Welche Reitbeteiligung denn jz nehmen?

 - (Pferde, Reiten, Pony)

11 Antworten

Was mir bei beiden fehlen würde, wäre die Möglichkeit Reitunterricht zu nehmen- ist die bei beiden gegeben?

Das wäre für mich ein entscheidender Faktor, um mich immer weiter zu entwickeln und die Pferde auch gesunderhaltend und so fein wie nur möglich Reiten zu können- und das gilt nicht nur für Tunierreiter sondern auch (und in manchen Fällen vor allem) für Freizeitreiter.

Da der Wallach das besser ausgebildete Pferd zu sein scheint, von dem du hoffentlich noch viel lernen kannst, würde ich ihn nehmen.

Woher ich das weiß:Hobby – Ü20 Jahre Reit und Pferdeerfahrung, Haltung eigener Pferde

Huhu,

du möchtest zwar die Stute nehmen, ich empfehle aber trotzdem den Wallach.

Du kommst zur Stute nicht alleine hin, das gibt früher oder später Stress mit deinen Eltern, die als Taxi dienen müssen. Beim Wallach bist du viel flexibler.

Du bist bei der Stute mit dem Grasplatz reittechnisch absolut wetterabhängig. Im Regen reiten ist zwar grundsätzlich kein Problem, aber ein Rasenplatz ist nach starkem Regen und im Winter nicht bereitbar.

Viel wichtiger finde ich aber das Zweitreiter-Argument. Die Besitezrin reitet die Stute selbst nicht, du kannst machen was du willst und sooft du willst. Klingt erstmal gut. ABER: Warum sollte die Besitzerin so auf lange Zeit das Pferd behalten, wenn es doch quasi wie deins ist? Früher oder später wird sie etwas nicht machen bzw zahlen wollen, was du möchtest, einen Sattler zum Beispiel oder einen Zahnarzt. Sie braucht die Sattler und Sattelkosten für sich ja nicht, warum sollte sie da soviel Geld investieren? Das gibt unweigerlich Stress. Habe das schon so oft gehört, hier gelesen und leider auch miterlebt. Auch, dass sie das Pferd irgendwann verkauft, wenn sie es ja selbst gar nicht nutzt, wäre denkbar und eigentlich vernünftig. Dazu kommt, dass das Pferd bei den Umständen höchstwahrscheinlich untrainiert und eventuell auch nur schlecht ausgebildet ist. Du kommst also gar nicht anständig zum reiten, sondern erarbeitest erstmal monatelang mit teurem Unterricht die Basics oder trainierst das Pferd erst wieder auf.

Früher oder später endet sowas damit, dass die Reitbeteiligung letztendlich das Pferd kauft, so wie es bei mir war, oder es endet mit vielen Tränen, weil du dich wegen der unterschiedlichen Ansichten von der Besitzerin trennst oder das Pferd verkauft wird. Das ist der Regelfall bei solchen "freien" Reitbeteilgungen.

Bei dem Wallach hast du wahrscheinlich eine Besitzerin, die sich selbst dafür interessiert, dass es ihrem Pferd gut geht, sie nutzt es ja auch. Dementsprechend gibt sie auch Rahmen vor. Aber Rahmen sind ja nichts schlimmes, das nimmt eine ganze Menge Verantwortung von der Reitbeteiligung. Da kann man eher über notwendige teuere Sachen reden und bekommt auch praktische Unterstützung. Das Pferd wird von mehreren geritten, stellt sich also nicht nur irgendwie auf deine Fehler ein. Sie sieht Probelme und Notwenidigkeiten dann auch selbst. Die Besitzerin kennt ihr Pferd aktuell reiterlich und kann dir Tipps geben. Auch ist Unterricht vermutlich mit Halle und Platz einfacher zu organisieren, als auf einem nicht ganzjährig bereitbaren Grasplatz.

Nimm den Wallach, auch wenn das erstmal nicht dem Wendy-Traum entspricht. Ein "wie-ein-eigenes-Pferd" macht nur Spaß, wenn es auch wirklich "das-eigene-Pferd" ist und man auch entscheiden kann.

Liebe Grüße

„Zwischen den Zeilen“ lese ich, dass Dir die Stute lieber wäre, und du uns gern in diese Richtung lenken möchtest. Weil Du dort mehr Freiheit genießen würdest, auch einfach „Kind zu sein“. Dass Dich dies reizt, kann ich verstehen.

Dennoch würde ich die Unabhängigkeit von Wetter (Halle) und Logistik (gefahren werden müssen) vorziehen.

Zweitreiterin zu sein würde ich übrigens nicht als Nachteil betrachten. Schließlich braucht man meist eine Menge Selbstüberschätzung, um sich einzubilden, man könne es besser als der Besitzer. Normalerweise kann man froh sein, die Verantwortung für die Rittigkeit des Pferdes nicht allein tragen zu müssen, sondern zu wissen, dass Fehler, die man macht, wieder ausgebügelt werden.

Das Zitat schreibst du, um deutlich zu machen, dass du keine Lust hast, dich auf die Besitzerin des Wallachs einzulassen und deshalb hier Stimmung gegen sie zu machen. Vielleicht suchst du deshalb auch Argumente, deine Mutter zu überreden, sich als Taxi zur Stute bereitzustellen?

10 kg sind sicher nicht so wörtlich gemeint und gewiß nicht als Dauerzustand gedacht. Bei manchen Pferden muß man mal ein Stück weit gegenhalten, um dann leichter werden zu können. Ein Jagdpferd ist natürlich generell nicht so sensibel wie ein Grand Prix - Sieger. Wenn Du da ordentlichen Unterricht nimmst und es mit der Zeit schaffst, das Pferd locker mit weicher Hand zu reiten, lernst du viel und leistet einen echten Beitrag zu aktivem Tierschutz.

Ich würde mir bei beiden Pferden eine Probezeit erbitten, um in Ruhe zu sehen, ob du dich nicht doch auf die Besitzerin des Wallachs einlassen kannst, und wie willig andererseits dein „Privattaxi“ zur Verfügung steht. Denn wenn du Pech hast, scheiterst deine große Freiheit mit der Stute daran, dass du kaum hin kommst.

Die Idee mit der Probezeit würde ich dir auch empfehlen.

Mind 1 monat besser 3 Monate. Ich hoffe, die Besitzer können das akzeptieren.

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Oh, wie viele Reiter und "Reitlehrer" habe ich schon kennen gelernt, die das mit den 10kg auch sagen - dadurch, dass es im Turnierstall steht, würde ich tatsächlich davon ausgehen, dass die Besitzerin das also ernst meint. So viele Pferde werden dauerhaft mit Kraft geritten. Leider, leider. Aber das ist keine Seltenheit.

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@Punkgirl512

Naja... meine Freundin, sehr gute Reiterin mit einer sehr,sehr guten RL, sagt auch manchmal: Ich hatte eine Tonne in der Hand.

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@Dahika

Naja, es gibt die Reiter, die sowas MANCHMAL haben und dann diejenigen, die grundsätzlich mit Kraft reiten.

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Was ist denn eine "Probezeit" bei einer RB? So, wie ich das mitbekomme, wird ja eh immer über Nacht gekündigt. So gut wie niemand warnt den anderen vor. Oft wird keine Kündigungsfrist vereinbart und selbst wenn eine vereinbart ist, will eine RB nicht mehr kommen, wenn seitens des Besitzers gekündigt wird und umgekehrt will man eine RB, die in Gedanken praktisch schon weg ist und nur noch macht, weil eben vereinbart und nicht mehr, weil mit dem Herzen dabei, auch nicht mehr an seinem Pferd haben. Das heißt, das komplette Verhältnis wäre doch eh eine Probezeit.

Ist heute im Arbeitsleben ja auch in aller Regel so, dass wenn ein Betrieb dem Mitarbeiter kündigt, sofort freigestellt wird - und solchen Umgang beobachte ich zwischen Pferdebesitzern und RBen auch immer.

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@Baroque

Im Arbeitsleben ist das „in aller Regel“ längst nicht in allen Berufsgruppen üblich. Da muß man, wenn man gekündigt hat, bis zum letzten Tag sein bestes geben, sonst gibt es Ärger mit den Papieren. Aber lassen wir das, es führt hier zu weit.

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Ich habe das jetzt mal als mögliche Besi gelesen:

erstens ärgere ich mich immer über solche abfotografierten Texte. Ich frage mich dann, warum die Fragestellerin so faul ist, so etwas nicht selbst zu schreiben. Diese abfotografierten Texte sind nämlich nur mühselig zu lesen.

Das wäre der erste Minuspunkt, denn ich würde mich fragen: ist die am Ende auch so faul bei der Pferdepflege?

Und dann beim ersten Pferd schreibst du, dass alles nach dem Willen der Besitzerin gehen muss. Ja natürlich! Sie ist die Besitzerin! Sie macht die Regeln. Wenn ich eine RB suchen würde, müsste natürlich alles nach meinem Willen gehen. Es ist MEIN Pferd, in das ICH viel Geld investiert habe, und schlimmstenfalls müsste ICH den Tierarzt bezahlen. Wenn du nach deinen Regeln ein Pferd haben willst, musst du dir schon selbst eines kaufen.

Dein Einwand, dass alles nach dem Willen der Besi geschehen muss, wäre das Aus für mich als Besi. Ich hätte dann immer Angst, dass du dich an MEINE Regeln nicht halten würdest.

Beim zweiten Pferd schreibst du, dass du es nicht mit Fahrrad und Moped erreichen kannst. Du müsstest also immer gebracht werden.

Das wäre mir als Besi zu unzuverlässig. Ich hätte dann Angst, dass du mir im ungeeignetsten Moment eine SMS schreibst: kann nicht kommen, meine Mutter hat keine Zeit, ist krank, Auto ist kaputt, etc... .

Ne, in beiden Fällen würde ich Nein sagen.

Such dir also besser eine RB in für dich erreichbarer Nähe und nimm dir vor, dich an die Regeln der Besi zu halten. Wenn die dir nicht passen, musst du weitersuchen.

Woher ich das weiß:Hobby

Entscheiden was für dich schöner ist, musst du im Endeffekt selber wissen.

Vorteil bei der Stute ist natürlich, dass du so oft kommen kannst, wie du magst. Die Frage ist nur, kannst du das überhaupt ausnutzen, also klappt das mit Schule, gefahren werden usw. Zudem solltest du sie bewusst sein, dass ein Pferd echt unter Strom stehen kann, wenn es beispielsweise lediglich 2 mal in der Woche bewegt wird (Hast nicht genau gesagt, was an den Tagen gemacht wird, wo du nicht kommen würdest).

Was ich aber zu dem Wallach noch sagen möchte. Also erstmal 60€ sind nicht viel (kostenlos ist natürlich trotzdem schöner), aber ich wollte eigentlich was zu dem Tunierstall sagen. Wir standen mal an so nem Tunierstall und ja klar, da herrscht eine gewisse Arbeitseinstellung, aber zwischendurch mal mit den Pferden Quatsch machen, hat da niemanden gestört.

Ich persönlich würde glaub ich eher zu dem Wallach tendieren. Stuten können, vorallem wenn Sie rossig sind, echt anstrengend sein und einen in den Warnsinn treiben. Das nervt mich persönlich, wenn ich die Chance habe ein anderes Pferd mit besserem Verhalten zu reiten. Auch eine gute Ausbildung des Pferdes finde ich immer super und dadurch, dass der Stall mit dem Fahrrad erreichbar ist, bist du flexibel und auf niemanden angewiesen.

Letztendlich kann die aber niemand die Entscheidung abnehmen. Du musst wissen, was für dich wichtig ist und dann wirst du schon die richtige Entscheidung treffen

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