Sonntags als Christ nicht fasten?

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Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Schau einfach, was die Hl. Schrift darüber sagt. Du siehst, dann, um was es beim Fasten eigentlich geht und um was es nicht geht.

Was Gott von fastenden Menschen erwartet ist eine bestimmte Herzenseinstellung:

...Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen. ...

http://www.bibleserver.com/text/EU/Jesaja58,6-7

Jesus gibt in der Bergpredigt diese Anweisung zum Fasten:

Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler. Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.

http://www.bibleserver.com/text/EU/Matth%C3%A4us6,16-18

Das ist alles.

Eine TOLLE Antwort! Sie trifft den Nagen auf den Kopf.

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Gläubige Christen können, müssen aber nicht unbedingt fasten. Wenn sie fasten, bleibt es ihnen überlassen, auf was sie in dieser Zeit verzichten wollen. Das Fasten kann sich auf Essen und/ oder Trinken beziehen, aber auch auf Fernsehen oder andere Dinge. Es gibt keine Vorschriften. Manche verzichten ganz auf Essen, andere essen nur Gemüse. Wieder andere verzichten auf Alkohol oder Süßigkeiten usw.

Auch die Zeit, wann gefastet wird, kann sich jeder Christ selbst ganz frei aussuchen.

Wichtig ist aber, dass Christen nicht fasten sollen, um Gottes Gunst zu verdienen oder Seine Liebe zu „vergrößern“. Gottes Liebe zu uns kann nicht größer werden als sie es bereits ist.

Die Bibel sagt in Johannes 3,16-18: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat."

Das ist korrekt, jedenfalls bei den Katholiken. Der Sonntag wird als Feier-Tag gewertet, da an diesem Tag Jesus Christus auferstanden ist.

Es gibt auch Konfessionen, bei denen das anders gehandhabt wird und deshalb die Fastenzeit aufgrund der üblichen 40 Tage später beginnt.

Meine Erfahrung ist auch, dass es sinnvoller ist, das Fasten (von was auch immer) durchzuziehen ohne Brechen. Der Effekt ist größer als wenn immer wieder eine Pause hat.

In der katholischen Kirche war Fasten lange Zeit Pflicht, um sich einerseits auf Ostern vorzubereiten, andererseits jedoch auch, um schon einmal Buße für seine Sünden zu tun. Diese Buße soll begleitet werden von der Trauer darüber, wie verdorben der Mensch ist.

Der Sonntag ist allerdings der Gedenktag der Auferstehung Christi und damit DAS Fest des Christentums überhaupt. An diesem Tag sollte man also nicht traurig sein, deshalb auch nicht fasten.

Mit dieser Regel wird auch deutlich gemacht, dass es beim (religiösen) Fasten eben nicht darum geht, möglichst lange ununterbrochen "durchzuhalten" oder Gewicht zu verlieren. Solche Versuche werden schon in der Ordensregel des Hl. Benedikt als "eitel" bezeichnet.

In den protestantischen Kirchen war das Fasten m.W. nie Pflicht, daher gibt es dort auch keine verbindlichen Regeln dazu.

Eine solche Fastenregel kenne ich nicht, denn die Bibel macht dazu keinerlei Vorschriften, etwa wie, wie lange und mit welchen Unterbrechungen man fasten soll. Das bleibt jedem Christen selbst überlassen, ob er fasten will und welchen Fastenplan er sich dafür festlegt.

Bei Gott jedenfalls gibt's dafür keine Extrapunkte!

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