Sollte man Tiere gendergerecht nennen?

 - (Deutsch, Tiere, Sprache)

Das Ergebnis basiert auf 87 Abstimmungen

Ich sehe das kritisch, da 87%
Ja auch hier müssen wir sensibler werden 13%

¿ Katerinnen??

Anstelle von Katzen ( Was nur 1 Geschlecht berücksichtigt)

Anstelle von Katzen ( Was nur 1 Geschlecht berücksichtigt)

Unsinn. Katze ist der Oberbegriff der Tierart. Dabei heißt die männliche Katze Kater, und die weibliche eben Katze.

Unfair, die mehrzahl von weiblichen Katze ist Katzen, Kater werden nicht verücksichtigt, deswegen kater*innen

Unfair, die mehrzahl von weiblichen Katze ist Katzen, Kater werden nicht verücksichtigt, deswegen kater*innen

Was ist da unfair? Mehrzahl weiblich = Katzen, Mehrzahl männlich= Kater

Ja aber der überbegriff von kater und katze ist katzen, daran wollen wir ja arbeiten

53 Antworten

Wozu?

Wenn man alle meint nimmt man den (trivialen) Artnamen: Hund, Katze, Pferd.

Die geschlechtlichen Bezeichnungen verwendet man nur wenn man explizit über das Geschlecht sprechen will, was dann deinen Vorschlag af absurdum führen würde.

Übrigens: Die korrekte Bezeichnung für eine weibliche Katze ist Kätzin, es gibt also auch bei der Katze eine eindeutige Unterscheidung.

Ja auch hier müssen wir sensibler werden

Hallo YellowJello,

man wird auch nicht den Begriff der "Männin" finden - außer, dass ich ihn mal in einem Bibelkommentar zu einem Wortspiel zu Eva und Adam gesehen hatte.

Gebräuchlich sind zunächst gender-neutrale Begriffe, wie bei Berufsbezeichnungen, die ein "in" dann bekommen können. So kann man z.B. "Kätzin" sagen - wobei der Begriff Kater dann stehenbleibt, oder man "Katzenmann" sagt. Aber dann kann man auch "Katzenmädchen" sagen - und schenkt der "Katzenfrau" damit eine Jugendlichkeit.

Dem "Mann" haftet da klassich ein Erwaschen-Attribut an - doch spricht nichts dagegen auch von einem "Katzenjunge" zu sprechen, wenn man ihm Jugendlichkeit schenken mag.

Beim Hund ist dieser Begriff schon etabliert: man sagt Hündin. Ebenso kennt man eine Löwin oder auch Gepardin, nennt eine Fähe (weidmännischer Begriff) auch Füchsin.

So bleibts auch gerne beim gender-neutralen Katze, Hund, Löwe, Gepard, Fuchs und Mensch - oder man verwendet die gängigen Begriffe.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Katze ist sowohl männlich wie weiblich

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@Agnes2019

Wenn mich jemand fragt ob ich Tiere halte, dann schreibe ich nicht 2 Kätzinnen und 3 Kater sondern:"Ja ich habe Katzen."

Warum sollte ich das so verkomplizieren? Solch ein Unsinn!

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Hier fehlt: NEIN.

Gendern ist ein menschengemachtes Problem.

Ein Tier schert sich nicht darum wie es angesprochen wird.

Außerdem verwechselst du in deinen Beispiel die Bezeichnung einer Tierart, mit den Bezeichnungen für die Geschlechtsformen.

Beispiel:

Mensch: männlich - Mann; weiblich - Frau

Katze: männlich - Kater; weiblich - Katze

Elefant: männlich - Bulle; weiblich - Kuh

Gendern bezieht sich nur auf nähere Bezeichnungen. Unter Menschen gibt es z.B. Lehrer. Hier könnte man mittels Lehrer*innen vom generischen maskulin abweichen.

Bei Tieren gibt es aber sowas nicht. Wenn du z.B. Kater*innen schreiben möchtest, müsstest du auch Mensch*innen sagen. Man könnte jetzt in Bezug auf Tiere z.B. von Rudelanführer*innen sprechen, aber da das dem Tier absolut Wurst ist, macht man das auch nicht. Übers gendern redet man nur, weil sich Menschen daran stören/benachteiligt fühlen.

Wenn dieser Unfug noch weitergeht, werden wir tatsächlich noch "Menschinnen" genannt. Ich gehe jetzt in die Küchin, um meine Bratwürstin umzudrehen, und sie dann mit Messerin und Gabelin zu verspeisen. Guten Appetit-innen.

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@Agnes2019

Welcher Unfug? Wenn es männliche und weibliche Bezeichnungen für etwas gibt, wieso sollten diese dann nicht genutzt und abgekürzt werden.

In einem Text Lehrer*innen zu benutzen statt Lehrer und Lehrerinnen ist einfach viel kürzer. Jeder ist angesprochen, und jeder weiß was gemeint ist.

Es steht doch jedem frei zu gendern oder nicht, niemand schreibt es dir vor.

Ich frage mich bei allen, die sich über das Gendern aufregen, ob die nichts besseres zu tun haben. Wir reden hier nicht darüber komplett neue Fantasiebegriffe zu erfinden, oder irgendwem etwas aufzuzwingen.

Im Endeffekt reden wir einfach nur über einen weiteren Schritt in Richtung Gleichberechtigung, und da gibt es echt Leute die da auf hohem Niveau am jammern sind.

Deine lächerliche Bemerkung:

Ich gehe jetzt in die Küchin, um meine Bratwürstin umzudrehen, und sie dann mit Messerin und Gabelin zu verspeisen. Guten Appetit-innen.

zeigt das eindeutig.

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@PissedOfGengar

Und warum soll man, um bei deinem Beispiel zu bleiben, Lehrer*innen sagen, wenn man doch weiß, dass Lehrer sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts sein können ? Gipfelt der Kampf für die Gleichberechtigung der Frau tatsächlich darin, dass man sprachlich jede Form benutzen soll ? Für mich gleicht das eher einer Rolle rückwärts. Ich habe Emanzipation immer so verstanden, dass eben nicht explizit betont wird, dass man eine Frau ist, sondern dass man die gleichen Rechte wie ein Mann erhält. Jetzt verkompliziert man die Sprache, damit eben wieder doch explizit betont wird, dass "etwas" männlich und weiblich gleichermaßen sein kann. Auf sowas kann man auch nur in Deutschland kommen. Als hätte man keine anderen Probleme.

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@Kaktus800
wenn man doch weiß, dass Lehrer sowohl männlichen als auch weiblichen Geschlechts sein können 

Und das ist eben nicht so. Lehrer sind Männer, Lehrerinnen sind Frauen.

Das Frauen unter "Lehrer" mitgemeint sind ist nur ein Scheinargument.

Ich habe Emanzipation immer so verstanden, dass eben nicht explizit betont wird, dass man eine Frau ist, sondern dass man die gleichen Rechte wie ein Mann erhält. 

Dann verstehst du sie anscheinend falsch. Denn an welcher Stelle haben Frauen gleiche Rechte, wenn es für einen Beruf etc. auch eine weibliche Bezeichnung gibt, diese aber nicht genutzt wird, und Frauen unter der männlichen Bezeichnung mitgemeint werden sollen?

Es gibt sogar verschiedene Studien die belegen, dass sich z.B. junge Mädchen viel weniger für einen Beruf entscheiden, wenn er ihnen bewusst nur im maskulin vorgestellt wird.

Jetzt verkompliziert man die Sprache

Da wird nichts verkompliziert. Es ist einfach eine Abkürzung von "Lehrerinnen und Lehrer" hin zu Lehrer*innen. In Texten ist das viel einfacher statt komplizierter. In der Aussprache brauch man nicht gendern, dort sagt man einfach Lehrerinnen und Lehrer.

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@PissedOfGengar

Entschuldige bitte, für mich ist das alles Haarspalterei. Man ist sich bis zur aktuellen Diskussion durchaus bewusst gewesen, dass Lehrer auch weiblichen Geschlechts sein können. Mag sein, dass Kinder, die mit der aktuellen Situation/Diskussion aufwachsen, sich dessen irgendwann mal nicht mehr bewusst sein werden. Die Frage ist dann aber nur, wann wir beginnen müssen, in unserer Sprache die "diversen" mit zu benennen, damit auch diese sich ausreichend angesprochen und nicht ausgegrenzt fühlen. Wahre Freiheit liegt doch eigentlich eher darin begründet, dass ich NICHT alles bis zum kleinsten Detail aus/ansprechen muss, sondern mich auf meinen gesunden Menschenverstand verlassen darf, der mir sagt, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der Frauen auch Lehrer werden dürfen :-)

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@Agnes2019

Gröhl, dankeschön ich sitze gerade am Notbook"innen" und amüsiere mich gerade über die Text"innen". ;-)

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@PissedOfGengar

...und Lehrer wäre noch kürzer, was für ein Unsinn, echt. Als wenn die Menschheit nicht andere wesentlich wichtigere Dinge zu tun hätte als darüber zu diskutieren ob Lehrer nun Lehrer"innen" genannt werden sollen... sowas ist typisch Deutschland.

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@Elocin2910

Und Lehrer steht eben nur für die Männer.

Als wenn die Menschheit nicht andere wesentlich wichtigere Dinge zu tun hätte als darüber zu diskutieren ob Lehrer nun Lehrer"innen" genannt werden sollen...

Richtig daher versteh ich die Diskussion nicht. Gendern ist einfach ein Schritt weiter in Richtung Gleichstellung, da sollte man nix dagegen haben. Daher lasst die, die gendern wollen, es einfach tun.

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@PissedOfGengar

Nein ist er nicht, denn Emanzipation verstehe ich so, das ich die mentale Stärke besitze mich auch angesprochen zu fühlen, wenn jemand schreibt Liebe Bürger und nicht Liebe Bürger- und Bürgerinnen oder Liebe Bürger"innen"!

Es kann jeder so machen wie er"innen" ;-) sorry der mußte sein, will. Aber ich werde mich da sicher nicht von überzeugen lassen, das es sinnvoll oder gar ein Schritt in Richtung Gleichstellung wäre.

Klar können die Gendern die gendern wollen, aber gerade die sollten sich mal den Dingen zuwenden, die eben wichtig wären und da stünde gendern an gar keiner Stelle.

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@Elocin2910
Klar können die Gendern die gendern wollen, aber gerade die sollten sich mal den Dingen zuwenden, die eben wichtig wären und da stünde gendern an gar keiner Stelle.

Also die, die eine Welle um das Thema machen, sind nicht die, die einfach gendern, und das so nutzen, sondern die, die sich deswegen künstlich aufregen.

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@Elocin2910

Danke, daß du lachst. Anders kann man diesen Unfug auch nicht ertragen.

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@PissedOfGengar

Ich reg mich darüber nicht auf, ich finde es eher belustigend mit was für vermeintlichen Problemen manche Menschen meinen sich belasten zu müssen. ;-)

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Zumindest solltest Du dir erstmal aneignen, wie Tiere benannt werden... eine Stute ist eine Stute und keine Hengstin und analog verhält sich das bei Katzen.

Ich sehe das kritisch, da

Ich finde die neue Art zu Gendern, und unsere Sprache zu verschandeln, schon beim Menschen bescheuert.

Außerdem ist Mensch auch Mensch geblieben, da es der Oberbegriff ist. Oder sollen wir nun deiner Meinung nach nun auch noch "Mensch-in" sagen? o.O

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