Sind Atheisten einfach Realisten?

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29 Antworten

Gläubige richten ihr Handeln nach einer Behauptung aus, bevor diese Behauptung "bewiesen" ist.

Atheisten verarbeiten Argumente von Gläubigen, die einen Gott "beweisen" sollen und stellen jedesmal fest: Prämissen falsch, falscher Argumentaufbau und logische Fehlschlüsse. Das machen sie aber nicht auf Grundlage des Atheismus: Dafür braucht es sowas wie Skeptizismus und/oder methodischer Naturalismus als Philosophien mit Mathematik (Logik) und Naturwissenschaft als Werkzeuge.

Gläubige nehmen die Antwort auf die Frage "existiert Gott?" in ihren Ausführungen vorweg. Atheisten lassen die Frage solange offen, bis der "Beweis" existiert.

Atheismus hat nichts damit zu tun, ob man Realist ist. Atheismus ist nur die Ablehnung der Aussage "Gott existiert" ohne im gleichen Atemzug zu sagen "Gott existiert nicht".

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Atheismusgrundlage

---Wenn der Mensch in seiner Seele keine bewußte Beziehung herstellt zu einer göttlichen Welt, so stellt sich diese Beziehung in seinem Unterbewußten her, wenn er auch nichts weiß davon. In seinem Unterbewußten, unter der Schwelle des Bewußtseins, da leben die Götter; und das, wovon er nichts bewußt weiß, kann sich sogar so äußern, daß er es auf seinen Arzt oder eine andere Person, wie man sagt: projiziert. Während also die Erinnerung an irgendeine Teufelei in seinem Unterbewußten waltet, kommt sie ins Bewußtsein nicht herauf; aber sie stürmt in ihm; er muß sich davon befreien; er überträgt sie auf irgendeine Person. Die Vorstellung macht diese zum Teufel, den Arzt, oder, wenn ihm das nicht gelingt, sich selber.

---Die menschliche Seele muß in ihrer Welt unter der Schwelle des Bewußtseins Beziehungen zu den Göttern herstellen; aber diese Beziehungen muß sie so gestalten, daß sie mit der Existenz Gottes nichts zu tun haben! Also: die Seele muß notwendigerweise auch zufrieden sein mit einer bloß illusionären Beziehung, die ihr aber im eminentesten Sinne notwendig ist, ohne die sie krank wird! Von einer ungeheuren Tragweite ist, was hier steht, von einer gar nicht zu unterschätzenden Tragweite! Ich habe damit nur angedeutet, wie auf einem sehr breiten Gebiete mit unzulänglichen Erkenntnismitteln gearbeitet wird.
---(von R. Steiner: GA 073, Vortrag vom 14.11.1917)

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Zunächst einmal halte ich fest, dass du den Begriff "Realismus" im alltagssprachlichen Sinn gebrauchst. Du meinst also eine nüchterne Haltung, die sich an Fakten orientiert.

Zunächst einmal sehe ich nicht, warum jeder Atheist automatisch ein Realist sein sollte. Auch ein Atheist kann ein vollkommener Fantast sein oder jemand, der emotional an Probleme herangeht.

Und genauso kann auch ein Gläubiger ein Realist sein. Orientierung an Fakten schützt nämlich nicht davor, auf Fehlinformation hereinzufallen. Und eine nüchterne Haltung schützt auch nicht vor Fehlschlüssen und Denkfehlern, deren Auslöser eben nicht immer Emotionen sind. Von dieser Vorstellung hat sich die moderne wissenschaftliche Psychologie mittlerweile verabschiedet.

Es ist also weder so, dass Atheisten notwendigerweise Realisten wäre, noch ist es so, dass ein Realist nicht gläubig sein könnte. Auch Nichtrealisten können nämlich richtig liegen, und auch Realisten können sich irren. 

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Kommentar von vonGizycki
27.02.2017, 22:32


... Begriff "Realismus" im alltagssprachlichen Sinn gebrauchst.

Ich glaube er meinte das im religiösen Zusammenhang, denn er bezog sich ja auch auf Religion in der Fragestellung, indem er von Atheisten sprach. Ich hörte da auch heraus, das er damit Religiösen Realismus abspricht.

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Niemand hat "die Realität" und den "Wahrheitsanspruch" für sich gepachtet.
Jeder kann das nur behaupten, und sich die Weltsicht 'aussuchen', die ihm entspricht.
Es gibt allerdings schon Weltsichten, die plausibler erscheinen als andere aufgrund ihrer Tauglichkeit zur Erklärung von Phänomenen, mit denen wir es zu tun haben.


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Ganz sicher nicht automatisch. Auch unter den Atheisten gibt es solche, die eine gehörige Distanz zur Realität wahren. Und zwar nicht nur zu der Realität, die für religiöse Menschen gilt.

Gruß Matti

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Atheisten sind keine Realisten. Sie gehen davon aus (oder sie "wissen", wie sie immerwieder selbst behaupten), dass es mangels Beweisen keinen Gott bzw. keine höhere Macht geben kann. Da man die Nichtexistenz einer solchen Wesenheit aber ebensowenig "wissen" kann wie deren Existenz, sind Atheisten in diesem Sinne den von ihnen so oft belächelten Theisten ähnlicher, als sie zuzugeben bereit wären. Sie hängen eben nur dem anderen Extrem an, vertreten dieses aber mit dem selben fanatischen Eifer wie mancher Gläubige.

Der realistischste Standpunkt, den man in dieser Thematik vertreten kann, ist der des Agnostikers: es gibt weder Beweise für, noch gegen die Existenz übernatürlicher Mächte oder Wesenheiten. Der Mensch kann also nicht mit endgültiger Gewissheit wissen, ob es einen Schöpfergott gibt, oder nicht.

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Kommentar von vonGizycki
26.02.2017, 15:07

Grüß Dich LordofDarkness!

Das was Du da zeichnest ist ein düsteres und verzerrtes Bild.  Ich bitte Dich oben zu lesen, was ich schrieb. Ich erkennen, das Du Dich nicht eingehend mit dem Wesen des Atheismusses beschäftigt hat. Und da meine ich dieses Zitat:


Sie hängen eben nur dem anderen Extrem an, vertreten dieses aber mit dem selben fanatischen Eifer wie mancher Gläubige.

Wenn man auf dem Boden der Vernunft angesiedelt ist und diese Meinung auch öffentlich vertritt und beweisen kann, ihn dann als extrem zu diffamieren, ist starkes Geschütz.

Die Behauptung "Der realistischste Standpunkt, den man in dieser Thematik vertreten kann, ist der des Agnostikers: es gibt weder Beweise für, noch gegen die Existenz übernatürlicher Mächte oder Wesenheiten"    ist nur die halbe Wahrheit. Sie übergeht die Beantwortung der Frage, warum ist denn überhaupt etwas und nicht nichts und was ist der Grund dafür? Sich der Beantwortung nicht zu stellen ist das Verleugnen eines Gefühls für das Heilige, das jeder Mensch hat.

Darin aber liegt die Würde des Lebens. So sehe ich das.

Auch die Physiker und schon gar nicht die Priester jeglicher Couleur, können hier mit begründeter Gewissheit einen Gott als letzten Grund allen Seins postulieren. Aber das Gefühl für das Heilige haben sie ebenso wie religiöse Atheisten. Dieses Gefühl erscheint mir ein universelles zu sein.

Aber die Aussagen müssen in jedem Falle wahrscheinlich sein.


Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von 666Phoenix
26.02.2017, 21:12

Herr der "göttlichen" und geistigen Dunkelheit :-)

Da man die Nichtexistenz einer solchen Wesenheit aber ebensowenig "wissen" kann wie deren Existenz,

Wiedermal der immer wieder kehrende Nonsens!

Ich weiß es und beweise Dir, dass es "ihn" nicht gibt! Nenne Du mir aber bitte vorher einige Ansatzpunkte betreffs "Gott" für meine "Beweisführung": Alter, Geschlecht, Wohnadresse, Lebenslauf, Wirkungsfelder, IQ, Ausbildung, Freunde, Bekannte, Schuhgröße, Körperlänge, Konfektionsgröße, usw. 

Je detaillierter, desto mehr kann ich Deine Behauptung widerlegen, dass "seine" Nicht-Existenz nicht beweisbar wäre!

Sie hängen eben nur dem anderen Extrem an

Dass Theisten diversen Extremen anhängen, ist hinlänglich bekannt. Atheisten hängen keinen Extremen an, jedenfalls keinen, was irgendeinen "Gott" anbetrifft. 

Sie sagen einfach Nein" auf die überaus banale Frage "Glaubst Du an Gott?" 

Nicht weniger, aber schon gar nicht mehr! 

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Kommentar von matmatmat
27.02.2017, 07:03

Klar, der realistische Standpunkt zu Drachen ist ja auch "Ich weiß nicht sicher, daß es sie nicht gibt, nur weil ich keine Beweise finden kann, daß es sie gibt"... also halt schon mal ne Jungfrau zum Opfern vor, falls ein Drache dein Dorf überfällt... LOL

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Kommentar von Susanne88
27.02.2017, 08:55

[Atheisten] gehen davon aus (oder sie "wissen", wie sie immerwieder selbst behaupten), dass es mangels Beweisen keinen Gott bzw. keine höhere Macht geben kann

Nachdem dieser Satz schon falsch ist, ist der Rest deiner Antwort einfach Makulatur.

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Kommentar von Lennister
27.02.2017, 21:10

Sie gehen davon aus (oder sie "wissen", wie sie immerwieder selbst behaupten), dass es mangels Beweisen keinen Gott bzw. keine höhere Macht geben kann

Das ist pauschal und falsch. Ich z.B. begründe meinen Atheismus pragmatisch: Es gibt verschiedene "Alternativhypothesen" zur "Gotteshypothese", die besser sind als diese. 

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Nein.

Atheisten sind verblendet bzw. verirrt in ihrer Grund-Auffassung vom "ICH BIN" bzw. dem wahren (unsterblichen) "SEIN" eines jeden Menschen. 

Das macht Atheisten aber deshalb nicht zu schlechteren Menschen !

Deren SEELE ist genauso REAL wie bei jedem anderen Menschen und kann von einem Atheisten auch nicht und niemals "weggedacht" werden.

D.h. bedeutet auch nicht, dass alle "Nicht-Atheisten" daher Realisten sind. Die allermeisten Menschen wissen nämlich gar nicht, was REALITÄT genau bedeutet. 



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Nicht zwingend. Atheisten können an jeden möglichen Unsinn glauben, nur eben nicht an Götter.

Tatsächlich lehnen aber die meisten Atheisten Glauben in jedem Zusammenhang ab und bilden sich allein anhand von Fakten ein Bild. Dies schafft i.d.R. ein realistischeres Bild der Welt als die Beliebigkeit des Glaubens.


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Atheisten sind Menschen, die nicht an die Existenz eines persönlichen Gottes glauben.

In allen anderen Dingen können auch Atheisten genau unrealistisch und irrational sein wie andere Menschen.

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Grüß Dich andjica!

Eine gute Frage finde ich. In gewisser Weise hast Du Recht. Realisten sind auf das Diesseits bezogen. Postulierte Glaubensgewissheiten, die sich nicht vernunftgemäß herleiten lassen können, werden zur Kenntnis genommen aber keineswegs akzeptiert.

Das heißt nicht, das Atheisten immer die richtigen Schlüsse ziehen; einen Besitz von absoluter Wahrheit lehnen sie ab; aber auch sie sind nicht vor dem Voruteil gefeit. Sie sind Menschen! Die meisten haben aber ihre Entscheidung ein Atheist zu sein, durch die Beschäftigung mit Religion gewonnen. Oft sind sie aber nur dagegen und geben damit Religion ein negatives Image.

Das empfinde ich als unrealistisch.

Dabei muss zugegeben werden, das bei jenen einige Wissenslücken gibt, was Religion und Glaube sein kann, ohne dem Dogma zu verfallen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dogma

Etwas anderes sind religiöse Atheisten. Sie verneinen Religion nicht und sind auch nicht nur dagegen, sondern versuchen einen anderen religiösen Weg zu weisen glauben dabei aber eben nicht an Gott. Dieser Begriff wird durch das Wort  'Das Göttliche" ersetzt, welches als unpersönliche schöpferische Kraft im Sein erkannt wird. Damit wird das DU zu einem ES! Die Trennung zwischen  dem Göttlichen und dem Mensch wird aufgehoben.

Diese Atheisten beziehen sich mit dem Begriff Das Heilige ebenso auf das Diesseits. Sie leugnen aber nicht die Transzendenz, jedoch bleibe sie selbst unbekannt und kann nur an ihrer schöpferischen Wirkung im Jetzt erkannt werden. Das Große Geheimnis in allem und alles aus ihm heraus.

Das ist sehr realistisch. Religiös sein ja, aber eben ohne Gott, Dogma, Heiligen Schriften und Priestern.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

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Kommentar von 666Phoenix
26.02.2017, 21:02
 religiöse Atheisten.

gibt es nicht, denn wenn sie "religiös" wären, wären sie keine Atheisten!

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Wenn man das so sehen will ja, was jedoch die Sichtweise auf alle Gruppen passen wenn man das so sehen möchte.

Realisten gibt es nicht und wird es nie geben können ganz gleich ob man in Themengebieten wie Religion, Mode, Nationalität, Musik, Kunst, Essen, Architektur usw. herumtreibt.

Man versucht jeher wissenschaftlich die Gedanken in Modellen zu visualisieren und Modelle zu entwickeln wie der Mensch sich überlisten kann nur nich objektiv urteilen und handeln zu können.  

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Atheisten, sowie Anhänger einer Religion, sind in erster Linie MENSCHEN. Und wir sollten die Ansichten unseres Gegenüber einfach tolerieren und nicht versuchen ihn zu "bekehren", egal auf welche Weise auch immer.

Das gilt auch für Veganer vs. Fleischesser und 1000 andere Dinge im Leben wo Menschen andere Lebenspläne haben.

Toleranz und Respekt sind die Zauberwörter

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Im Alltag wird der Begriff Realist oft mit jemandem gleichgesetzt, der einem klaren Verstand folgt. Das muss nicht auf Atheisten zutreffen, selbst wenn es auf einige zutreffen mag.

Man kann auch eine vernünftige Position aufgrund unvernünftiger Gründe glauben. Und man kann in einem Gebiet vernünftiger denken, als in anderen.

In der Philosophie bedeutet Realismus die Annahme, dass etwas real ist und wird von Antirealismus abgegrenzt. Auch das kann auf einige Atheisten zutreffen und auf andere nicht.

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Nö, auch Gläubige sind Realisten.

Atheismus ist eine Gesinnung, eine Haltung, die vordergründig keinerlei Bedeutung für das tägliche Leben hat.

Realismus wird an Entscheidungen für das eigene Leben erkennbar, in kleinen täglichen Dingen genauso wie mittel- bis langfristig.

Meiner Meinung nach sollten sowohl Gläubige als auch Atheisten möglichst realistisch leben  und handeln.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens und nach unserem Ursprung ist interessant, deren Beantwortung hilft aber nicht oder nur indirekt bei der Führung des täglichen Lebens.

So gesehen, ist Deine Frage unpräzise - denn weder bei Atheisten noch bei Gläubigen kann man eine grundsätzlich Realistische Lebensführung unterstellen, wie Du selbst erkennen kannst, wenn Du Dich jeden Tag in Deinem Umfeld umschaust.

cheerio

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Es kommt drauf an, was du mit "Realismus" meinst. Gibt ja da verschiedene Spielarten philosophisch gesehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Realismus_(Philosophie)
listet sieben Arten des Realismus auf zum Beispiel.
Ich würde es eher so fassen:
Atheisten sind generell der Auffassung, dass die Realität aus irgendwelchen Dingen oder Tatsachen besteht, die miteinander wechselwirken, wodurch sie uns bekannt werden. Auf Basis dieser Wirkungen konstruieren wir uns dann ein Bild von der Wirklichkeit. Wir haben nun festgestellt über die Jahre, dass es mathematische Zusammenhänge gibt, mit denen wir die Realität sehr gut beschreiben können. So dass wir heute generell eine kausale, naturwissenschaftliche Erklärung für alle Phänomene zunächst vermuten. Diese Vermutung findet sich bisher oftmals sehr gut bestätigt, wobei wir als Wesen mit Psyche und Sozialleben auch noch andere Wissenschaften haben.
Der atheistische Standpunkt ist also der, dass wir in einer gesetzmäßigen Welt leben, die sich durch Wissenschaft und Forschung erkunden lässt. Bisher sind wir nicht über einen Gott gestolpert in diesem Versuch, aber sehr wohl über das soziale Phänomen der Religion.
Es gibt verschiedene psychologische Erklärungsansätze dafür, wieso die Leute einen Gott vermuten, aber wenn wir über die objektive Existenz sprechen wollen: Bisher gibt es keine haltbaren Indizien für das Wirken eines Gottes über die Wirksamkeit des Glaubens innerhalb von Gesellschaften hinaus.
Und (leider) können wir somit bis auf weiteres nicht davon ausgehen, dass ein Gott irgendwo da draußen ist. Als Atheist ist man dann quasi gezwungen, die Religion als gesellschaftliches Phänomen zu dekonstruieren und die Antworten auf die Fragen, die Religion gibt, selbst zu finden. Insofern ist der Atheismus in erster Linie ein Schritt weg von überlieferter Autorität hin zur Individualisierung, wie auch immer man dazu stehen mag. Aber dann verlassen wir auch schon den Rahmen der Frage imho.

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Kommentar von Viktor1
26.02.2017, 20:11
Und (leider) können wir somit bis auf weiteres 
nicht davon ausgehen, dass ein Gott irgendwo da
draußen ist.

Wieso leider ? Das entspricht doch dem "Gottesbild" entsprechend den Vorstellungen der meisten Atheisten wie sie meinen, daß Gottgläubige es haben oder haben müßten.
Da kann man in Disputen mit (vielen) Atheisten zigmal sagen, daß dies nicht dem Glauben entspricht.
Auch viele Gottesvorstellungen der Bibel werden fast nur von Bibelgläubigen gepflegt.

Als Atheist ist man dann quasi gezwungen,....

die eigene Vorstellung ab zu lehnen oder zu "widerlegen" (wie auch immer.
Die "Gottesvorstellung" des Großteils der (mündigen) Gottgläubigen besagt:
Gott ist.
Gott ist nicht in "Ort".
Gott ist nicht in Zeit.
Gott ist nicht in physikalischem "Zwang" (im weitestem Sinne).

..wir in einer gesetzmäßigen Welt leben,..
Bisher sind wir (Atheisten) nicht über einen
Gott gestolpert.....

Eben (s.oben euer Gottesglaube).
Wenn man mit Hilfe von Naturgesetzen über Gott "stolpern" würde, dann wäre dies nicht Gott.
Außerdem könnt ihr nicht verklickern, warum und wodurch "gesetzmäßig" ist.
Ihr sagt: "Das ist" .
Der Gottgläubige sagt: "Gott ist"
Sofort kommt die (richtige) Gegenhaltung, daß man Gesetzmäßigkeit
(experimentell) belegen, nachvollziehen, hinterfragen und einordnen nutzen kann.
Der Gottgläubige fragt : Ist diese geistige Fähigkeit an sich auch gesetzmäßig zu belegen.
"Stolpern" hier nicht die Atheisten über Gott ?
Versteh mich nicht falsch, ich will hier keinen positiven Gottesbeweis einbringen, aber das "hohe Roß" , auf welches du dich und die Atheisten hebst ist völlig daneben.

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Klar, weil sie die Realität der Fiktion vorziehen.

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So pauschal kann man das nicht sagen. Wie ist den der Begriff "Realität" genau definiert?

Was oft übersehen wird, ist, daß es ja nicht nur die Realität gibt, die heuer da ist ("Hamburg liegt in Norddeutschland"), sondern auch die Realitäten, die erst morgen oder in zehn oder zwanzig Jahren Realität sind.

Der pure Glaube - ob nun realistisch oder nicht - erzeugt Realität. Wenn Unternehmer X alle seine Mitarbeiter für liebenswerte Menschen hält und sie dementsprechend behandelt, ist er womöglich zehn Male erfolgreicher auf dem Markt als Unternehmer Y, der von seinen Mitarbeitern nichts hält und diese mies behandelt.

Auch aus dem puren Nichts läßt sich Realität erzeugen, wie es z.B. beim Betrug der Fall ist.

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Sie sind gewöhnlich nicht nur Realisten, sondern auch Optimisten, Hedonisten, sie bejahen das Leben und freuen sich an ihm; zeigen Lebensmut, Lebensfreude und Zuversicht, Daseinsfreude, Heiterkeit und  Hoffnung, Zufriedenheit, eine positive Lebenseinstellung und Vertrauen in die Zukunft.

Im Unterschied zu gewissen Theisten .....

Die haben Schiss vor allen möglichen nichtrealen Szenarien:

vor ominösen "Sünden", die ihnen schon bei Geburt anhängen sollen, vor der Strafe ihres Gottes für nicht begangene Straftaten, vor dem Armageddon (oder auch "Offenbarung"), vor der "Hölle" und dem "Jüngsten Gericht". 

Dazu mehr in: 

http://www.geo.de/magazine/geo-wissen/37-rtkl-angst-spiritualitaet-mit-gottes-hilfe

Selbst der Gottessohn der Christen hatte erbärmlichen Schiss.  

In Jerusalem steht eine Basilika und zwar an der Stelle, an der Jesus seiner Festnahme und Exekution entgegengesehen haben soll. In Todesangst soll  er dort gebetet haben, obwohl er ja angeblich gleich (also sehr "real"!) bei seinem Papi sein sollte und das bei normalen Menschen eigentlich ein Grund zur Freude ist. Deshalb  heißt diese Kirche "Todes­angstbasilika".

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Kommentar von hummel3
26.02.2017, 18:54

Die Quintessenz des Inhalts deiner Antwort ist leider "wieder einmal" nur populistisch entstellend, respektlos und erbärmlich gegenüber der Meinung Andersdenkender.

Kannst du dich nicht noch etwas bösartiger auslassen, damit wirklich auch noch der Letzte den dahinterstehenden Charakter begreift?

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Atheisten sind Menschen mit der Überzeugung, dass es Gott nicht gibt.

Dies schließt jedoch weder in der Gottesfrage noch auf anderen Gebieten automatisch den Realismus mit ein.

Warum glaubst du denn, sie wären Realisten? - Vielleicht lässt du dich einfach nur davon leiten, dass du ihre Meinung teilst.

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Kommentar von 666Phoenix
26.02.2017, 19:12

hummel, mit Deiner ersten Feststellung kann man getrost mitgehen! Gottesablehnung heißt nicht automatisch "Realismus"!

Wenn aber die Frage im Kontext Atheismus-Realismus gestellt wird, dann ist die Konnotation "Gott" schon sehr deutlich!

Und in dieser Frage sind die Atheisten eben "Realisten"!

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Es gibt auch Menschen die Atheisten sind, aber trotzdem an Esoterik und anderen Blödsinn glauben.

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