Warum bekommt man Kinder, wenn man sie sich nicht leisten kann?

Wer tut das denn?

Alle, die dem Kind kein Auto, Bildung und eigene Wohnung finanzieren können. (unter der Voraussetzung natürlich, dass das Kind auch was dafür tun muss, nicht "einfach so")

18 Antworten

Verstehe ich richtig....?

Du ordnest Eltern in die Kategorie "kann sich kein Kind leisten" ein, wenn sie daheim kein Familienauto haben.... oder ihrem erwachsenen Kind kein Auto schenken können? Wenn die Eltern dem dann erwachsenen Nachwuchs keine eigene Wohnung finanzieren können?

Ich frage dich: Ab wann sollte man aufhören den Nachwuchs mit Zucker zu pudern?

Wie kommt man auf die Idee, das Eltern nur dann etwas taugen wenn sie den dann erwachsenen Nachwuchs finanziell voll unterstützen?

Das Eltern ihren Nachwuchs im Laufe des Heranwachsens mit Bildung "versorgen" ist hierzulande im Grundgerüst sowieso gegeben. Zusätzliche Bildung a la Vereine/ Interessensförderung etc.... das ist optional.

Allerdings kann das Denken "Ich muss mein Kind von klein auf in so viele Förderprogramme wie möglich stecken" auch das Gegenteil des Gewünschten bewirken. Was bringt es einem Kind, wenn es bereits im Kindergartenalter ein Instrument lernt, zusätzlich eine Fremdsprache lernt, zusätzlich noch turnt oder Ballett oder Fußballtraining hat... und darüber dann kaum noch Freizeit hat?Da hat man dann also ein Kind das zur Leistung getrimmt wird, und darüber wird der Aspekt "Kindheit einfach frei gestalten" vernachlässigt.

"...zusätzlich noch turnt oder Ballett oder Fußballtraining hat... und darüber dann kaum noch Freizeit hat"... sind das nicht alles Freizeit-Aktivitäten?

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@Autoleasing123

Die Menge machts. Eine Freizeitaktivität pro Woche ist als Ausgleich zum Alltagslegen oder später Schulstress prima. Aber wenns Kind in seiner Freizeit auf Leistung getrimmt wird (sportliche Leistung, künstlerische Leistung, Wettkämpfe etc.... weil das Elternteil denkt "nur so hat mein Kind eine bessere Zukunft") dann geht dem Kind einiges an Erholungszeit verloren.

Ein Kind muss auch Kind sein dürfen. Herumlungern, aus Langeweile den Eltern am Rockzipfel hängen, mit Freunden zum Spielen verabreden, mit dem Rad draußen herumkurven...

Dieses Denkschema "Ich muss in meinen Nachwuchs ganz ganz viel Zeit und Geld investieren ... und nur dann bin ich ein gutes Elternteil" grenzt schon an Helikopterverhalten (mit Tendenz zum Narzismus)

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@Rockige

Da stimme ich dir überall zu. Nur, kommt es auf das Temperament des Kindes an. Wenn es unterschiedliche Interessen hat, wie Musik, Fußball, Fremdsprache etc... dann sehe ich kein Problem darin, dass Kind in den Bereichen, in denen es gefördert will auch zu fördern und zu fordern - auch wenn es nach individueller Ansicht 'eine Menge' ist...

Da kann leicht die falsche Moral entstehen... "Ach das Kind kann so viel, es muss bestimmt vollkommen überfordert sein."

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@Autoleasing123

In dem Fall ist eines ultrawichtig: Das man dem Kind zuhört. Das man dem Kind zugesteht sagen zu dürfen "Ich hab darauf keine Lust mehr darauf, ich will mit SportartX/ Instrument Y aufhören".

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@Rockige

Klar, das bestreitet hier auch keiner... Dennoch ist es wichtig, ich weiß nicht wie tief du in der Materie drin bist, beim Temperament und motivationalen Entwicklung nicht direkt nachzugeben, falls das Kind das erste Mal 'scheitern' erlebt und sein Unbehagen erläutert und so sein 'Hobby' verwirft... Als Ziel dem entgegenzuwirken und darzustellen, dass das was man macht nicht immer zu 100% schön sein kann, sondern immer unterschiedliche Perspektiven betrachtet werden können. Lernen und Mühe kann eben auch anstrengend sein. Wenn die Kinder früh 'Mühe' erlernen, lernen anhand dessen Kinder auch einen Perspektiv- und Paradigmenwechsel zu verstehen... dann ist das Ziel erreicht. Sofort nachzugeben wenn das Kind sagt, es mag nicht mehr, wird nur zum Scheitern, Aufgeben und nicht Lernen führen...

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Naja, all das sollte man sich leisten können und nach Wunsch des Kindes auch bezahlen. Ein Kind sollte nie zur irgendwas gezwungen werden. Förderung ist unglaublich wichtig für die richtige Entwicklung des Kindes. Sprachen bringen UNHEIMLICH viel. Ich spreche 4 Sprachen fließend und du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele Vorteile ich dadurch habe.

Mobilität gehört in der heutigen Welt dazu, sowie Bildung auch. Es ist leichtsinnig und egoistisch ein Kind in die Welt zu setzen, ohne ihm ein sorgenloses Leben bieten zu können. Armut ist eins der häufigsten, indirekten Gründe einer Depression.

Und das ist nicht "mit Zucker pudern", sondern gehört in der heutigen Welt einfach dazu.

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@verreisterNutzer

Kinder brauchen Freizeit, Freizeit die sie selbst gestalten dürfen/ müssen

Kinder brauchen Förderung, klar. Das eine oder andere ist - je nach Talent und Interesse des Kindes - durchaus sinnvoll. Nur übertreiben sollte man da nicht.

Mobilität? Dreirad, Laufrad, Tretroller, Fahrrad..... und wenn es alt genug ist und finanziell etwas beisteuern kann : Mofa, Motorroller. Über die Finanzierung der jeweiligen Führerscheine (und später des Autoführerscheines) wird man sich einig.

Manche Eltern können und wollen den Führerschein des Nachwuchses komplett finanzieren, manche können und oder wollen das nur zum Teil.

Manche wollen das nur zum Teil oder sogar garnicht finanzieren, um dem Nachwuchs klar zu machen wie wichtig es ist für den eigenen Erfolg auch zu arbeiten.

So wie man einem Kind bereits beibringen kann "Okay, du kriegst das teure Spielzeug - aber du musst die Hälfte von deinem Geld beisteuern".

Man hat als Eltern die Wahl wie man die Weichen des Nachwuchses stellt.

  • Leistungsorientiert, ohne Sinn für Psychohygiene und "einfach mal die Seele baumeln lassen"
  • Zielstrebig, "ich will das erreichen/ haben.... ich arbeite daran das ich dieses Ziel erreiche"
  • "Mami und Papi werden es schon richten"-Denken. Wenn Mama und Papa dem 19jährigen helfen müssen einen Job zu bekommen, eine Wohnung zu finden, die Wohnung komplett einzurichten, ...... das driftet im schlimmsten Fall echt in Richtung Helikoptereltern.

Ab einem gewissen Punkt muss man dem Nachwuchs auch eigene Entscheidungen ermöglichen. Sonst hat man am Ende einen unselbständigen 40jährigen daheim hocken der sich von Mami noch immer die Unterhosen bügeln lässt.

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Wie viel muss man denn verdienen/gespart haben um ein Kind zu bekommen?

Und was genau braucht ein Kind alles für Sachgegenstände um glücklich zu sein?

Klar, wer obdachlos ist und ein Kind bekommt, hat das Wohl der Kindes nicht unbedingt im Sinn.

Aber Geld ist eben nicht alles. Solange man einen Wohnsitz hat, genug Geld für Nahrung, Kleidung, Schulsachen und sein Kind liebt, sehe ich kein Problem.

Außerdem kann sich die finanzielle Situation im Laufe des Lebens immer verändern, soll man dann seine Kinder einfach weggeben?

Naja, das reicht eben nicht aus. Ein Kind sollte auf jeden Fall ein eigenes Zimmer haben, ein unbesorgtes Leben in Bezug auf Bildung (sodass die Eltern die Miete zahlen für die Wohnung. Obwohl ich das nie so machen würden, sondern wahrscheinlich 50/50, aber mein Kind würde trotzdem wissen, dass seine Bildung nicht am seidenen Faden hängt und dass ich ihm immer unter die Arme greifen würde, sollte er sich die Wohnung eines Tages nicht mehr leisten können.). Und EGAL WELCHE! Freizeit Aktivitäten in seiner Kindheit. Man kann seine Kindheit nie nachholen und das Kind sollte die Zeit so unbesorgt und spaßhabend auskosten wie es nur geht.

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@verreisterNutzer

Dein Kind müsste zur Hälfte Miete zahlen? Versteh ich das gerade richtig? Wie soll das denn funktionieren?

Und auf jeden Fall ein eigenen Zimmer zu haben finde ich jetzt nicht so essentiell, zumindest in der frühen Kindheit ist es viel schöner, sich ein Zimmer mit einem Geschwisterteil zu teilen.

Und was meinst du mit Bildung? Die Schulzeit? Oder Ausbildung/Studium?

Und ich finde es nicht gut, wenn Kinder einfach jede Freizeitaktivität machen können. Jede Woche Reiten, Minigolf spielen und in den Kletterpark ist einfach nicht drinnen. Ich finde, dass man durch Verzicht auch viel lernt.

Ich glaube, wenn Kinder komplett ohne finanzielle Sorgen/ Verzicht aufwachsen, dass sie später große Probleme dabei haben, richtig mit Geld um zu gehen.

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@Ruzzzzzzzz

Ja, mein Kind sollte seine Miete auch selber zahlen, damit mein Kind lernt selber zu arbeiten.

Ein eigenes Zimmer ist ein MUSS. Privatsphäre ist so unglaublich wichtig. Spätestens ab Beginn der Pubertät ist es einfach ein Muss. Wenn ein Kind introvertiert ist und viel Ruhe braucht, sollte man ihm ein eigenes Zimmer schon früher ermöglichen können.

Bildung: Schule/Studium/Ausbildung, was auch immer das Kind machen möchte.

Doch, das ist gut, wenn sie alles machen können. Bis zu einem gewissen Alter ist es sehr wichtig. Man sollte aber den Kindern früh genug beibringen, dass das nicht einfach so kommt und dass man seine Freizeitaktivitäten auch mitbezahlen muss. Man kann damit schon sehr früh anfangen, dass das Kind zum Beispiel von seinem Taschengeld etwas abgibt, um seine Hobbys mitzufinanzieren. Man kann zbsp mit 1€ anfangen, denn bei 10€ die Woche ist der 1€ unglaublich viel. Das selbe mit den Spielzeugen. Man stellt eine Spardose auf, wo das Kind monatlich seine Hobbys bezahlt. Über die Jahre kommt da schon was Geld zusammen. So kann man dem Kind auch das Sparen beibringen.

Man sollte auch auf Sachen verzichten können, Spielzeuge, neue Kleidung usw. jedoch sollte sich das niemals auf die Hobbys beziehen. Das Kind sollte das machen dürfen, was ihm am meisten Spaß macht.

Aber klar, finanzielle Verantwortung kann das Kind für seine Hobbys auch schon im jüngeren Alter tragen, auch wenn es sich um kleine Beträge handelt.

Man hat mich hier scheinbar falsch verstanden: ich möchte nicht, dass meine Kinder alles in den 4rsch geschoben bekommen, sondern ich würde es wollen, dass sie eine sorgenfrei Kindheit genießen können, wo ich denen den richtigen Umgang mit Geld beibringen kann und was man damit alles erreichen kann, wenn man weiß wie man mit Geld umzugehen hat.

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@verreisterNutzer

Ne, also das mit dem Miete zahlen musst du nochmal erklären? Dann auch vom Taschengeld oder wie?

Und klar, ab der Pubertät finde ich ein eigenes Zimmer und Privatsphäre auch wichtig. Aber in der Kleinkindzeit sind geteilte Zimmer ideal.

Die Idee, das Hobby mit dem Taschengeld ´mitzufinanzieren´ find ich echt gut

Ja, ich glaub ich hab dich ein wenig falsch verstanden. Vor allem der Part "Und EGAL WELCHE! Freizeit Aktivitäten" hat sich so angehört, als würdest du deinen Kindern wahllos alles finanzieren.

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@Ruzzzzzzzz

Alles Studenten arbeiten während Studium nebenbei und meine Kinder werden keine Ausnahme sein. Manche ziehen dann eben aus, um näher an der Uni zu leben. Und die Kosten für diese Wohnung werden ich und mein Kind sich teilen. Wie viel der mir abdrücken müsste, hängt davon ab wie die wirtschaftliche Lage im Land zu dem Zeitpunkt sein wird. Aber ein Teil würde ich schon haben wollen. Sei es Taschengeld, sei es das Geld vom Nebenjob. Mein Kind sollte lernen hart zu arbeiten, um eben nicht wie ne Heulsuse zu enden. Sollte aber trotzdem wissen, dass im Falle eines Notfalls ich ihm natürlich helfen würde.

Es bringt einfach nichts das Kind zu verwöhnen, sodas es nciht weiß wie man mit dem Geld umgeht. Würde ihn auch nicht weiterbringen, sobald Mama und Papa nicht mehr da sind.

Nein, das werde ich definitiv nicht tun. Ich werde denen alles bezahlen, solange sie es nicht können und ihnen währenddessen beibringen, dass man je nach Hobby einfach höhere finanzielle Konsequenzen tragen muss.

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@verreisterNutzer
 Ein Kind sollte auf jeden Fall ein eigenes Zimmer haben,

also wenn ich mir bei den Immoblienpreisen keine Wohnung für 400.000 € mit 2 Kinderzimmer leisten kann, dann darf ich nur 1 Kind bekommen - ich bin ja so arm weil ich keine 400.000 € habe???

Ein eigenes Kinderzimmer zu haben ist toll, aber keine Pflicht. Wenn man mehrere Kinder hat auch nicht immer möglich

! Freizeit Aktivitäten in seiner Kindheit.

gibt genügend Kostenlose Freizeitaktiväten

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@verreisterNutzer

das hat nichts mit egal zu tun. wie gesagt solche Wohnungen/Häuser musst du dir halt leisten können.

Da stellt sich eher die Frag was besser ist:

2 Elternteile die jweils 40h+ arbeiten damit sie den Hauskredit bezahlen können um den Kindern jeweils ein eigenes Kinderzimmer bieten können und die daher kaum Zeit für ihre Kinder haben - oder lieber dass ein Elternteil nur Teilzeit arbeitet und so dann auch für die Kinder da ist und es dafür halt nur 1 Kinderzimmer gibt weil man sich nicht mehr Wohnfläche leisten kann

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@dancefloor55

Sorry, aber für mich ist sowas unverständlich wie man Kinder wegen dem eigenen Egoismus bekommen kann. Es ist schon längst erwiesen, dass Privatsphäre für die gesunde Entwicklung der Psyche UNHEIMLICH wichtig ist. Je nach Charakter des Kindes sollte das sogar schon im frühen Alter passieren. Allerspätestens muss das mit Beginn der Pubertät sein, sodass ein Kind in Ruhe seinen Körper entdecken kann, vor allem bei Jungs gehört die Masturbation auch aus physiologischen Gründen einfach dazu. Damit man mit dem ersten Freund/Freundin alleine im Zimmer sein kann. Man sollte sich auch als Geschwister aus dem Weg gehen können, wenn man sich streitet usw.

Wenn das Kind keine Probleme damit hat: Glück gehabt. Man sollte die Möglichkeit aber trotzdem zur Verfügung stellen können. Ich glaube nur sehr wenige Kinder würden dazu nein sagen. Und was, wenn deine Kinder gar nicht miteinander klar kommen? Oder was, wenn eins deiner Kinder sehr introvertiert und Einzelgänger ist? Solche Kinder brauchen viel Ruhe und viel Freiraum und leiden unter Anwesenheit anderer.

Es gibt sogar wissenschaftliche Studien dazu, die belegen, dass Mädchen idr ab 10 und Jungs ab 12 ein eigenes Zimmer brauchen.

Wenn man im Vorfeld weiß, dass man seinen Kindern, vor allem, Teenagern nicht getrennte Zimmer ermöglichen kann und trotzdem ein 2. Kind bekommt, ohne zu bedenken, dass das Kind vielleicht introvertiert und ruhebedürftig werden könnte, ist es einfach nur egoistisch und verantwortungslos den Kindern gegenüber.

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Man merkt an deiner Fragestellung und deinen Gedankengängen, dass du keine Kinder hast und auch keine wirkliche Ahnung, welche Art Verantwortung Eltern wirklich für ihre Kinder haben bzw haben sollten.

Kinder, wenn man sie sich nicht leisten kann?...Kommt leider zu oft vor. Außer Leid, Geldsorgen und Depressionen

Alle, die dem Kind kein Auto, Bildung und eigene Wohnung finanzieren können. (unter der Voraussetzung natürlich, dass das Kind auch was dafür tun muss, nicht "einfach so")

Die Hauptverwantwortung- neben der Gesundheit und gesunde Entwicklung des Kindes sind vor allem eine Vorbildfunktion, Fördernd, unterstützend, ausgleichend und eine Art Freund zu sein. Reichtumg gehört definitiv nicht zwingend zu einer gesunden Entwicklung eines Kindes dazu- und auch keine eigene Wohnung, von den Eltern bezahltes KFZ und dergleichen. Da ist das 'Kind' längst erwachsen und sollte weitest gehend auf eigen Füssen stehen können- oder bestenfalls sitautionsbedingt Unterstützung der Eltern erhalten.

Du hast offensichtlich eine ganz falsche Auffassung zu dem, was Eltern sein sollten, bzw deren tatsächliche Verantwortung.

Auch wenn du nicht ganz Unrecht damit hast, wenn du sagst, dass Kinder durchaus viel Geld kosten und auf eine gewisse Art Geld ein nicht von der Hand zu weisender Aspekt ist.

Aha, Armut tut man seinen Kindern an. Ich sag dir mal was: meine Eltern haben Geld ohne Ende, habe materiell vieles bekommen wovon andere träumen. Liebe gab es aber nicht. Bin heute noch in Therapie und quäle mich durchs Leben. Ich hätte lieber total arme Eltern, die mir aber all ihre Liebe gegeben hätten.
Deutschland ist ein Wohlstandsland. Selbst mit Hartz 4 kann jedes Kind die Schule und Uni seiner Wahl besuchen und muss nichts extra dafür zahlen. Es braucht nur Eltern, die sich (trotz vermeintlicher Armut) engagieren und sich alles an (finanziellen) Hilfen holen.

Zusammengefasst: egal ob reich und arm, wichtig ist nur, wie du dich um dene Kinder kümmerst und sie durchs Leben begleitest. Ja, da gibt es Totalversager, aber die findest du in allen sozialen Schichten.

Alles muss im Ausreichenden Maße vorhanden sein. Du weißt nicht, wie es sich anfühlt, keine Möglichkeit zu haben etwas im Leben anzufangen, was man gerne tut. Sich keinen Stress zu machen, weil man weiß man würde was erben. Für die Reichen ist alles immer selbstverständlich, weil ihr einfach nicht wisst wie es ist 5-7 Tage die Woche auf Schicht jeden Tag 30 km zu laufen und mit dem Partner in einem Zimmer von 20m2 zu leben, weil man sich einfach nichts anderes leisten kann. Auf ein altes Auto angewiesen zu sein, was jeden Moment kaputt gehen könnte, wissend dass man sich keine Reparaturen leisten kann und ohne Auto den Job verlieren würde.

Mit 15-18 gar keine Freizeit zu haben, weil man gezwungen ist arbeiten zu gehen, um sich was leisten können.

Dieses finanzielle Risiko macht einen einfach kaputt.

Und Liebe habe ich auch nicht viel erfahren. Wurde geschlagen, einmal mit dem Ende vom Kabel, sodass ich einen riesen blauen Fleck hatte. Psychische Manipulation, Zusehen wie der Vater die Mutter schläg, wie der Vater die Katze schlägt, wie er dich ohne Grund psychische misshandelt war bei mir Alltag. Und trotzdem ist all das nicht so schlimm, wie das Finanzielle.

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verreisterNutzer Fragestellervor 5 Monaten
Alle, die dem Kind kein Auto, Bildung und eigene Wohnung finanzieren können. (unter der Voraussetzung natürlich, dass das Kind auch was dafür tun muss, nicht "einfach so")

Das sich Lebensverhältnisse im Leben auch ändern können ist dir bekannt? Meine Eltern bauten mit den Großeltern ein Haus. Sie waren noch nicht so alt und die Rente sollte noch ins Abbezahlen fließen. Mein Vater arbeitete auf dem Bau und verdiente den Löwenanteil und meine Mutter arbeitete auch. Also super Voraussetzungen für eine Familiengründung.

Als ich 2 Jahre alt war wurde das Haus fertig. Dann war meine Mutter schwanger. Mein Bruder wurde geboren. Er war behindert und da damals vor über 40 Jahren keine Integrationskitas vorhanden waren, außer vielleicht in einer Großstadt, musste meine Mutter daheim bleiben und sich ums Kind kümmern. Da fiel das erste Gehalt weg. Das war noch kein Problem. Schränkte man sich ein bissl ein. Dann wurde meine Oma krank, bekam Krebs. Starb dann innerhalb weniger Monate und mein Opa starb 3 Wochen später, wie das so oft passiert bei Alten Menschen die ein Leben lang zusammen waren. Sie haben alles zusammen gemacht und gehen auch zusammen.

Dann fiel mein Vater auf dem Bau vom Gerüst und wurde zum Pflegefall. Konnte nach Genesung auch nimmer in den Beruf zurück. Der ist 3 Meter in die Tiefe gefallen und hat sich dabei eine Stange durch die Schulter gerammt. Das dauerte Jahre bis das wieder soweit in Ordnung war das er wieder arbeiten konnte.

Das Haus wurde Zwangsversteigert, wir rutschten in die Armut und bis zu meiner Ausbildung lebten wir von Sozialhilfe. Dann bekam ich Bafög, dann war ich nach der Ausbildung 4 Jahre im Hartz 4 unterwegs und danach bekam ich erst eine Arbeitsstelle. Heute gehts mir besser als meinen Eltern damals.

Weißt du was anders ist? Ich könnte meinem Kind heute sowas leisten was du oben forderst, aber genau diese Vergangenheit ist verantwortlich dafür das ich keine Kinder bekommen werde. Denn wenn mir was passiert, so ziehe ich nur mich runter und nicht einen Rattenschwanz an Familie.

Aber das zeigt, das die beste Lebensplanung nicht ausreicht, wenn der Zufall dazwischen kommt. Planen kann man viel. Und auch wenn man die von dir geforderten Mittel hat, so kann doch immer was dazwischen kommen.