Veganes Hundefutter

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13 Antworten

Der Hund ist ein Allesfresser und isst oft von sich aus gerne rohes Obst und Gemüse, Reis, Nudeln, Getreide usw.. Die Vorstellung, dass ein Hund oder eine Katze nur rohes Obst und Gemüse zu essen bekommen würden, ist genauso falsch, wie wenn gedacht wird, dass ein Veganer nur Gemüse und Obst esse.

Zum Verständnis einer veganen Katzen- und Hundeernährung sollte aber erläutert werden, dass es speziell von Veterinären entwickelte vegane Hunde- und Katzenfutter in nass und trocken gibt, die alle Nährstoffe enthalten, die ein Hund oder eine Katze benötigen, z.B. das lebensnotwendige Taurin bei Katzen. Diese Futter sind z.B. Amicat, Amidog, Benevo usw., bitte nachgoogeln und sich die Nährstoffe anschauen. Die Tiere sind mit dieser Nahrung mit allem versorgt, was sie benötigen und vielen Erfahrungsberichten sogar viel gesünder als vorher: http://www.provegan.info/de/vegan-ernaehrte-haustiere/

Für einen Hund ist es natürlich einen Jagdtrieb zu haben, deshalb gibt man beim Spaziergehen im Wald mit dem Hund diesem Trieb aber nicht immer nach und behält ihn lieber an der Leine. Genauso, wie es für eine Katze natürlich ist, einen Vogel oder eine Maus zu fangen, und dennoch hängen viele Deutsche ihren Katzen Glöckchen um den Hals, damit unterbunden wird, dass die Katze einen Singvogel fangen könnte. Warum wird da die Natur der Katze oder des Hundes gebremst? Vielleicht, weil es bei der vielen Anzahl der Katzen und Hunde, die wir halten und ihrem ungebremsten Trieb zu einer erheblichen Dezimierung der anderen "frei" lebenden Tiere kommen könnte. Wir halten sie und wir müssen ihnen ab und an Grenzen setzen z.B. mit einem Glöckchen oder einer Leine. Das ist dennoch gegen die Natur der Tiere. Die Natur der Tiere wäre es, wenn sie sich ihre Beute selber fangen können.

Die natürliche Nahrung einer Katze (Fleischfresser) dürfte sich zusammensetzen aus Mäusen, Vögeln, Kanninchen, Maulwürfe, Insekten, Gras ect. Was kriegt eine Katze heute zum Essen? Dosenfutter, das Schlachtabfälle von Kühen, Kälbern, Schweinen, Hühnern, Fischen enthält, also von Tieren, die die Katze garnicht erst fangen kann, vor allem keine Kühe oder Schweine. Zudem enthält das Dosenfutter künstlich zugesetzte Vitamine, Lockmittel und Farbstoffe. Das konventionelle Trockenfutter enthält etwa 4% Tierisches, der Rest ist pflanlicher Herkunft mit zugesetzten Vitaminen. Es ist gegen die Natur des Hundes oder der Katze Futter aus der Dose zu bekommen. Wer seine Tiere mit Dosenfleisch füttert handelt unnatürlich dem Tier gegenüber.

Was enthält nun veganes DosenFutter? Alles, was das Tier chemisch gesehen zum Leben benötigt. Das bedeutet, dass das Fleisch durch Pflanzliches ersetzt ist, der Rest ist gleich, wie beim Fleischdosenfutter: die Vitamine sind künstlich zugesetzt. Auch das Taurin, Vitamin D3 usw. wird dem Fleischfutter zugesetzt, beim veganen Futter ist es Dasselbe. Vegane Futtersorten enthalten zudem keine Lockstoffe, Konservierungsstoffe und Farbstoffe und gehören daher eher in die Biodosenfutterabteilung, weil das oft von solchen Inhaltsstoffen frei ist. Zudem enthalten vegane Trockenfuttersorten z.B. Bierhefe, die für ein schönes Fell sorgt und die viele konventionelle Katzenbesitzer ihren Tieren extra als Tabletten kaufen. Auch enthalten einige vegane Futtersorten Pflanzen, die den Amoniakgeruch des Urins binden, die Ausscheidungen des Tieres riechen angenehmer.

Wenn wir selber in einer unnatürlichen Welt leben mit fließendem Wasser, mit Strom, mit Unmengen an tierischen Lebensmitteln und mit so vielen gezüchteten Haustieren, dass es nicht möglich wäre, wenn sie alle frei leben würden (ohne dass sie dabei an Wildfuttermangel oder Erkrankungen sterben würden) und wenn wir die Tiere (viele von uns) aus der Dose füttern, so ist es nicht unlogisch ein Tier mit veganem Trocken- und Feuchtfutter zu ernähren oder mit selbsgemixtem Futter (mit gekauften Zusätzen).

Barfen ist zwar besser als jegliches Dosenfutter, nur was gibt man da den Tieren? Man gibt ihnen Tiere, die sie in freier Natur nicht fangen könnten. Hierbei wird allerdings bei der Hundeernährung vergessen, dass Hunde auch gerne pflanzliche Dinge essen und nicht nur Fleisch benötigen. Bekommt aber ein Hund oder eine Katze alle notwendigen Stoffe, die er braucht, so ist es unerheblich aus welcher Quelle diese Stammen, unerheblich für das Leben des Haustieres. Aber erheblich für den Besitzer des Tieres und für zahlreiche Nutztiere, denn schließlich ist die Haustierfutterindustrie eine gigantische Industrie.

Und wenn man nun Erfahrungsberichte von Katzen und Hunden hat, welche über Jahre vegan ernährt werden, welche kerngesund sind, ihre alten Krankheiten ua losgeworden sind, schöneres Fell erhalten haben, ihre Ausscheidungen angenehmer riechen, so ist es berechtigt ein Tier vegan zu ernähren. Die vegane Dosen- und Trockenfutterernährung ist der konventionellen Fleischdosen- und Trockenernhärung sehr ähnlich.

Hallo Murrmurr,

ich stimme allen Ihren Beiträgen zur veganen Ernährung bei. Bei der Ernährung für Katzen bitte ich Sie Ihren Standpunkt aber nochmal zu überdenken. Ich selber habe 2 Katzen, die ich aber schon hatte bevor ich selber entschlossen habe, mich Vegan zur ernähren. Natürlich kommt dann auch der Punkt an den man sich überlegt seine Haustiere Vegan zu füttern. Aus Ihren Erzählungen stelle ich fest das Sie keine Haustiere besitzen zumindestens keinen Hund und keine Katzen. Ich kann aber davon abraten Katzen vegan zu ernähren. Denn wie sie schon gesagt haben sind Katzen Fleischfresser. Daran gibt es nichts zu rütteln. Es gibt auch keine Langzeitstudien die belegen das eine vegane Ernährung für Katzen unbedenklich ist. Fakt ist das einige Planzensorten für Katzen hochgradig giftig sind. Und keine Katze dieser Welt würde freiwillig Pflanzennahrung zu sich nehmen. Grundsätzlich sollte man sich fragen ob es vegan ist, überhaupt eine Katze zu halten, aber wenn man es tut sollte die oberste Priorität lauten. Artgerecht! Und dies schliesst eine Ernährung durch Fleisch ein. Denn eine Kuh würden Sie auch nicht mit Fleisch füttern! Ebensowenig ein Löwen mit Getreide. Und Ihre Aussage das in veganen Katzenfutter keine Zusatzstoffe drinnen sind ist leider auch falsch, denn das Futter wird mit Dufstoffen, reichlich Vitaminen und anderen Zeugs versetzt, ansonsten würde Sie es garnicht fressen und erst recht nicht verdauen können. Derjenige der seine Katze vegan ernährt, führt meines erachtens Tierversuche durch und ist mit meiner Ethik nicht vereinbar.

Danke fürs Lesen.

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In vielen Ansaetzen richtig, aber die Schlussfogerung ist nicht fundiert. Fertigfutter, ob das normale oder das Vegane enthalten eben nicht die natuerlichen Stoffe, sondern kuenstliche.

Das ist das gleiche wie mit vielen Nahrungsergaenzungen, sie sind voellig nutzlos, weil sie der Koerper nicht aufschliessen kann, oft sind sie auch nicht in der richtigen Zusammensetzung.

Das ist wie mit dem Vitaminwahn. Viel hilft nicht viel, und das meiste Kuenstliche hilft nur dem Hersteller.

Ich habe noch von niemanden Bluttestvergleiche gesehen, sondern nur Geschwaetz, wie gut Vegan fuer Hund und Katze sei. naechsten geht Ihr nach Afrika und lasst die Loewen und anderen Raubkatzen Beeren und Gemuese jagen?

Gehts noch? Der Fehler ist, das viele meinen wir seien schlauer als die Natur, wir koennten alles besser als die Natur.

Die extreme sind die Massentierzucht, da viele Menschen glauben sie brauchten Fleisch, was nachgewiesener Masse nicht der Fall ist.

Das andere Extrem sind leider die extremen Veganer die meinen man koenne auch alle Tier mit Ersatznahrung gesund ernaehren.

Riesen Quatsch, nur die Natur kann es richtig . . deshalb kaufe ich auch als Veganer nicht die veganen Fleisch-Ersatprodukte.

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@windhund2014

Doof ist nur das nachgewiesener Weise der Mensch Fleisch und Tierprodukte eben DOCH braucht. Und interessant ist auch das du als veganer davon redest das Nahrungsergänzungsstoffe völlig nutzlos sind. Wenn du als veganer keine zu dir nimmst, kann ich dir versprechen ein kürzeres Leben als die "normal" lebenden Menschen zu haben 

Ist echt nur meine Meinung, bitte nimm sie nicht zu böse :)

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Ich finde das absoluten Blödsinn . Hunde stammen vom Wolf ab und sollten überwiegend mit Fleisch ernährt werden . Die gesundheitlichen Probleme die durch eine falsche Fütterung entstehen werden nicht lange auf sich warten lassen .

Wenn man sie durchdacht vegan ernährt, ist das durchaus möglich. Es gibt unter anderem Tierheime, die damit positive Erfahrungen gemacht haben. Ich bin mir da nicht so sicher, ob cih das gutheissen sollte, aber die Gesundheit beeinträchtigt es anscheinend nicht, wenns richtig gemacht wird. Natürlich ist aber etwas anderes.

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ich barfe meine hunde und halte das fuer gesundes hundefutter... ich kaufe mien tierfutter sowie meine eigenes fleisch beim biobauernhof. klar bekommen meine hunde auch schlachtabfaelle -aber eben nicht von der massenzucht sondern vom biohof.

meine hunde bekommen dazu noch ca 1/3 vegetarische nahrung das heisst gemuese und obst.

also von rein veganer nahrung fuer hunde halte ich gar nix. ich halte es nicht fuer artgerecht.

leider ist das dosenfutter und treockenfutter der meisten futtermittelhersteller "fast vegan", es entahelt oft nur 4% tierisches eiweiss, dann getreide, aromen und farbstoffe -solcehs futter sit auf dauer nicht gesund fuer hunde!

Sehe ich genause, wir barfen unsere beiden Hunde ebenfalls, zum einen weil mein "kleiner" (argentinische Dogge, eineinhalb) ne Allergie auf Gluten und vermutlich auch Getreide hat, da interessiert es mich nicht alle möglichen TroFu Futtersorten von dem und dem durchzuprobieren wenn man ganz einfach barfen kann...

Also ich halte es ebenfalls für die Beste Hundeernährung, vorausgesetzt man schaut wo alles herkommt 👍🏼

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Es verhindert eben, dass man mit dem Hundefutter die Massentierhaltung unterstützt, deshalb ist es ethisch durchaus ein verbreiteter Gedanke.

Ich halte davon allerdings nichts. Für die schrecklichen Zustände ist der Mensch und sein Konsum verantwortlich, dafür dürfen nicht die Tiere bestraft werden. Hunde brauchen Fleisch in ihrer Ernährung und deshalb würde ich es ihnen nie vorenthalten. Es gibt hochwertige Futter, die keine Abfälle verarbeiten, z.B. Macs Dogs. Macs garantiert außerdem dafür, dass nur Schlachttiere aus Deutschland "enthalten" sind - also keine Tiertransporte unterstützt werden. Für die Tiere ist das zwar nur ein schwacher Trost, aber ganz ohne Fleisch kann man meiner Meinung nach einen Hund nicht artgerecht ernähren. Würden die Menschen sich mit ihrem Konsum zurücknehmen bzw. ganz damit aufhören, könnten auch die Tiere fürs Hundefutter vernünftig gehalten werden.

Wer ansonsten Angst vor Schadstoffen hat, kann auch selbst kochen und dafür Biofleisch verwenden. Das ist die beste Alternative, aber leider auch sehr teuer.

Wir haben mit der Ernährung unserer beiden Hunde mit dem von PETA empfohlenen Yarrah Dogfood die besten Erfahrungen gemacht. Es ist BIO, und ganz sicher, zumindest hier auf Gran Canaria, wo es mit dem Schiff aus Europa kommt, sehr teuer, aber unser alter, sehr krank aus dem Tierheim geholter Pudel ist nach der Umstellung auf dieses vegane Futter pumperlgesund geworden, und auch unsere inzwischen 7 Jahre alte, 39Kg schwere Hündin strotzt bei (trotz??? :-) ) dieser Ernährung, mit der wir sie seit ihrem 4. Monat füttern, vor Gesundheit. Angenehme Nebenwirkung ist, daß die Hunde nicht riechen, und auch ihre Exkremente unterscheiden sich geruchlich sehr angenehm von dem der "normal" gefütterten Hunde.

Das in konventionell hergestelltem Hundefutter verwendete Material halte ich für extrem gesundheitsschädigend, da dort wirklich nur mit Hormonen und Antibiotika angereicherter Abfall aus Schlachtungen der in Massentierhaltungen gequälten Tiere verarbeitet wird. Das zeigt sich auch darin, daß Hunde in der Zwischenzeit an allen zivilisatorischen Krankheiten leiden, wie Menschen!!! Nachdem die bei Menschen gehaltenen Hunde generell nicht artgerecht leben, kann ich es mit meinen ethischen Prinzipien sehr gut vereinbaren, daß sie vegan gefüttert werden.

DH, eine der wenigen guten und richtigen Antworten hier... :)

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