Was ist der Unterschied zwischen dem Kenntnisstand von Informatik-Hochschulabsolventen und gelernten Fachinformatikern, Studenten schlechtere Programmierer?

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5 Antworten

Ich habe dual studiert, also (zumindest auf dem Papier) beides gemacht. Das, was hier bereits gesagt wurde (Uni/FH hat mehr Mathe und mehr Theorie) kann ich unterschreiben. Zu Deiner Frage, ob der Fachinformatiker mehr Programmiersprachen oder Betriebssysteme lernt:
Nein. Eher im Gegenteil: Du wirst ja von einem bestimmten Betrieb ausgebildet, und die bringen Dir in aller Regel das bei, was Du für diesen Betrieb brauchst. Wenn die Systemlandschaft Windows ist, wird Dein Ausbilder keine Zeit darauf verwenden, Dir irgendwas in Linux beizubringen.

Ähnliches gilt für Programmiersprachen: Das, womit die Firma arbeitet, lernst Du kennen, das, alles andere eher nicht. Dann kommt es natürlich darauf an, wie breit Dein Betrieb aufgestellt ist, aber gerade mit "experimentellere" Paradigmen wirst Du eher im akademischen Bereich rumspielen können als in etablierten Firmen. (Zumindest, wenn sie so konservativ aufgestellt sind wie mein Betrieb)

Der Vorteil an der Ausbildung ist aber, dass Du gleich mit "realen" Projekten in Berührung kommst. Dass, was Studenten (auch im Master) zusammenschreiben, ist im Vergleich zu den meisten wirtschaftlich eingesetzten Produkten immer noch ziemlich mickrig. Die Praxisphasen, die wir da hatten, lehrten einem schon eine gewisse "Demut" ;)
Hinzu kommt halt das zwischenmenschliche, wirtschaftliche etc.

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Ein gelernter Programmierer programmiert natürlich besser als ein Informatikstudent. In Info-Studium geht's ja nicht nur um's programmieren! Viel ist auch Mathematik oder Logik. Ein studierter Informatiker ist nicht zum Programmierer ausgebildet, hat dafür andere Qualitäten, die der Programmierer halt nicht hat.

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Kommentar von BerfD
14.06.2016, 21:36

und welche sjnd das ?

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Kommentar von Marbuel
14.06.2016, 21:51

Wieso soll ein Informatiker nicht programmieren? Da kenne ich ca. 30 aus meiner Abteilung, die das Gegenteil beweisen. :-)

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Der Student hat theoretisches Wissen bezüglich Informatik jenseits dessen eines Fachinformatikers. Außerdem kann er Mathe! :-) Ein guter Programmierer muss er aber nicht zwangsläufig sein. Trotzdem besitzt er Wissen, dass ihn dazu befähigt, Programme zu schreiben, die ein Fachinformatiker nicht schreiben könnte, weil ihm eben die zugrundeliegende Mathematik fehlt oder er keine Ahnung von den anzuwendenden Algorithmen hat.

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Informatiker ist nicht gleich Programmierer. Sicherlich, viele Informatiker sind in der Software-Entwicklung tätig jedoch auch in vielen anderen Bereichen (Software-Engineering / Architektur / Systemdesign / Projektmanagement / ...). Das Informatik Studium ist wesentlich breiter angelegt als die Ausbildung zum Fachinformatiker und geht auch wesentlich tiefer in die Details / Hintergründe (auch noch abhängig von der Fachrichtung).

Z.b. steigt man hier viel tiefer in das Thema Algorithmen und Datenstrukturen ein.

Aus meiner Berufspraxis und im vergleich mit einigen Fachinformatikern bei uns im Unternehmen merkt man vor allem den Unterschied wenn es um komplexere Algorithmen und effizenten Code geht bei dem es um das Laufzeitverhalten der Applikationen geht. Auch beim Design / Architektur von Komplexeren Systemen merkt man hier sehr häufig einen großen Unterschied.

Das mag nicht immer so sein. Es gibt auch einige Fachinformatiker die sich mehr oder weniger im Selbststudium viel angegeignet haben und einem Informatiker kaum nachstehen, was diese Themen angeht (ist aber eher seltener der Fall und ist nichts was man in der Ausbildung lernt).

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Fachinformatiker kann man schon nach einen Jahr Lehrzeit sein. Das hängt natürlich auch von der Schule ab und von der Firma usw.
Ich schätze der "Heiligen"-Schein des Fachinformatikers entspricht einem Studenten im dritten Semester (der natürlich vorbildlich voran kommt), genauso schätze ich den auch gleich auf mit einem Assistenten für Informatik der im dritten Semester ist (und auch bestens voran kommt). Der Abschluss eines Assistenten für Informatik ist auch sehr stark abhängig von der Schule und von dem Abschlussjahr. Früher war es beispielsweise schwieriger.

Der tatsächliche Unterschied kann klein und auch ganz groß sein. Doch das Ergebnis ist dass dem Hochschulabsolventen bereitwilliger ein besseres Gehalt gezahlt wird, zumindest in der Theorie.

In der Praxis sind die ach so vielen mehr Arbeitsplätzchen (auch die für nächstes Jahr) schon lange weg und zwar an Verwandte und Bekannte in dieser Vetternwirtschaft (Kastengesellschaft).

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