Sind Leute die nur im Leben Pech hatten?

11 Antworten

Natürlich, man kann nicht leugnen, dass Glück und Pech dein Leben in gewisser Weise ebenso leiten, wie der Teil, den du aktiv selbst gestaltest. Ebenso auch Umstände, auf die du keinen Einfluss hast, die dir die Natur mitgegeben hat: Geboren in einem reichen oder armen Land, in einer liebenden Familie oder als Waise in einer gewaltätigen Pflegefamilie, gesund oder krank usw usf. ABER. Zu einem gewissen Teil bestimmt auch das, was du daraus machst, deine Stellung im Leben. Es kommt auch darauf an, wie du mit dem Pech umgehst, ob du dich im Selbstmitleid mit der Einstellung "ich bin nicht für die Welt gemacht" vergräbst oder ob du anpackst und dein Schicksal hinnimmst. Grundsätzlich für die "Welt nicht gemacht" ist keiner. Selbst das indische Straßenkind, dass mit fünf unheilbaren Krankheiten gestraft ist, hat die Chance darauf in manchen momenten glücklich zu sein, kann auch lächeln, kann das Leben, trotz naturgegebenem "Pech" genauso lieben, wie es "privilegierte" Menschen können. Er/Sie kann seinen Platz in der Welt, wenn auch schwieriger als bspw der gesunde Sohn eines britischen Bankerpaares, genauso finden.

Sehen wir beispielsweise auf Hawking: er ist mit ziemlich viel "Pech" auf diese Welt gekommen, war sehr schwer krank und eingeschränkt. Wo wäre die moderne Wissenschaft heute ohne ihn? Er hat sich seinen "Platz in der Welt" durchaus, trotz seinem "Pech" erarbeiten können und das können andere auch (auch mit weniger "hohen" Zielen).

Ob du es glaubst oder nicht: die Menschen, die IMMER lachen, IMMER Spaß haben und denen es an NICHTS fehlt, die gibt es nicht, auch wenn es bei manchen so scheint. Die glückliche Frau, die einen überdurchschnittlich bezahlten Job hat, der gleichzeitig auch noch ihre Berufung ist, dazu einen sie liebenden Ehemann und einen riesigen Freundeskreis, sowie zahlreiche ausgefallenen Hobbys... ja, auch diese Frau hat Momente, wo sie "Pech" hat, wo es ihr an etwas fehlt. Das ist aber Einstellungssache, wie man damit umgeht und unterscheidet erfolgreiche von weniger erfolgreichen Menschen. Vielleicht stirbt der sie liebende Ehemann bei einem Autounfall, woraufhin sie in eine Depression verfällt und ihren Job aufgeben muss. Dann hatte sie "Pech" und wirkt vielleicht wie "nicht für diese Welt gemacht", immer traurig in der Ecke. Dann liegt es an IHR da wieder rauszukommen. Sie könnte sich in Selbstmitleid vergraben oder anpacken, sich den Platz in der Welt zurückholen!

Wie gesagt, jeder Mensch ist für die Welt gemacht und es hängt AUCH davon ab, was DU daraus machst! In irgendwas findet jeder seine Erfüllung. Dafür ist unsere Welt vielseitig genug.

Ich denke, zu einen Großteil sind Begriffe wie Glück und Pech eine Frage der persönlichen Einstellung. "Jeder ist seines Glücks Schmied"

Zum Beispiel verliert man seine Arbeit.

Jetzt kann man sagen: ich habe so ein Pech, jetzt stehe ich ohne Job da, meine Zukunft ist unklar, etc.

Oder ich sage mir: Tja, dann nehme ich das als Chance, neue Erfahrungen zu sammeln und vielleicht eine Stelle zu finden, die besser zu mir passt. Da ich nicht selber gekündigt habe, steht mir sogar Arbeitslosengeld zu ;)

Man kann natürlich nicht immer beeinflussen, was einen widerfährt, und manche Schicksale sind sehr hart. Dann kann man auch nicht immer alles positiv sehen, schlimme Erlebnisse/Erfahrungen erwarten Jeden mal im Laufe des Lebens. Aber letztlich geht es nicht darum, was einen "das Schicksal aufbürdet", also ob man Pech oder Glück hat im Leben. Diese Frage ist in meinen Augen Zeitverschwendung, da sie nicht hilfreich ist und zu keiner Veränderung der Lage führt. Wichtiger wären für mich eher Fragen wie "was kann ich tun, um etwas an meiner Lage zu verbessern" und "kann man der Situation auch etwas Gutes abgewinnen?"

Ich kann mir vorstellen, ob man positiv oder negativ an Dinge heran geht, hat auch viel Ursprung in der eigenen Kindheit und den Erfahrungen, die man während seiner Persönlichkeitsentwicklung sammelt. Also wird man vielleicht auch in der Zeit sehr geprägt, inwieweit man sich als Pechvogel oder als Glückspilz erlebt.

Das ist ein Thema für mich. Ich kenne und hörte von niemanden, der so viel Pech beim Thema Bildung hatte wie ich. Rekordsitzenbleiberei, Mobbing vom feinsten, Diskriminierungen sowohl von Schülern als auch von Lehrern/Dozenten, weil ich Autist und zum Teil Russe bin, blöde Umstände usw. .

Nach der ersten versauten praktischen Prüfung beim Autoführerschein sagte mein Fahrlehrer damals: >>Gregor du ziehst das Unglück magisch an.<< Er konnte selbst nicht fassen, dass ich durchfiel, weil ich sogar laut seiner Meinung alles richtig machte.

Doch vielleicht hat das alles auch seine guten Seiten. Ich schreibe ja ein Buch über meine Bildungszeit und ich will eventuell damit anderen Menschen helfen bzw. vorallem Jugendliche die selbst noch Schüler und Studenten sind und ich eventuell etwas im Bildungssystem verändern könnte, weil ich durch meine Erfahrungen am besten weiß wo man ansetzen müsste. So sehe ich das.

An diesen zwei Beispielen die ich jetzt schreibe bzw. zeige sieht man wie Riesenpech und Riesenglück so nah bei mir beieinander liegen:

Es war die schlimmste Note die ich je im Leben bekam bzw. die es überhaupt denke ich mal österreichweit gibt:
Ich bekam an dem Tag meine Englischschularbeit (DE: Klausur) zurück. Vor dem Schulunterricht quatschte ich noch mit paar Mitschülern meiner Klasse. Sie sagten die Englischlehrerin hätte ihnen gesagt, dass nur EINE in der Klasse negativ in der Schularbeit wäre. Da dachte ich gottseidank bin das nicht ich weil ich ja männlich bin. Dann ging ich gechillt in den Englischunterricht und freute mich schon auf die Rückgabe der Schularbeit.
Doch als ich meine Schularbeit zurückbekam traf mich fast der Schlag. Ich hatte doch einen Fünfer (Sechser gibts in AT nicht). Normalerweise schockt mich ein Fünfer nicht mehr aber dieser war extrem übel wo zwei Lottosechser noch realistischer sind als so einen Fünfer zu schaffen. Ich war der einzige der Klasse wenn nicht sogar vom Jahrgang der in dieser Englisch Schularbeit einen Fünfer bekam. Doch nicht nur das.
Der Fünfer war auch 49 %. Hätte ich 50 % gehabt, hätte ich einen Vierer bekommen und wäre somit positiv gewesen. Dann kam noch hinzu, dass mir dieser Fünfer auch einen Fünfer in der Semesterzeugnis Note in Englisch einbrachte, da bei dieser Lehrerin die Mitarbeit nichts zählte. Noch dazu kam, dass obwohl ich bei der zweiten Schularbeit in diesem Jahr also im zweiten Semester fast einen Dreier hatte, bekam ich trotzdem als Gesamtnote einen 5er ins Zeugnis dank diesem 5er im ersten Semester weil ich auf 4-5 stand.
Außerdem war mir dieser Fünfer auch peinlich für mich selber, da ich sehr gut Englisch kann, da ich als Kleinkind schon Englisch lernte und ich Verwandte in England habe. Lustigerweise sagte die Lehrerin dann selber ich bin ein lebendes Wörterbuch weil kein anderer soviele Vokabeln bzw. englische Fachbegriffe weiß wie ich und bei der Matura selber bekam ich dann sogar einen 3er in Englisch.
Ich glaube damals die Lehrerin hatte einfach nur schlechte Zeiten durchgemacht und wollte mir eins reinwürgen. Naja das war auf jeden Fall ein Erlebnis, dass ich nie vergessen werde. Es war wohlgemerkt ende 2009. So ein Fünfer ist wirklich unwahrscheinlicher zu machen als ein Lottosechser. :)

https://steamcommunity.com/sharedfiles/filedetails/?id=744811572

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Sorry, falsch geklickt...

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@ErsterSchnee

Der Daumen hoch war schon richtig. Wenn du meine Geschichte genauer weißt, dann würdest du mir glauben, dass ich allerhöchstens eine Teilschuld an dem ganzen habe. ;)

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"der so viel Pech beim Thema Bildung hatte wie ich. Rekordsitzenbleiberei, ..."

Was, bitte, hat mehrmaliges Sitzenbleiben mit PECH zu tun?

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