Mach was draus.

Geh pünktlich hin, sei interessiert und höflich und ergreif die Chance, die sich Dir bietet.

Dass Du die Chance bekommst, nenn von mir aus "Schicksal".
Aber die Chance ergreifen, das musst Du selbst, das kann kein Schicksal für Dich tun. Wenn Du sie versemmelst, ist sie weg. Also sei klug!

Viel Glückl!

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Mal eine grundsätzliche Anmerkung:
Was sollen Debatten in religiösen Fragen bringen?

Zum Glauben gehört grundsätzlich, dass man ihn bekennen, aber nicht beweisen kann.

Sinnvoll sein kann in meinen Augen ein Gespräch, in dem man seine Positionen darstellt - seinen Glauben bekennt.
Dann kann man schauen, worin man übereinstimmt oder wo man anderer Meinung ist bzw. seinen Glauben anders lebt.

Sobald es aber darum geht, wer denn nun recht hat, welches der richtige Gott ist oder ob es ihn/sie gibt, wird man scheitern, denn es gibt keinerlei neutralen Punkt von dem aus man die Antworten objektiv beurteilen könnte.

Damit ist auch klar, dass es bei allen Glaubensrichtungen, die behaupten, objektiv die richtige zu sein, ein großes Problem gibt: Die können sich aus prinzipiellen Gründen nicht auf ein solches Gespräch einlassen, das dem Gesprächspartner das Recht zugeht, er könnte auch Recht haben können.

Probleme gibt es auch, wenn Naturwissenschaftler nicht anerkennen, dass sie außerhalb der Grenzen von Naturwissenschaft keine Aussagen machen können. Da "Gott" sinnvoll nur transzendent, also außerhalb der Naturwissenschaft gedacht werden kann, kann Naturwissenschaft dazu nichts sagen.

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Ich glaube, die Sensibilität spielt einer weniger große Rolle.

Wichtiger ist z.B.,
- wie gut die Bindung in der frühen Kindheit war.
- wie viel Zuversicht die Eltern den Kindern mitgeben konnten.
- wie viel Handlungssicherheit diese haben...

Derzeit läuft die Forschung am Begriff "Resilienz" auf Hochtouren.
Da versucht man, genau diese Frage zu erforschen: Warum sind manche Menschen "resilient" und können aus Krisen relativ unbeschadet heraus gehen, und warum brechen manche Menschen darunter zusammen.

Da große Problem dabei ist bisher: Man weiß es im Grunde immer erst im Nachhinein, wenn jemand nicht genügend resilient war.

Aber es gibt einige Hinweise: Große existentielle Hilflosigkeit in einer solchen Krise ist ein großer Risikofaktor. Je schneller man diese Hilflosigkeit hinter sich lässt und wieder aktiv eigene Entscheidungen treffen kann, desto besser.

Mir scheint auch ein gewisser Realismus hilfreich zu sein. Wer sich selber immer für unbesiegbar, unsterblich hält und ausblendet, was an Leid alles geschehen kann, erscheint mir angreifbarer als jemand, der sehr genau weiß, wie unsidher letztlich jegliches Leben ist, und dass es jeden von uns jederzeit treffen kann.

Ob man aber heil aus einer solchen Krise herauskommt, weiß man nie im voraus, sondern immer erst, wenn man es heil geschafft hat. Vorher nicht.

Und ein gutes Maß an Sensibilität ist eine Grundvoraussetzung. Ohne diese Sensibilität wird man schnell zynisch. Das wäre auch nicht gut.

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Ist es eigentlich in Ordnung, wenn jemand in gutefrage.net die Frage gar nicht ernst meint, sondern sie nur als Vehikel für seine eigene Antwort missbraucht?

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Wer oder was ist WWN und ist diese Quelle in irgendeiner Hinsicht seriös?

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Ich sehe nicht, dass es Ausnahmen gibt, wenn es heißt, dass Gott den Menschen als sein Ebenbild erschaffen hat. Spannenderweise ist das in einer patriarchalen Zeit extra erläutert, dass es sowohl für Männer wie auch für Frauen gilt. Dass da kein Missverständnis im Verhältnis der Geschlechter aufkommt.
Ich denke, im Rahmen der heutigen Diskussionen würde diese Erläurterung erweitert auch auf Lesben, Schwule, usw.
Die Ebenbildlichkeit kann einem niemand nehmen.

Die Bibel kennt Sünde. Und die Bibel kennt Gottes Erbarmen trotz der Sünde.
Die Bibel sagt ausdrücklich, dass Gott zu uns kommt, und dass es keine einzige Möglichkeit gibt, von uns aus zu Gott zu kommen.

Das gilt für alle Menschen.
Und wir haben kein Recht, von uns aus Richter zu spielen und zu sagen: "Zu Dir kommt Gott und zu Dir kommt er nicht!"

Gott hat Abel geschaffen und er hat Kain geschaffen.
Abel, das Opfer, und Kain, den Täter.
Warum soll er nicht Spahn, den Schwulen geschaffen haben?

Und wer von uns dürfte den ersten Stein werfen und sagen: "Du nicht!"?

Jesus fordert uns immer und immer wieder zur Solidarität unter den Sündern auf.

Warum machen so viele fromme Menschen darin bei Schwulen eine Ausnahme und verweigern diesen Menschen die Liebe, die Gott doch jedem Menschen gegenüber zeigt?

Obwohl Paulus in 1 Kor 13,13 ausdrücklich die Liebe als das Wichtigste bezeichnet, noch wichtiger als den Glauben?

Diese Lieblosigkeit von Frommen ist schlimm. Sie ist schlimmer, als diese Homosexualität für schlimm halten.

Ansonsten halte ich seinen Plan, Konversionstherapien zu verbieten, inhaltlich für Schwachsinnl. Dieser Plan greift in das Vertrauensverhältnis von Patient und Therapeut auf völlig unangemessene Weise ein und zerstört es.

Ich halte nichts von Therapien, deren Ziel von vorneherein einer Konversion ist.

Insofern stimme ich mit Spahn überein.

Aber jeder Mensch muss das Recht haben, zu einem Therapeuten zu gehen und zu sagen, woran er so sehr leidet, dass er meint, eine Therapie zu brauchen.

Und der Therapeut muss in der Lage sein, diesem Problem nachzugehen.

Ein solches Verbot würde Probleme der sexuellen Identität grundsätzlich aus dem nötigen Vertrauensverhältnis heraus nehmen, weil jeder Therapeut befürchten müsste, mit einem falschen Wort in Regress genommen zu werden.

Kurz und gut: Menschen mit entsprechenden Problemen würden keine Therapeuten mehr finden. Das wäre eine Katastrophe.

Wenn ein solches Gesetz käme, würde es vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand haben. Aber es würde entsetzlich lange dauern, bis das BVerfG darüber entschieden hätte.

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Es gibt keine "originale" Bibel.

Es gab zuerst hebräische Schriften.

Dann kam Alexander der Große (drei drei drei - Issos Keilerei) und in der Gegend setzte sich das Griechische durch. Also wurden die hebräischen Schriften ins Griechische übersetzt und in diesem Zeitraum sind einige Schriften auch nur auf Griechisch entstanden. So entstand die sogenannte "Septuaginta".

Dann kam das Christentum. Die beriefen sich zum Thema Jungfrauengeburt auf die Septuaginta, woraufhin sich das Judentum davon distanzierte und sich vor allem auf die hebärischen Schriften des AT konzentrierte. Auf diese Weise fielen wieder die griechischen Teile des AT weg, haben sich aber in den katholischen Teilen der Bibel erhalten.
Martin Luther distanzierte sich sich im Rahmen des Humanismus ("ad fontes" - "zu den Quellen") von der Septuaginta und meinte (trotz der Hellenisierung seit Alexander dem Großen), dass im AT nur der hebräische Kanon maßgeblich sein kann.

Daher ist die andere Frage schon fast besser: Warum sind 6 Bücher weggefallen?
Wobei auch das nicht wirklich stimmt: Weil sie in vielen aktuellen Bibelausgaben als Apokryphen mit abgedruckt werden.

Die Sache ist insofern komplizierter, als der Wortlaut in der Septuaginta nicht immer mit der Hebraica übereinstimmt und hin und wieder Kapitel kürzer oder länger geworden sind.

Wenn Du es ganz genau wissen willst:
https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/kanon-at/ch/cb21d8913a9c8ba0cda4ec708e5dc556/

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Ideen einem Neugeborenen das Schreien "abzugewöhnen"?

Guten Tag,

Unsere Kleine, bisschen älter als eine Woche, ist meistens ziemlich zufrieden, nicht mal bei der Geburt hat sie geschrien. Seit ein Paar Tagen, ca 3 oder 4 schreit sie manchmal, meistens will sie dann etwas zu trinken. Ganz am Anfang hingegen hat sie ihr Maul weeit geöffnet, was es uns einfach machte, dieses Bedürfnis zu erkennen.

Dann hat uns unsere Wochenbettbetreuung gesagt, wenn sie sich die Lippen lecke bedeute dies Hunger, und das weit geöffnete Maul seie die nächste Stufe.

Naiv wie meine Freundin ist (ich persönlich hätte bestimmt auch so gehandelt), nahm sie diesen Tipp ernst. Seit da schreit jetzt aber unser Mädchen, wenn sie Trinken will, ausserdem will sie das nun auch viel öfters (durchschnittlich im 40min Takt, dann so ca 20-40min Stillen). Meine These ist, wir nehmen das unauffällige Züngeln nicht wahr, zB beim Schlafen, und dann muss sie sehr bald darauf schreien, anstatt wieder sinnverwandt ihr Maul zu spreizen.

Vielleicht war das mit der Hebamme auch nur ein Zufall. Zu dieser Zeit aber haben wir uns (eig meine Freundin, denn ich persönlich wäre dagegen gewesen, akzeptiere aber ihr Bedürfnis) ans "Screening" gewagt (In den Fuss pieksen und rumdrücken für 4 Bluttropfen, für einen Test). Unsere Kleine hat so sehr geschrien, dass auch Mama dann unsere Meinung vertrat und wir es abbrachen.

Ich frage mich, ob es einfacher ist, auf die Bedürfnisse sofort einzugehen (wenn auch schwer einschätzbar, und für mich als Mann super selten allein möglich) oder versuchen durch Tests ein genaueres Zeichen zu ergattern und dann danach zu handeln.

Euer Gedanke wäre echt hilfreich, egal ob wissenschaftlich, philosophisch, anthroposophisch, kulturell, religiös, esoterisch oder andersartig.

Liebe Grüsse

Sati

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Frag die Hebamme. Die kennt sich am besten aus.
Und hör auf sie.

Und ansonsten ist Schreien die Kommunikationsform des Säuglings.

Das macht auch Sinn, sonst verhungert er.
Sowohl was Kalorien angeht wie auch Emotionen.

Nimm Dir Zeit für das Baby. Glaub mir, die sind so schnell groß und 18 und volljährig: Jede Sekunde, die Du mit was anderem verbracht hast, hast Du nicht mit Deinem Kind verbracht.

Je größer es wird, desto selbstständiger. Diese Zeit jetzt kommt niemals wieder.

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Das ist eher unwahrscheinlich. Der Wortlaut des deutschen Vaterunsers ist durch ökumenische Vereinbarungen so sehr normiert, dass an eine Veränderung am Wortlaut nicht zu denken ist.

Mag sein, dass mal experimentell in dem einen oder anderen Jugendgottesdienst vor Ort eine slch Formulierung ausprobiert würde.
Aber selbst die Volxbibel hat diese Stelle zumindest im Matthäusevangelium nicht amerikanisiert:
https://wiki.volxbibel.com/Matth%C3%A4us_6#Beten_leicht_gemacht

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Ritzen ist schon heftig.

An Deiner Stelle würde ich mal mit dem Hausarzt drüber sprechen, ob bereits eine Form einer Persönlichkeitsstörung vorliegen könnte, bei der Dir eine Therapie helfen kann.

Eine Alternative wäre, nach einer Lebensberatung bei Diakonie oder Caritas in Deiner Nähe zu suchen und einen Termin zu machen. Die kosten nichts, können sich aber Zeit nehmen, mit Dir drüber zu sprechen, wie das in Deiner Partnerschaft gelaufen ist und was Du ggf. anders machen könntest.

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Hausarzt.

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Einer der vielen wichtigen Sätze von Dietrich Bonhoeffer lautet:
"Einen Gott, den 'es gibt', gibt es nicht."

Wie Du richtig anmerkst, macht der Gedanke "Gott" nur dann Sinn, wenn er größer gedacht wird, als wir ihn erfassen können.

Damit ist klar, dass es keine naturwissenschaftliche Möglichkeit gibt, ihn zu beweisen oder zu widerlegen. Damit ist auch klar, dass der Satz "Es gibt keinen Gott" sinnlos ist.

Und Du hast völlig recht: Sinn machen nur Sätze wie "Ich glaube an Gott" oder "Ich glaube nicht an Gott."

Wer aus naturwissenschaftlicher Sicht behauptet, es gäbe Gott nicht, überschreitet mutwillig die Grenzen dessen, über das er Aussagen machen kann.

Wer aus naturwissenschaftlicher Sicht sagt, Gott kommt in der naturwissenschaftlichen Theoriebildung nicht vor und kann darin nicht vorkommen, hat hingegen völlig recht. Das ist ein Satz, der die Grenzen naturwissenschaftlicher Forschung anerkennt.
Vielen ist aber der Unterschied dieser beiden Ebenen nicht klar, auf denen man sich über Gott äußern kann.

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Hm. Ich sag es ganz ehrlich: Wenn ich sterben wollte, wüsste ich genau, wie ich es machen wollte. So, dass niemand anderes gefährdet wird. So, dass es funktioniert. So, dass ich dabei nicht leiden müsste.
Tabletten wären mir viel zu unsicher. Aber mich würde niemand davon abhalten können. Insofern habe ich eine Menge Verständnis für Deinen Opa.

Dass er ein Sturkopf ist, macht die Sache nicht leichter.

Das heißt aber auch: Je mehr man im Gespräch versucht, ihn davon abzubringen, desto mehr Argumente für sein Vorgehen wird er finden.

Wichtig wäre mir im Gespräch zweierlei: Dass er erzählen kann, wie es ihm geht und was ihm wichtig ist.Und dass ich ihm erzählen kann, wie sehr ich ihn mag und wie wichtig er für mich ist.

Ich würde ihn als Außenstehender gerne fragen, ob er weiß, was er seinen Angehörigen mit einer solchen Tat antut:

Wenn er entdeckt wird, ist plötzlich die ganze Bude voll mit fremden Leuten:

zwei vom Rettungsdienst,
Notarzt plus Notarztfahrer,
zwei Polizisten,
zwei Kripobeamte,
Bestatter,
ein bis zwei Notfallseelsorger, die ggf. auch etwas länger bleiben...

Das macht nicht unbedingt Spaß.

Die Angehörigen machen sich relativ schnell große Selbstvorwürfe. Sie fühlen sich hilflos, verlassen, spüren Aggressionen, es geht ihnen schlecht. Richtig schlecht.

Das muss jemand wissen, der glaubt, er könne es seinen Angehörigen zumuten.

Dann würde ich ihn gerne fragen, ob er seine Schmerzen mal in einer Palliativstation hat behandeln lassen. Die kennen oftmals noch ganz andere Kniffe, wie man die Schmerzen in den Griff bekommen kann. Vielelicht auch einschließlich Gymnastik und Sportangeboten. Da ist oft eine Menge möglich. Aber es wissen zu wenige davon.

Und dann ist es halt ein ziemlich entgültiger Abschied. Für ihn ist dann Schluss. Du als Enkel musst ein ganzes restliches Leben damit leben. Und er wird Dir fehlen. Das würde ich ihm deutlich machen wollen. Das mit den Schmerzen kann ich einerseits verstehen. Aber kann er auch verstehen, wie sehr es mir wehtun würde?

Sprich mit ihm über Deine Ängste. Er sollte davon wissen! Wenn es zu konkret ist, kannst Du auch die 112 anrufen und das schildern. Dann trägt ein Notarzt die Verantwortung dafür, ob er ihn mitnimmt. Ob Dein Opa dann noch mit Dir spricht, weiß ich nicht. Aber wenn er sich umbringt, bin ich ziemlich sicher, dass er dann nicht mehr mir Dir spricht.

In jeder Stadt oder in jedem Landkreis gibt es einen psychosozialen Dienst. Die kannst Du anrufen, die kommen auch raus und führen entsprechende Gespräche.

Und ganz ehrlich: Ich fände es nicht schön, wenn Dein Opa einsam und heimlich stirbt. Wenn, dann würde ich von ihm ehrlich Abschied nehmen wollen. Ich würde einerseits dabei sein wollen - aber ich würde wohl trotzdem nicht wollen, dass er es tut. Und das soll er wissen, in welche Lage er mich damit brächte.

Ich bin viel älter als Du und habe mich lange mit der ganzen Problematik auseinander gesetzt. Ich glaube, es könnte Dir gut tun, wenn Du Dir für Dich Hilfe suchst. Telefonseelsorge. Sprechen hilft. Und die Menschen dort an der anderen Seite der Leitung können gut zuhören und kennen Hilfsangebote für Dich.

mögliche Links:

https://www.agus-selbsthilfe.de/trauer-nach-suizid/

https://telefonseelsorge.de/

Achte auf Dich und sorge für Dich!

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Wie heißt denn ihre Kirche?
Und was findest Du unter dieser Adresse bei google-Maps?
Ist da ein Königsreichssaal, sind es Zeugen Jehovas.
Ich würde aber fast eher auf Mormonen tippen...

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Man könnte auch Bluthochdruck verbieten.
Oder dass man beim Gehen das linke Bein vor das rechte setzt und dann das andere ...

Ist genauso sinnlos.

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Verhaltensänderung bei Freundin. Wie soll man damit umgehen?

Eine muslimische Freundin hat sich vor einigen Monaten das Hymen wieder zunähen lassen, da sie dieses Jahr heiratet und das in ihrer Kultur halt dazugehört. Jetzt redet sie aber die ganze Zeit davon, dass sie endlich wieder "eine echte Frau" ist und sie sich wieder als "Jungfrau" bezeichnen kann. Meiner Meinung nach ist sie trotzdem keine, da sie schon vorher mit mehreren Männern geschlafen hat, aber sie meinte, dass sie dank der OP wieder zu einer Jungfrau geworden ist und man es ihr nicht ansehen kann. Ihr Verlobter müsse es ja auch nicht erfahren. Nun gut, dass ist ja ihre Sache, aber jetzt zieht sie ständig über andere Frauen her und ist auf nen "Jungfrauen-Trip", der mich ans Mittelalter erinnert. Sie kritisiert meine Kleidung ("Der Rock ist viel zu kurz!", "Wie kannst du nur so viel Haut zeigen?", "Hast du keine Ehre?!", "Bedeck' dein Dekolleté!!"), bevormundet mich und die anderen Mädels aus der Clique, da sie meint, dass sie jetzt etwas besseres ist und sie geht sogar so weit, dass sie einigen Jungs aus dem Weg geht und ihnen nicht mal mehr zur Begrüßung die Hand geben will. Ihre Religion ist ihr plötzlich auch viel wichtiger geworden und ihr Kleidungsstil hat sich grundlegend geändert. Ich erkenne sie wirklich nicht mehr wieder. Wie würdet ihr damit umgehen? Ich will nicht die Freundschaft beenden, aber diese ständigen Sprüche à la "Echte Männer bevorzugen Jungfrauen!" und die ständige Kritik gehen mir echt auf den Zeiger. Ein vernünftiges Gespräch ist auch nicht mehr möglich, da sie sich gleich angegriffen fühlt. Habt ihr irgendeine Idee? Würdet ihr die Freundschaft beenden? Oder denkt ihr, dass dieser Trip bald aufhört?

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'"da sie dieses Jahr heiratet"...

Ich nehme diesen Satz erst jetzt so richtig wahr.

Ich glaube, Deine Freundin wird eine gute Freundin gebrauchen können, die sie ein gutes Stück so nimmt, wie sie ist, die ihr gleichzeitig auch sagt, wo diese Freundin einen verletzt und Freundin und Ansprechpartnerin bleibt.

Sie bereitet sich jetzt auf eine Art neues Leben vor. Auf das Leben einer treuen Ehefrau. Auf einen Verzicht von Freiheiten, die sie vorher genossen hat. Auf die Ansprüche, die ihre eigene Familie und die Familie ihres zukünftigen Ehemannes an sie stellt und stellen wird.

Sie muss lernen mit ihren Ängsten in dieser Hinsicht umzugehen.

Sie muss lernen, mit der Form von Gleichberechtigung im Islam umzugehen, die ihr zugleich bestimmte Rollen zuschreibt und bestimmte Rollen vorenthält.

Das kann sowohl entlasten als auch belasten.

Das kann Ihr in vielen Bereichen Freiheit geben, aber auch Freiheit nehmen. Und sie muss es mit ihrer eigenen Haus ausbaden.

Und dabei wird sie eine Freundin gut gebrauchen können, die ihr zuhört und sie in ihren Sorgen begleitet.

Wenn Du das sein willst: Mach es.

Und wenn Du es machst: Sag ihr, wie wichtig Dir die Freundschaft ist.

Und sag ihr, wo sie Dich verletzt, und worauf sie achten sollte, damit diese Verletzungen nicht so stark werden, dass sie Dich als Freundin verliert.

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