Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Erziehung und der Religion und der eigenen Angst.

1 Viele ängstliche Menschen suchen Halt in der Religion. Wenn sie sich dann mit ihrer Religion beschäftigen, ist deren Angst natürlich nicht sofort weg, sondern lebt weiter in ihrem Verhalten zur Religion. Das heißt die Angst sucht sich eben immer wieder etwas Neues, wo sie sich austoben kann. Diese Angst kommt nicht aus der Religion, sondern wird in die Religion hineingetragen.

2 Menschen, die religiös erzogen worden sind, haben dies oft autoritär erlebt. Autoritär Erziehende haben selber Angst und sie machen Angst bzw. geben eigene Ängste weiter. Und was man im Verhältnis zu seinen Eltern erlebt hat, überträgt man dann automatisch auf sein religiöses Erleben.

3 Angst und Druck werden meist dort erlebt, wo die religiösen Strömungen extremer sind. Normal-Gläubige kümmern sich wenig um den Glauben. Das heißt, wenn hier auf gf die eine oder andere Angst-Frage auftaucht, ist das nicht repräsentativ für die Religion an sich.

4 Verbote und Gebote sind andererseits auch ein Mittel, um Nähe zu Menschen zu suchen. In dem Moment, wo alles egal ist, wo Verhalten beliebig ist, bin "ich" auch egal. Das macht die Ver- und Gebote dann teilweise auch in der Religion attraktiv.

5 Nicht alle Fragen, die sich um Ge- und Verbote drehen, müssen mit Angst und Druck zusammenhängen. Manchmal will man als Jugendlicher auch erstmal eine Orientierung haben. Oder man will abwägen, wie vor- oder nachteilig die und die Religion/ Konfession/ Sekte ist. Oder man will es als Außenstehender wissen, weil man es kurios findet. Oder man fragt, weil man sich über die Unfreiheit anderer lustig machen will. Wenn man die Fragenden nicht aus dem wirklichen Leben kennt, entsteht manchmal ein verzerrter Eindruck, weshalb jemand jetzt ausgerechnet diese bestimmte Frage stellt.

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"Ich weiß selber nicht mehr was ich tun soll..."

Was du beschreibst, sind Phänomene, die bei zwei Dingen auftreten:

+ bei Psychosen

+ bei Drogen

In beiden Fällen hat man sinnliche Eindrücke und meint, außerhalb von einem selber sei etwas. Diese Eindrücke kommen aus dem eigenen Inneren, aus dem Unbewussten. Man erlebt es aber so, als sei es außen.

Wenn du sehr darunter leidest, hast du zwei Möglichkeiten, dir Hilfe zu holen:

+ bei einem Psychologen, um in Gesprächen diese Dinge zu verstehen

+ bei einem Psychiater, der dir mithilfe von Gesprächen oder Medikamenten oder anderen Therapieangeboten wieder ein angstfreies Leben ermöglicht

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In die Hölle kommt nur, wer dort auch selber hin will.

Ob das für denjenigen, der es sich ausgesucht hat, eine psychische Folter wäre, keine Ahnung.

Wäre natürlich bequem, sich vor der Hölle zu drücken, indem man sich einfach in Nichts auflösen lässt. Manche Menschen haben das früher so gemacht, indem sie sich verbrennen ließen. Sie dachten, dann wären sie vor der Hölle sicher. Ist natürlich unsinnig.

Gott hat zwar alles aus dem Nichts geschaffen. Aber nichts, was dann mal da ist, kann wieder in das Nichts zurück.

Es wird nach dem Tod also immer irgendeinen Bewusstseinszustand geben. Du kannst Gott ja bitten, dass es irgendein angenehmer Zustand sein wird.

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http://www.k-l-j.de/144_katholische_naturwissenschaft.htm

Die Kirche hat kein Problem mit der Wissenschaft.

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Sieh es einfach mal von der anderen Seite:

Wenn unterlegene Kulturen keinen Kontakt mit einer höherentwickelten Kultur bekommen, können sie sich niemals zur vollen geistigen Höhe aufschwingen.

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Jeder kann Jesus malen, wie er will. Auf das Äußere kommt es bei Jesus nicht an. Und die künstlerische Freiheit erlaubt vieles.

Früher haben die Leute alles so gemalt, wie es ihnen selber aus ihrer Umgebung vertraut war. Genauso haben sie auch alle Namen so ausgesprochen, wie sie es selber kannten.

Das Privileg, leibhaftig in andere Kulturen reisen oder jeden Tag virtuell reisen zu können, ist eine noch sehr junge Erscheinung.

Aber deine Kenntnisse beziehen sich ja ebenfalls nur auf deine eigene Kultur. Sonst wüsstest du, dass andere Völker "ihren" Jesus ebenso malen, wie sie selber aussehen.

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Natürlich halten die dich dann für einen gläubigen Christen. Speziell für einen Christen, der in einer Freikirche ist. Dann dafür ist dieses (inzwischen nicht mehr ganz so) geheime Zeichen da.

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  1. Wir können uns frei entscheiden, ob wir das Vaterunser überhaupt beten.
  2. Wir können uns frei entscheiden, ob wir bitten: "Dein Wille geschehe." oder ob wir bitten: "Mein Wille geschehe." Die meisten Menschen entscheiden sich sowieso für die zweite Version, weil sie ihnen angenehmer erscheint.
  3. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie man die Bitte überhaupt versteht.

a) Wenn man davon ausgeht, dass Gott immer das Gute will, heißt diese Bitte einfach: "Mach, dass nichts Schlimmes passiert."

b) Wenn man davon ausgeht, dass man selber der aktiv Handelnde ist, heißt diese Bitte: "Ja, ich möchte dazu beitragen, dass das Gute in der Welt immer mehr wird."

c) Wenn man weiß, dass trotz dieser Bitte, die schon seit fast 2000 Jahren immer wieder ausgesprochen wird, immer noch soviel Schlimmes auf der Welt geschieht, heißt es: "Gib mir die Kraft, alles, was ich nicht ändern kann, so zu akzeptieren, wie es ist und irgendeinen Sinn darin zu entdecken."

d) Wenn man erkennt, dass man als Mensch nur so eine kleine Übersicht hat, und dass Gott naturgemäß die Dinge viel besser überblickt, heißt es: "Du hast den besseren Plan und ich vertraue darauf, dass alles gut werden wird."

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Gottesdienste sind grundsätzlich öffentlich.

Das Einzige, was besondere Teilnahmevoraussetzungen benötigt, ist der Empfang der Sakramente.

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Niemand zwingt dich zu beten.

Niemand zwingt dich zu glauben.

Geht ja eh nicht.

Aber du zwingst deine Familie, dich finanziell freizuhalten statt selber Geld zu verdienen.

Niemanden interessiert es, ob du gläubig bist oder nicht.

Und niemanden interessiert es, ob du betest oder nicht.

Kann ja eh keiner beurteilen, was in dir abläuft.

Daher geht es vermutlich nur um deine demonstrative Provokation, mit der du das religiöse Leben deiner Eltern infrage stellen willst.

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Ich danke allen Paten,

+ die für uns da waren

+ die für uns gebetet haben

+ die uns den Glauben weitergegeben haben

+ die sich Zeit für uns genommen haben

+ die uns gern haben

+ die uns ihre Liebe geschenkt haben

+ die an unserer Feier teilgenommen haben

+ die auf unsere Fragen eingegangen sind

+ die den Eltern bei der religiösen Erziehung geholfen haben

+ die eine verständnisvolle Beziehung zu uns aufgebaut haben

+ die uns so akzeptiert haben, wie wir sind

+ die bereit waren, mit uns über den Glauben zu sprechen

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In jedem Fall spricht Gott heute noch genauso wie die letzten Tausende von Jahren. Wäre ja schlimm, wenn Er uns so einfach im Stich gelassen hätte.

Meist sind es nur wir Menschen, die zwar ständig auf Gott einreden, andererseits aber nicht aufmerksam auf Seine Antworten sind.

Manchmal schenkt Gott klare Zeichen, meistens aber nicht. Deshalb sagt Jesus ja auch zu Thomas: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Es gab schon Heilige, die deshalb bewusst auf Beweise verzichtet haben, weil sie lieber selig waren als unnötige Beweise zu empfangen.

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Heirat ist gleich schwer. Kostet nur für manche recht viel, wenn man 100e Leute einladen will.

Unzucht ist deshalb so leicht, weil die soziale Kontrolle und die Gesetze weggefallen sind, und damit auch die Bildung des eigenen Gewissens.

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Nein

Diese Sachen beruhen auf psychologischen Tricks. Aber die Abergläubischen suchen eben nach ganz einfachen Erklärungen und Orientierungen. Diese geistige Bequemlichkeit und die Bestätigung, die sie auf psychischer Ebene bekommen, sorgen dafür, dass es attraktiv bleibt für viele einfache Leute.

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