In den Leerlauf schalten um Sprit zu sparen?

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich würde von mir nicht ohne Stolz behaupten, ein ziemlicher Spritsparexperte zu sein. So habe ich meinen 22 Jahre alten, handgeschalteten BMW 523i (Benzinmotor mit 6 Zylindern) im letzten Sommer auf Urlaubsfahrt Richtung Ferrara (Italien) auf einer Strecke von 1055 km mit 61,2 Litern Sprit bewegt - macht heruntergerechnet auf 100 Kilometern einen Durchschnittswert von 5,8 Litern (der Bordcomputer zeigte 5,7 an). Werksangabe nach NEFZ übrigens 9,7 Liter. Bewerkstelligt wurde das Ganze mit einer sinnvollen Kombination aus Schubabschaltung und Entnehmen des Ganges. Selbstverständlich war dabei keine Klimaanlage eingeschaltet, die maximale Geschwindigkeit betrug dabei konsequent 100 km/h.

Für Interessierte: Je gleichmäßiger und vorausschauender die Fahrweise ist, desto sparsamer wird das Fahrzeug. Bremsen, nervöses Pumpen am Gaspedal und Kurzstrecken sind Gift für den Verbrauch. So absolviere ich selbst Autobahnabfahrten quasi ohne die Bremse zu betätigen, nur mit der Motorbremse.

Sinnvoll ist es, die Schubabschaltung (Gang eingelegt, Fuß vom Gas) dann zu nutzen, wenn das Gefälle so stark ist, dass man (zum Beispiel aufgrund einer Geschwindigkeitsbegrenzung) bremsen müsste, würde man den Gang herausnehmen. Gerne dürfen hierzu auch mal kleinere Gänge genutzt werden. Hierbei wird der Motor vom Fahrzeug angetrieben (kein Schreibfehler), verbraucht üblicherweise keinen Sprit.

Aber auch die Nutzung des "Segelns" (Gang nicht eingelegt) kann sinnvoll zum Sparen sein, zum Beispiel dann, wenn man ein nur schwaches Gefälle absolvieren möchte. Zwar verbraucht dann der Motor eine gewisse Menge an Sprit (meiner zum Beispiel rund einen Liter pro Stunde), jedoch bremst er nicht mehr, weshalb man dann im Vergleich zur Schubabschaltung viel weiter rollen kann. Nicht bei starken Gefällen nutzen, weil man sonst Energie mit der Bremsanlage vernichten müsste.

Sprit sparen?

Wenn du den Gang drin hast wird dein Motor über die Räder angetrieben und geht in die Schubabschaltung (keine Förderung von Kraftstoff)

Machst du den gang raus muss der Motor Sprit verbrennen um sich selber am Drehen zu halten.

Woher ich das weiß:Beruf – KFZ Meister

Wenn du den Gang drin hast wird dein Motor über die Räder angetrieben und geht in die Schubabschaltung (keine Förderung von Kraftstoff

Erst ab einem bestimmten Drehzahlniveau, bei meinem zum Beispiel 1900 Umdrehungen. Ich kenne Fahrzeuge, da setzt das erst bei deutlich über 2000 ein. Also stimmt auch diese Aussage nur sehr bedingt, vor allem, weil die Frage auf Erhöhungen abzielt, wo die Steigung so gering ist, dass kein Gang eingelegt werden kann, weil das Auto sonst zu stark gebremst wird.

Will man also die Schubabschaltung nutzen, würde das bei den Erhöhungen nur zu einer Bremsung bis zum Stillstand führen, nicht aber zu einem kontinuierlichen Rollen.

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@roboboy

Ja im Großen und ganzen Hast du recht vorallem wenn der Motor im hohen gang mitläuft und sich langsam seiner Leerlaufdrehzahl nährt.

Wenn besagte Person noch ein Vergaser hätte wär das eh hinfällig ;D

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Für Getriebe ode Motor ist es nicht schädlich, aber für die Kupplung ist es eine unnötige Belastung - irgendwann musst Du ja auch wieder einkuppeln, und das wahrscheinlich bei großen Drehzahlunterschieden.

Denke aber daran: Leerlauf kostet Sprit. Wenn Du dagegen einfach nur vom Gas gehst, wird der Motor über den Antriebsstrang am Laufen gehalten und der Spritverbrauch geht auf Null.

Allerdings bremst der Motor natürlich auch. Jetzt kommt es auf das Gefälle und die gewünschte Geschwindigkeit an. Wenn Du in eingekuppeltem Zustand mit eingelegtem Gang mehr Gasgeben musst, um die Bremswirkung zu überwinden, als dem Motor in ausgekuppeltem Zustand oder herausgenommenem Gang zugeführt wird, wäre das Auskuppeln sinnvoller. Das kann man aber kaum abschätzen.

Ich würde eher nicht segeln.

irgendwann musst Du ja auch wieder einkuppeln, und das wahrscheinlich bei großen Drehzahlunterschieden.

Zwischengas....

Wenn Du dagegen einfach nur vom Gas gehst, wird der Motor über den Antriebsstrang am Laufen gehalten und der Spritverbrauch geht auf Null.

Jain. Erst ab einem gewissen Drehzahlniveau. Bei meinem zum Beispiel bei 1900 Umdrehungen, ich kenne aber auch Fahrzeuge, da kommt das erst bei deutlich über 2000 zum tragen.

Wenn Du in eingekuppeltem Zustand mit eingelegtem Gang mehr Gasgeben musst, um die Bremswirkung zu überwinden, als dem Motor in ausgekuppeltem Zustand oder herausgenommenem Gang zugeführt wird, wäre das Auskuppeln sinnvoller. Das kann man aber kaum abschätzen.

Genau darum geht es in der Frage. Auskuppeln ist aber das dümmste, was man machen kann, will man sein Ausrückelager länger als 20 Minuten behalten. Leerlauf oder Gang rein. Niemals die Kupplung unnötig gedrückt halten.

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@roboboy
Zwischengas....

wäre hilfreich, aber wer kann und tut das heute noch? Die Leute, die mit unsynchronisierten Getrieben Auto gefahren haben sind vermutlich alle im Altersheim...

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@tevau

Ja, wir müssen aber nicht das Getriebe Synchronisieren. Nur die Drehzahl vom Motor die vom Getriebe anpassen. Das ist einfach, und ich fahre zum Beispiel so.

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@roboboy

Streng genommen heißt "Zwischengas" übrigens nicht "Gas geben bei getretener Kupplung", sondern eher bei nicht eingelegtem Gang und nicht getretener Kupplung. Mache ich auch gerne, damit erleichtert man den Schaltvorgang (und schont die Synchronringe).

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@checkpointarea

Korrekt, da hast du recht. Deshalb habe ich auch betont, dass wir ja nicht mehr die Gänge Synchronisieren müssen, sondern nur noch die Kupplung :D

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Wenn man die Drehzahl des Motors jener der Getriebeeingangswelle anpasst, passiert der Kupplung gar nichts. Zu den übrigen Ausführungen: Meinen Beitrag lesen. Darin wird ausführlich beschrieben, weshalb das "Segeln" unter gewissen Bedingungen sinnvoller sein kann.

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Du sparst so keinen Sprit. Google mal nach Schubabschaltung. Mit eingelegtem Gang sparst du Sprit, da der Verbrauch dann auf 0 sinkt. Im Leerlauf wird weiterhin Sprit verbrannt.

Mein Problem ist aber, dass wenn ich jetzt z.B im 4 Gang oder höher einen leichten Berg runterfahre, dass ich Gas geben muss um nicht langsamer zu werden, da der Motor und Getriebe immer minimal bremsen. Im Leerlauf hingegen hab ich die niedrigste Umdrehung des Motors, also Standarddrehzahl und keine Reibungsverluste durch das Getriebe, somit fahre ich schneller und brauchte nur minimalst Sprit.

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@Thomas0a01

Dann musst du in einen höheren Gang schalten. Schon ist das Bremsmoment des motors geringer

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Die Fakten sind diese:

Nur ältere Fahtzeuge ohne Schubabschaltung verbrauchen Sprit im Leerlauf, die Schubaschaltung bergab schaltet ansonsten die Benzinzufahr ab.

Fahren im Leerlauf ist m.W. verboten, da man in Gefahrensituationen nicht schnell genug reagieren kann

Beim Bergabfahren nutzt man die Motorbremse, um die Bremsen und Kupplung zu schonen.

Ist dies schädlich für Getriebe oder Motor?

Um die Frage nun zu beantworten: nein, aber es schadet den Bremsen und spart kein Benzin (es sei denn, Du hast ein Fahrzeug ohne Einspritzmotor). In jedem Fall aber fährt man bergab nie im Leerlauf. Eigentlich sollte das Fahrschulwissen sein...

Das ist auch wieder viel zu allgemein.

Der Fragesteller redet hier von "Hügelchen".

Einem leichten Berg, einem Gefälle, wo man mit zwei Methoden fahren kann:

1: Leerlauf rein und rollen lassen oder

2: Im Gang fahren und Dauerhaft Gas geben, da die "Motorbremse" sonst zu stark verzögert.

Natürlich braucht in diesem Fall Nummer 2 mehr Sprit. Außerdem ist es nicht möglich in die Schubabschaltung einzufahren. Bei meinem Fahrzeug setzt diese erst ab 1900 Umdrehungen ein, fahre ich einen leichten Hang hinunter verbrauche ich bis 1900 Umdrehungen einfach mehr Sprit. Darüber würde die Motorbremse zu stark verzögern.

Verboten ist das meines Wissens nach nur in der Schweiz. Aber wer bitteschön soll das Kontrollieren? Niemand wird so bescheuert sein und bei einer Passabfahrt im Leerlauf fahren....

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@roboboy

Danke, endlich einer der die Frage richtig liest.

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Fakten? Woher hast du dieses selbstbewusste Nichtwissen?

1. Jeder Motor braucht im Leerlauf Kraftstoff.

2. Rollen im Leerlauf ist nicht verboten.

3. Mit der "Motorbremse" schont man nicht die Kupplung.

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@chevydresden

mmmhh...

1) Wir reden vom Bergabfahren im Leerlauf - musst schon genau lesen.Moderne Autos sind Einspritzer. Bei ihnen wird im Schubbetrieb (bergab) die Einspritzpumpe abgeschaltet. Es fließt kein Kraftstoff.

2) Ich hatte auch "m.W." geschrieben - aber selbst wenn es nicht verboten wäre, kan man in Gefahrensituationen nicht schnell genug reagieren, weil man. ggf. wieder kuppeln und Gang einlegen muss, bevor die eigentlich nötige Reaktion beginnen kann.

3) Kommt auf den Fahrstil an, in jedem Fall werden die Bremsen mehr belastet.

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@funcky49

Wir reden vom Bergabfahren im Leerlauf- musst schon genau lesen.Moderne Autos sind Einspritzer. Bei ihnen wird im Schubbetrieb (bergab) die Einspritzpumpe abgeschaltet. Es fließt kein Kraftstoff.

Im Leerlauf fließt Kraftstoff. Je nach Auto wird woanders abgeschaltet. Mein Auto schaltet den Schub erst bei 1900 U/min ab, andere erst bei über 2000.

Kommt auf den Fahrstil an, in jedem Fall werden die Bremsen mehr belastet.

Nein. Nicht im Gegebenen Fall. Denn im Gegebenen Fall wird die Gewünschte Geschwindigkeit X gehalten-ohne Bremse, ohne Gas, wenn das Auto nur rollt.

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@funcky49

Du hast geschrieben "Nur ältere Fahtzeuge ohne Schubabschaltung verbrauchen Sprit im Leerlauf".

Und das ist falsch!

Nur bei eingelegtem Gang und nicht betätigter Kupplung und Gas wird etwa oberhalb doppelter Leerlaufdrehzahl kein Kraftstoff eingespritzt.

Im Leerlauf muss Kraftstoff eingespritzt werden, sonst geht der Motor aus.

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Deine Aussage trifft nur auf alte Wagen mit Schubabschaltung zu. Moderne Fahrzeuge müssen dagegen ihre Katalysatoren und Filter auf einer exakten Temperatur halten. Bei ihnen arbeitet die Schubabschaltung daher nur noch eingeschränkt, wenn überhaupt. Klare Aussagen zu den Wirkungszeitpunkten einer eventuellen Schubabschaltung gibt es von den Herstellern nicht mehr.

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