn man "allmächtig" ist.

Dann könnte man aber grundsätzlich nicht irgendeiner Aussage das Prädikat "wahr" zuschreiben, weil es keine Logik mehr gäbe, und man könnte auch gar nicht darüber diskutieren, ob ein Gott existiert oder nicht. Aber genau das tun wir hier. Also muss sich jede Aussage die nicht selbstbezüglich ist der Logik unterwerfen, auch die Aussage "Es gibt einen allmächtigen Gott".

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@Justizaufsicht

Klingt erstmal logisch, aber ist es dann doch nicht. Ob der gleichzeitige Zustand zerfällt in von mir aus hunderstel Milliarden Nanosekunden widerspricht ja nicht der Aussage, dass es ihn gibt.

Wir diskutieren darüber ob Gott existiert? Also ich nicht. Die Frage lautete ob ein allmächtiger Gott etwas erschaffen kann, dass seine Allmacht in Frage stellt, das ist genau was du beschreibst eine selbstbezügliche Aussage par excellence, die sich dann folgerichtig nicht der Logik unterwerfen muss.

Generell die Aussage "Es gibt einen allmächtigen Gott" taugt nicht zur Vergabe von Prädikaten wie "wahr", weil es nichts zu verifizieren gibt. Es ist ein theoretisches Gedankenmodell und es muss erlaubt sein die interne Logik dessen in Frage zu stellen. Hier soll ja ein Widerspruch aufgezeigt werden, der aber einzig und allein durch die Definition des Wortes "allmächtig" entsteht.

Die Aussage soll zeigen, dass "Allmacht" Grenzen hat, was aber schon per Definition ausgeschlossen ist. Wenn man die Macht hat alles zu tun oder zu lassen dann schließt dies das Unmögliche ein, sonst macht es keinen Sinn einen solchen Begriff überhaupt zu prägen. Das ist ja gerade die Idee hinter dem "allmächtigen Gott". Soweit mir bekannt ist es gängige Annahme, dass er das Universum geschaffen hat?

Also auch Zeit, Naturgesetze, Elemente, alle Parameter, die unser Universum ausmachen, aus meiner Sicht liegt die Annahme durchaus nahe, selbst ohne die Definition bzw. Interpretation des Wortes "Allmacht", dass ein solches Wesen die Parameter ändern kann, multidimensional, nicht an Zeit oder Naturgesetze gebunden agieren kann und die Frage ob ein Stein von so einer allmächtigen Entität nun aufhebbar ist oder nicht erscheint mir angesichts dessen ziemlich banal, weil sie nicht nur den Stein, sondern auch die Zeit, den Raum, die Materie und sämtliche Naturgesetze kontrollieren kann, einbezüglich sich selbst (ist Gott selbst Teil seiner Schöpfung?) oder reden wir hier wirklich von einem Menschen mit weißen Bart? Dann bin ich gedanklich raus - das kann ich mir dann nicht mal mehr theoretisch vorstellen.

Alles Gute!

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Da Gott ein reines Geistwesen ist, kann er überhaupt nichts hochheben, nicht mal eine kleine Feder. Aus seine Engel sind nicht dazu in der Lage, da ebenfalls Geistwesen.

Für viele enttäuschend ist sicher auch die Tatsache, dass Gott weder einen Bart noch eine sexuelle Ausprägung hat.

Buchempfehlung: Aufruhr der Engel, Anatol France (Literaturnobelpreisträger)
steht aber leider auf dem Index! LOL

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