Schmeckt Portwein genauso wie Sherry?

7 Antworten

Nein, tut er nicht.

Portwein und Sherry gehören zwar beide zu den verstärkten Dessertweinen, werden aber ganz unterschiedlich hergestellt: Sherry wird in den meisten Fällen aus Palomino-Trauben d.h. einer weißen Rebsorte hergestellt. Portwein wird dagegen aus verschiedenen roten Rebsorten hergestellt (es gibt zwar auch weißen Port, aber das ist die Ausnahme) - allein dadurch ergeben sich also schon unterschiedliche Aromen. Beim Sherry wird der Most zunächst vollständig vergoren (Hefezellen wandeln Zucker in Alkohol um) und dementsprechend ist der Restzuckergehalt eher gering. Im Prinzip wird als erstes ein ganz normaler Weißwein hergestellt, der dann anschließend mit Branntwein aufgespritet und zum Reifen ins Fass gefüllt wird. Beim Portwein wird bereits während der Gärung Branntwein auf die Maische gegeben, der dafür sorgt, dass die Hefezellen absterben und dadurch die Gärung zu einem Zeitpunkt gestoppt wird, an dem sie eigentlich noch nicht vollständig abgeschlossen - der Restzuckergehalt ist also deutlich höher, weshalb Portwein grundsätzlich süßer ist.

Davon abgesehen gibt es sowohl beim Portwein als auch beim Sherry sehr viele unterschiedliche Richtungen, die ganz unterschiedlich schmecken.

Nein, die schmecken verschieden. Aber erklären kann man Geschmäcker nicht. Die Herstellung unterscheidet sich und als Dritten im Bunde gäbe es dann auch noch den Madeirawein.

Hmm... Sherry probiert und er schmeckte Dir nicht... Welchen denn? Einen ganz trockenen, hellen, einen mittelsüßen oder einen ganz süßen? Es gibt so viele Arten, dass man nicht zwingend alle nicht mag, wenn man mal einen erwischt hat, der nicht gemundet hat. https://www.drinkology.de/blog/sonstiges/sherry-die-verschiedenen-sherry-typen/

Sherry-Finish ist bei Whisky ziemlich häufig anzutreffen. Wenn Dir also Sherry in keiner der Varianten schmecken würde, würden eventuell einige Whiskys auch durchs Raster fallen. Vor allem "Sherrybomben" wie z. B. der Glan Garioch 15y Sherry Cask oder etwa ein Edradour aus der Signatory Un-Chillfiltered Collection. Du würdest dann allerdings wirklich etwas verpassen!

Das war eine kleine Sherry Flasche von Rewe :-) Schmeckte furchtbar.

Aber ich habe auch den Balvanie Double Wood 12 getrunken. Der schmeckte mir auch nicht wegen diesem starken Sherry Aroma.

Und den Rum Dos Maderas PX hatte ich auch probier. Boar war das ekelhaft übertüncht mit Sherry.

Das waren meine bisherigen Sherry Begegnungen.

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@Bloodwyn

Dann hast Du womöglich einen Sherry erwischt, der eher zum Kochen als zum direkten Genuss geeeignet war.

Aber falls es doch so ist, dass Du das Aroma von Sherry einfach nicht magst, dann könnte das für andere Süßweine in ähnlicher Weise ebenfalls der Fall sein.

In dem Fall fallen sehr viele Whiskys für Dich flach und Du solltest Dich auf reine Bourbonfass oder "Virgin Oak" Reifungen konzentrieren.

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@Mediachaos

Normalen Weißwei mag ich. Muss aber eher in die Süße Richtung gehen.

Das ist auch bei den Whiskys so die ich pur mag.

Aberfeldy 12 & 16 und Dalwhinnies :-)

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@Mediachaos

Ich muss einfach mal ausprobieren sonst werde ich es nie herausfinden.

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@Bloodwyn

Wie ich vor einiger Zeit schon mal geschrieben habe: Tastings besuchen und/oder Samples besorgen. Das gibt einen weiteren Horizont und spart gewaltig.

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Was für einen Sherry hast Du den probiert? Sherry gibt es von sehr trocken bis so süss das man Ihn bald aus der Flasche kitzeln muss...

Mein Tipp geh in ein Spirituosenfachgeschäft und probiere!

Anders. Whisky aus Portfässern schmeckt meist leicht schokoladig, finde ich.

Sherry kann je nach Sorte schwer, süß und fruchtig bis fast schon salzig schmecken.

Zum Vergleich kannst du gut Glenmorangie Lasanta (Sherry) und Glenmorangie Quinta Ruban (Port) nebeneinander probieren.

Talisker Port Ruighe ist ein Malt-Whisky und kein Portwein!

Und der schmeckt nicht nach Portwein!

Der FS schreibt doch, dass es um die Lagerung in Portfässern geht.

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