Welche Zeitungen berichten AfD freundlich?

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es geht nicht um freundlich, sondern sachlich.

Es würde ja reichen, wenn die Zeitungen einfach nur von der AFD berichten, nein, immer ist es die rechtspopulistische AFD.

Das haben inzwischen doch alle vernommen, oder gibt es welche, die das bisher noch nicht wissen?

nein, immer ist es die rechtspopulistische AFD.

Diese Bezeichnung haben sie sich doch auch hart erarbeitet und bestätigen sie täglich auf`s Neue.
Warum also sollte man darauf verzichten?

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Bei dieser Sache mit dem Schießbefehl hat sie rein rechtlich, wie sie eben gesagt hat auch Recht. Es geht mir aber nicht darum ob es gesetzlich ok ist, sondern menschlich gesehen und so können die Zeitungen auch berichten wenn sie das wollen. 

In der DDR damals war der Schießbefehl an der Grenze auch durch das Gesetz legitimiert. Heißt es nun, dass dessen Ausführung gut war? Nein, das war überhaupt nicht gut und als absolut verwerflich einzustufen. Die DDR bezeichnet man ja immer so schön als Unrechtsstaat auch wegen diesem Schießbefehl also würde sich die BRD auch zu einem Unrechtsstaat machen, zumindest sehe ich das so. Von daher kann man nunmal negativ über Petrys Aussage schreiben. 

Die Polizisten oder Grenzschützer sollten nur auf Personen schießen, wenn sich die Gewalt absolut gegen diejenige Person richtet, welche die Waffe hält. Allerdings einfach nur auf Menschen zu schießen, weil diese eine unsichtbare Linie übertreten finde ich mehr als daneben. Aber das scheinen einige AfD´ler wohl anders zu sehen. so ist das dann eben. Shit happens...

Ach so und Zeitungen: Bei der Jungen Freiheit kannst du bestimmt mal reinschauen und ein absolut unabhängiger neutraler Block ist der von Honigmann. Den kann ich nur empfehlen... (Sarkasmus) Vielleicht ist ja was für dich dabei.

Nur war das eben kein Schiessbefehl (also die Pflicht auf Flüchtende zu schiessen wie in der DDR), sondern ein "notfalls von der Waffe gebrauch machen". Das beinhaltet beispielsweise Warnschüsse.

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@Mastrodonato

Petry hat beim Schießbefehl vom "ultima ratio" geredet, also die Erschießung oder Verwundung dieser Menschen. Darum geht es mir. Das finde ich in dieser friedlichen Gegend hier unpassend. Zumal die Menschen, die an der Grenze leben wohl keine Bock darauf haben jede Nacht geweckt zu werden oder mit dem Gedanken leben zu müssen, dass ein paar Meter weiter Menschen sterben mussten, eben durch diese unsichtbare Linie.

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Der Begriff völkisch ist der Frau Petry nicht in den Mund gelegt worden. Sie hat völlig aus freien Stücken im Interview mit der Welt am Sonntag gefordert, man sollte dem Begriff "völkisch" eine positive Bedeutung geben. 

Und der Begriff "völkisch" war nun einmal zentral in der NS-Ideologie. In Hitlers "Mein Kampf" taucht er Dutzendfach auf - auch im Stichwortverzeichnis - und er dient als Basis für die NS-Rassenideologie. Nicht zufällig hieß das NSDAP-Propagandablatt "Völkischer Beobachter". In den Jahren zuvor war es die selbst ernannte "Völkische Bewegung" gewesen, die das Wort selbst als zentralen Kampfbegriff politisch aufgeladen hatte. Insbesondere der NS-Antisemitismus basiert in weiten Teilen auf "völkischen" Ideen. Der Begriff stand im "Dritten Reich" für die Abgrenzung einer deutschen "Volksgemeinschaft" gegenüber als minderwertig angesehenen Gruppen wie etwa Juden oder Schwarzen.

Als völkisch bezeichnet man eine radikal-nationalistische Einstellung, die die Menschengruppe, zu der man sich zugehörig fühlt, das eigene "Volk", verabsolutiert und als (ethnisch) reine Gemeinschaft definiert. Ende des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlangte die Völkische Bewegung großen politischen Einfluss, sie war ein Wegbereiter des Nationalsozialismus. Bis heute sind die Völkischen eine wichtige Strömung des Rechtsextremismus. [...] Die Bewegung war nicht nur antisemitisch, sondern auch antiegalitär und generell antimodernistisch. Sie lehnte Frauenemanzipation und Demokratie ab, ebenso Parlamentarismus und Republik, Industrialisierung und Urbanisierung, moderne Kunst und neuartige Sportarten wie Fußball. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

Und da ich mir nicht vorstellen kann, dass der AfD-Chefin der historische Hintergrund des Begriffs schlicht nicht bekannt war, muss sie sich nun vorhalten lassen, dass sie NSDAP-Vokabular in Deutschland wieder salonfähig machen will.

Die Kritik kommt zurecht von der Presse und den Medien. Wobei der Grund nicht eine falsche Berichterstattung ist, sondern die korrekte Berichterstattung über ein Interview, das Frauke Petry gegeben hat. Das ist nicht speziell AfD feindlich. Jeder andere Politiker, der so etwas gefordert hätte, wäre damit genauso ins Kreuzfeuer der Medien geraten, egal, welcher Partei er oder sie angehört.

Leider habe ich den Wortlaut des Interviews von der Welt am Sonntag nicht. Jemand, den ich schätze, hat das gesagt.

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@Mastrodonato

http://forum.freenet.de/showthread.php?t=424691

Hier findest du (im Beitrag von detektiv3) den Wortlaut des Interviews. 

Es gibt übrigens neben dem Wort "völkisch", das sehr negativ an eine bestimmte Zeit in der deutschen Geschichte gebunden ist - und das weiß jeder, der in der Schule im Geschichtsunterricht anwesend war - auch noch das selten genutzte Wort "volklich". Das ist wohl eher das, was gemeint war. Aber das Abitur scheint bei Frau Petry schon 'ne Weile her zu sein... oder sie ist halt doch so'n bisschen rechtsextrem, auch wenn die AfD-Fanboys und -girls das nicht wahrhaben wollen.

Und auch Frauke Petry bringt am Ende des Absatzes die selten dämliche Argumentation, dass Heiko Maas eine linksradikale Band für ihr Engagement gegen rechte Gewalt gelobt hat. Im gleichen Atemzug hat Heiko Maas aber auch Campino von den Toten Hosen und Marteria gelobt, und die sind definitiv nicht linksradikal. Die Frau differenziert selbst kein Stück und ist randvoll mit Vorurteilen, erwartet aber, dass man sie für den Stuss, den sie erzählt, mit Samthandschuhen anfasst. 

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@ceevee

Tja, und gerade der Beitrag von dektektiv3 zeigt es deutlich: Die Zeitung hat als erste das Wort völkisch ins Spiel gebracht - es wurde auch mehr über die Bedeutung des Wortes Volk gesprochen als über den Begriff völkisch. Eigentlich völlige Quatschdiskussion angesichts der echten Probleme.

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@Mastrodonato

Niemand hat Frauke Petry dazu gedrängt, die Forderung aufzustellen, man müsse dem Begriff "völkisch"  eine positive Bedutung geben. Es ist ja schon erbärmlich wie hier versuvcht wird, mit Verdrehungen aller Art immer den Zeitungen und den Journalisten die Schuld an den verbalen Entgleisungen der AfD zuzuschieben.

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@FuHuFu

Du bist ein erbärmlicher islamverharmlosender Gutmensch, der keine Ahnung von der Realität hat, aber andere belehren will.

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@Mastrodonato

Deine Ausdrucksweise beschreibt nur die ungehobelte, pöbelartige, beleidigende Ausdrucksweise der AfD Sympathysanten. So als seien 5000 Jahre Kulturgeschichte erfolglos an Dir vorbeigegangen. Du lebst wohl immer noch in der Steinzeit, wo sich Menschen überwiegend Brüllauten verständigt haben.

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Wer es nachhören möchte, hier ist der Mediathek-Link: https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz-vom-11-mai-2017-100.html

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