Unterschied zwischen Border Collie und Australien Shepherd?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
und wollte die Vor- und Nachteile eines solchen Hundes wissen.

Hier muss man sich immer die Frage stellen: Vorteile für wen oder was? Wenn deine Freundin Schäferin ist, bringt der Border Collie eher Vorteile mit sich.

Wenn sie Vollzeit arbeiten geht und nicht gewillt ist, den Hund währenddessen betreuen zu lassen, ist sie als Halterin beiden Rassen zum Nachteil.

Der Border Collie ist ein hochspezialisiertes Arbeitstier und somit auch kein Hund für nebenher. Beim Australian Shepherd gibt es die Showline, aber auch diese Hunde wollen in besonderem Maße gefordert werden. Wenn dafür nicht genug Zeit oder Lust vorhanden ist, sollte man von der Anschaffung absehen.

Hütehunde neigen tendenziell häufiger als andere Rassen zu Hyperaktivität, verminderter Impulskontrolle, Nervosität und Geräuschempfindlichkeit. Dem kann man teilweise durch gute Aufzucht entgegenwirken, allerdings sind solche Eigenschaften auch genetisch veranlagt.

Im Grunde kann man sagen: Der Border Collie ist im Vergleich zum Aussie wie ein Malinois im Vergleich zum dt. Schäferhund - extremer, gehört nicht in Anfängerhände.

Hallo
beides sind Hütehunde, mit ähnlichen Aufgaben. Allerdings dürfte man gerade bei den Arbeitslinien in den Feinheiten deutliche Unterschiede feststellen
Der Border sollte in unübersichtlichen Gelände an den Schafen arbeiten. Dafür braucht er eine hohe Kooperationsbereitschaft und den Willen immer die gleichen Arbeitsabläufe mit hoher Konzentration abzuarbeiten
Das erforderte eine hohe Spezialisierung und eine hohe Frustrationstoleranz. Beim Border kann man häufig hüten von alles und jedem beobachten, extreme Reaktion auf Bewegungsreize und fanatischen Arbeitseifer, der in hoch Stress ausartet (Balljunkie, kläffende Agilitymonster,...)
Der Aussi ist in seinem Einsatzbereich breiter aufgestellt, er ist auch für die Arbeit an Rindern genutzt worden und für das bewachen des Hofes. Er ist eigenständiger im Denken, mit einer niedrigeren Frustrationstoleranz ausgestattet und hat einen nicht zu unzerschätzenden schutztrieb.
Man muss dazu sagen, dass man hier nur wenige Hunde finden wird die auf Leistung und nicht auf Optik gezüchtet werden, die Grenzen zwischen den beiden Rasen werden also verwischen. Und wie auch aus den Labbis infantile, undistanzierte Fellklöbse geworden sind und man die Steadiness und den absoluten Arbeitswillen vergebens sucht, sind Border und Aussieht häufig nur noch Fellbüschel in Sonderlackierung, die zwar irgendwie das hüten noch im Blut haben, aber all die anderen Eigenschaften die sie dafür brauchen nicht mehr.

Wenn ich mich für eine Arbeitsrasse entscheide würde ich auch einen Hund haben wollen von Eltern mit Prüfungen eben aus diesem Bereich. Dann gilt aber für Hütehunde aus der Arbeitslinien: No sheeps -no Border

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Wie bei Collies tritt beim Australian Shepherd der MDR1-Defekt auf, der eine Überempfindlichkeit gegenüber mehreren Arzneistoffen hervorruft. 6,9 % der untersuchten Hunde sind reinerbig für den Defekt; daraus ergibt sich eine Trägerfrequenz von 38,7 %.

Ebenfalls vorhanden sind Epilepsie, Katarakt, Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie (HD/ED), Autoimmunkrankheiten, Gebissfehler, Allergien, Schilddrüsen- und Herzprobleme [4]. Diese Krankheiten nahmen in den letzten Jahren vermehrt zu, was sicherlich auch an dem Boom in der Zucht und der damit teilweise wilden Vermehrung dieser Rasse lag.

Hund aus Merle-Merle-Verpaarung. Ein sehbehindertes und ein blindes Auge. Der Hund ist beidseitig taub.

Eine von vielen Formen des erblichen Kataraktes wird beim Australian Shepherd autosomal dominant vererbt.[5] Ursache ist ein Defekt im HSF4-Gen.[6][7] Es gibt einen Gentest zum Nachweis.

Bei Merle x Merle-Verpaarungen kann es zu schweren Defekten wie Blindheit oder Taubheit kommen. Solche Paarungen sind darum in der Schweiz und Deutschland durch die Gesetzgebung verboten. In Deutschland werden sie als Qualzucht bezeichnet.

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@Crasycat44

Was haben Rassespezifischen Krankheiten mit der Frage zutun? Und wenn man schon kopiert sollte man auch den Link dazu Posten.

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was soll mir das jetzt sagen?

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Ok, das ist eindeutig zu schwer für meine Freundin... welchen Hund könntet ihr ihr denn vorschlagen? Sie will, dass der Hund langes Fell hat, ausdauernd ist, etwas längere Zeit (3-5 std) zuhause allein sein kann, Tricks schnell lernen kann und gut erziehbar ist.

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Mit solchen Vorstellungen ist sie leider noch nicht bereit für einen Hund, egal welcher Rasse.

Denn erstens sucht man sich den Hund nicht nach dem Äußeren aus (übrigens haben weder Border noch Aussie langes Fell) und zweitens ist "allein bleiben können" keine angeborene Eigenschaft.

Das muss JEDEM Hund erst mühsam über Wochen und Monate hinweg beigebracht werden.

Für mich hört sich das sehr nach "der Hund soll perfekt sein - unkompliziert, brav und möglichst wenig Arbeit machen" an.

Rate deiner Freundin, sich erstmal ausführlich mit dem Thema Hund zu beschäftigen. Welche Rasse infrage kommt, erübrigt sich dann schon von ganz allein.

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