Schimmel braucht Schimmelpilze. Je feuchter der Keller, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass etwas zu schimmeln beginnt. Je trockener, desto geringer.
Feucht: Ich glaube nicht, dass es zu lange gedauert hat....

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Hingehen und ausprobieren.

Beste Freunde haben sehr gute Chancen.

Menschen, die genügend mit dazu beigetragen haben, dass jemand in diese Situation gekommen ist, haben möglicherweise schlechtere Chancen.

Psychiatrien sind Orte, die einem helfen sollen - und keine Gefängnisse.

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Ich bin immer ein wenig vorsichtig, jemandem zu schnell eine Trennung zu empfehlen. Die kann nämlich ganz schön schmerzhaft sein.
Und es gibt ja sicher auch eine ganze Menge, warum Du ihn mal geheiratet hast.

Aber: Das heißt ja nun nicht, dass er auf Dir und Deiner Seele und auf der Deiner (Eurer?) Tochter einfach so rumtrampeln darf.

In meinem Lieblingspsychiatriebuch heißt es an der passenden Stelle, dass Ehepartner oft aus ihrer Romantik heraus nicht gelernt haben, sich "als Gegner zu begegnen" (Dörner, Irren ist menschlich). Gemeint ist: Sich selbst und seine Gefühle ernst zu nehmen, und zu lernen, dies mit dem Partner aktiv und konstruktiv auszutragen und darauf zu achten, dass man selbst aber eben auch der Partner/die Partnerin nicht zu kurz kommen.

Das habt Ihr vermutlich jahrlang nicht wirklich ausgetragen. Und darum könnte es eine ganz Zeit lang dauern, bis Ihr das einübt. Aber ich finde, Eure 14 gemeinsamen Jahre wären es wert, einen solchen Versuch zu wagen.
Hilfestellung kannst Du dazu bei einer der "Lebens- und Eheberatungsstellen" der Kirchen (Diakonie oder Caritas) oder auch des paritätischen Wohlfahrtsverbandes bekommen. Kostet nix, kann aber ganz schön helfen, wenn man in seinem Leben etwas ändern möchte.
Und das kann auch bedeuten, dass Ihr gemeinsam übeerlegt, was Ihr jeder für sich bereit seid, für Euch und Eure Beziehung zu tun, damit es Euch gut geht.
Du für ihn, aber auch er für Dich.
Du für Dich - und er für sich.
Und das müsst Ihr dann auch tun!
Immer wieder.

Viel Glück!

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Das kommt drauf an, wie der Buddhist meditiert und wie der Christ betet.
Das kann auf der einen Seite ganz genauso aussehen und vielleicht sogar sein, und auf der anderen Seite kann es sich komplett unterscheiden.

Dass jemand zu einer Religion gehört, sagt letztlich überhaupt nichts darüber aus, wie jemand seine Religion lebt. Und da gibt es riesige Spielräume.

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Zeit füreinander haben. Romatik. Spazieren gehen. Kuscheln. Und, hm, auch auf die körperlichen Methoden der Kommunikation zurück greifen, mit denen man sich spürbar zeigen kann, wie sehr man sich mag.

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Nirgendwo in der Bibel steht, dass Selbstbefriedigung etwas Schlimmes ist.

Es wird in manchen Gemeinden vermittelt, manchmal wird auch behauptet, dass Sex nur in die Ehe gehöre: Ich halte das für Blödsinn.

Gott hat uns als sexuelle Wesen geschaffen. Er hat uns damit begabt, sexuell empfinden zu können. Darum ist dieses Empfinden in sich erst einmal gut und schön. Wir dürfen es genießen. Und es ist auch eine gute Möglichkeit, Entspannung zu empfinden.

Natürlich gehe ich nicht davon aus, dass man nun machen könne, was man wolle und Sex haben soll mit allen möglichen anderen. Das ist eine Frage der eigenen Verantwortung für sich und andere, gerade auch dann, wenn man jemandem Treue versprochen hat. Aber darum geht es hier ja gerade nicht.

Je mehr man versucht, gegen seine eigenen Bedürfnisse anzugehen, desto stärker wollen diese Bedürfnisse berücksichtigt werden. Kurz: Ich glaube nicht, dass Du mit Deinen Versuchen, die Selbstbefriedigung einzuschränken, wirklich Erfolg haben wirst. Ich würde eher empfehlen: Nimm Dir Zeit dafür, schau, was Dir gut tut und wie es Dir gut tut, und genieße es. Mach es nicht, weil Du musst, sondern weil Du es willst. Dann bekommt es eine ganz andere Dynamik und es ist nicht mehr belastend.

Letzte Woche wurde in ev. Kirchen über 1.Tim 4,1-5 gepredigt.

Ich finde, man darf auch in Hinsicht auf Deine Frage mit Paulus formulieren: "Was unter Danksagung und Gebet empfangen wird, dürfen wir mit gutem Gewissen genießen, denn es ist durch unseren Schöpfer und unser Gebet geheiligt."
Dir alles Gute!

P.S.: Gott hat uns auch mit unserer Schwachheit geschaffen, mit unseren Grenzen, aber auch mit vielen guten Gefühlen. Als ein Ebenbild Gottes darfst Du auch selber so zu Dir stehen, wie Gott zu Dir steht. Lass Dir bitte von niemandem hier einreden, Du müsstet Dir selber gegenüber Stärke beweisen.
Steh zu Dir. Sei Dir das Wert. :-)

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Meinung von Physikern gefragt?

Was sagen Physiker dazu:

"Die Realität ist in dem Maße eine illusion weil alles durch unsere Sinne bzw. Unser Gehirn gefiltert wird. Wir können schlichtweg nicht sagen was "dahinter" liege also was die Wirklichkeit ist. Wir haben keine Möglichkeit zu testen ob dahinter eine echte Realität liegt. Oder wir alle in einer Art Simulation sind. Oder Gehirne in einem Glas welche mit den nötigen Informationen gefüttert werden. Oder halt ich ein einzelner Geist bin der sich alles einbildet. Wenn man eine dahinterliegende Wirklichkeit anhemen möchte ist die reale Realität die wahrscheinlichste. Schlichtweg weil sie die einfachste Erklärung ist und alle anderen Erklärungen mehr annahmen haben die auch stimmen müssen damit diese Erklärung stimmt. Niemand kennt die Wirklichkeit. Auch die Quantenphysiker können die Wirklichkeit nicht kennen lernen. Sie beobachten nur ihre Wirkung auf uns (und unsere Messgeräte). Wie sie wirkt, ist Teil unserer Realität. Da Realität also nur Wirkung der Wirklichkeit (auf uns) ist - aber eben nicht die Wirklichkeit selbst - sagt man, unsere Realität sei nur Illusion. Das Wort Wirklichkeit steht für den Teil der Natur, der keine Illusion ist (seine Eigenschaften sind uns aber nicht bekannt, wir wissen nur welchen Eindruck sie in uns hervorrufen).lllusion ist fast alles, was wir unserer Realität an Eigenschaften zuschrieben (Farbe etwa, der Eindruck, den Materie auf uns macht und Vieles mehr), kurz also: Es ist die Realität, die wir allzu leicht mit Wirklichkeit verwechseln. Vor solcher Verwechslung zu warnen, sagen wir, sie sei Illusion bzw. sei nur unser Bild der Wirklichkeit. Die Wirklichkeit kennt niemand. Kurz: Bis auf Meinungsunterschiede in der einen oder anderen Sache, leben wir alle in ein und derselben Realität. Vergiss die Wirklichkeit: Dass sie anders ist als unsere Realität interessiert nur Quantenphysiker, Philosophen und hin und wieder auch Psychoanalytiker. Aber selbst sie kennen die Wirklichkeit nicht - sie wissen nur von ihrer Existenz. Soweit sie sich ein Bild davon machen, ist auch das nur ein Modell, ein etwas anderes als das für uns reale, aber ganz sicher nicht die Wirklichkeit selbst.Nach dem Tod unseres Gehirn (und nach dem Zerfallen unseres toten Körpers) ist unser Ich mit Methoden, die uns heute zur Verfügung stehen, nicht mehr nachweisbar. Es ist dann also aus der Realität unserer Mitmenschen verschwunden. Ob das nun bedeutet, dass es auch als etwas wirklich Vorhandenes (d.h. als Teil der Wirklichkeit der Natur) aufgehört hat zu existieren, wissen wir nicht (genauer: kann heutige Wissenschaft uns weder beweisen noch widerlegen)."

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Wo hast Du den Text her?

Ansonsten: Ich finde, er stimmt. Auch, was die Aussagen zur Physik darin betrifft.

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Als "gute" Menschen werden gerne solche angesehen, die alles mit sich machen lassen und nicht zu sich selber stehen. Sie vermeiden den Konflikt und das tut den anderen erst einmal gut. Aber man kann Konflikte nicht immer vermeiden. Immer nur Nachgeben macht krank. Solche Menschen kann man auch schnell mobben. "Gute" Menschen müssen lernen, auf ihre Grenzen zu achten und diese auch anderen gegenüber durchzusetzen.

Und dann fällt es auch wesentlich schwerer, sie zu mobben.

In der Bibel heißt es: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Wer sich selbst nicht achtet und seine Grenzen ernst nimmt, kann irgendwann auch den "Nächsten" nicht mehr lieben, weil ihm die Kraft dazu fehlt.

Ansonsten leben wir leider in einer Welt des Fressen und Gefressen werden. Wer da nicht auch auf sich und sein Selbstbewusstsein und seine Selbstachtung achtet, wird schnell von den anderen untergebuttert. Darum ist das Beste, was die Eltern ihren Kindern vermitteln können, ein gesundes Selbstbewusstsein und Selbstachtung, ein Gespür für die eigenen Bedürfnisse und genügend Mitgefühl, um die eigenen und die fremden Bedürfnisse gut austarrieren zu können.

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Es gibt keine Pflicht, ein Kreuz zu tragen. Die frühen Christen im 1. Jahrhundert hatten als Erkennungszeichen den Fisch (das griechische Wort für Fisch "Ichthys" kann mit den Anfangsbuchstaben der griechischen Wörter für Jesus (I) Christus (CH), Gottes (TH) Sohn (Y), Erlöser (S) gedeutet werden).

Es gibt ganz unterschiedliche Kreuze, und alle haben irgendwie ihre Berechtigung. Es gibt da kein Wahr und Falsch.

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:-) Das mit dem Ei und dem Zimmermann verstehen aber nur die, die den kölschen Karneval lieben.

https://de.wikipedia.org/wiki/Colonia_Duett

:-)

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Ich würde fast sagen:

Die beste Methode sich zu verlieben besteht darin, sich genau das Gegenteil vorzunehmen.

Andererseits: Wenn man gerade keine Beziehung will, kann man ja entsprechend auf Abstand bleiben.

Das ist eine gute Übung - denn wenn man sich einmal so verliebt hat, dass man sich dauerhaft binden möchte, sollte man in der Lage sein, zu allen anderen möglichen Partnern, die ins Beuteschema passen, den Abstand genügend weit zu halten.

Wenn man meint, dass man das nicht kann, sollte man sich jedenfalls nicht ewige Treue versprechen.

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Sollte er sie verlassen?

Es geht um meinen Schwager. Er ist jetzt ende 30 und lebt seit über 10 Jahren mit seiner Frau zusammen, die niemand aus der Familie leiden kann. Sie ist stinkfaul, geht nicht arbeiten und ist ungepflegt.

Er hat ihr alles gegeben, was er konnte und sie wollte. Ein Haus, wofür er arbeitet von Morgens bis Abends (weil er auch nicht Zuhause sein möchte, sagt er) und hat wirklich alles selbst gemacht. Vor 2 Jahren erst hat er das Wohnzimmer wieder renoviert und es ist schon wieder renovierungsbedürftig.

Seine Frau ist die ganze Nacht wach und schläft den ganzen Tag lang bis 15-16 uhr. Sie schätzt es nicht, was er für sie tut. Sie hatten wohl auch 3-4 Jahre lang keinen Sex oder haben gekuschelt. Kinder kann sie auch keine bekommen, weil sie mehrmals abgetrieben hatte in ihrer Jugend und jetzt keine mehr bekommen kann. Wäre aber einer seiner größten Wünsche.

Jetzt versucht er mit dem Rauchen aufzuhören und sie macht sich über ihn lustig und will auf jeden fall nicht mitmachen. Sie macht ihn momentan sehr fertig und er weint sich viel bei seinem Bruder und mir aus. Gerade zu mir hat er eine sehr gute Bindung, was seine Frau in letzter Zeit wohl doch sehr stark merk und mich deswegen hasst. Stört mich aber nicht. Jetzt hat er ihr gesagt, er will die Scheidung. Das will sie natürlich nicht, denn dann würde sie (und das ist meine Meinung) ihr Lotterleben aufgeben müssen. Mit mal bläst sie ihm einen, will sogar Sex und hält ihm dann vor, warum er das tut und sie so sehr damit verletzt, wenn er sich doch trennen will. Gut, da denke ich, sind Männer halt leicht für zu haben und sie hat es mit Absicht angefangen. Gut fand ich es von ihm aber auch nicht.

Er ist, meiner Meinung nach, auf sie reingefallen und hat sich einlullen lassen. Ich meine, sie haben nicht eine einzige Gemeinsamkeit. Sie macht sich nichts aus seiner Musik, Serien, Filmen, Hobbies... alles ist doof und sie will nur ihre Sachen im Fernsehn sehen. Essen macht sie ihm erst um 22 uhr.

Jetzt ist da noch der Schäferhund, für den er sich noch nicht trennen will. Erst wenn dieser nicht mehr da ist, will er wohl dass es vorbei ist. Das finde ich aber auch ziemlich dumm, denn der Hund liebt eigentlich nur ihn. Sie kümmert sich ja gar nicht um den Hund. Der kommt auch morgens nicht raus, nur kurz bevor mein Schwager arbeiten geht.

Ich sehe für die beiden keine Zukunft und er sollte sich schleunigst an die Scheidung machen. Sie macht ihn total kaputt und das hat er wirklich nicht verdient sowas. Aber er hat Angst. Auch das kann ich verstehen. Er meint er wäre schon so alt und bekommt sicher keiner andere. Aber selbst Einsam sein wäre in seinem Fall besser als mit dieser Quälerei. Hässlich ist er ja auch nicht, er würde jemanden finden, aber er meint er wäre zu schüchtern.

Ich weiß nicht, was ich ihm raten soll. Kann ich ihm noch helfen?

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Es gibt bei Kirchens (Diakonie oder Caritas) eine "Lebensberatung". Die ist kostenlos. Google mal, wo es das in Eurer Nähe gibt und ermutige Deinen Schwager, dort einmal hinzugehen und einen Termin zu machen und mit denen über sein Leben zu sprechen.

Das kostet nichts. Aber es hilft sehr effektiv, sich über sein Leben klar zu werden und sich die nächsten Schritte zu überlegen.

Und ansonsten: Alles, was Ihr gemeinsam machen könnt, was ihn stark macht und Lust am Leben macht, kann ihm helfen.

Seine Entscheidungen muss er alleine treffen. Du wirst Ihn auch nicht überreden können. Aber Du kannst ihn fragen, wie er sich fühlt, und Du kannst ihm zuhören. Keine Ratschläge, einfach zuhören und vielleicht sagen, was Du fühlst, wenn Du das hörst, was er sagt.

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Die Bibel sagt: "Bei Gott sind alle Dinge möglich!"

Insbesondere das Ding, dass Sünder in den Himmel kommen.

Ich halte das Philosophieren über diese Frage für sinnlos verplemperte Zeit.

Letztendlich weiß kein Mensch die Antwort.

Jesus sagt immer wieder, dass Gott/der Himmel ganz nahe zu den Menschen kommt. Zum Greifen nahe.

Sinnvoll zum Nachdenken wäre, diesen Himmel an sich ranzulassen und nicht immer wieder zurück zu weichen.

Die Frage aber, wie nah der Himmel kommen kann, obwohl man ihn doch noch verpasst, ist viel zu depressiv gestellt.

Denk positiv! :-)

Gott tut es doch auch...

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Das mit dem "vielen Mist" würde mich mal wirklich interessieren.

Mit fällt eigentlich nur die Bibelstelle ein, in der er eine ausländische Frau abfällig mit Hunden vergleicht und sich dann von ihr durch eine schlagfertige Antwort überzeugen lässt und ihr hilft.

Die Geschichte, in der er handgreiflich zu viel Kommerz im Tempel ausräumt, würde ich nicht als "Mist" bezeichnen. Was bleibt dann noch als Vorwurf?

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Die Evolutionstheorie ist das beste naturwissenschftliche Modell über die Entstehung der Arten, das wir haben. Darin ausgebildet zu werden ist keine Indoktrination.

Wer stattdessen im Biologieunterrricht ein Schöpfungsmodell unterrichtet sehen will, muss sich klar machen, dass er damit Gotteslästerung begeht: Er versucht damit, Gott in eine naturwissenschaftliche Sicht einzubinden und zu einem Objekt der Naturwissenschaft zu machen: Man stellt sich damit über Gott. Und das geht gar nicht. Aber das machen sie die meisten Gläubigen nicht klar.

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Vor allem: Was ist, wenn immer mehr Bestatter in den Beruf drängen und gleichzeitig manche großen Bestatter mit Dumping-Preisen an den Markt gehen - und sich zugleich immer mehr Trauernde auf solche "Bestattungen" einlassen?

Der Markt kann ganz schön hart sein. Auch für Bestatter. Auch wenn immer gestorben wird.

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Wieso solltest Du als Agnostiker in die Hölle kommen?

Ich sehe mich als evangelischen Agnostiker - und gehe fest davon aus, in den Himmel zu kommen.

Nach christlicher Auffassung kommt man nicht in den Himmel, weil man sich besonders gut verhalten hat, sondern aus der freien Gnade Gottes, obwohl man sich zu oft schlecht verhalten hat.

Der Himmel ist keine Belohnung für gutes Verhalten, sondern Ausdruck der Gnade Gottes.

Was nicht bedeutet, auf der Erde rumsauen zu dürfen.
Die Forderung, sich gut zu verhalten, besteht ungeachtet dessen, dass der Himmel keine Belohnung ist.

Wer sich nur gut verhält, um in den Himmel zu kommen, der macht was falsch.

Besser ist es, sich gut zu verhalten, damit man selber und die anderen rundherum es etwas leichter haben. Auf diese Weise holt man den Himmel ein wenig herunter auf die Erde und hilft der Liebe Gottes zu etwas mehr zu ihrem Durchbruch.

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Wo steht in der Bibel etwas, dass der Evolutionstheorie widerspricht?
Ich finde nichts.

Wohl kenne ich ich diverse Möglichkeiten der Bibelauslegung, in der in die Bibel Widersprüche zur Bibelauslegung hinein gelesen werden.

Und ich kenne Denkvoraussetzungen, die der Bibel übergestülpt werden ohne danach zu fragen, ob die Bibel selber sich diese Voraussetzungen überstülpen lassen will.

Es gibt z.B. in der Bibel ausdrücklich vier unterschiedliche Evangelien mit unterschiedlichen Sichtweisen und teilweise auf einer objektiven Ebene unvereinbaren Aussagen.

Wie kann man da nur auf die Idee kommen, die Bibel wolle widerspruchsfrei sein?

Wenn das das Anliegen von Gott oder der Bibel wäre, gäbe es im NT nur ein einziges Evangelienbuch.

Es gibt aber vier. Offensichtlich ist es ein Anliegen die Bibel, gerade nicht eindeutig zu sein, sondern vielfältig.

Um als ein eindeutiges Buch in unserer komplexen Welt zu sein, ist die dicke Bibel viel zu dünn.

Sie muss schon allein deswegen zusammenfassen und vereinfachen, weil sie unsere komplexe Welt gar nicht genau abbilden und beschreiben kann.

Und genau darum werden die Menschen darin als Ebenbilder Gottes beschrieben, die Verantwortung über die Welt haben und diese gestalten sollen.

Die Bibel fordert uns zu dieser Eigenverantwortung auf und damit auch dazu, die Welt genauer zu erforschen, als es etwa in wenigen Zeilen zu einem Schöpfungstext geschehen kann.

Kurz und gut: Wenn Du Bibel und Evolutionstheorie in einen Gegensatz stellst, hast Du die Bibel und ihr Anliegen noch nicht wirklich erfasst.

Gleichzeitig trägst Du zu zweierlei bei:

Du trägst dazu bei, dass sich noch mehr Menschen von der Bibel distanzieren, weil Du ein falsches Bild über die Bibel aktuell hältst.

Und Du verhinderst das wahrzunehmen, worum es der Bibel in ihrem Kern geht.

Zur Formulierung:
Ich glaube nicht "an" die Bibel, sondern ich glaube an den dreieinigen Gott.

Und ich glaube auch nicht "an" die Evolutionstheorie, sondern ich weiß, dass sie im Augenblick bei all ihren Problemen und Widersprüchen die beste Theorie ist, die die Mechanismen der Entstehung der Erde, wie wir sie heute mit Pflanzen und Tieren sinnvoll beschreibt.

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Wenn die Bibel wirklich Gottes Wort ist und viele Interpretationsmöglichkeiten und Widersprüche enthält:

Was könnte Gott sich dabei gedacht haben?

Z.B.: Dass er mit abstrakten philosophischen Überlegungen der Art, dass ein allmächtiger Gott nur in sich perfekte Literaturerzeugnisse anfertigen kann, nichts anfangen kann und will.

Z.B., dass ihm gute Literatur, die Dinge von mehreren Seiten sieht, die künstlerische Freiheiten in Anspruch nimmt, die humorvoll ist, die zuspitzt, die zum Fragen reizt, viel lieber ist als ein Lösungsbuch, das keine Fragen offen lässt.

Z.B.: Dass die Welt zu komplex und in ihrer Entwicklung völlig offen ist, als dass ein widerspruchsfreies Buch diesem Zustand angemessen wäre.

Z.B.: Dass wir Menschen gar nicht erst versuchen sollen, in unserer komplexen Welt Widerspruchsfreiheit zu wünschen.

Z.B. wusste Gott, dass es mal "Gödel Escher Bach" geben wird, durch die deutlich wird, dass es in der realen Welt gar keine Widerspruchsfreiheit geben kann. Und dass darum eine widerspruchsfreie Bibel in sich sinnlos ist.

Wenn Gott wirklich Gott ist: Welcher Mensch sollte dann über ein Instrumentarium verfügen können, mit dessen Hilfe er Gott Widerspruchsfreiheit attestieren könnte?
Dann wäre dieser Mensch mehr als Gott, und Gott wäre nicht mehr Gott.

Es gab immer wieder den Versuch, aus der Behauptung, die Bibel wäre ohne Widersprüche, eine Art Gottesbeweis zu machen.

Aus der Tatsache, dass die Bibel ohne Widerspürche sei, könne man erkennen, dass nur Gott sie gemacht haben könne, und darum müsse es auch Gott geben.

Menschen, die diese Art eines Gottesbeweises führen wollen, machen sich nicht klar, dass sie sich damit anmaßen, Kriterien für Widerspruchsfreiheit zu entwicklen, mit deren Hilfe sie beurteilen können, ob Gott Gott ist. Mit anederen Worten: Sie machen sich nicht klar, welche Anmaßung in diesem Versuch liegt und welche Gotteslästerung mit diesem Versuch verbunden ist.

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Wofür ist die Antwort auf diese Frage wichtig?

Damit man eine Motivation hat, die Bibel zu lesen?

Damit man weiß, dass die eigene Religion wichtiger ist als alle anderen Religionen?

Damit man auf die anderen herab blicken kann?

Die Bibel ist ein Buch der Beziehung.

Wir haben eine Möglichkeit, mit Gott in Beziehung zu treten. Kann man Beziehungen in "wichtiger" und "weniger wichtig" einteilen?

Nach welchen Kriterien soll das geschehen?

Was ist das für eine Beziehung, wenn sie "die wichtigste" sein soll?

Und was sagt es über all die anderen Beziehungen aus, zu denen die Bibel doch gerade anleiten will?

Die Frage, ob die Bibel das wichtigste Buch ist, macht die Bibel in sich kaputt.
Daher lehne ich die Frage ab.

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