War es gar nicht Jesus, der ans Kreuz geschlagen wurde?

 - (Religion, Weihnachten, Islam)

Das Ergebnis basiert auf 30 Abstimmungen

Jesus ist für die Sünden der Menschen gekreuzigt worden! 36%
Keiner weiß was damals geschehen ist! 23%
Der Koran ist nicht das Wort Gottes! 16%
Ein anderer wurde gekreuzigt! 13%
Die Bibel ist die Wahrheit! 3%
Niemand wurde gekreuzigt! 3%
Judas wurde gekreuzigt! 3%

26 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ein anderer wurde gekreuzigt!

Nach meiner Quelle (nicht von dieser Welt) wurde nicht Jesus gekreuzigt, sondern ein anderer.

Jesus selbst zog mit Maria Magdalena gen Abruzzen und lebte dann unbekannt mit ihr und den acht Kindern dort als einfacher Bauer...seine Aufgabe hatte er erledigt...

Doch selbst das rechtfertigt den Koran nicht als das Wort Gottes!

Gruß Fantho

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"Doch selbst das rechtfertigt den Koran nicht als das Wort Gottes!" Das behaupte ich auch gar nicht!

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@joerosac

Ne, weiß ich. Aber ich wollte darauf hinweisen, dass ich auch eine andere Option hätte auswählen können ;-)

Gruß Fantho

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@Fantho

Herzlichen Dnak für die 'Auszeichnung' ;-)

Gruß Fantho

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Jesus ist für die Sünden der Menschen gekreuzigt worden!

"Er ist das Sühnopfer für unsere Sünden, aber nicht nur für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt" (1. Johannes 2,2).

Ein paar Gründe dafür, dass nicht nur die Kreuzigung sondern auch die Auferstehung Jesu stattgefunden hat:

Einige dieser Gründe möchte ich hier aufführen:

1. Jesus hat selber seinen Tod und seine Auferstehung vorausgesagt, und alles geschah genauso, wie er es gesagt hatte (vgl. Johannes 2,19-21; Johannes 10,17; Matthäus 16,21; Lukas 18,31-33).

2. Das Geschehnis ist von verschiedenen zuverlässigen Historikern dokumentiert worden.Verschiedene Historiker, die z. T. keine Christen waren, z.B. Josephus (ca. 37-110 AD), Ignatius (ca. 50-115 AD), Justin Martyr (ca. 100-165 AD) und Tertullian (ca. 160-220 AD) waren davon überzeugt, dass die Auferstehung tatsächlich geschehen ist. Ihre Schriften bestätigen die Aussagen der 4 Evangelien. Auch andere Historiker des 1. und 2. Jahrhunderts, darunter Tacitus, Sueton, Plinius und Lucian von Samosata, schrieben über den Einfluss, der die Auferstehung auf die Menschen ihrer Zeit hatte.

3. Das Grab war leer - die Auferstehung ist die einzige gute Erklärung dafür. Der große Stein vor dem Eingang zum Grab war von den Römern versiegelt worden, doch drei Tage nach der Kreuzigung war es leer. Die jüdischen Führer hätten sicher gerne die Auferstehung abgestritten, und hätten dies erfolgreich tun können, wenn sie einfach nur die Leiche hätten zeigen können - aber sie konnten keine Leiche zeigen, weil es keine gab. Die gern vertretene These des „Leichenraubs“ durch die Jünger ist wenig überzeugend, denn das Grab wurde von Soldaten bewacht. Auch die Theorie, die Wachen seien eingeschlafen, ist absurd, wenn man das damalige römische Militärwesen kennt: So weist der Historiker George Currie darauf hin, dass auf das Verlassen des Postens oder Einschlafen während der Wache die Todesstrafe stand.

4. Mehrere Menschen waren Augenzeugen der Auferstehung. Nach seiner Auferstehung erschien Jesus mindestens zehnmal den Menschen. Paulus verweist zum Beispiel auf mehr als 500 Personen, denen der auferstandene Christus leibhaftig erschienen ist (1. Kor 15). Stichhaltig zeigt sich dieses Argument vor allem deshalb, weil die meisten dieser Augenzeugen zu diesem Zeitpunkt (ca. 55 n. Chr.) noch lebten und über die Ereignisse hätten befragt werden können. Diese Erscheinungen waren keine Halluzinationen, denn Jesus hat bei diesen Gelegenheiten mit seinen Nachfolgern gesprochen und gegessen, und sie haben seinen Körper berührt.

5. Auferstehung als Erklärung für den Anfang der christlichen Gemeinde. Nach Jesu Tod waren die Jünger eine völlig mutlose und verängstigte Gruppe von Männern und Frauen, denn als Anhänger des „Staatsfeindes“ Jesus mussten sie selbst mit dem Tod rechnen. Erst als der Auferstandene ihnen begegnete, wurden aus verängstigten Menschen mutige Zeugen. Sie verbreiteten die Botschaft vom Sterben und Auferstehen Christi, erst in Jerusalem und später in der ganzen Welt. Viele von ihnen wurden verfolgt und bezahlten ihren Glauben mit ihrem Leben – wer würde so etwas für eine selbst erfundene Geschichte tun?     

6. Die herausfordernde Botschaft. Die Jünger selbst glaubten zunächst nicht an die Auferstehung, denn sie teilten das Denken des damaligen Judentums: Die Auferstehungshoffnung der Pharisäer beschränkte sich auf „die Auferstehung der Gerechten“ am jüngsten Tag, nicht aber auf eine leibliche Auferstehung im Hier und Jetzt; die Sadduzäer leugneten die Möglichkeit der Aufstehung sogar völlig. Die Auferstehungslehre zu vertreten war also nicht nur „lächerlich“, sondern auch gefährlich – es sei denn, sie war tatsächlich passiert.     

7. Durch die Geschichte hindurch und bis zum heutigen Tage, glaubten die meisten Wissenschaftler, die sich mit den Umständen der Auferstehung auseinander-gesetzt haben, dass Jesus wirklich lebt. Der verstorbene Simon Greenleaf war ein Experte in Fragen über Rechtsgrundlagen. Nachdem er sich mit den Beweisen für die Auferstehung auseinandergesetzt hatte, kam er zu dem den Schluss: „Also war es unmöglich, dass sie, was sie geschrieben hatten, fortdauernd hätten bestätigen können, wenn Jesus nicht auferstanden wäre, und wenn sie diese Tatsache nicht mit absoluter Sicherheit gewusst hätten.“ Greenleaf, ein Jude, begann dann an Jesus Christus als Messias zu glauben. Nach einer juristischen Überprüfung kam Lord Darling, der ehemalige oberste Richter von England, zu dem Ergebnis: „In ihrer Eigenschaft als lebendige Wahrheit ist die Auferstehung solch ein überwältigender Beweis, durch Tatsachen und Indizien, dass es jeder intelligenten Jury der Welt gelänge, das Urteil zu fällen: Die Auferstehungsgeschichte ist wahr.“ George Eldon Ladd schrieb in seinem Buch: „Die einzige vernünftige Erklärung für diese historischen Tatsachen lautet, dass Gott Jesus leibhaftig auferweckt hat.“

Natürlich könnte es die Frage aufwerfen: Ist Jesus gar nicht gekreuzigt worden? Und: Vielleicht gab es Jesus in Wirklichkeit gar nicht? Genauso, wie heute gesagt wird, Jesus sei nichts Besonderes gewesen. So wie er habe es viele gegeben, die behaupteten, sie seien der Messias und die zur Umkehr aufriefen. Aber die Frage muss ja erlaubt sein: Warum wird nur über ihn in den Geschichtsbüchern berichtet? 

Eu-angelion – Evangelium nannten es seine Anhänger: Eine gute Nachricht, eine frohe Botschaft. Als Jesus in Jerusalem eintraf, geriet die gesamte Stadt in Erregung. Warum wurde er dann zwei Tage später umgebracht? Und könnte das was er gesagt hat, heute - vielleicht auch die Welt verändern? - oder sogar das Zusammenleben der Menschen und Völker entscheidend verbessern? Gibt es nicht doch eine revolutionäre, ewig junge und neue Idee für ein besseres, friedliches, gerechteres Zusammenleben der Menschen und einen zündenden Funken der Hoffnung, in einer Welt voll von Krieg, Unterdrückung und globaler Armut, zumindest für diejenigen, für die Resignation und Nihilismus keine Alternative sind? Jesus sei kein politischer und sozialer Revolutionär gewesen. Erst recht könne man seine sozialkritischen Äußerungen nicht auf die heutige Zeit von Internet und Globalisierung übertragen. Doch lässt sich seine Botschaft auf die Theologie reduzieren? Würde Jesus zu den heutigen Problemen auch sagen: Das Boot ist voll, Arbeitslose sind Faulenzer, das Recht den Stärkeren?

Die Römer übten damals in Palästina eine Schreckensherrschaft aus. Aufstände waren seit Jahrzehnten an der Tagesordnung und der jüdische Geschichtsschreiber Flavius berichtet von ständigen Massenkreuzigungen jüdischer Widerstandskämpfer, deren Anführer jeweils für sich in Anspruch nahmen, der Messias zu sein, der aus dem Königshaus David stammen musste und Israel von der Fremdherrschaft befreien sollte. Das ganze Volk der Juden wartete damals auf den Messias. Die wichtigsten Parteien waren aber die Pharisäer und die Sadduzäer, die das geistige und politische Leben bestimmten und beherrschten. Zu den Sadduzäern gehörten die Hohen Priester und die einflussreichen adeligen Familien.

Als der Hellenismus im 3. Jahrhundert v. Chr. mit seiner Kunst, Literatur und seinem Körperkult auch im jüdischen Volk Einfluss gewann, schlossen sich die "Frommen" zu einer eigenen Partei zusammen, die die reine Lehre, das Gesetz und die Tradition, gegen den griechischen Sittenverfall schützen wollten. Sie nannten sich Pharisäer, "die Abgesonderten". Sie waren was das Strafrecht betraf, menschenfreundlicher als die Sadduzäer, aber in der Theologie religiöse Fundamentalisten, Skrupulanten und Rigoristen. Ihre Losung war die strengste Befolgung des Gesetzes und ihr äußerliches Merkmal der völlige Abschluss von allem nichtjüdischen, allem griechischen Wesen, aller Unreinheit, aller Berührung mit den Heiden, Zöllnern, Sündern und Gesetzlosen. Ihre Aufgabe war, das Gesetz, die Tora, zu erklären. Sie war aber hebräisch geschrieben und das Volk sprach und verstand nur Aramäisch, ein mit dem Hebräischen verwandter Dialekt. So bildete sich ein neuer Stand heraus: der Stand der Schriftgelehrten und Gesetzeslehrer. Sie mussten erst ein mehrjähriges Studium absolvieren, das sich hauptsächlich um drei Punkte drehte:

die Sabbathruhe

den Zehnten

und die gesetzliche Reinheit. 

Die Worte der Pharisäer besaßen absolute Autorität. Sie waren aber auch bereit, mit Andersdenkenden zu diskutieren. So gab es auch viele Streitpunkte mit Jesus. Als Jesus die Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen oder nach anderen Übersetzungen verwundert und sie gerieten außer sich. Daraufhin suchten sie eine Gelegenheit, ihn umzubringen. Denn sie fürchteten ihn, weil die ganze Menge außer sich geriet, wegen seiner Lehre (Markus 11.18). Den Vorsatz, einen anderen zu töten, fasst man in der Regel nicht, wenn die Leute nur betroffen oder verwundert sind. Schon sehr früh wollten sie ihn töten. Während einer Prozession goss der Hohe Priester mit erhobener Hand das Wasser auf den Altar, das er bei Sonnenaufgang aus dem Teich Schiloach geschöpft hatte. Plötzlich tauchte Jesus auf, stellte sich hin und rief in die Versammlung hinein: "Wenn ihr Durst habt, dann müsst ihr zu mir kommen." Er meinte natürlich den Durst nach Wahrheit. Aber die Hohen Priester empfanden dieses Dazwischenreden offenbar als eine grobe Störung der Liturgie und gaben der Tempelpolizei noch einmal den Befehl, ihn zu verhaften. Nach einiger Zeit kam die Polizei zurück, allerdings ohne Jesus. Auf die Frage, "Warum habt ihr ihn denn nicht hergebracht?", antworteten die Polizisten: "Wir haben ihn gehört. Noch nie hat ein Mensch so gesprochen. Wir haben es nicht gewagt ihn anzufassen." (Johannes 7.37-48) Einige Pharisäer und Schriftgelehrten gingen unter wüsten Beschimpfungen der Leute und der Polizei auseinander. Also auch hier wieder: die Erregung, die Erschütterung über seine Worte. Noch nie hat einer so eine Rede gehalten.

Was Jesus den Leuten in Wirklichkeit gesagt und gelehrt hat war nämlich: "Denket um und denkt anders." Jesus rief dazu auf anders zu denken, als zu damaliger Zeit, gedacht worden ist. Seine Botschaft hat es wirklich in sich, bis heute.

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