Was gibt es für Berufe in der Kirche?

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12 Antworten

1. Weißt Du, was Martin Luther dazu sinngemäß gesagt hat?

Wenn Du es gut und ordentlich und von ganzem Herzen tust, dann ist alles, was Du tust, ein guter Gottesdienst.

Selbst das Po abputzen beim Baby oder im Altenheim - ist dann Gottesdienst.

2. Du kennst die Geschichte mit dem "Reichen Jüngling"? Er kommt zu Jesus und fragt, was er denn tun könne, um in dem Himmel zu kommen.

Dabei hat Jesus immer und immer davon gepredigt, dass man nicht in den Himmel kommt, weil man etwas dazu getan hat, sondern nur weil Gott ein gnädiger Gott ist.

Wie kann man es diesem reichen jungen Mann klar machen, dass er nichts tun kann? Jesus fordert etwas, was für diesen Mann unmöglich ist: Seinen ganzen Reichtum zu verkaufen. Nicht, weil Jesus etwas gegen Reiche hat, sondern damit der junge Mann begreift, dass er nichts tun kann. Dass schon alles getan ist.

Wenn Du Gott in den Mittelpunkt Deines Lebens stellen willst, dann mach das. Das hat aber nichts mit Deinem Beruf zu tun.

Ich würde Dir dringend raten, zum Arbeitsamt zu gehen und Dich da im Blick auf für Dich geeignete Berufe beraten zu lassen. Es gibt da sehr gute Tests, die zwar nicht immer zu einem eindeutigen Ergebnis helfen, aber in manchen Fällen doch sehr hilfreich sind.

Und dann mach das. So gut Du es kannst.

Ich bin zwar Pfarrer. Aber ich kenne so viele Menschen, die unendlich wichtig für die Kirche und für Gott geworden sind, die aber nicht direkt bei der Kirche oder in der Diakonie gearbeitet haben.

Vielleicht bist du auch gar nicht der Typ für ein Leitungsamt.

Vielleicht ist aber auch eine Hilfe, wenn Du Dir eine schöne Stelle für ein soziales oder diakonisches Jahr suchst. Oder eine entsprechende Praktikumsstelle.

Mach Erfahrungen mit Deinem Leben. Arbeite an Deinem Selbstbewusstsein. Vielleicht suchst Du Dir eine Theatergruppe oder einen Chor. Und ansonsten eine ganz normale Ausbildung. Krankenschwester, Altenpflegerin...

Oder: Du gehst zur DLRG, wirst Rettungsschwimmerin und machst Wachdienst. Die Ausbildung hilft Dir, selbstbewusster zu werden.
Oder Du gehst zum Roten Kreuz oder zu den Johannitern...

Aber nicht unbedingt als Hauptberuf, sondern nebenbei...

Es muss zu Dir passen. Und wenn Du das gut machst, kannst Du an jeder Stelle für Gott arbeiten.

Und dann wirst Du ganz sicher Deinen Weg finden.

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Kommentar von Weiniii
26.05.2016, 15:38

Danke für deine Antwort:)

Ja ich möchte schon unbedingt Diakonin werden und auch in Rummelsberg und mir ist jetzt egal was die mir am Telefon gesagt haben. Ich meine ich kann sie verstehen und ich finde auch, dass ich gerade im Moment auch noch ungeeignet als Diakonin bin. Aber die Ausbildung dauert ja 6 Jahre und ich kann ja an mir arbeiten, meinte der Mann am Telefon auch, aber er sagte, wenn da gar nichts ist wird das schwierig.

Ich Besuch aber, hab ich mir vorgenommen, bald einen Rhetorik Kurs, geh in den Chor, zum DLRG, lern Orgel und engagier mich in der evangelischen Kirche. Und vielleicht geh ich auch zum Therapeuten, weil ich ehrlich gesagt etwas Angst vor Menschen hab, vor allem was andere von mir denken und ich denk immer das mich keiner mag. Ich glaub dann schaff ich das mit der Diakonin.

Hast du eine Idee, wie ich die in Rummelsberg noch überzeugen kann mich dieses Jahr doch zu nehmen? Ich wollte da nochmal anrufen. Hab das schon gemacht letzte Woche und gefragt warum sie mich nicht in die Ausbildung aufnehmen und der Mann am Telefon war so direkt und ehrlich, dass ich weinen musste und jetzt hält der mich bestimmt auch für überhaupt nicht kritikfähig.

Ich will Diakonin aber so unbedingt und ich möchte so unbedingt nach Rummelsberg, weil als ich da war, hab ich mich da sehr wohlgefühlt und gewusst dass ich da hingehöre. Ich hab mich da zuhause gefühlt und ich finde der Ort hat eine besondere Energie. Ich möchte auch sehr gerne der diakoninnengemeinschaft angehören. Ich hab das Gefühl dass mir sowas sehr gut tut in der Gemeinschaft und es mir hilft mich weiterzuentwickeln im Glauben und persönlich.

Kann ich denn wenn ich ein soziales Jahr gemacht habe auch ein diakonisches Jahr machen? Kann ich das in der Kirche machen? Und ist das auch oft Ausnutzung?

Ich mach gerade einen Freiwilligendienst in Nordirland in Omagh in einer Lebens und Arbeitsgemeinschaft mit behinderten. Und hier muss ich 12-14 Stunden am Tag arbeiten, auch am Samstag und Sonntag. Am Donnerstag den ganzen Tag und am Montag Nachmittag hab ich frei, bin dann aber so platt, dass ich häufig nicht viel mehr mache, auch am Abend nicht wenn ich arbeite obwohl die anderen freiwilligen echt super lieb sind. Meine Chefs hier sind aber nicht nett und ich mach immer alles falsch und krieg immer nur einen drauf, egal was ich mache. Ich fühl mich hier ehrlich gesagt wie ein Sklave. Mein Mitarbeiter im selben Haus hat Burnout und eine andere auch im Nachbarhaus. Eine dritte ist auch schon zweimal zusammengebrochen, alle so um die 20 Jahre alt. Ich bin so froh wenn ich Ende Juli gehen kann. Am Liebsten will ich jetzt schon gehen, aber meine Eltern lassen mich nicht und ich muss ja auch irgendwo wohnen.
Ich kann echt nicht mehr hier. Bin schon 8,5 Monate hier.
Sorry, das passt hier grad nicht so hin, aber musste ich mal loswerden.

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Kommentar von Weiniii
27.05.2016, 00:20

Achja das mit dem überarbeiten hat sich gerade erledigt. Hab mir heute Nachmittag beim salto auf dem Trampolin den Fuß gebrochen. Komplizierter Bruch, wird nächste Woche operiert und ich muss 8 Wochen Gips tragen. Klingt zwar blöd, aber ehrlich gesagt ist mir ganz schön ein Stein vom Herzen gefallen, weil mein Problem sich dadurch aufgelöst hast. Klar hab ich jetzt einen Bruch, aber im Moment tut es gar nicht so weh. Bin echt froh dass ich hier so nette coworker hab und Supportworker die mir helfen. Die sind echt super lieb und ich bin so froh sie zu haben. Das wird mir jetzt richtig bewusst, welch gute Freunde ich hier hab:)

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Kommentar von Weiniii
27.05.2016, 00:37

Meinst du denn ich soll da nochmal anrufen in Rummelsberg? Sie haben am Telefon gesagt, dass ich, wenn ich noch fragen hab jederzeit anrufen kann, aber meine Mama meinte, dass ich sie nict versuchen sollte zu überzeugen. Sie hat gesagt, dass wenn sie mich nicht nehmen dieses Jahr, ich dann schlechte Karten fürs nächste Jahr dort hab, wenn ich mich nochmal dort bewerben will. Ixh will da aber echt schon gern anrufen. Was meinst du?

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ich hatte mal vor Jahren eine Ausarbeitung gemacht zum Thema "vollzeitlicher Dienst". dabei habe ich mir auch das Volk Israel angesehen. da war nur 1 Stamm (die Leviten) vollzeitlich tätig (also 1:12). wenn man noch dazu nimmt, dass dieser Stamm der kleinste war kommt man auf ein noch kleineres Verhältnis zur Gesamtbevölkerung (weiß die Zahlen nicht mehr).
und trotzdem sollen wir Gott dienen. Aber eben die wenigsten in Vollzeit.
es gibt so vieles was man auch ohne Beruf in de Kirche tun kann - vom Hauskreisleiter bis ...

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Bist du denn katholisch bzw evangelisch? Denn in Freikirchen gibt es jede Menge Aufgaben für Menschen wie dich!

Jedenfalls, egal was du machst, du musst dazu von Gott berufen sein. Das ist nichts spektakuläres, aber unerlässlich.  Und dabei spielt es auch keine Rolle ob es sich dabei um einen kirchlichen Beruf oder einen "weltlichen" handelt. Und eine Berufung kann sich im Laufe des Lebens zeigen, oder auch wieder ändern. Fakt ist jedenfalls, Gott hat für jeden einen Platz bereit, egal welche Stärken du hast :-) Mach dir also keine Sorge, weil du nicht kommunikativ bist. Gott hat dich absichtlich anders gemacht!

Für mich klingst du eher als hättest du noch keine richtige Beziehung zu Gott... wie denkst du denn in dieser Hinsicht darüber?

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Die Kirche hat doch auch eine Verwaltung, also zB bei der Kirchengemeinde oder dem Bistum. Dann gibts noch Theologische Hochschulen, die direkt zur Kirche gehören, dort wird von von Putzfrau bis Koch einiges gebraucht, genauso bei den kirchlichen Bildungseinrichtungen.

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In einer Kirchgemeinde zu arbeiten, und dann auch noch hauptberuflich, ist immer sehr vielseitug, und du solltest in jedem Fall eigentlich gut mit deinen Mitmenschen umgehen können. Ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es genau so. Ich möchte unbedingt Pastorin werden. Ich weiß nicht, welche Konfession du bist? Aber ich kenne das. :)

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Was hältst du von Küsterin? Das ist eine recht vielfältige und verantwortungsvolle Aufgabe. Du bist viel in der Kirche, nimmst aktiv an den Gottesdiensten teil, bereitest sie vor, bist verantwortlich für andere Veranstaltungen und vieles mehr. Du bist in jeder Weise immer aktiv mit Gott verbunden und kannst dich mit deinen Gaben einbringen. Ich wünsche dir dein Vorhauben in der Kirche, egal, was du mal machen wirst, Gottes Segen.

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Ich weiss nicht, wie es bei euch in der Gemeinde ist aber bei uns gibt es Jugendarbeiter, die die Jugendgruppe leiten. Vielleicht wäre das etwas für dich.

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Wenn du Gott näher kommen willst dann lieber als Hobby anstatt als Beruf. Geld in einem Kirchlichen Beruf verdienen ist, schätze ich, ziemlich schwer und wenn dann nur wenig. 

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Kommentar von sozialtusi
22.05.2016, 12:28

Oooh nein! Die Kirche zahlt mit am besten und bietet schicke Benefits. Zumindest bei den Katholen.

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Organistin wäre doch vorstellbar:

- in großen Gemeinden haben die auch hauptberufliche Organisten

- Organisten gibt es oft in Kombination mit Chorleitung und anderen musikalischen Gruppen

- Organistin kannst du nebenberuflich machen und entweder bist du mit dem Gehalt zufrieden oder du machst dann noch etwas ganz anderes nebenher

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In der Kirche gibt es viele Berufe. Vom Elektriker angefangen bis zum Pfarrer.

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Warum wirst du nicht einfach Missionar?

Als Missionar lebst du auch für Gott, und nicht für die Kirche.

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Vor oder neben dem Kirchengebäude kannst Du als Gärtnerin arbeiten. In der Gemeinde gibt es noch zahlreiche andere Berufe. In der Kirche muss auch mal sauber gemacht werden, also Putzfrau geht auch.

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