Können Medien überhaupt objektiv sein?

12 Antworten

Hei, Scrubber, Medien können so objektiv sein wie Menschen objektiv sein können. Also: gar nicht. Es wie Gerechtigkeit eine unerreichbare Utopie, ein Ideal. Man kann sich als Medienschaffer zwar bemühen, "sine ira et Studio" zu berichten, doch schon ein einziges Verb kann einer Geschichte den Anschein mangelnder Objektivität verleihen, wenn es nicht 100prozentig trifft oder interpretierbar ist.

Als Schreiberling, Schmierling, Lügenpresse und wie die Ausdrücke alle lauten, wirst du immer diffamiert, wenn du nicht die erwünschte Sichtweise derer einnimmst, die dich beschimpfen. Mit diesem Vorwurf muss leben, wer sich um ordentliche faire journalistische Arbeit müht ~~ und auch die Leser, Hörer, Zuschauer, die einem geschmähten Produkt ihre zu Recht als zuverlässig empfundenen Informationen entnehmen. Und so. Grüße!

Ich meine, daß auch Computer nicht objektiv berichten können.

Damit etwas wirklich objektiv berichtet werden kann, müssen alle Details genannt werden, die auf irgendeine Weise damit in Berührung stehen, und diese Details haben ihrererseits Ursachen usw. Aber auch der fähigste Computer kann nicht jedes einzelne Atom des Universums beschreiben.

Dazu enhält jeder Bericht auch eine Reihenfolge. Doch schon diese stellt das Setzen von Prioritäten dar, und je nachdem, wie Prioritäten gesetzt sind, so fällt auch die Sichtweise des Berichts aus. Weil aber kein Mensch alle Prioritäten gleich setzt, ist dadurch bereits Subjektivität vorgegeben.

Weiterhin meine ich, daß jedwede menschliche Aktion (auch das Denken ist eine Aktion) eine emotionale Provokation als Ursache hat, d. h., zuerst wird etwas empfunden (ist also subjektiv), und darauf wird dann reagiert.

Ich glaube dass Objektivität in der Berichterstattung ein Ideal ist, was nur angenähert, aber nicht erreicht werden kann. Deshalb ist es wichtig, sich aus möglichst unterschiedlichen Quellen zu informieren.

Selbst bei den besten Intentionen sind Leute aufgrund ihrer persönlichen Meinung beeinträchtigt, entweder weil sie im Sinne dieser Meinung berichten oder weil sie, im Wissen um ihre eigene Meinung und deren möglichen Einfluss auf ihre Berichterstattung, die Färbung des Berichts in die andere Richtung kompensieren.

wirklich objektiv können Menschen nicht sein, darum gehts bei "Lügen/Lückenpresse" aber gar nicht. 
Gemeint ist das man gezielt Information so streut und andere Nachrichten zurückhält damit die Bevölkerung in eine bestimmte Richtung gelenkt wird - und das machen die schon immer, nicht erst seit der AfD. 

Berichterstattung zum Irakkrieg 2003 ist da ein tolles Beispiel. 

Noch ein Beispiel: MH17 war kaum auf dem Boden aufgeschlagen schon wurde wild spekuliert die Separatisten hätten die Maschine abgeschossen.. kann ja so sein, aber woher weiß man das 5 min später ? 

Man nennt die Presse nicht umsonst die 4. Gewalt.

Dann gibt es noch die Kunst des Weglassens, somit kann ein Ereignis so gedreht werden, ohne dabei in Luegen abzudrifften.

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Meinte ich oben mit vorenthalten aber ja, stimmt.

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Wenn Medien erfolgreich sein wollen, können sie nicht objektiv sein. Die langweiligen Medien für Gebildete, Intellektuelle und Kultivierte sind unaufgeregt, analysierend und versuchen unabhängig zu sein. Diese Medien werden von wenigen angenommen.

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