Warum glauben Juden nicht das Jesus der Messias ist?

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20 Antworten

Allgemein, ohne jüdische Fundis zu berücksichtigen.

Für Juden gilt ausschließlich das Alte Testament. Sie stehen für Ereignisse auf Erden:

Errichtung des 3. hlg. Tempels (in Anlehnung an Hesekiel 37, 26-28);

Rückführung der Juden nach Israel (in Anlehnung an Jesaja 43, 5-6);

Errichtung eines Weltfriedens (in Anlehnung an Jesaja 2, 4);

Die Welt wird über den Gott Israels erfahren. Alle Menschen werden vereint (in Alehnung an Sacharja 14, 9).

Es wird heute gesagt, dass Jesu keine der o.g. Prophezeiungen erfüllte. Obige Erklärungen lassen viel Interpretationsspielraum zu. Seinerzeit konnte die religiöse Autorität der Juden (Hohepriester usw.) noch gar nicht wissen, ob Jesus die Erfüllung o.g. Prophezeiungen bringen würde.

Als Grund, erscheint der Inhalt der damaligen Befragung Jesu (so wie überliefert) eher nachvollziehbar. Einige Rabis erklären, auch deshalb:

Die Trinität war schon damals mit der jüdischen Lehre nicht vereinbar.

Dass Gott überhaupt die Gestalt eines Menschen annehme sei ein Unding. Für sie, war es in der Tat Blasphemie.

In Anlehnung an Moses, erkennt das Judentum zwar an, dass der Messias natürliche Eltern und die uns bekannte physische Erscheinung haben wird - aber keine übernatürliche Eigenschaften.

Das Bild der geistlichen Welt steht im Widerspruch zur jüdischen Lehre, die eher irdisch ausgerichtet ist. Auch das Judentum kennt eine kommende Welt, aber ist alles ein wenig anders als im Christentum.

Jesus wird auch als Prophet abgelehnt, denn die Prophetie verschwand mit dem Tod der letzten drei Propheten und wird nur in Israel wiedererweckt werden (dann, wenn Juden die Mehrheit der Erdbevölkerung bilden).

Tora (AT) ist für immer gültig. Der Messias wird das jüdische Volk in die Beachtung der Tora leiten. Das gesamte NT wird als Widerspruch zu Tora gesehen.*

*Das ist eher etwas für die, die hier immer wieder etwas anderes behaupten.

Jüdischer Glaube basiert auf Offenbarungen für eine Nation. Die besondere Rolle des nativen Juden und des Landes der Juden wird durch eine besondere Aufmerksamkeit Gottes unterstrichen. Lapidar gesagt: Jüdische Lehrmeinung eher national; christliche, eher universal. Die jüdische Lehre fordert nicht, dass alle Menschen konvertieren, aber die Tora wird als Wahrheit für alle Menschen gesehen. Anders gesagt: Der Weg ist beschrieben. Wer will, der will. Die jüdische Lehre erkennt einen besonderen Platz für Konvertiten an.

Je nach Rabi, können die Erklärungen unterschiedlich ausfallen; obige, scheinen allgemeine Anerkennung zu geniessen.

JoJoPiMa 25.02.2017, 23:10

"Sie stehen für Ereignisse auf Erden:" soll:

Einige Prophezeiungen sehen sie als irdische Ereignisse: ...

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Die Juden erkennen Jesus nicht als den Messias an, der in der Tora (dem christlichen "Alten Testament") angekündigt wird. Dafür gibt es auch nachvollziehbare Gründe:

Angeblich behauptete Jesus, der wahrhaftige Sohn Gottes zu sein. Er ging sogar so weit, zu sagen, dass niemand nach dem Tode erlöst werden könne, der nicht an ihn glaube. Dies widerspricht in schärfster Form der Lehre der Tora, in der ganz klar gesagt wird, dass kein sterblicher Mensch angebetet werden darf. Jesus hat sich somit, nach jüdischer Auffassung, der Abgötterei schuldig gemacht - ein unverzeihliches Verbrechen gegen Gott.

Warum aber glauben Juden nicht daran, dass Jesus vielleicht doch der Sohn Gottes war? Ganz einfach, er hat die Prophezeiungen der Tora nicht erfüllt, die den Messias betreffen.

Nach jüdischem Verständnis ist der Messias ein sterblicher Mensch. Er kann nicht über Wasser laufen, Tote erwecken oder nach seinem Ableben plötzlich wieder auftauchen. Er ist ein Mensch von außergewöhnlichem Charisma und Führungstalent, sowie religiöser und weltlicher Bildung - aber sicher kein leiblicher Sohn Gottes.

Den biblischen Propheten zufolge kennzeichnen den Messias folgende Merkmale:

-er entstammt der Dynastie Davids. Entgegen den Behauptungen des Neuen Testamentes ist dies bei Jesus NICHT der Fall - dessen Erzeuger war ja nicht Josef, sondern der "Heilige Geist". Durch Adoption kann zwar ein Name, aber keine Blutslinie vererbt werden, somit erfüllt Jesus diesen Punkt nicht.

-er wird die Juden ins Heilige Land zurückholen und die Diaspora beenden. Das Neue Testament berichtet nichts darüber, dass Jesus auf diesem Gebiet besondere Erfolge errungen hätte.

-er wird in Israel als König herrschen und die Juden aus der Fremdherrschaft befreien. Jesus wurde nie in einer solchen Position anerkannt, sondern nur als "König der Juden" am Kreuz verspottet. Auch die Befreiung der Juden ist mehr oder weniger schiefgelaufen.

Die Frage, inwieweit das christliche Messiasverständnis noch mit dem ursprünglichen Bild des Judentums in Einklang steht, ist also durchaus berechtigt.

stefanbluemchen 25.02.2017, 23:44

Das Christentum wurde erst durch Jesus ins Leben gerufen. Vorher waren die Israeliten Gottes gesalbtesVolk. Doch sie lehnten den Messias  ( Christus) ab und wurden als Volk Gottes verworfen. 

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LordofDarkness 26.02.2017, 01:59

Das ist eine Behauptung, die nach Jesus Tod von den Kirchengründern, insbesondere von Paulus, aufgestellt wurde. Seit dem II. Vatikanischen Konzil hat sich die Kirche offiziell davon distanziert und erklärt, der Bund zwischen Gott und seinem "auserwählten Volk" bestehe noch heute weiter. Diese Haltung ist im Übrigen absolut bibelkonform: in den Mosesbüchern wird immer und immerwieder von Gott betont, dass seine Zusagen an sein Volk ewig gelten werden. Du vertrittst hier also einen Standpunkt, den selbst die Katholiken vor über fünfzig Jahren aufgegeben haben.

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Ein Teil der Juden glaubt an Christus, ein anderer Teil nicht. Ich kenne viele Judenchristen, und ebenso messianische Juden, die zwar noch keine Christen sind, aber an Jesus glauben.

Genauso wie ein Teil der heutigen Christen an den Messias glaubt, ein anderer Teil nicht, sondern sich als Agnostiker, Unitarier oder Atheisten etc. bezeichnen.

Dass von Anfang an nicht alle Juden an den jüdischen Messias geglaubt haben, ist eine Tragik. Seither haben Christen und Juden gemeinsam, dass sie an ein (weiteres) Kommen des ersehnten Heilandes glauben am Ende der Welt.

Für die Heiden (also alle Nichjuden) war es am Anfang eine Chance, dass die meisten Juden Christus ablehnten. Denn dadurch konnte der ursprünglich jüdische Messias auch für die Nichtjuden wichtig werden.

Darüber hinaus gibt es im Neuen Testament eine Verheißung, dass das Judentum bis zum Ende der Welt existieren wird, genauso wie die Kirche niemals untergehen wird trotz steigender Austrittszahlen in Deutschland.

Der Messias hat laut jüdischer Überlieferung folgende Aufgaben:

1) Einen autonomen jüdischen religiösen Staat in Israel/Palästina (Judäa, Samaria, Galiläa, etc.) wiederherstellen

2) Den Tempel wieder aufbauen

3) Jedem Juden sagen, welchem Stamm er entstammt

4) Für Frieden auf der Welt sorgen

5) Die Toten wieder auferwecken (zumindest die, die es verdienen...)

und vielleicht noch andere Aufgaben, die ich hier vergessen habe...

Das alles muss er zu seinen Lebzeiten machen. Wenn er stirbt, ohne all das vollbracht zu haben, dann war er es nicht.

Es gab in der jüdischen Geschichte immer wieder Personen, von denen man dachte, sie könnten der Messias sein: Bar Kochba, David Reubeni, Shabtai zvi, aber alle sind gestorben, ohne diese Aufgaben zu erfüllen, daher weiss man heute mit Sicherheit, dass sie es nicht waren... und das trifft auf den, den du meinst, auch zu, falls er tatsächlich gelebt hat...

priesterlein 26.02.2017, 09:35

Du hast die Abstammung, den Geburtsort, die Jungfrauenschwangerschaft und andere Eigenschaften vergessen, falls die Juden ihre eigenen Propheten ernst nehmen sollten. Alles andere wäre jüdischer Nichtglaube und hoffen auf etwas weltliches sowie einen JS (In Anlehnung an den IS).

http://www.dasgeheimnis.de/web/jesus-prophezeiungen.htm

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Accountowner08 26.02.2017, 21:37
@priesterlein

Jungfrauenschwangerschaft ist absolut keine Voraussetzung. (Soviel ich gehört habe basiert das auf irgend welchen römischen und anderen Mythen).

Stimmt, Abstammung habe ich vergessen, der Messias muss ein Nachkomme von König David in rein männlicher Linie sein, was übrigens an sich auch schon die Jungfrauenschwangerschaft ausschliesst, da es ja im Falle einer Jungfrauenschwangerschaft keine Vater und daher auch keine väterliche Linie gibt, daher wäre eine Abstammung von David in rein männlicher Linie nicht möglich.

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anonymos987654 26.02.2017, 18:25

"2) Den Tempel wieder aufbauen"?

Der Tempel stand doch noch zu Jesu Lebzeiten.

Darüber hinaus hat Jesus den "Tempel seines Leibes" nach drei Tagen wieder aufgebaut.

Es ist schon bemerkenswert, dass der Jerusalemer Tempel nach Jesu Tod niemals wieder aufgebaut wurde, da er ja aus theologischer Sicht gar nicht mehr gebraucht wurde, seit Jesus das e i n e Opfer ist, das alle bisherigen Tieropfer ersetzt.

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Accountowner08 26.02.2017, 21:41
@anonymos987654

Das mit dem Tempel aufbauen ist logischerweise eine Voraussetzung, die nach der Zerstörung des Tempels hinzu gekommen ist.

Ich habe allgemein gesprochen, nicht nur von dieser Zeit. In der Zeit der Besetzung durch die Römer war die Hauptvoraussetzung im Prinzip, dass der Messias die Römer hinausschmeisst und wieder einen jüdischen religiösen Staat mit Sanhedrin, etc. in diesem Gebiet einrichtet...

Deine Interpretation bezüglich Wiederaufbau des Tempels finde ich leicht antisemitsch oder anti-jüdisch, aber wenn du das glauben willst, ist es dir überlassen. Es ist allerdings ein rein christlicher (und antijüdischer) Glaubensinhalt, das hat mit Judentum und jüdischer Auffassung nichts zu tun, das möchte ich hier nur kurz festhalten.

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Es waren zu Beginn fast nur Juden die in Jesus den erhofften Messias sahen. 

Auch heute noch gibt es immer wieder Juden die das so sehen - sie nennen sich messianische Juden. 

Nach dem was die Christen über Jahrhunderten den Juden angetan haben, fällt es den meisten Juden schwer, im "Mann der Christen" ihren Messias zu sehen. 

Gemäß der jüdischen Auffassung ist Jesus nicht auferstanden. Im N. T. steht, dazu gemäß  Matthäus 28,13, dass die Jünger Jesus aus dem Grab gestohlen hätten. 

Weil sie Jesus Christus im Tanach - also im Alten Testament - (noch) nicht entdeckt haben, der sich z. B. in den folgenden Stellen finden lässt:

Jesus findet sich im Alten Testament in allen Stellen, in denen es um den verheißenen Messias geht (z. B. in Jesaja 53 als leidender Messias und in den Versen, in denen der Messias die Königsherrschaft antritt und über sein Reich des Friedens herrscht).

 Im Alten Testament findet sich Jesus auch als "der Engel des HERRN" (z. B. in Richter 6,11-24; Richter 13,20-22; Josua 5,13-15). Dieser Engel empfängt Anbetung und lehnt sie nicht ab. Das zeigt, dass es dabei sich um Gott selbst handeln muss. Ansonsten lehnen die Engel und auch die Apostel in der Bibel immer wieder ab, angebetet zu werden.

In Sprüche 30,4 findet sich die Frage nach dem Namen des Sohnes Gottes: "Wer stieg zum Himmel empor und fuhr herab? Wer faßte den Wind in seine Fäuste? Wer band die Wasser in ein Kleid? Wer richtete alle Enden der Erde auf? Was ist sein Name und was ist der Name seines Sohnes? Weißt du das?"

David schrieb in Psalm 101,1 über Jesus: "Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten." Dabei ist zu bedenken, dass David der König in Israel war und keinen irdischen Herrn über sich hatte. Er schreibt aber klar, dass sein Herr (Gott der Vater) zu seinem Herrn (Jesus) sagt, dass sich Jesus zu Gottes Rechten setzen soll. 

Bereits in Jesaja 9,5 steht über den Messias Jesus Christus geschrieben: "Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst." Diese Beschreibungen zeigen, dass das der Messias (Jesus) Gott ist, da er die Namen "starker Gott" und "Ewig-Vater" trägt.

Viele weitere Beispiele könnte man aufführen. Es ist sehr spannend, Jesus im Alten Testament zu entdecken...

Zirka 400 Jahre vor Christi Geburt war das AT abgeschlossen. Darin finden sich über 300 prophetische Voraussagen auf Jesus Christus, den jüdischen „Messias“, die sich ausnahmslos im Leben Jesu erfüllten.

  • Die Jungfrauengeburt: Jesaja 7,14; Matth. 1,18-25
  • Geburtsort Bethlehem: Micha 5,1; Matth. 2,1
  • Wegbereiter Johannes der Täufer: Jesaja 40,3; Matth. 3,1-3
  • Verrat für 30 Silberlinge: Sach. 11,12; Matth. 26,15
  • Verräterlohn für den Töpferacker: Sach. 11,13; Matth. 27,5-7
  • Anspeien Jesu: Jesaja 50,6; Matth. 27,30
  • Von seinem Volk abgelehnt: Jesaja 53,3; Markus 15,1
  • Hände und Füße durchbohrt: Psalm 22,17; Joh. 19,18.37
  • Los über sein Gewand: Psalm 22,19; Joh. 19,24
  • Galle und Essig zu trinken: Psalm 69,22; Matth. 27,34
  • Kein Bein zerbrochen: Psalm 34,21; Joh. 19,33
  • In die Seite gestochen: Sach. 12,10; Joh. 19,34
  • Grab bei Gottlosen und Reichen: Jesaja 53,9; Matth. 27,55-60

M. E. gibt es also viele Gründe dafür, Jesus auch im Tanach (im AT)entdecken zu können. Es gibt auch Juden, die diese Entdeckung machen konnten, wie z. B. Arnold Fruchtenbaum, Meno Kalisher und Amir Tsarfati. Ihre Vorträge und Schriften sind sehr empfehlenswert.

Warum glauben Juden nicht, daß Jesus der Messias ist?

Warum glauben Christen nicht, daß Brahma der Schöpfergott ist?

Warum glauben Muslime nicht, daß Zeus auf dem Olymp wohnt?

Ich meine er hat ja wunder gewirkt und ist wiederauferstanden?

Da meinst du falsch. Jesus, sofern es ihn denn gegeben haben sollte, war ein ganz normaler Mensch. Sämtliche übernatürliche Geschichten über ihn gehören einwandfrei in den Bereich der Mythologie (aus dem sie größtenteils auch fleißig abgeschrieben wurden). Mit Sicherheit kann man ihm ebenfalls, seine Existenz vorausgesetzt, auch einige, wenn nicht gar alle seiner nicht-übernatürlichen Taten sowie seine Worte nicht zuschreiben.

stefanbluemchen 25.02.2017, 23:39

Du hast keine Erkenntnis. 

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666Phoenix 27.02.2017, 08:14
@stefanbluemchen

stefan, du hast aber auch schon mehrfach belegt, dass man deiner "Erkenntnis" auch nicht blind trauen darf!

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Meatwad 27.02.2017, 18:29
@stefanbluemchen

Du hast keine Erkenntnis. 

Mindestens eine mehr, als du. :D

Aber bitte: Kläre mich doch auf! Aber schön vorsichtig! Kartenhäuser erfordern eine ruhige Hand.

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Ich meine er hat ja wunder gewirkt und ist wiederauferstanden?

Hat er und ist er? Warum sollte ich das glauben? Juden teuilen wohl da meinen Standpunkt.

Warum glaubst du nicht was in indischen Veden steht?

Die Juden erwarten den Messias. Sie glauben nicht, das Jesus es war.

Das Judentum lehnt die Christlich-Giechischen Schriften (NT) ab, weil darin das Ende des JUDENTUMS und dessen Ablösung durch die Christenversammlung beschrieben wird.

Jesus verurteilt die Schriftgelehrten und Pharisäer, weil diese gottlos handelten, das Volk unterdrückten und religiös fehlleiteten. Sie erkannten Jesus nicht als Sohn Gottes und auch nicht als Messias an.

Prophezeiungen, die sich an Jesus erfüllten:

Fragen von Lesern
Kann man genau ermitteln, wie viele messianische Prophezeiungen in den Hebräischen Schriften enthalten sind?

Bei einer eingehenden Untersuchung der Hebräischen Schriften stößt man auf Dutzende von Prophezeiungen, die sich an Jesus Christus erfüllt haben. Sie verraten Einzelheiten über die Herkunft des Messias, die Zeit seines Erscheinens, seine Taten, seine Leiden und seine Rolle im Vorhaben Gottes. Zusammengenommen ergeben sie ein umfassendes Bild, das Jesus als den Messias identifiziert. Die genaue Anzahl der messianischen Prophezeiungen lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres ermitteln.

Zum einen besteht keine völlige Übereinstimmung darüber, was zu den messianischen Prophezeiungen gehört und was nicht. Alfred Edersheim schreibt in seinem Buch The Life and Times of Jesus the Messiah, dass gemäß alter jüdischer Überlieferung 456 Textstellen in den Hebräischen Schriften zu den messianischen Prophezeiungen gezählt wurden, obwohl viele den Messias nicht direkt erwähnen. Bei einigen dieser Stellen können einem jedoch Zweifel kommen, ob sie überhaupt auf Jesus Christus hindeuten. Hierzu zwei Beispiele: Laut Edersheim verstanden die Juden 1. Mose 8:11 als Hinweis auf den Messias. Ihrer Ansicht nach „stammte das Olivenblatt, das die Taube brachte, vom Berg des Messias“. Die Fehlinterpretation von 2. Mose 12:42 gibt Edersheim wie folgt wieder: „So wie Moses aus der Wüste kam, sollte der Messias aus Rom kommen.“ Nicht nur Bibelkommentatoren dürfte es schwerfallen, diese beiden Textstellen und ihre Auslegung mit Jesus Christus in Verbindung zu bringen.

Zum anderen ist es selbst dann schwer, eine genaue Zahl festzulegen, wenn man nur die Prophezeiungen nimmt, die sich tatsächlich an Jesus Christus erfüllt haben. Jesaja, Kapitel 53 enthält zum Beispiel mehrere prophetische Hinweise auf den Messias. In den Versen 2 bis 7 heißt es: „Keine stattliche Gestalt hat er . . . Er war verachtet und war von Menschen gemieden . . . Unsere Krankheiten hat er selbst getragen . . . Er wurde für unsere Übertretung durchstochen . . . Er wurde so wie ein Schaf zur Schlachtung geführt.“ Bildet diese Passage eine einzige messianische Prophezeiung, oder ist jedes Detail eine Prophezeiung für sich?

Oder wie steht es mit Jesaja 11:1? Dort lesen wir: „Es soll ein Reis aus dem Stumpf Isais hervorgehen; und ein Spross aus seinen Wurzeln wird fruchtbar sein.“ Dieser Gedanke wird in Vers 10 noch einmal aufgegriffen. Sollte man diese Verse als zwei separate Prophezeiungen zählen oder als eine, die nur wiederholt wird? Je nachdem, wie man die Textstellen in Jesaja, Kapitel 11 und 53 einordnet, kommt man auf ein anderes Ergebnis.

Es ist also nicht unbedingt ratsam, sich auf eine exakte Gesamtzahl aller messianischen Prophezeiungen in den Hebräischen Schriften festzulegen. In unseren Publikationen finden sich umfangreiche Tabellen, in denen Prophezeiungen über Jesus und deren Erfüllung aufgelistet sind.* Diese Aufstellungen sind ein glaubensstärkendes Studienprojekt und können uns auch im Predigtdienst nützlich sein. Doch ganz gleich, wie hoch die Summe der messianischen Prophezeiungen auch ist — in ihrer Gesamtheit sind sie auf jeden Fall ein schlagender Beweis dafür, dass Jesus der Christus oder Messias ist.


Wenn Juden heute ablehne, das Jesus der Christus war/ist, dann ist das pure Ignoranz.

Hinzu kommt, das deren Erwartung der Wiederkunft eines Messias als Mensch nicht nur deren Ansicht ist, eine ganze Reihe von Mitgliedern verschiedener Christlicher Gruppen erwarten das auch.

Würden die Juden das Neue Testament anerkennen, dann müßten sie zugeben, dass sie falsch liegen. 

Es gibt indes tatsächlich einige Juden, die die Wahrheit über Jesus Christus erkannten und - Christen wurden. Es ist aber eine kleine Minderheit.....

Gott selbst war es, der direkt nach Jesu' Taufe verbal bestätigte, es gab ja Zeugen, das Jesus sein Sohn, der Geliebte wäre.......was gibt es da zu ignorieren?

cheerio

666Phoenix 27.02.2017, 08:13

Würden die Juden das Neue Testament anerkennen, dann müßten sie zugeben, dass sie falsch liegen.

Danke für die Bestätigung der "Einheit" aller Jesus-Gläubigen und der "Unfehlbarkeit" der Bibel! :-)

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er hat im sinne der juden sich wie ein schwerverbrecher benommen

Joh8,57-59
57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham gesehen?
58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.
59 Da hoben sie Steine auf, um auf ihn zu werfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus.

und darauf stand damals die todesstrafe

Dass er wiederauferstanden sei, sei mal dahingestellt.

Aber das Problem ist, dass er nicht den Erwartungen der Juden entsprach, denn nach Jesus passierte eben erst mal nichts. Bis heute nicht. Das konnte nicht der Messias sein, der verkündert war.

(http://www.judentum-projekt.de/religion/religioesegrundlagen/messias/)

Und wenn sie nicht gestorben sind dann warten sie noch heute...

Das Judentum sieht Jesus von Nazaret nicht als Sohn Gottes an, da ein Mensch nach jüdischer Auffassung nicht göttlich sein kann. Es sieht in ihm auch nicht den Messias, da er nicht die endgültige Verwandlung der Welt gebracht habe, die die Juden nach biblischer Prophetie vom Messias erwarten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Jesus_au%C3%9Ferhalb_des_Christentums#Judentum

https://israswiss.me/2014/12/29/warum-juden-nicht-an-jesus-glauben/

wunder haben andere auch gewirkt, aber der jesus repräsentierte eine neue kraft, die die juden nicht kannten, die liebe!

Joh 13,34
34 Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander liebhabt.

und alles neue ist eben den menschen verhaßt, wenn sie sich denkend anstrengen müssen, um es zu verstehen.

das gilt auch noch heute!

666Phoenix 27.02.2017, 08:18

nowka, hör auf, sonst lache ich mich tot!

jesus repräsentierte eine neue kraft, die die juden nicht kannten, die liebe!

„Du sollst deinen Nächsten LIEBEN wie dich selbst...“
(3Mose 19:18)

Inwieweit  ist die angebliche "Liebe" des Juden Jesus etwas anderes??

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nowka20 27.02.2017, 17:24
@666Phoenix

@phoenix!

nowka, hör auf, sonst lache ich mich tot!

das wäre ein gewinn für GF, du streitling!

dasd wort liebe taucht auf im:

at = ca. 60 mal

NT = über 260 mal

AT = bruderlibe

NT = gottesliebe

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Warum sollten sie es glauben?

Ich meine

Genau, du meinst. Als Christ.

Weil der "Gott dieser Welt" (Offb.12,9) auch jene verführte (Offb.17,1-6).

In Wirklichkeit logen die Pharisäer aber auch (Joh.3,1-2).


Andere Religionen tun das auch nicht oder erkennen es nicht an.

Die Frage ist recht simpel zu beantworten. Wenn du dich etwas mit dem Judentum beschaeftigen wurdest (was du offensichtlich nicht gemacht hast), dann wirst du schnell merken das es essenziell ist das Jesus fuer uns Juden nicht der Messias ist. Wir haben ja auch keinen Weltfrieden den der Messias ja bringen sollte. 

Somit ist die Antwort ganz einfach. Wenn wir an Jesus glauben wurden dann waeren wir Christen und keine Juden. 

anonymos987654 26.02.2017, 18:09

Und was ist mit den messianischen Juden?

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LaylaAyala 26.02.2017, 20:57
@anonymos987654

Messianische Juden, sind keine Juden und nirgends als Juden anerkannt. Messianische Juden sind Christen. 

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Die ersten, die das glaubten, waren Juden.

Tourist29354 25.02.2017, 20:19

falsch

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Ranzino 25.02.2017, 20:22
@Tourist29354

Äh, was waren die Apostel und dessen Onkel und Mutter denn ?

Oder spielen wir hier "Leben des Brian" ? 

"Keine weiteren Samariter in dieser Ecke !!!"

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stefanbluemchen 25.02.2017, 23:49
@Tourist29354

Wen wählte Jesus als seine Apostel aus? Schade, dass du erst antwortest und dann nachdenkst. 

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Bodesurry 26.02.2017, 13:25
@Tourist29354

Keine Frage, es waren überwiegend Juden, die in Jesus den Messias sahen. 

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Ja echt blöd Buddhisten,Hindus,Moslems und Juden wollen sie doch alle nicht an denn lieben Jesus glauben


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