Was haltet ihr von Abtreibung, Mord oder nicht?

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16 Antworten

Nun, per Gesetz kann die straffreie Handlung Schwangerschaftsabbruch nach Fristenregelung kein "Mord" sein, denn dieser wird mit hohen Freiheitsstrafen geahndet.

Jede Frau kann in die Situation kommen, ungeplant schwanger zu werden, ob nun durch Leichtsinn, Naivität, Unkenntnis, Geldmangel oder einfach Pech.

Schön, wenn dann dem ungeplant ein nun doch gewollt folgt und man nie in eine Schwangerschaftskonfliktsituation kommt. Aber gut, dass die Indikationsregelung in Teilen durch die Fristenregelung ersetzt worden ist, denn bei einer ungewollten Schwangerschaft zählen einzig die Gründe der Frau, sich gegebenenfalls für einen Abbruch zu entscheiden, denn es ist ihr Leben, ihr Körper und ihre Zukunft.

Warum jedoch gelegentlich in "richtige" und "falsche" Gründe einer Abtreibung unterteilt wird, ist mir ein Rätsel.

Es ist eine Doppelmoral, bei einem Vergewaltigungsopfer oder bei einem
schwerstbehinderten Kind eine Abtreibung als gerechtfertigt anzusehen, aber eine "ich-will-zum-jetzigen-Zeitpunkt-kein-Kind" - Einstellung einer Frau, die sich vielleicht einen anderen Partner als Vater ihres Kindes wünscht oder mitten in Schule, Ausbildung oder Studium steckt oder noch ihren Doktor machen oder ein Jahr um die Welt reisen oder sich eine gesicherte Existenz aufbauen oder erstmal für die Rente ranklotzen oder einfach Party machen will oder, oder, oder..., moralisch zu verurteilen.

Der erhobene Zeigefinger "dann-darfst-du-nur-Sex-zum-Zwecke-der-Fortpflanzung-haben" ist wider die Natur und ein Kind sollte auch keine "eingebrockte Suppe, die man zur Strafe auslöffeln muss" sein.

Alles Gute für dich!

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Hallo

Für die einen ist es Mord, für die anderen nicht. Rechtlich ist es kein Mord. Eine Abtreibung ist in Deutschland erlaubt.

Jede Frau hat das Recht, selber zu entscheiden. Kein Verhütungsmittel ist zu 100% sicher. Wenn sie zu jung ist, arbeitslos, in Schule/Ausbildung/Studium, alleinerziehend, kein Geld hat, die Familienplanung abgeschlossen ist etc., soll sie abtreiben dürfen. Natürlich auch in schlimmeren Fällen wie Vergewaltigung, Behinderung, Gefahr für die Mutter.

Falls Du jemals ungeplant und ungewollt schwanger wirst, hast Du das Recht auf eine Abtreibung.

Freundlichen Gruss

tm

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Servus DontAskWhy1188,

Nein, ein Schwangerschaftsabbruch ist niemals Mord - schon alleine deswegen, da es rechtlich schlicht und ergreifend anders geregelt ist.

Ich persönlich bin für das Recht einer Frau, eine Schwangerschaft bis zu einer bestimmten Entwicklungsgrenze jederzeit abbrechen zu können - denn hier geht es um das Recht auf den eigenen Körper der Frau, was meiner Erachtung nach deutlich höher wiegen sollte als das Recht irgendeines Embryos.

Ein Embryo hat kein Bewusstsein, kein Selbstbewusstsein, kein Schmerzempfinden, kann nicht fühlen, nicht denken und hat keine der Eigenschaften, die wird einem Menschen zuschreiben würden - daher sehe ich hier ethisch / moralisch kein Problem.

Ich persönlich tendiere dazu, dass man das Schmerzempfinden als Grenze festlegen sollte - bzw. die Fähigkeit zu Bewusstsein, welche bei Föten erst ungefähr in der 24. SSW voll ausgeprägt ist. Deswegen halte ich bspw. die Grenze in den Niederlanden für deutlich besser als die Grenze in Deutschland (14. SSW)

In Deutschland haben wir de facto eine Fristenregelung, wenn auch eine sehr verkappte - du kannst hier aber straffrei bis zur 14. SSW ohne jegliche Begründung eine Schwangerschaft abbrechen, was ich persönlich für sehr gut halte.

Selbsternannte "Lebensschützer" möchten dieses Recht der Frau auf ihren eigenen Körper einschränken und setzen irgendwelche Rechte des Embryos / des Fötus höher; das halte ich für verkehrt - denn somit zwingt man eine schwangere Frau, eine "Gebärmaschine" zu sein und ein Kind zur Welt zu bekommen, welches sie gar nicht will.

Ein Abbruch ist - von den physischen und psychischen Komplikationen her - kein großes Problem; oft wird von Gegnerseite argumentiert, es gäbe heftige psychische Nachfolgen nach Abbrüchen (sogenanntes "Post Abortion Syndrome"), welches allerdings nicht offiziell medizinisch anerkannt ist und von vielen Studien auch klar widerlegt wird, wo psychische Nachfolgen nur in den wenigsten Fällen vorkommen.

Ich kann dir daher beipflichten - eine Frau sollte eine ungewollte Schwangerschaft ohne Begründung (!) abbrechen können. Fristenregelung.

Lg

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Kommentar von Emma60
27.09.2016, 21:36

Erzähl das mal jemandem der weiß das er nur knapp einer Abtreibung entgangen ist oder eine missglückte Abtreibung überlebt hat.

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Zum Glück gibt es bei der Sache zwei Seiten: Die rechtliche und die moralische.

Du sagst, dass jede Frau das Recht haben sollte, selber zu entscheiden. Zum Glück ist das auch so. Abtreibungen sind schließlich legal (bis zu einem bestimmten Zeitpunkt und wenn sie durch einen Arzt durchgeführt wird). Da können dann andere noch so meckern, wie sie wollen. De Facto kannst du aber selber entscheiden.

Laut der biologischen Definition beginnt Leben, sobald die Eizelle befruchtet wurde. In dem Sinne ist Abtreibung also tatsächlich Mord.

Man kann das für sich persönlich natürlich auch ein bisschen anders definieren. Zu dem Zeitpunkt der Abtreibung ist es doch nur ein kleiner Zellklumpen. Da hat sich noch überhaupt gar nichts entwickelt. Ob man das persönlich schon als "Leben" bezeichnen möchte, bleibt jedem selbst überlassen. Die Mehrheit sagt hier "ja".

Davon abgesehen stellt sich eher die Frage, ob man das Recht hat, ein Leben zu beenden. Zum Glück darf man in unserem Land durchaus "egoistisch" sein. Wir müssen kein Leben retten, wenn wir uns dadurch selbst in Gefahr bringen. Wir dürfen im Notfall jemanden zur Selbstverteidigung töten. Und wir müssen auch kein Kind auf die Welt bringen, wenn wir dem nicht gewachsen sind bzw. wir es eben nicht wollen.

Da bin ich auch froh drum. Unfälle passieren. Ein Kind ist unter Umständen nicht nur eine extreme Belastung für die Eltern. Es wird auch evtl. kein glückliches Leben haben, weil es die Eltern nicht gut versorgen können oder wollen. Es zur Adoption freizugeben kann dann auch den Eltern sehr schwer fallen. Mit einer Abtreibung kommen einige sicher besser klar.

Und ganz extrem ist es, wenn eine Frau durch eine Vergewaltigung schwanger wird. Niemand, wirklich niemand, darf verlangen, dass sie das Kind des Täters auf die Welt bringen muss.

Wer das Kind kriegen möchte (z.b. auch aus moralischen Gründen) und es ggf. zur Adoption freigeben möchte, der hat da natürlich genauso sein Recht drauf. Da würde ich auch niemals jemandem wirklich reinreden. Das ist genauso Recht zur Selbstbestimmung, wie eine Abtreibung. Und diese Selbstbestimmung halte ich für sehr, sehr wichtig.

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Kommentar von carn112004
27.09.2016, 00:52

Das muss ich mal positiv hervorheben, ein Pro-Choicer, der die Tatsache zur Kenntnis nimmt:


"Laut der biologischen Definition beginnt Leben, sobald die Eizelle befruchtet wurde."

dass es sich von Anfang an um ein Lebewesen handelt.


Lediglich bei der Aussage, dass es rechtlich gesehen doch legal sei, ist noch ein bischen Lektüre erforderlich. Denn ebenfalls hat das Bundesverfassungsgericht erkannt, dass es sich um ein Lebewesen handelt. Da dieses Lebewesen eindeutig zur Spezies Mensch gehört und die Würde des Menschen, also eines einzelnen Lebewesens Mensch, unantastbar sein sollte, ist es im Ergebnis eben nicht im üblichen Sinne "legal":

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html


Bezüglich dem:


"Wir müssen kein Leben retten, wenn wir uns dadurch selbst in Gefahr bringen."

gilt zu bedenken, dass sich das ggf. durch die Umstände ändern kann; insbesondere durch den Umstand, wenn der in Frage kommende Helfer selbst für den gefährlichen Zustand verantwortlich ist. Z.b. hat der durchschnittliche Passagier eines untergehenden Schiffs keine besondere Pflicht möglichst noch einen mit zum Ufer zu schleppen. Der Kapitän, der den Untergang aber durch besoffen Pornos schauen statt auf das Schiff achten zumindest begünstigt hat, der hat beim Schwimmen ans Ufer jeden mitzuschleppen, den er irgendwie mitschleppen kann; und dann hat er wieder ins Wasser zu hüpfen und rauszuschwimmen, um weitere aufzulesen; einzig echt legitime Ausreden sind, wenn es keinen mehr zu retten gibt oder wenn er vor Erschöpfung das Bewusstsein verliert; ansonsten hat er weiterzumachen.


Ein gewisse Pflicht bis zu einer gewissen Aufopferung zu helfen ist solchen, die zumindest fahrlässig eine bestimmte kritische Situation billigend in Kauf nehmen und/oder die gegenüber den in Gefahr befindlichen besonders verpflichtet sind, somit zumutbar.


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Ich sehe das ähnlich wie du, mit der Außnahme, dass es gerade bei Menschen die, Zitat: 'zu blöd zum verhüten sind' absolut keinen Sinn macht gerade diese von der Abtreibung auszunehmen. Was soll denn ein Kind bei solchen Eltern? Da ist doch nur das Kind der/die Leidtragende.

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Eine Frau kann und sollte selbst entscheiden dürfen, ob sie abtreibt. Was mal wieder hier keiner sagt ist, das die Grenze in Deutschland (14. Woche) nur ein nichtssagender Kompromiss ist, der bei Zusammenlegung von BRD und DDR endstand. Ich befürworte sogar das niederländische Modell, bei der die Grenze in der 22. bzw. 24. Woche zu ziehen ist. Wenn mans nicht will hat man Gründe dafür und die müssen auch niemanden etwas angehen! Ich verachte Leute, die ihr Kind bekommen, obwohl es behindert ist. Das ist das allerletzte und dann auch noch zu sagen das Kind kennt es ja nicht anders usw. Wer zur Hölle seit ihr, zu wollen dass ein Mensch der behindert geboren wird "zwangsweise" weil es die political corectness so will, doch unbedingt leben muss/soll? Zu was für einem verkorksten genpool führt denn sowas irgendwann? Mein Gott denkt ihr auch mal weiter als "oh Gott oh Gott das ungeborene Leben"  blablabla hör ich da nur

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Kommentar von carn112004
02.10.2016, 14:07

"Ich verachte Leute, die ihr Kind bekommen, obwohl es behindert ist."

Und ich verachte Leute, die Eltern vorwerfen, dass sie ihr eigenes Kind nicht haben töten lassen. Das ist das allerletzte und dann auch noch zu sagen, dass die Eltern einen verkorksten Genpool riskieren usw. Wer zur Hölle seit ihr, dass ihr nicht rafft, dass das EXAKT NAZI-Gedankengut ist, und dass solches Nazi-Gedankengut viel schlimmere Schäden in unserer Gesellschaft angerichtet hat, als die paar Behinderten? Denkt ihr auch irgendwann mal? Vor allem, dass wenn ihr befürwortet, dass Menschen, die ein zu großes Risiko für unsere Gesellschaft darstellen, beseitigt werden, wer dann die ersten Kandidaten wären?

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ich find auch, jeder sollte das selbst entscheiden und ganz ehrlich, jede frau, die entscheidet, ihr kind abzutreiben hat einen grund dafür, weil sowas macht man sicher nich mal einfach so und niemand entscheidet sowas einfach mal nebenbei..

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Gedankenspiel: wer sich gegen die Abtreibung eines gesunden Kindes entscheidet und es nach der Geburt zur Adoption freigibt, kriegt 10.000 Flocken für die ganze Mühe. 

Da würden sich etliche mit Sicherheit fürs Geld entscheiden. Und Paare, die ewig auf ein Kind zum adoptieren warten, wären froh. 

Für mich ist Abtreibung Mord. Ausser nach einer Vergewaltigung oder bei einem behinderten Kind kann ich das nicht im Geringsten nachvollziehen. 

Wer sicher kein Kind will soll sich sterilisieren lassen. Und wenn es ein Verhütungsunfall war steht man dazu und zieht die Schwangerschaft durch. Für eine schmerzfreie Geburt gibt's die PDA. Die eigene Bequemlichkeit sollte nicht der Grund sein ein anderes Leben zu beenden. 

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"Manche schreiben ist es Mord, manche sehen das anders. Was genau ist es denn jetzt?"

Die, die es Mord nennen, haben insoweit recht, als dass ein ungeborenes ein lebendes Exemplar der Spezies Mensch mit spätestens nach Einnistung der Menschwürde und dem Recht auf Leben ist - oder knapper gesagt, dass ein ungeborenes ein Mensch ist. Dieser Mensch wird bei einer Abtreibung getötet.

Sie machen allerdings einen Fehler, wenn sie daraus, dass bei einer Abtreibung ein Mensch getötet wird, folgern, dass "Mord" der richtige Begriff sei.


Denn "Mord" braucht - selbst wenn man mal von der juristischen Definition in § 211 ff. StGB absieht (die überhaupt nicht auf Abtreibung passt)- nicht nur die Tötung eines Menschen sondern auch eine gewisse Verwerflichkeit, also der, der tötet, muss auch aus Motiven handeln, die wirklich das Töten nicht rechtfertigen oder entschuldigen können und muss das auch zu verantworten haben.


"ob sie 9 Monate ein Kind austragen möchte und unter starken Schmerzen auf die Welt bringen möchte oder nicht?"

"in MEINEM Bauch tragen und dann unter qualvollen Schmerzen auf die Welt pressen zu müssen."

Das Motiv kann aber gerade oft sein, dass die Frau sich selbst in einer völlig unerträglichen Lage vermeint (z.b. weil ihr wohl irgendwoher eingeredet wurde, z.b. dass eine Schwangerschaft absolut unerträglich und ganz furchtbar seioder, z.b. dass ungeborene doch eh wertlose Zellhaufen seien oder z.b. dass Kinder eine echt unerträgliche Plage sind und mit Kind das Leben eigentlich vorbei sei, da man die ganzen schönen wichtigen Dinge nicht mehr machen kann), womit dann zumindest nicht mehr ganz klar ist, was man der Frau selbst jetzt genau vorhalten kann und darf.

Besonderer Fall ist dann auch Vergewaltigung, wobei die Schwangere dann die Schwangerschaft quasi als Andauern der Vergewaltigung empfinden kann, womit ihr Motiv letztlich eine Art Beendigung der Vergewaltigung ist, was nun wirklich nichts mehr mit "verwerflich" zu tun hat.


Folglich, auch wenn bei einer Abtreibung ein unschuldiger und wehrloser Mensch getötet wird, ist es eher nicht richtig pauschal den entsprechenden Frauen ein "Mörderinnen" entgegenzubrüllen.


Vielmehr sollte man versuchen, an der Gesamtsituation Dinge zu ändern (z.b. indem man sich dir vorknöpft die Frauen einreden, dass Kinder und Schwangerschaft so furchtbar und unerträglich sind; die haben dafür eher wenig gute Ausreden, warum sie so den Tod unschuldiger und wehrloser Menschen wissentlich befördern)


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Natürlich ist es jedem selbst überlassen. Dennoch muss man auch die Punkte beachten, wie zB Geld.

Wenn jemand ungewollt schwanger wird, ist es besser abzutreiben, als dem Kind in Zukunft nichts bieten zu können. Denke dass es weniger Schaden für das Kind selber ist.

Abtreibung bis zu einem Gewissen Punkt (Gefühle) ist meiner Meinung nach völlig okay. Da sollte man sich aber vorher entscheiden, ob man das Kind behalten will oder nicht.

Alternativ kann man es ja immer noch in die Babyklappe stecken, oder zur Adoption freigeben damit es in gute Familienhände kommt die ein Kind haben wollen (aber zB nicht können)

Man muss aber auch anmerken das jede Abtreibung egal in welcher Form Risiken und "Nachwirkungen" wie zB Verlust der Gebärmutter, Unfruchtbarkeit etc

Da ist dann wiederrum die Frage, ob man riskieren will nie wieder schwanger zu sein, oder die Schmerzen in den 9 Monaten ertragen möchte.

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Kommentar von carn112004
27.09.2016, 00:55

Genau,
"Wenn jemand ungewollt schwanger wird, ist es besser abzutreiben, als dem
Kind in Zukunft nichts bieten zu können. Denke dass es weniger Schaden
für das Kind selber ist."

in einem reichen Land wie D, in dem auch viele wohlhabende adoptionswillige Paare vorhanden sind, ist es besser abzutreiben. Was ist dann eigentlich dagegen einzuwenden, arme Kinder auch noch nach der Geburt zu töten, wenn Armut doch hierzulande so unerträglich und unvermeidbar ist?

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Hallo,

Wenn eine Frau ein Kind abtreibt, tötet sie. Aber was, wenn sie ihr Kind aus Mitgefühl abgetrieben hat?

Der Buddha erzählte einst eine Geschichte, die der Legende zufolge von seinem früheren Leben als Kapitän eines großen Schiffes handelt.
Eines Nachts fand er heraus, dass ein Mann an Bord war, der alle anderen 500 Passagiere umbringen wollte. Hätten die anderen Passagiere das herausgefunden, wäre eine Massenpanik ausgebrochen. Sie hätten sich gegenseitig umgebracht und hätten später darunter gelitten.
Also entschied er sich dazu, den Mann zu töten, ohne dass jemand davon etwas merken würde.
Er tötete aus Mitgefühl - er wollte anderen Passagieren Leid ersparen. Deswegen litt er nicht, obwohl er getötet hatte.

War das Mord?

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Kommentar von carn112004
27.09.2016, 01:07

Entscheidend ist hier nicht das Mitgefühl, sondern Schuld, Pflicht und Verhinderung der Folgen einer Straftat.

Der die Morde planende ist an der Situation erstmal selbst schuld; hätte er keine Morde geplant, wäre auch nichts passiert.

Da er aber Morde plant, führt er schuldhaft eine gefährliche Situation herbei, die scheinbar nur dadurch abgewendet werden kann, dass der Kapitän ihn tötet: der Kapitän hingegen hat ja die Pflicht, Schaden von seinen Passagieren abzuwenden. Wenn er keine andere Möglichkeit hatte, seine anderen Passagiere zu schützen, als den zu töten, der die Gefahr schuldhaft verursacht hat, dann handelt es sich um entschuldigen Notstand bzw. bereits um Notwehr (wenn die Tat unmittelbar bevorstand).

Mitgefühl ist dabei wurscht, der Kapitän kann auch ganz kalt berechnend sagen, dass der demnächst-Mörder und die 500 anderen jeweils für eine sichere Überfahrt gezahlt haben, jeweils konkludent eingewilligt haben, keinen Unfug an Bord anzustellen, der demnächst-Mörder offensichtlich gegen seinen Beförderungsvertrag verstoßen hat und er somit als unerwünschtes Nichtpassagier gilt, mit dem der Kapitän so verfährt, wie es den Interessen seiner 500 echten Passagieren dienlich ist, damit er auch in Zukunft noch viele zahlungskräftige Passagiere hat, das ändert nichts; solange das Töten das mildeste Mittel war, ist es wurscht, was der Kapitän dabei empfindet.

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Es ist Mord.

Aber die Frage ist, ob es gerechtfertigt ist, ihn zu begehen.

Das Kind kann für die Fehler der Eltern nichts. Es ist komplett unschuldig.

Aber ich gebe dir Recht, dass jede Frau das Recht über ihren Körper hat. Ich mag unsere Gesetzeslage, dass jeder es bis zu 12 Woche "einfach so" abtreiben kann.

Aber nicht mehr später, nur in Ausnahmefällen.

Ich heiße eine Abtreibung eigentlich nur in 2 Fällen gut:

1. Das Kind entstand bei einer Vergewaltigung

2. Das Kind ist nachweislich behindert und hätte vermutlich kein lebenswertes Leben (aber auch da ist es Abwägungssache).

Alles andere finde ich eigentlich nicht in Ordnung. Man muss ja das Kind nicht großziehen, sondern kann es zur Adoption frei geben.

Und für seine Fehler soll man ja schließlich auch irgendwo "geradestehen" und es nicht an anderen (dem Baby) auslassen.

Dennoch würde ich nie eine Frau verurteilen, denn jede sieht es anders. Jede Frau hat ihren eigenen, persönlichen Blickwinkel beruhend auf ihrer aktuellen Lebenslage und Vorgeschichte.

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Kommentar von DontAskWhy1188
26.09.2016, 21:51

Wenn aber die Pille versagt und man das erst zu spät merkt? Bis zur 12 Woche ist es auch noch kein Kind. Und es ist genauso blöd eine Frau mit solch einem Gesetz quasi zu zwingen eines austragen zu müssen und dann eine Adoption macht es nicht besser, weder für das Kind noch für andere. Jeder adoptierte den ich kenne wünscht sich lieber nie geboren worden zu sein als ungewollt auf der Welt bei falschen Eltern.. 

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Kommentar von MarcoAH
27.09.2016, 11:54

Ich gebe dir Recht, Rendric. Ein Kind abzutreiben ist Mord. Wenn es eine schwere Behinderung bei der Geburt hätte, wäre eine Abtreibung eine Ausnahme. Bei einer Vergewaltigung, wenn da ein Kind entsteht, ich muss dir ehrlich sagen, da habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber sonst ist Abtreibung Mord.

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Jeder sollte selbst entscheiden können, es ist nicht Mord, aber sicher auch keine einfache Entscheidung

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Fristenlösung für die ersten 3 Monate, das ist sinnvoll.

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Ja heute kann zum Glück jede Frau entscheiden, ob sie Kinder haben will. Aber sie ist dann auch in der Verantwortung konsequent zu verhüten.

Eine Abtreibung ist keine Verhütung. Ein entstehendes Leben wird ausgelöscht.

Das kleine Herz beginnt ab der 9. SSW woche zu schlagen!

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Kommentar von carn112004
27.09.2016, 00:56

"Das kleine Herz beginnt ab der 9. SSW woche zu schlagen!"

In der 5. SSW beginnt der erste Herzschlag.

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Wie könnte man den das töten eines Lebewesens sonnst noch nennen?

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Kommentar von carn112004
28.09.2016, 12:13

Töten eines Lebewesens?

Ich verstehe nicht, warum man da immer gleich Mord auspackt. Es ist doch, insoweit ein Schockfaktor erwünscht ist, vollkommen ausreichend einfache folgende TATSACHE zu äußern:

In Deutschland werden jährlich ca. 100000 unschuldige und wehrlose ungeborene Exemplare der Spezies Mensch mit der Menschenwürde nach Art. 1 Abs. 1 GG und dem Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 GG rechtswidrig auf scheinbares oder tatsächliches Verlangen ihrer eigenen Mutter getötet.

Da muss man doch nicht noch "Mord" sagen, damit jeder bemerkt, dass man da eine ziemlich ernste Sache anspricht.

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