Nimmt Gott alle guten Menschen auf?

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Lässt Gott alle guten Menschen in den Himmel, auch die die nicht an Jesus geglaubt haben / wollten?

Als Christen glauben wir, dass alle Menschen nur durch Jesus Christus gerettet werden können - weil er es selbst gesagt hat. Deshalb gibt es ja auch den Auftrag Jesu, alle Menschen zu seinen Jüngern zu machen.
Er will also, dass alle Menschen zur Erkenntnis der einen Wahrheit gelangen, die in Christus ist.

Gott hat aber nun alle Menschen zum ewigen Heil berufen und Jesus Christus ist auch für alle Menschen gestorben - auch für all jene, die schon lange vor ihm gelebt haben. Deshalb können auch die Menschen anderer Religionen oder Ungläubige das Heil erlangen - sofern sie ohne eigene Schuld nicht zur Erkenntnis Gottes oder zu Jesus Christus gefunden haben. Sie kommen auch in den Himmel, wenn sie ihrem Gewissen folgen, das Gute suchen und erstreben. Im Römerbrief des Apostels Paulus heißt es, dass die Ungläubigen unter dem natürlichen Gesetz ihres Gewissens stehen und auch danach gerichtet werden. Es gibt nämlich eine Verbindung, die auf dem gemeinsamen Ursprung und Ziel des ganzen Menschengeschlechtes beruht. Wir haben einen gemeinsamen Schöpfer und sind gleichermaßen bestimmt für das Leben mit ihm.

Einerseitd sagt die Bibel nur durch Glauben ist man gerettet. Andererseits wie kann Gott einen Menschen der immer lieb zu den Mitmenschen war und anständig gelebt hst vom Himmel verbannen?

Jesus Christus ist gekommen, um alle Menschen zu gläubigen Menschen zu machen. Daraus folgert aber ein Leben in der Nachfolge Jesu und die Bereitschaft zur Umkehr. Wo das nicht gegeben ist, nützt auch der Glaube nichts. Die Bibel sagt auch, dass der Glaube ohne Werke tot ist. Es gibt keine Heilsautomatik nur durch Glauben. Deshalb werden auch Menschen trotz ihres Glaubens an Gott nicht gerettet, wenn sie die Wahrheit erkennen und was zum Heil notwendig ist, aber nicht danach leben und handeln, sondern nach ihren eigenen Gesetzen. Das wird schon ganz deutlich in dem Bild vom Endgericht, wo viele sich auf den Glauben an Christus berufen und trotzdem zu hören bekommen "weg von mir ihr Verfluchten....." Mancher Atheist kann vor Gott besser da stehen als ein gläubiger und sogar kirchentreuer Mensch - der aber im Herzen weit weg von Gott ist. Das alles kann aber nur Gott gerecht beurteilen, der die Herzen der Menschen bis ins Innerste kennt.

Ich möchte nicht sagen das Glauben unnötig ist, aber wenn sowieso alle in den Himmel kommen wieso brauchen wir dann Jesus?

Weil Jesus der Weg zum Himmel ist, ohne den auch Anders- oder Nichtgläubige nicht gerettet würden. Der Unterschied besteht darin, dass es Christen bewusst ist und Nichtchristen nicht. Christen gehen den direkten Weg in der Beziehung mit Jesus, sie können Gnadenmittel nutzen und dürfen auf die Verheißung vom ewigen Leben vertrauen - wie es offenbart wurde. Nichtchristen und Nichtgläubige sind sich dessen nicht bewusst, sie gehen wie Behinderte mühsamer und auf Umwegen zum gleichen Ziel.

Meines Wissens ist er nicht gestorben, damit er die Menschen rettet. Dies ist eine Behauptung, die nachträglich aufgestellt wurde. Viele Menschen haben sich aus Glaubensgründen töten lassen. Ist die Welt dadurch besser geworden? Ich halte es für besser das Böse zu bekämpfen. Ansonsten brauchen wir uns nicht über einen negativen Trend zu wundern, der uns zum Schluss alle tötet.

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Hast du eine Bibel da? Lies dir mal Mt 25, 31-46 durch. Ich hoffe/denke, dass das das ist, worauf es ankommt.

Ansonsten haben sich schon die Leute, die die Bibel geschrieben haben, gefragt, wie das denn jetzt ist, ob es "heilsnotwendig" ist, an Jesus zu glauben. Und es gab da verschiedene Ansätze/Antworten drauf:

Man hat ja irgendwie solche Sätze im Ohr wie "Es ist den Menschen kein anderer Name gegeben, durch den wir gerettet werden sollen" (Apg 4, 12) und "Niemand kommt zum Vater denn durch mich" (Joh 14,6), was erst mal nahelegen würde , dass man an  Jesus glauben muss, um in den Himmel zu kommmen .

Aber dann hast du auch , gerade im Matthäusevangelium, die Tendez, dasss sehr viel mehr Wert auf rechtes Handeln, also darauf , barmherzig zu sein, sich um Arme zu kümmern, ... gelegt wird.

 Eine eindeutige Antwort kriegt man aus der Bibel nicht, es gab wohl auch damals schon mehrere Sichtweisen. Aber überlegt mal: Was hälst du für wahrscheinlicher: Dass Gott auf die Herzen der Menschen schaut und sieht, was gutes in ihnen ist. Oder dass er sagt: Tja, du hast dich halt geirrt, als du gedacht hast, es gibt mich nicht, damit hast du Pech: Ab in die Hölle.

Ich glaube daran , dass Gott  gerecht ist und Menschen nicht verurteilt, bloß weil sie sich geirrt haben, wofür man ja nichtmal unbedingt was knann.

Vielleicht lässt sich das zusammenbringen, in dem du sagst: Diejenigen, die nicht an Jesus glauben begegnen Jesus ja trotzdem nach dem Tod und können dann immer noch anfangen, an ihn zu glauben und "durch Jesus zum Vater zu kommen"

Ich kann deine Argumentation sehr gut verstehen, kann sie aber auf Grund der Bibel aber nicht teilen. Jeder Mensch, der von Jesus weiß, muss sich für den schmalen oder den breiten Weg entscheiden.

http://www.gottesbotschaft.de/?pg=2082

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Zuerst einmal ist es immer ein Problem, wenn wir zwar die Existenz von Gott akzeptieren, aber in unseren menschlichen Vorstellungen stehen bleiben.

Deshalb sagt die Bibel auch: "...Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken.…"

Aus menschlicher Sicht mögen gute Taten ein wichtiges Kriterium sein, aber Gott hat andere Vorstellungen, wer in sein Reich kommt.

Denke nur einmal an den Mann, der neben Jesus am Kreuz gehangen hat. Er wäre wahrscheinlich verloren gewesen, weil er keine oder zu wenig gute Taten aufzuweisen hatte.

Für Menschen, die Jesus nicht kennen lernen konnten, für die gibt es andere Kriterien.

Der Schächer am Kreuz sagen manche war ein Raubmörder;aber ein reuiger;aber leider erfährt man nicht viel über ihn...

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Die Antwort ist, dass "kein Mensch" in den "Himmel" kommt (Joh.3,13).

Aber alle Menschen kommen in "Gottes Reich", in dem der Großteil der Bevölkerung vor Gericht kommt (Jes.65,17-20; Offb.20,5).

Später dann das Urteil (Offb.20,12).

Der "Gott dieser Welt" (2.Kor.11,14; Offb.12,9) befindet sich zu dem Zeitpunkt bereits im ewigen Feuer (Offb.20,10).

Woher ich das weiß:Recherche

Gott ist Liebe und Gerechtigkeit - er wird keinen Böswilligen in seiner Nähe dulden. Die sich ihm nahen dürfen, sind alle durch das Blut Jesu mit Gott versöhnt. Wer aber nichts von der Erlösung gehört hat, den richtet Gott aufgrund des Gewissens, das Gott jedem Menschen mitgegeben hat. Wer nun nichts von Jesus weiß und seinem Gewissen entsprechend den Willen Gottes tut, den rechtfertigt Gott aufgrund des stellvertretenden Sühneopfers Jesu:

„... der jedem vergelten wird nach seinen Werken: Wenn nämlich Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur aus tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich selbst ein Gesetz, da sie ja beweisen, dass das Werk des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre Überlegungen, die sich untereinander verklagen oder auch entschuldigen — an dem Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesus Christus richten wird nach meinem Evangelium.“

‭‭Römer‬ ‭2:6, 14-16‬ ‭SCH2000‬‬

http://bible.com/157/rom.2.6,14-16.sch2000

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