Pertuum-Mobile im Auto durch Fahrtwind (siehe Detail)?

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17 Antworten

Hallo!

Dü möchtest ein Perpetuum Mobile erzeugen.

  • Du machst einen Gedankenfehler dabei: Den Fahrtwind, den du per Antrieb des Fahrzeug erzeugst, also indem du Energie in dem Fahrzeug in Geschwindigkeit umsetzt, diesem Fahrtwind willst du wieder Energie entnehmen mittels Windgeneratoren. 

Das geht schon, nur die Energiebilanz ist nicht positiv! Sie ist negativ. Du bekommst weniger Energie heraus, als du für den Antrieb des Fahrzeugs benötigst. Der Betrieb der Windgeneratoren kostet nämlich auch Energie, in Form von erhöhtem Luftwiderstand des Fahrzeugs, der nur durch erhöhte Energiezugabe kompensiert werden kann.

  • Durch das Anbringen von Windgeneratoren am Fahrzeug erhöhst du den Luftwiderstand des Fahrzeugs, die Generatoren erbringen aber auf Grund von inneren Widerständen weniger Energie, als zu ihrem Betrieb notwendig ist.

Würde das funktionieren könnte man/frau ja einen elektrischen Winderzeuger vor einem Windgenerator aufstellen, beide Geräte elektrisch mineinander verbinden, und ... voila, fertig ist das Perpetuum Mobile. Funktioniert aber nicht.

  • Was aber eines Tages funktionieren kann und wird, zwar nicht als Perpetuum Mobile, aber als Energie für Antriebe, sind Photovoltaik Lacke, zB auf Fahrzeugen, die permanent Strom erzeugen und ich sozusagen zum Nulltarif ein Fahrzeug antreiben kann. Dabei wäre der Vorteil, dass sowohl im Stand, wie auch im Betrieb Energie erzeugt werden könnte, ohne dass es einen Widerstand erzeugt für das bewegte Fahrzeug.

LG Bernd

Du meinst wahrscheinlich ein perpetuum mobile.

Das funktioniert nicht. Denn wegen des Luftwiderstands, den die Windräder haben, muss mehr Energie zum Fahren verwendet werden, um diesen auszugleichen.

Jede Energieumwandlung führt zu Verlusten, die niemals die Menge an nutzbarer Energie herauskommen lässt, die man hereingesteckt hat.

Beschbarmak83 26.08.2015, 20:42

oha, erstes Detail beachtet...ich meinte das eher, das man diese Mini-Windgeneratoren (ca. 40cm durchschnitt), was dann eine in Reihe gesetzte, mehrere zusammen in eine Art Rohrtunnel befestigt, der wiederrum auf dem Dach und/oder an den Seiten montiert wird...dem Lufwiderstand angepasst und optimiert

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ronnyarmin 26.08.2015, 20:49
@Beschbarmak83

Was heisst dem Lufwiderstand angepasst und optimiert ?

Um den Luftwiderstand zu optimieren müssten die Windgeneratoren entfernt werden.

Einen Luftwiderstand anpassen kann man nicht. Die Windgeneratoren erzeugen einen Luftwiderstand. Die Energie, um diesen zu überwinden, ist immer größer als die Energie, die die Windgeneratoren liefern können.

Man kann durch Energieumwandlung keine Energie gewinnen. Das perpetuum mobile funktioniert nicht. Schon gar nicht, wenn es noch einen Energieüberschuss liefern soll.

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claushilbig 24.11.2015, 12:14
@Beschbarmak83

Du kannst noch so viel "optimieren" - jedes Rotorblatt an sich hat einen Luftwiderstand, ohne den würde es sich gar nicht bewegen und der Generator daran keinen Strom produzieren.

Und wenn Du mehrere Rotoren "in Windrichtung" hintereinander setzt, erhöht jeder dieser Rotoren den Luftwiderstand, der Wirkungsgrad der Rotoren nimmt aber immer weiter ab, je weiter es "nach hinten" geht, weil die Luftströmung ja an jedem Rotor vorher einen Teil ihrer Energie abgibt - wenn Du sehr viele Rotoren hintereinander setzt, werden sich die hintersten gar nicht mehr drehen.

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dein Problem ist, dass der Windgenerator mehr Luftwiderstand erzeugt, als er enerige liefert. also hast du bestenfalls eine etwas geringere reichweite als ohne...

was aber eine idee wäre, wäre ein windrad am Mast verstaut im Auto mit zu nehmen und während des Parkens den Generator aufzubauen, um die Batterie zu laden...

leider wärst du aber nicht der erste, mit dem so genannten Wind-Explorer haben 2 Tüftler ihr Fahrzeug für nur eine hand voll Dollar quer durch Australien pilotiert.

lg, Anna

Hallo! Vielleicht kann man eines Tages Wind nutzen um ein Auto zu betreiben - den Fahrtwind sicher nicht. Das Auto braucht Energie um einen Fahrtwind zu erzeugen. Dieser Faktor wird aber immer höher sein als die nutzbare Energie weil bei diesem Prozess Energie verloren geht. 

 Und würde jemals ein Perpetuum Mobile funktionieren so müssten die Gesetze der Physik neu geschrieben werden. 

Ich wünsche Dir alles Gute.

Nur mit dem Fahrtwind funktioniert das natürlich nicht. Aber mit dem Wind, der unabhängig von der Fahrt des Autos weht, geht das schon.

Nur brauchst du dann nicht erst den Umweg über Windräder->Generator->Batterie->Elektromotor gehen.
Ein Segel tuts auch  ;-)

Würde man nicht so während man fährt, gerade schnell nicht so auch idealerweise dieses windkraft-system bedienen und durch den Fahrtwind würde sich der Batteriespeicher aufladen?

Aufladen ja, aber Du verbrauchst letztendlich mehr Energie als Du speicherst.

Beschbarmak83 26.08.2015, 20:45

Also wenn man den Energieertrag genug optimiert sowie den Energieverbrauch reduziert, kann das bei optimalster Schnittmenge dann zum Betreiben reichen?...Beide Bereiche werden ja kontinuierlich verbessert, immerhin ist die Elektro-Fahrantriebs-Idee auch schon über 100 jahre alt 

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Antitroll1234 26.08.2015, 20:47
@Beschbarmak83

Du kannst optimieren wie Du möchtest, Du bekommst nicht mehr Energie heraus als Du reinsteckst.

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Pauli010 04.09.2016, 14:55
@Antitroll1234

... denn nichts funktioniert mit dem Wirkungsgrad 100,0000%.

Es gibt stets Widerstände (z.B. Reibung), die Energie-verzehrend sind.

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Nein, das funktioniert mit dem Fahrtwind nicht.

Denn um Fahrtwind zu erzeugen musst Du erst fahren und dazu brauchst Du Kraft und Energie. Denn Du musst die Reibung überwinden.

Und selbst wenn Du den gesamten Fahrtwiond einsammeln könntest, dann wäre das ja nur der Anteil des Luftwiderstandes und das Auto hat noch andere Stellen, bei denen es durch Reibung abgebremst wird.

Ohne Fahrtwind, sondern mit echtem Wind, also einer externen Energiequelle geht es natürlich. Damit kann diese "Auto" dann sogar gegen den Wind fahren (zwar nur langsam, aber es funktioniert).

Hättest du ein Auto, welches dem Wind keinen Widerstand bietet, würde das Auto lange Zeit weiterrollen, allerdings gäbe es dann auch keine Energie zum Speichern. Nun kommt also ein Windrad. Wir gehen von ruhendem Wind und Bezugssystem Erde aus. Dann entnimmt das Windrad Energie auf. Wo kommt diese aber her? Da der Wind ruht, stammt die Energie also aus dem fahrenden Auto, es wird langsamer. Wenn man also alle entnommene Energie dem Auto wieder zur Verfügung stellt, fährt es genauso schnell wie vorher. Jedes bisschen Reibung, und die gibt es immer, macht nun den Gedankengang zunichte.

selbstverständlich kann man den Luftstrom, der durch ein fahrendes Auto entsteht, in Elektroenergie umwandeln. Man müsste so etwas wie Windräder z.B. auf dem Dach anbringen. Das ist aber genau das Gegenteil von dem, was der Karosseriebauer anstrebt. Der möchte den Luftwiderstand  so gering wie möglich halten, um die Energie nicht nutzlos in Luftbewegungen umzuwandeln. Der würde am Liebsten  die Außenrückspiegel abbauen, die Scheibenwischer weglassen , den Kühler so verkleiden ( besser ganz weglassen), dass dort keine Luft wirbeln kann. 

Du willst jetzt aber mit vielen Windrädern den Luftwiderstand so erhöhen, dass zwangsläufig das Fahrzeug zum Stillstand kommt. Wie soll dann aber noch eines deiner Windräder Strom erzeugen? Vielleicht geht's beim nächsten Unwetter ein Stück weiter, aber auch nur, wenn der Wind aus der "richtigen" Richtung  kommt.

Schade, man kann den Energieerhaltungssatz dummerweise nicht aus hebeln.

die Dinger heißen GenEratoren und der Effekt den du erzielen möchtest, wird bei Hybridfahrzeugen aktuell schon verwendet, indem Bremsenergie wieder in Strom gewandelt wird, um die Batterien wieder aufzuladen. "Windkraftgeneratoren" würden sich nur hinderlich auswirken: du müßtest MEHR vom Motor verlangen, als nur den Vortrieb.

Du brauchst mehr Energie, um den Luft- und Reibungswiderstand der Windräder zu überwinden, als selbige einbringen würden. Ein Perpetuum mobile ist physikalisch unmöglich, genauso, wie es unmöglich ist, mehr Wasser aus einem Glas herauszuschütten, als man reingefüllt hat.

klappt nicht,du hast immer bei verbrauch mehr verlust wie du erzeugst

abibremer 19.10.2015, 17:58

mehr ALS!!

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Hallo! Ein Perpetuum mobile  ist ein hypothetisches Gerät, das wenn es  einmal in Gang gesetzt wurde, permanent funktioniert ohne das Energie zugefügt wird. Da haben sich schon richtig viele dran versucht und immer wieder gab es einen kleinen Fehler. Auch Fahrtwind entsteht / erhält sich nur wenn Energie zugefügt wird - da ist also der Haken. 

Schaffst Du es noch wirst Du weltberühmt. 

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg beim nächsten Versuch. .

claushilbig 24.11.2015, 12:18

"immer wieder gab es einen kleinen Fehler" - ja, den "kleinen" Fehler, den Energieerhaltungssatz nicht zu kennen.

Dass es kein Perpetuum Mobile bisher nicht gibt, liegt nicht an Fehlern bei der Konstruktion, sondern daran, dass es physikalisch schlicht unmöglich ist, so etwas zu konstruieren.

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kami1a 24.11.2015, 12:34
@claushilbig

War da mein Text missverständlich???

immer wieder gab es einen kleinen Fehler

Meinte ich natürlich in Bezug auf diejenigen die meinten ein Perpetuum Mobile erfunden zu haben. 

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Lustige Idee, aber letztendlich witzlos. Die Thermodynamik lässt sich nicht überlisten, es wird bei dir reichlich Entropie erzeugt

Jeh mehr du dranbaust, desto mehr muss das Auto auch leisten. Also würdest du nur Verluste machen

Beschbarmak83 26.08.2015, 21:39

interessanter Artikel :-)

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lks72 27.08.2015, 12:33
@Beschbarmak83

Der Artikel ist zwar interressant, geht aber an der Frage vorbei. Natürlich kann man "Wind relativ zur Erde" ausnutzen, das klappt beim Segeln beim Kreuzen seit Hunderten von Jahren, und hier ist durch einen Trick auch der Rückenwind sehr geschickt ausgenutzt. In der Frage geht es aber ausdrücklich um "Fahrtwind", das bedeutet Windstille relativ zur Erde. Damit hat die Luft aus dem Bezugssystem Erde heraus keine kinetische Energie. Jede Energie zum Antreiben des Windrads muss also aus einer anderen Energiequelle kommen, nämlich der kinetischen Energie des Autos, welches dadurch langsamer wird (siehe meine Antwort).

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charlynickel 27.08.2015, 15:13
@lks72

Wenn das Ding schneller fährt als es der Wind ist, der es antreibt, dann hat das Fahrzeug Gegenwind, also Fahrtwind oder Luftwiderstand, hinzu kommt noch der Rollwiderstand!

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lks72 27.08.2015, 18:00
@charlynickel

Deiner Überlegung ist ja, dass ein 40 km/h schnelles Auto mit 0 km/h Wind das gleiche ist wie ein 60 km/h schnelles Auto mit 20 km/h Gegenwind. Im zweiten Fall klappt das laut Zeitungsartikel, also sollte es wohl im ersten Fall (der Frage) auch so sein. Das ist aber nicht richtig, und der Grund dafür ist (eine mögliche Formulierung), dass der Impuls linear von der Geschwindigkeit abhängt, die Energie aber quadratisch. Man muss also bei Bezugssystemwechseln immer sehr genau aufpassen, dass man die komplette Energiebilanz berücksichtigt.

Am einfachsten ist die Erklärung, wenn man als Bezugssystem die ruhene Erde nimmt.

Im ersten Fall (40 km/h Auto gegen 0 km/h Luft) hat die Luft keinerlei kinetische Energie , es kann der Luft keine Energie entnommen werden, jede Energie muss aus dem Auto stammen. Jegliche zusätliche Reibung macht das Auto also langsamer.

Im zweiten Fall (60 km/h Auto gegen 20 km/h Luft) hat die Luft allerdings kinetische Energie.Durch geschicktes Ausnutzen der Technik ist es also möglich, der Luft ihre vorhandene kinetische Energie zu entziehen und daher teilweise für die Reibungsverluste des Autos zu verwenden, so dass das Auto nicht langsamer wird.

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Stell doch mal ne energiebilanz mit berücksichtigung von wirkungsgraden auf, dann beantwortet sich deine frage von selbst...

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