Sprecht ihr einen Dialekt?


04.04.2020, 20:57

Und werdet ihr euren Kindern auch euren Dialekt lehren, oder spricht ihr von Anfang an nur Hochdeutsch mit ihnen?

Das Ergebnis basiert auf 33 Abstimmungen

Ja 76%
Nein 24%

28 Antworten

Ja

Ich kann bairisch und habe auch schon vor anderen Leuten im Dialekt gesungen. Kinder denen ich Dialekt beibringen könnte habe ich keine. in meiner Jugend war das Thema Dialekt noch weit weg. Da habe ich noch keinen Dialekt gesprochen. Die Liebe zum Dialekt kam erst später. Ich finde das man die Dialekte erhalten sollte. Es wäre aus meiner Sicht schade wenn die Dialekte aussterben würden.

Ja

Ich bin Sachse und spreche kein sächsisch. Aufgewachsen bin ich im sächsischen Vogtland. Daher ist mein Dialekt Vogtländisch das auch an den bayrischen Dialekt angelehnt ist. Da ich seit Jahren in Dresden lebe und mich da niemand in meinem Dialekt verstehen würde, versuche ich immer ein verständliches Hochdeutsch zu sprechen. Mit meiner Frau, Verwandten oder ehemaligen Arbeitskollegen aus dem Vogtland spreche ich schon noch Vogtländisch. Aber meine Kollegen sagen, dass mein Vogtländisch nicht mehr das von früher ist. Es mischen sich immer mehr hochdeutsche Ausdrücke darunter. Doch nach etwa 15 Jahren Dresden wahrscheinlich normal. LG Lazarius

Ja

Ursprünglich komme ich aus einer Gegend südlich von Trier. Aber ich wohne nicht mehr dort. Dort spricht man eine Variante des Moselfränkischen (dem Luxemburgischen nicht ganz unähnlich, aber nicht identisch damit).

Meine Oma sprach Dialekt - ich spreche heute aber zumeist anders, da ich heute weiter im Süden wohne (und meine Frau ist auch nicht aus dem Moselraum).

"Dat is de stramme Max, den is scho rack, wenn de Milchlaster vor der Dür hält."

https://www.youtube.com/watch?v=Wgk6-R7n5gA

Unser Kreis (wo ich aufgewachsen bin) grenzt an Luxemburg und an Frankreich an, und bei uns war es nicht Englisch, sondern Französisch (und auch ein wenig Luxemburgisch), was wir als Kinder lernten als 1.Fremdsprache.

Viele Leute aus der Gegend arbeiten auch in Luxemburg.

Kinder haben wir nicht. Aber ich bin ein Fan der Dialekte und setze mich für deren Erhaltung ein. Humor funktioniert am besten im Dialekt.

Ja

Ja, ich spreche in der Familie und mit Freunden bairischen Dialekt.

Ich finde, dass Dialekte eine Bereicherung sind und es schade wäre, wenn sie verschwänden.

Je nach Situation sollte man zwischen Dialekt und Standardsprache umschalten können.

Ich finde es seltsam, wenn Bayern, die selber Dialekt sprechen, mit ihren Kindern Hochdeutsch sprechen. Durch die Medien und durch die Schule lernen die Kinder die Standardsprache sowieso. Auch viel lesen hilft.

Ja

Ich spreche moderates Wienerisch und das sehr gerne. Mit den Kindern spreche ich hauptsächlich Hochdeutsch. Einige Ausdrücke können und verstehen sie aber trotzdem.

Mit dem Papa sprechen sie südamerikanisches Spanisch. Ich spreche eher spanisches Spanisch mit nordischem Einschlag. Mein langjähriger Lehrer war aus Santander, an der Atlantikküste im Norden des Landes.

Da wir normalerweise etwa sechs Monate pro Jahr in Paris leben, sprechen wir alle unüberhörbar Pariser Französisch.

Englisch bevorzugen wir alle schönes British English, keinen amerikanischen Slang.

Mein Mann beherrscht außerdem noch Italienisch mit römischem Akzent.

Meinem Griechisch hört man an, dass ich eine Zeitlang auf einer südgriechischen Dodekanes-Insel gelebt, gearbeitet und gelernt habe, weshalb mich mein Griechisch-professor an der Universität Wien immer "Insulanerin" genannt hat.😉

Frage beantwortet?

Woher ich das weiß:Hobby – Sprachen: D, E, Fra, Sp, Gr

Wenn "Pariser Französisch" ein Dialekt ist, bin ich dialektophon!! Hätt' ich nie gedacht! Danke für die Bereicherung meiner Sprachkompetenz!! 😉 😄

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@achwiegutdass

Es ist genauso ein Dialekt, wie Wienerisch, Kölsch, etc. Jedenfalls hört man in anderen Teilen Frankreichs ziemlich schnell, woher man kommt. 😂

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@Tanzistleben

Da wäre ich für ausführliche Belege wirklich dankbar, denn wenn es so ist, wie du es beschreibst ("genauso ein Dialekt, wie Wienerisch, Kölsch, etc"), habe ich (Muttersprache Französisch) überhaupt keine Chance, das zu verstehen, und eine solche Erfahrung habe ich noch nie germacht.

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@achwiegutdass

Das ist spannend! Von wo kommst du, wenn ich fragen darf? Findest du wirklich, dass es innerhalb dieses schönen, großen Landes keine sprachlichen oder besser gesagt klanglichen Unterschiede gibt? Dass das Französisch, das in den Alpen gesprochen wird, genauso klingt, wie das, was man an der Côte d'azur oder an der Atlantikküste spricht? Das glaube ich einfach nicht, dass du, noch dazu als Muttersprachler, diese Unterschiede nicht kennst und hörst!

Aber wie auch immer, einen interessanten Artikel über die verschiedenen Dialekte, Patois, etc., findest du hier:

https://www.cia-france.de/blog/kultur-franzosisch-traditionen/franzosische-dialekte/

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@Tanzistleben

Habe ich denn so was behauptet? Lerne mich bitte lesen. Ich habe sogar eigens zitiert, was mir an deinen Äusserungen "seltsam" vorkommt, nämlich die Idee, dass man "Pariser Französisch" glatt mit einem Dialekt identifizieren könnte, vergleichbar mit "Wienerisch" und "Kölsch".

Darum ging es, nicht um die Selbstverständlichkeiten, die ich, was Frankreich angeht, bestimmt wenigstens so gut kenne als du.

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@achwiegutdass

Tut mir leid, dann weiß ich nicht, was du eigentlich willst. Paris hat genauso eine eigene Sprachfärbung, wie jede andere Großstadt auch. Dass in Großstädten häufiger eine reine Hochsprache gepflegt wird, als in ländlichen Gebieten, muss man ja hoffentlich nicht erst diskutieren.

Wenn du dich in irgendeiner Weise persönlich angegriffen fühlst, ist das nicht mein, sondern dein Problem.

Schade, ich habe deine Antworten und Kommentare bisher immer sehr geschätzt, ja bewundert. Warum du bei diesem an sich völlig harmlosen Thema unbedingt um des Kaisers Bart herumstreiten willst, erschließt sich mir nicht. Es ist doch nicht schlimm, an seiner Sprachfärbung einem bestimmten Gebiet zugeordnet zu werden. Wenn es das für dich aus irgendeinem Grund doch ist, musst du das entweder erklären oder es unterlassen, durch kryptische Gegenfragen etwas zu behaupten, was Nicht-Muttersprachlern wahrscheinlich verborgen bleibt.

Ich werde in diesem Thread nicht mehr antworten, da wir entweder völlig aneinander vorbeireden oder ganz konträrer Ansichten sind.

Damit wünsche ich dir einen schönen Tag und trotz des Corona-Virus viel Sonne im Herzen.

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@Tanzistleben

"Sprachfärbung" ist nicht "Dialekt", das und nichts anderes habe ich von Anfang an gesagt, humorvoll genug, und das hättest du auch einfach zugeben können, wenn du weisst, was Wörter und Begriffe bedeuten. Stattdessen stehst du nicht einmal zu deinen eigenen Aussagen, ohne sie auch zurücknehmen zu können. Schade, das hätte dich nicht kleiner gemacht.

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