Kann ich als 17-jährige im Kindergarten arbeiten?

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Hey du!

Zu deiner ersten Frage: Nein, man kann definitiv nicht im Kindergarten arbeiten, wenn man keine entsprechende Ausbildung hat oder macht. Außer vielleicht mal als Schnupperpraktikum für ein oder zwei Wochen. Geld bekommst du dafür aber nicht. Im Gegenteil, als ungelernte Praktikantin musst du froh sein, wenn ein Kindergarten dich aufnimmt, denn in der Regel machst du mehr Arbeit als dass du nützlich bist. 

Deine zweite Frage war, was du sonst tun kannst. Wie wird das denn laufen wenn du ausziehst? Also wer übernimmt deine Fixkosten (Miete, Strom, Kleidung, Essen, etc.)? Zahlen das deine Eltern? Oder hast du vor, dir das Geld dafür selbst zu verdienen? 

Wenn deine Eltern (oder wer auch immer) deine Fixkosten übernehmen, dann brauchst du quasi einen Job, bei dem du dir ein kleines Taschengeld dazuverdienen kannst. Klassiker wäre hier natürlich Zeitungen austragen. In der Gastronomie wirst du dir schwer tun, denn meistens passen die Öffnungszeiten von Gaststätten nicht mit den Zeiten zusammen, in denen du als Minderjährige arbeiten darfst. Wenn dann hast du vielleicht in Cafés eine Chance, die nur unter tags geöffnet haben. Hier kannst du einfach mal vorbeischauen und fragen, ob sie eine Hilfskraft benötigen. Da könntest du dann vielleicht spülen oder mit Glück sogar bedienen. Auch Einzelhandelsgeschäfte suchen immer wieder Aushilfen. Zum Beispiel zum Regale einräumen. Oder als Hilfe bei der Inventur. 

Wenn du vorhast, deine Kosten selbst zu erwirtschaften schaut es leider schwierig aus. Als Schülerin hast du bereits einen Vollzeitjob: die Schule. Es ist quasi unmöglich, sich dabei nebenher so viel zu verdienen, dass man sich seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten kann. Und das auch noch als minderjährige, ungelernte Kraft. Glaub mir, ich kann als qualifizierte Fachkraft, die Vollzeit arbeiten geht, auch grad so "ganz gut" davon leben. Das heißt ich kann meine Fixkosten zahlen und dann bleibt mir noch ein kleines bisschen für Extrawünsche (also Klamotten, Kinobesuche, Essen gehen - das geht, das geht aber nicht oft und das muss ich mir gut überlegen, denn viel Geld bleibt nicht).

Alles Gute!

Danke für den Stern :)

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Ein Praktikum in der Art ist oft nur in den Ferien möglich, oder manchmal auch etwa ein oder zweimal in der Woche am Nachmittag. Wende dich doch einfach mal an einen Kindergarten in deiner Umgebung uns spreche über seinen Wunsch.

Sonst werde doch Babysitterin.

Viel Glück ☺

Sonst werde doch Babysitterin.

Guter Vorschlag. Da wirst du i.d.R. auch anständig bezahlt. :)

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Das stimmt. Bei allen anderen Praktika wirst du nicht bezahlt.

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Schönes Bild. :)

Ja, sicher, du kannst ein Praktikum machen. Ein unbezahltes Praktikum versteht sich. Es sei denn, du machst ein FSJ oder einen BFD ...

(Ich hoffe doch, du geringschätzt den Beruf des Erziehers nicht so sehr, dass du glaubst, du würdest als ungelernte Kraft dafür bezahlt ein paar Stunden am Tag mit Kindern zu spielen. Du kannst natürlich als Haushaltshilfe einsteigen. Aber als Praktikantin im Kindergarten wirst du i.d.R. nicht bezahlt.)

mit Praktikum meinte ich eigentlich 'nen ganz normalen Job, wo man Geld verdient :D

Und danke :)

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@LuzifersBae2

Nun, Geld wird für Leistung bezahlt. :)

Welche Leistung bringst du konkret im Kiga?

Nicht böse gemeint, aber wenn du Zeitungen austrägst oder kellnerst, bringst du eine konkrete Leistung, die du auch ungelernt bringen kannst, während das im Kindergarten oder Hort anders aussieht.

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Ein Praktikum wirst du nur bekommen wenn du eine dementsprechende Ausbildung bereits besuchst.

Ohne dem, wird ein einfaches "Ich mag Kinder" nicht ausreichen um dort mit den Kindern zu arbeiten - schliesslich besteht die Arbeit nicht nur aus Spielen und lieb sein.
Höchstens als Helferin wo du in der Küche aushilfst oder vielleicht die Kinder sauber machst.

Ich bezweifle sehr stark, dass das Wickeln der Kinder an eine ungelernte Kraft ausgelagert wird, die das tut, um Geld zu verdienen. :)

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Meine Frau arbeitet als Pädagogin im KiGa. und dort sind einige ungelernte bzw angelernte Helferinnen die für solche Tätigkeiten herangezogen werden.

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@sahov

Tja,  es gibt halt gute und schlechte Einrichtungen. Aber mal ernsthaft, das Wickeln ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Pflege und auch generell im Umgang mit dem Kind. Ich würde mein Kind nicht in eine Einrichtung geben, in der es von ungelernten Kräften gewickelt wird, denen i.d.R. nicht bewusst ist, wie bedeutsam dieser Vorgang ist. Das bringt man nicht einfach hinter sich, wie das Spülen einer Schüssel. Davon abgesehen fehlt hier auch die Bindung zum Kind, wenn diese Kräfte nicht im Kiga-Alltag eingesetzt sind. Es gibt Einrichtungen, in denen werden die Kinder nur von der jeweiligen Bezugserzieherin gewickelt, und dafür existieren gute Gründe ...

Und versteh mich nicht falsch, aber als Pädagogin - ich nehme an, sie hat den Bachelor oder ist Diplom-Pädagogin - wird auch ihr nicht unbedingt bewusst sein, dass das Wickeln Bestandteil der enorm wichtigen Beziehungsarbeit am jungen Kind ist. Aber es ist wichtig und sollte daher gewiss nicht einfach outgesourced werden. :)

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@Hacker48

Du machst gerade hunderte wenn nicht tausende Einrichtungen in meiner Stadt schlecht ;)

Ich rede hier von Kindergärten - ein wichtiger Punkt für die Aufnahme in den Kindergarten (zumindest hier) ist der dass das Kind bereits windelfrei ist. Somit fällt das Wickeln weg und das angesprochene "Saubermachen" ist idR ein kurzer Check ob tatsächlich alles sauber ist.

Für die ganz kleinen die noch Windeln brauchen, gibt es Kinderstuben und Kinderkrippen - da habe ich keinen Einblick.

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Bei uns würde das nicht gehen.

Für ein Praktikum brauchst du einen Grund, Schule z.B.

So zum Arbeiten, würden sie dich nicht einstellen, weil du keine Fachkraft bist.

Wir haben mal eine Nachbarin, die deutsch lernen wollte, in unserer Gruppe mithelfen lassen. Aber sie hat das ehrenamtlich ohne Geld, quasi nur für sich gemacht.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Bin ein erfahrener und vielseitiger Sozialpädagoge

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