Lautstärkebegrenzung in Diskotheken. Argumente dagegen?

5 Antworten

willst Du einen Hörakustiker - Shop eröffnen, oder bist Du schon taub. Die zugelassene Lautstärke ist jetzt schon im grenzwertigen Bereich Langzeit-Hörschäden zu bekommen.

offen gestanden tue ich mir schwer, Argumente GEGEN Lautstärkebegrenzung zu finden, auch wenn die übrigen Antworten hier sich anscheinend nur mit Argumenten FÜR eine Begrenzung beschäftigen :)

ganz sicher bin ich mir aber, dass Lautstärkebegrenzungen nur eine SYMPTOMbehandlung gegen Hörschäden sind, und nicht die Hörschäden verhindern,

denn

die URSACHENbehebung muss dort ansetzen, wo die Schädigungen entstehen:

wer in Reizgifte "investiert", ist i.a. auf der FLUCHT vor Unerträglichkeiten, die durch das ERZWINGEN von (unerträglichen) Lebensrhythmen entstehen, die in die (subjektive) Gefühlswelt und Gedankenwelt Unerträgliches hineintrampeln (und so intensiv Gefühle und Gedanken schädigen, dass das normale Verdrängen behindert wird oder sogar Aggressionen "ins Hirn" getrampelt werden)

(Reizgifte sind nicht nur Rauschgifte und Schnüffelgifte verschiedener Suchtkategorien, sondern auch alltägliche Dinge wie Alkohol, Nikotin, Verfressenheit, Sex"sucht", Diskussionswütigkeit oder andere Verdrängungs-Rituale, die Menschen individuell "entwickeln" weil sie momentan Erträglichkeit der Problemsituationen -- die zu Gebrauch/"Missbrauch" der Reizgifte führen -- vorgaukeln)

Sicher können 8 Mrd Menschen nicht mehr täglich durch Wälder wandern, um Essbares zu suchen und sich zwischendurch ein Wildschwein oder Reh zu schiessen, das ist geographisch und physisch schon lang nicht mehr möglich, auch wenn nicht ERLAUBNIS-/VERBOTS- und ERZWINGUNGS- "Kulturen" das Hindernis wären

(es gibt dafür inzwischen weder genug Wälder noch genug Wild, eben abgesehen davon dass bei mehr als 1 Korb Pilze schon Strafe zu zahlen ist, und abgesehen von etwaiger Verhaftung als "Wilderer") 

aber wer das "Instant"Abreagieren in der Disco (und die subjektiv relative seelische Entspannung bei Discokrawall) wegen der körperlichen Schädigungen zb des Gehörs vermeiden will, darf

a) keinem "Arbeits"rhythmus zu festgelegten Zeiten

b) keinen Fremdbestimmungen (und fremdbestimmten Ritualen) bei egal welcher Tätigkeit oder Untätigkeit

c) keinen Einschränkungen der persönlichen Bewegungsfreiheit bei egal welcher Bewegungsart (Gehen, Fahrzeuge, eben Fortbewegungsmittel)

d) keinen subjektiven (das ist schon schwieriger zu realisieren ...) Belästigungen in Familie, Freundeskreis, Bus/Bahn (Lärm, Gesprächsinhalte Fremder, Piepkrawall bei jedem Türschliessen etc.etc.)

ausgesetzt sein

und

wenn sich mehr Leute Gedanken zu diesen Fragestellungen machen, lassen sich vielleicht gelegentlich auch Verbesserungen (wie gesagt der URSACHENbehebung) erreichen

In folgendem Artikel gibts eine ganze Menge davon:

Laute Musik macht die Jugend schwerhörig: Dieser Satz ist so alt wie die Popkultur. Eckhard Hoffmann begräbt diesen Mythos. Ein Gespräch über Musik, Lärm und schwerhörige Eskimos.

http://www.derbund.ch/mobile/bern/nachrichten/Die-Aufregung-war-umsonst/s/29572575/index.html/index.html

Es wird Zeit, Musik wieder als Genuss, nicht bloss als störenden Lärm zu begreifen. Zumal diese grassierende Übervorsicht nicht auf empirischen Studien fusst.

Viel Glück.

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