Habt ihr Angst um die Zukunft des Internets wegen der umstrittenen Artikel 11&13?

47 Antworten

Tach zusammen,

ich muss ganz ehrlich sagen, ich hab mir Artikel 13 nie selbst durchgelesen. Aber ich kenne verschiedene Versionen der Bedeutung von verschiedenen Leuten, was mir sagt, dass viele Leute genauso wenig Ahnung haben wie ich.

Außerdem ist offensichtlich, dass viele der Demonstranten nicht unbedingt wegen der Zensurgefahr demonstrieren, sondern hauptsächlich weil es sie in ihrem Lebensstil einschränkt. Wer von der heutigen Jugend hat schon Ahnung vom Urheberrecht. Man holt sich alles möglichst kostenlos, weil man nicht bereit ist, dafür zu bezahlen oder darauf zu verzichten, wenn man sich es nicht leisten kann. Das Netz ist nichts anderes als ein riesiger Schwarzmarkt. Einer kauft es oder klaut es wo anders und verbreitet es weiter, der Urheber bekommt keinen Cent davon. Für den Nutzer ist es praktisch, denn wer will schon nicht ein neues Album oder einen Film, der grad in den Verkauf gekommen ist, kostenlos bekommen. Bei Bildern ist es noch viel schlimmer. Das wird bei google gesucht, kopiert oder heruntergeladen und woanders wieder hochgeladen. Dabei gäbe es bei google-Bilder sogar eine Suchoption, die nach Verwendungsrecht sortiert und die Bilder nicht anzeigt, die man nicht nutzen darf. Übrig bleiben die zur freien Verwendung. Juckt aber halt keinen.

Ich finde so einen Uploadfilter prinzipiell keine schlechte Idee. Viel von dem Problem liegt nicht am Artikel 13, sondern daran, dass die Nutzer sich nicht in dieses selbst ernannte Grundrecht der Nutzung eingreifen lassen wollen und ihre Urheberrechtsverstöße ganz frech als ihr Recht sehen. DA liegt ein wesentlicher Fehler.

Dass Zensur ausgerechnet durch so einen Filter herbeigeführt werden soll... wäre schon möglich. Aber unsinnig. Außerdem kann man auch jetzt schon zensieren, wenn man will.... das Internet ist kein rechtsfreier Raum, was offenbar immer wieder vergessen wird. Aktuell habe ich da wenig Sorgen wegen Zensur. Aber wer weiß halt, was die Zukunft bringt...

Insgesamt finde ich das Konzept zwar nicht schlecht, aber schlicht zu unausgereift um es einzuführen. Was ich bei recht vielen europäischen Modellen in letzter Zeit und den verschiedensten Branchen feststellen musste.

Das Verhalten der Politiker zeigt recht gut, wie sehr sie "Volksvertreter" sind. Wer eine Demo als "gekauft" abstempelt oder die Menschen als Bots bezeichnet zeigt, dass sie ihm ein Dorn im Auge sind, aber er es sich so aus der Welt redet und sich nicht weiter darum kümmert. Die Frage, ob ein Repräsentant das darf ist daher eigentlich überflüssig, weil man so eine Person wohl kaum einen Repräsentanten des Volkes nennen kann, das ihn aber dafür gewählt hat. Und daher denke ich, dass sich einige damit ihre Wähler vergrault haben und dass dieses ganze Thema sich durchaus auch auf die Wahl auswirken wird. Hoffentlich. Wir brauchen keine Politiker, die demonstrierende Menschen beschimpfen.

Schönen Tag euch allen!

Euer ibi

Gerade habe ich von einem Experten gehört, dass sich für uns als Konsumenten überhaupt nichts ändern wird!

Fred wünscht dir einen sehr schönen Start in die neue Woche und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

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@Fredlowsky

Lieber Fred, das wird wohl sehr darauf ankommen, wie man das Internet nutzt, also was man sucht, könnte ich mir vorstellen. Aber lassen wir uns überraschen :)

Schönen Wochenstart auch dir!

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@Fredlowsky

Experten gibt es viele und noch mehr welche sich für jene halten. Doch selbst ein Experte kann nicht alles bedenken.

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Das Netz ist nichts anderes als ein riesiger Schwarzmarkt. Einer kauft es oder klaut es wo anders und verbreitet es weiter, der Urheber bekommt keinen Cent davon. Für den Nutzer ist es praktisch, denn wer will schon nicht ein neues Album oder einen Film, der grad in den Verkauf gekommen ist, kostenlos bekommen. Bei Bildern ist es noch viel schlimmer.

Ich denke da machst du es dir zu einfach. Das fängt schon da an das selbst die Urheber, Künstler nur ein Bruchteil von dem Geld sehen was direkt über Plattenfirmen, Verlage und der gleichen eingenommen wird. Gerade als Neuling wirst du gerne von jenen zur Kasse gebeten und sämtliche Risiken auf dich abgewälzt.

Ein weiterer Punkt ist, versuche mal legal heute im Zeitalter des Internet was bei einem Händler zu bekommen. Selbst mit Name des Produktes, ISBN und der Gleichen mitunter unmöglich. Musik als Beispiel, versuche mal CD's zu bekommen. In unserer Stadt werden die immer weniger, ein Laden hat CD's völlig aus dem Sortiment genommen, ein anderer nie drin gehabt. man hätte Filme und Musik direkt über Händler vertreiben können, so das man sich Alben dort selbst zusammenstellt und dann auf CD bekommt und dort zahlt.

Über den Grove Player in Win10 kann man über Spotifi kostenlos Musik Streamen. Kostenlos wird sogar beworben.

Im Bereich Fan Werke ist es angeblich sogar geduldet oder gewollt das ein gewisser missbrauch stattfindet, da die Fan Werke, (Geschichten, Bilder...) nämlich Schleichwerbung machen. Abgesehen davon, versuche mal bei ständig wechselnden Rechte Inhabern herauszufinden an wen man sich wenden muss.

Man sollte auch nicht die Kritik der Verlage vergessen, welche jammern weil Künstler, so gut oder schlecht sie sind, ihr Material über Amazon's Plattform vertreiben, weil Amazon es mit seiner Literatur sparte denen einfach macht und sie die Verlage umgehen können. Wir bekommen es mit der Zeit und vielleicht seit einiger Zeit auch mehr und mehr mit einem Branchen Kampf zu tun der gern auf den Rücken des Urheberrechts und den angeblichen Raubkopierern ausgetragen wird. Ich kenne es von einem Discounter. Jammern wegen Diebstähle, doch wenn einem Kunden was herunterfällt, interessiert niemanden was es war, so kann es auch nicht in den Büchern vermerkt werden. Das landet dann sicher bei Inventur in der Diebstahl Statistik.

Das Problem ist vielschichtig und die Aussage das Menschen bisweilen nicht das Geld haben sich das zu kaufen, was sie wollen ist doch ein Punkt der wichtig ist. Wie oft fragt man sich ob der Preis für die Jeans, die CD oder anderes Gerechtfertigt ist. In etlichen Fällen zeigen Tests, das sie Maßlos überteuert sind. Letztlich ist es doch so, haben die Leute das Geld und das Angebot vor Ort, dann würden die meisten es sich auch dort kaufen. Der Einzelhandel jammert, doch habe ich schon die "Freundlichkeiten" des Einzelhandels kennenlernen müssen und dann jammert man weil keiner kauft.

Die Frage, ob ein Repräsentant das darf ist daher eigentlich überflüssig, weil man so eine Person wohl kaum einen Repräsentanten des Volkes nennen kann, das ihn aber dafür gewählt hat.

Ja wir wählen, doch nicht alles. Posten werden Politik intern vergeben.

Das Verhalten der Politiker zeigt recht gut, wie sehr sie "Volksvertreter" sind. Wer eine Demo als "gekauft" abstempelt oder die Menschen als Bots bezeichnet zeigt, dass sie ihm ein Dorn im Auge sind, aber er es sich so aus der Welt redet und sich nicht weiter darum kümmert.

Wohl wahr. Du bist gerade gut genug um sie zu wählen.

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@PlueschTiger
Gerade als Neuling wirst du gerne von jenen zur Kasse gebeten und sämtliche Risiken auf dich abgewälzt.

Der Neuling kann ja gerne die Aufgaben dieser Firmen selbst übernehmen - Promotion, Marketing, social media und so weiter und so fort. Der Neuling zahlt seinen Obolus an sie nämlich genau deswegen, dass er mit diesem ganzen Kram nichts zu tun hat und sich weiter seiner Kunst, Auftritten etc. widmen kann.

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@PlueschTiger
Ich denke da machst du es dir zu einfach. Das fängt schon da an das selbst die Urheber, Künstler nur ein Bruchteil von dem Geld sehen was direkt über Plattenfirmen, Verlage und der gleichen eingenommen wird. Gerade als Neuling wirst du gerne von jenen zur Kasse gebeten und sämtliche Risiken auf dich abgewälzt.

Aber der Künstler bekommt etwas davon, im Gegenteil zur Verbreitung auf irgendwelchen Tauschplattformen im Internet. Die Sachen mit der Plattenfirma hat der Künstler selbst organisiert, dafür kann der Nutzer nichts. Tatsache ist, dass ich als Nutzer dann den legalen Weg gegangen bin und für meine Nutzungsrecht bezahlt habe und damit auch den Künstler unterstütze.

Ein weiterer Punkt ist, versuche mal legal heute im Zeitalter des Internet was bei einem Händler zu bekommen.

Da kann ich dir Müller empfehlen. Die Filialen, die ich kenne, haben eine riesige CD/DVD/LP-Auswahl. Da kann man schonmal etwas rumstöbern. Dass kleine Händler sich nicht halten können... nunja, das ist eben ein Wandel der Zeit. Die Konkurrenz durch große Ketten und Internetanbieter. Wobei ich kein Problem darin sehe, mir solche Sachen legal im Internet zu kaufen.

Über den Grove Player in Win10 kann man über Spotifi kostenlos Musik Streamen. Kostenlos wird sogar beworben.

Für mich als Nutzer schon kostenlos, aber nicht für die Firma, die dahintersteckt. Die müssen sicher dafür zahlen, dass sie das anbieten dürfen.

Wenn man sich etwas nicht leisten kann, ist das kein Grund, auf illegale Wege zu gehen. Man kriegt Musik, Filme und Software auch gebraucht und vollkommen legal. Anbieter wie medimops, momox und rebuy sind wie Flohmärkte und agieren vollkommen legal. Ebenso wie ich, wenn ich eine legal erworbene CD weiterverkaufe. Der Urheber und der Verlag verdienen aber nur beim Erstverkauf. Das ist gesetzlich so geregelt. Ob das jetzt gut oder schlecht ist - da werden sich Händler, Urheber und Konsument nie einig werden.

Wenn es also um die Anteile geht, die Verlage, Plattenfirmen, Künstler und Händler bekommen - darauf habe ich als Käufer keinen Einfluss. Der Künstler selbst entscheidet, auf welche Art und Weise er sein Gut vermarktet und er unterschreibt die Konditionen, zu denen das Produkt auf legalem Wege auf den Markt geht.

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@ichbinich2000
Aber der Künstler bekommt etwas davon, im Gegenteil zur Verbreitung auf irgendwelchen Tauschplattformen im Internet.

Auf Tauschplattformen hat das keine Auswirkungen. Wieso? Die Foren und Co sitzen meist eh im Ausland und der Datenaustausch passiert entweder dezentral über ein P2P-System oder über Sharehoster die mWn nicht von der Richtlinie betroffen sind.

Davon mal ganz ab, dass die Verbreitung per Tauschplattformen vorher auch schon illegal war und rigoros verfolgt wurde (und vmtl. immer noch wird).

Wenn man sich etwas nicht leisten kann, ist das kein Grund, auf illegale Wege zu gehen.

Seit wann ist Spotify illegal? Meines Wissens nach wird in der kostenlosen Variante einfach immer mal wieder Werbung eingespielt, wodurch das Geld reingeholt wird.

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@Spassbremse1
Der Neuling kann ja gerne die Aufgaben dieser Firmen selbst übernehmen - Promotion, Marketing, social media und so weiter und so fort. Der Neuling zahlt seinen Obolus an sie nämlich genau deswegen, dass er mit diesem ganzen Kram nichts zu tun hat und sich weiter seiner Kunst, Auftritten etc. widmen kann.

Der Neuling zahlt mit den Prozenten die der Verlag von den einnahmen einbehält diese kosten bereits. Zudem ist ein Verlag oder Plattenlabel weit besser in all den nötigen Dingen Organisiert und kann all das weit billiger erledigen als der Künstler selbst.

Zudem zeige mir mal Normale Künstler welche sich 100% auf die Kunst konzentrieren können. Die wirst du nur in den oberen 10.000 finden, die welche bereits finanziell ausgesorgt haben. Selbst im Fußball bedeutet Erste Liga nicht das jeder Spieler Ausgesorgt hat, im Gegenteil, die einzigen wo Spieler ausgesorgt haben sind Top Vereine, für andere heißt es bei Spielern Jobcenter wenn der Verein dicht macht. Überall in der Kultur, Kunst und co ist Geld Mangelware.

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@ichbinich2000
Aber der Künstler bekommt etwas davon, im Gegenteil zur Verbreitung auf irgendwelchen Tauschplattformen im Internet.

Ich glaube eine dieser Plattformen hieß mal MegaUpload bis sie vom FBI dicht gemacht wurde. In einem Interview mit dem Betreiber der Seite, erfuhr man das dieser mit namhaften Künstlern bereits Gespräche führte und erste Verträge gehabt haben soll, um deren Werke legal direkt über die Plattform zu vermarkten, ohne die Plattenlabel. Ergebnis für die Künstler wäre gewesen das sie eine Direkte Vermarktung gehabt hätten und ohne Label mehr von den einnahmen. Da es eh schon Probleme mit Labeln gabt drängte sich der verdacht auch das die Label diese Schließung der Seite mit Gewalt durchführen ließen um mögliche Konkurrenz auszuschalten. Ich bin gegen Piraterie und das, daher nicht falsch interpretieren.

Die Sachen mit der Plattenfirma hat der Künstler selbst organisiert, dafür kann der Nutzer nichts. Tatsache ist, dass ich als Nutzer dann den legalen Weg gegangen bin und für meine Nutzungsrecht bezahlt habe und damit auch den Künstler unterstütze.

Der Künstler ist auch nur ein ehemaliger Nutzer und hat genauso wenig Erfahrung mit all den am Anfang wie du und ich. Der Künstler hat auch nicht viele Möglichkeiten und zu wenig Erfahrung mit all dem, als das man dem da die schuld zu schieben kann. Zudem wie ich sagte, versuche doch mal legal manche werke zu finden die du willst, bisweilen unmöglich. Nimm mal Zoomania, da musst ich im Laden erst mal fragen und den bestellen, obwohl es ein Bekannter Film ist und Populär. Ehrlich gesagt, wenn man Künstler unterstützen will dann so wie bei Patreon und Co. dort geht das Geld an die Künstler direkt, nicht an die Vertreiber.

Da kann ich dir Müller empfehlen. Die Filialen, die ich kenne, haben eine riesige CD/DVD/LP-Auswahl. Da kann man schonmal etwas rumstöbern. Dass kleine Händler sich nicht halten können... nunja, das ist eben ein Wandel der Zeit. Die Konkurrenz durch große Ketten und Internetanbieter. Wobei ich kein Problem darin sehe, mir solche Sachen legal im Internet zu kaufen.

Nicht in jeder 10.000 Seelen Stadt hast du einen Müller oder Saturn. Zudem es gibt bei Internet schon ein Problem und da meine ich noch nicht mal das mit den Daten. Wenn du 12 bzw. unter 18 bist und dir vom Taschengeld eine DVD kaufen willst, kannst du das eigendlich teilweise nicht legal über Internet.

Wenn man sich etwas nicht leisten kann, ist das kein Grund, auf illegale Wege zu gehen. Man kriegt Musik, Filme und Software auch gebraucht und vollkommen legal. Anbieter wie medimops, momox und rebuy sind wie Flohmärkte und agieren vollkommen legal. Ebenso wie ich, wenn ich eine legal erworbene CD weiterverkaufe.

Ja das Stimmt zwar alles, doch die Zeiten des weiterverkaufen sind schon lange nicht mehr so rosig. Ich bin ebenfalls gegen illegale Wege, doch eben diese Wege sind oft eine Folge des Verhaltens von eben jenen Anbietern.

  • Seit es Steam gibt hast du viele Spiele welche du nicht mehr weiterverkaufen kannst weil sie Personalisiert sind. Sprich hast du sie wegen Steam zwang einmal Registriert, kann niemand anderes das spiel mehr benutzen, weil Steam die Nutzung blockiert. Mir ist das mit The Elder Scrools Skyrim passiert. Das sind Details welche bisweilen, auch in dem Fall, nicht mal der Händler wusste. Steam ist nicht das einzige, es gibt bereits weitere.
  • Theoretisch machst du dich mit dem 2 Hand kauf oder verkauf auch strafbar, zumindest wenn es nach Hersteller geht, denn wenn du dir mal aufmerksam die AGB's durchliest wirst du auch solche Verbote finden.
  • Noch schlimmer ist das der Kopierschutz, bisweilen selbst legal erworbene Wahre unbrauchbar macht. Beispiel "The Witcher 1" ist unter Win10 nicht mehr nutzbar, weil die Treiber von Windows blockiert werden, da sie ein System Sicherheitsrisiko sind.
  • rebuy und Co. sind für mich teilweise Abzocker. Vergleiche mal was du bezahlen sollst und was du für den Gegenstand bekommst. Zudem die AGB sind genauso, keine Garantiepreise sondern Angebote, den Endpreis bekommst du nach Begutachtung. Wenn du dann aber unter eine gewissen Marke an Wert kommst wird es auch nicht zurückgesendet oder nur gegen Porto kosten. angeblich wird dann Wahre vernichtet welche nicht zurückgeholt wird und angeblich nicht Handelbar ist.
  • TES Oblivion, kann nur mit einer Illegalen .exe Datei und Umwege auf Win10 Gespielt werden (Problem ist der Kopierschutz), warum? Weil der Hersteller kein Patch anbietet um das Spiel auch auf Win10 lauffähig zu halten.
  • ....

Das Übel ist nicht nur einer, sondern alle in dem Rad haben ihren Schmutz an den Fingern. Hersteller weil sie auch noch den letzten cent aus dir pressen wollen. Leute die nicht bereit sind für etwas zu zahlen. Habgier, Rendite und so weiter.

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Man holt sich alles möglichst kostenlos, weil man nicht bereit ist, dafür zu bezahlen oder darauf zu verzichten, wenn man sich es nicht leisten kann.

Ich behaupte mal, dass es inzwischen besser ist als um 2000 rum. Warum? Die Tauschbörsennutzung dürfte stark zurückgegangen sein, es gibt für Musik und Serien Streamingdienste und Spiele bekommt man auch relativ günstig und legal.

Für den Nutzer ist es praktisch, denn wer will schon nicht ein neues Album oder einen Film, der grad in den Verkauf gekommen ist, kostenlos bekommen.

Warum sollte ich ein Album kaufen? Spotify für 5-10€ und fertig. Absolut legal, einfach und günstig.

Oder man zahlt für Spotify nichts und hat kurze Werbespots.

Juckt aber halt keinen.

Warum werden dann nicht die Nutzer abgemahnt?

Ich finde so einen Uploadfilter prinzipiell keine schlechte Idee.

Ich schon, weil fraglich ist, wie er funktionieren soll. Auf ein Full-HD Bild (1920x1080 Pixel) gibt es 34.383.139.200.000 Möglichkeiten wie die Pixel gefärbt sein können. Dazu kommen dann noch viele Möglichkeiten, in denen Gruppen von Pixeln geändert sein könnten.

Wie willst du jetzt also prüfen, ob ein Bild das gleiche wie das andere ist nur mit einem veränderten Bereich (oder auch nur einem veränderten Pixel) und das ganze dann noch ohne, dass es dabei zu einem False-Positive kommen kann? Zudem darf es auch nicht zu einem False-Negative kommen.

Dass Zensur ausgerechnet durch so einen Filter herbeigeführt werden soll... wäre schon möglich. Aber unsinnig.

Durch den Filter selbst? Vll. durch Überfilterung (mehr blocken als man muss). Problemaitscher ist aber, dass die Infrastruktur dafür dann bereits steht und verwendet werden kann.

Persönlich habe ich nicht gerne die (wenn auch vll. geringe) Gefahr, als keine. Noch weniger mag ich sowas, wenn es darum geht damit die Taschen von Konzernen weiter zu füllen.

Den letzten zwei Absätzen kann ich nur zustimmen.

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@Etter
Seit wann ist Spotify illegal?

Ich wüsste nicht, dass ich das behauptet hätte ^^

Die Tauschbörsennutzung dürfte stark zurückgegangen sein,

Naja, Youtube ist im Endeffekt nichts anderes. Es gibt Leute, die etwas massenhaft hochladen oder tausende Videos verbreiten, die für einen Downloadlink werben. Denn wenn ich was kostenlos suche, ist Youtube immer die erste Anlaufstelle, wenn es um Musik, Filme und Serien geht. Manches, was man dort findet, ist lizenziert, anderes auch nicht und verschwindet nach kurzer Zeit wieder - nicht aber ohne einige tausend Zuschauer gehabt zu haben. Verbunden damit, dass man an jeder Ecke Downloadprogramme für Videos bei Youtube bekommt, hat man die optimale Tauschplattform. Von diesen ominösen Downloadlinks ganz zu schweigen (wer klickt da eigentlich drauf...).

Das ist ein astreines Tauschplattformgeschäft, wo niemand etwas verdient. Es lebt davon, dass die Moderation bei Youtube etwas braucht, um diese Videos aufzustöbern und zu entfernen.

Ich schon, weil fraglich ist, wie er funktionieren soll.

Nachdem unsere Polizei in der Lage ist, Gesichter automatisch erkennen zu lassen (hast du diese Experiment irgendwo in Berlin mitbekommen?), sollte so ein Uploadfilter nicht so schlimm sein und die Fehlerquote recht gering. Die Zensurgefahr liegt nicht unbedingt darin, dass man mehr filtert, als man muss, als eher darin, dass man das rausfiltert, was einem nicht passt, was dann ein Klacks sein sollte. Die Blacklist ist leicht erweitert... die Infrastruktur ist da, da hast du recht.

 die Taschen von Konzernen weiter zu füllen.

Welche Konzerne meinst du denn? Plattenfirmen und Verlage? Das sind ja aber auch doch die Wege, über die die Künstler an ihr Geld kommen ^^ Youtube etc. hat damit Aufwand und zusätzliche Kosten und vermutlich auch einen Rückgang von Besuchern.

Warum sollte ich ein Album kaufen?

Das ist wohl eine Sache der Einstellung... manche Leute mögen das so (wie ich, ich hab lieber ein Album in der Hand, als auf irgendeiner App auf dem Handy gespeichert) und außerdem kann ich es mir für die 10 Euro genauso auf CD kaufen. Mit meinen festen Nutzungsrechten, die mir vollauf genügen.

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@ichbinich2000
Naja, Youtube ist im Endeffekt nichts anderes.

Doch schon. Bei Youtube wird prinzipiell Content hochgeladen und direkt betrachtet (Streaming). Wenn ich mich recht ensinne ist es auch eine Richtlinie, dass du kein urheberrechtlich geschütztes Material hochlädst.

https://www.youtube.com/intl/de/yt/about/policies/#community-guidelines

Bei Tauschplattformen (in der klassischen Art) gehts rein um das Bereitstellen von Downloads. Keine Betrachtung vorher o.Ä. Die illegalen Plattformen sind auch klar illegal.

sollte so ein Uploadfilter nicht so schlimm sein und die Fehlerquote recht gering.

Genau daran glaube ich aber eben nicht. Wenns so wäre, würde das ContentID-System vmtl. besser funktionieren.

Dass dem nicht so ist....nunja:

https://www.bbc.com/news/technology-42580523

Dazu kommt noch, dass eine Gesichtserkennung sich voll darauf konzentrieren kann das Gesicht zu erkennen. Bei Uploadfiltern gehts aber noch über Mustererkennung hinaus, wenn bspw. Memes, Satire und Co erlaubt sein sollen und kein False-Positive entstehen soll.

Welche Konzerne meinst du denn? Plattenfirmen und Verlage?

Rechteverwertungsgesellschaften (wie eben bspw. GEMA). Also prinzipiell: Ja.

Ich mag es nicht eine potentielle Gefahr einzugehen, damit die GEMA mehr verdienen kann.

Das ist wohl eine Sache der Einstellung... manche Leute mögen das so (wie ich, ich hab lieber ein Album in der Hand, als auf irgendeiner App auf dem Handy gespeichert) und außerdem kann ich es mir für die 10 Euro genauso auf CD kaufen.

Es ist halt für mich auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Um auf das zu kommen, was ich immer wieder höre müsste ich vmtl. schon ein paar Hundert Euro ausgeben. Dazu kommt noch was ich alles nebenbei höre. Da wären wir dann eher im 4-5 stelligen Bereich, da ich nahezu immer Musik höre. Dazu hätte ich den Mehraufwand, dass ich erst noch die Musik von der CD auf den PC übertragen müsste und dann auf allen wichtigen Abspielgeräten (Desktop-PC, Laptop, Auto und Handy) verfügbar machen müsste.

Ich wüsste nicht, dass ich das behauptet hätte ^^

War für mich aus dem Kontext gezogen, da Plüschi meinte, dass er Spotify kostenlos nutzt, worauf deine Antwort dann war, dass man keine illegalen Möglichkeiten nutzen soll, wenn man es sich nicht leisten kann ;)

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@Etter

Die Richtlinie ist gut und schön. Nur dauert deren Umsetzung eine Zeit, ebenso wie es hier bei gutefrage einige Sekunden, Minuten oder Stunden dauert, bis ein richtlinienwidriger Beitrag gemeldet wird oder einem Moderatur unter die Nase fällt. Das Bereitstellen von Downloads ist auf youtube Gang und Gäbe, wenn auch die Videos mit dem Link nicht lange stehen bleiben. Doch weil diese Videos von vielen verschiedenen Kanälen kommen und massenhaft verbreitet werden, ist das immer im Gange. Da gibt es auch kaum eine Betrachtung vorher. Was ich meine, sind Videos wie dieses hier:

https://www.youtube.com/watch?v=o_zFWS7R8aA

Ich hoffe, es steht noch lange genug, damit du siehst, was ich meine. Für die Serie, die beworben wird (The Grand Tour) gibt es täglich tausende dieser Videos.

In dem Artikel, den du verlinkt hast, findet sich ganz am Ende folgende Aussagen:

According to Google, the rate of invalid claims is below 1%.

Wie gesagt, ob CD oder Spotify ist Sache der persönlichen Einstellung. Ich hab lieber eine CD, die ich auf den Computer überspielen und fürs Handy auf meine Cloud legen kann oder sie einfach in einen CD-Player stecken kann, was mir grade besser gefällt. Und es hindert mich auch nicht daran, immer Musik zu hören (ohne gings nicht ^^).

[...]worauf deine Antwort dann war, dass man keine illegalen Möglichkeiten nutzen soll[...]

Ich bezog mich eher auf seine Aussage, wo er ansprach, wie gerechtfertig der Preis für manches Produkt denn sei ;-)

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@ichbinich2000
Das Bereitstellen von Downloads ist auf youtube Gang und Gäbe, wenn auch die Videos mit dem Link nicht lange stehen bleiben

Was ich mich dabei halt frage: Ergibt es Sinn die Plattform dafür abzustrafen. Beispielsweise könnte hier auf GF auch jemand mit zig Spamaccounts unzulässige Downloadlinks verteilen. Sollte man jetzt GF deshalb irgendwas unterstellen?

Der Versuch das zu unterbinden ist ja absehbar (dadurch dass die Videos schnell verschwinden). Das Beispielvideo ist bereits nicht mehr verfügbar.

Was du meinst ist mir durchaus klar, aber wie gesagt: Die wirklichen Downloader wirste damit nicht blockieren (es gibt mehr als genug Foren die sich auf genau sowas spezialisiert haben und leider nicht so einfach zu fassen sind). Die die nur die Videos sehen wollen, gehen im Zweifelsfall auf Streamingseiten. Die Seitenbetreiber versuchen mit ihren Mitteln dagegen anzugehen, aber im Voraus sowas zu blockieren ist halt "schwer".

Bei Videos stell ich mir das ganze sogar nochmal deutlich schwerer vor, als bei einem einfachen Bild, da es unfassbar viele Bilder+Ton sind.

Im Endeffekt bleibt aus meiner Sicht daraus nur über, dass die legalen Anbieter abgestraft werden, die wirklich illegalen sich dafür einen ablachen.

Ich bezog mich eher auf seine Aussage, wo er ansprach, wie gerechtfertig der Preis für manches Produkt denn sei ;-)

Dann hab ich daraus einfach meine falschen Schlüsse gezogen ^^

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@Etter

Das Beispiel mit gf ist gut getroffen, auch hier hatten wir schon Leute, die über Wochen hinweg mit immer wieder neuen Accounts Links verteilt haben. Und gutefrage hat technische Maßnahmen ergriffen, um das zu verhindern. Der Seitenbetreiber hat doch auch dafür zu sorgen, dass auf seiner Seite das geltende Recht herrscht und nicht der Troll. Hier muss Youtube eben dafür sorgen, dass ihre Plattform nicht zu illegalen Zwecken missbraucht wird.

Die Leute dahinter wird man nicht so leicht los, das stimmt. Aber es ist zumindest mal ein Anfang, die Zahl der dafür nutzbaren Plattformen zu reduzieren.

Dass eine Vorschrift oder ein Verbot oft auch andere als die wirklich zu erreichende Zielgruppe betrifft, ist irgendwie immer so. Die meisten Verbote beruhen doch darauf, dass jemand Mist gebaut hat und es dann für alle eingeschränkt oder verboten wird... die wirklich Illegalen hocken vermutlich irgendwo im Darknet und sind unerreichbar, das mag stimmen. Aber das ist nicht Otto Normalbürger.

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@ichbinich2000

Bei GF war es halt so "simpel", dass man nicht mehr so schnell Beiträge erstellen kann (oder zumindest war es vmtl. eine Maßnahme).

Ebenso muss GF vmtl. mit keiner Klage rechnen, wenn es dann doch jemand schaffen sollte zu spammen.

Dass geltendes Recht eingehalten werden muss ist für mich klar. Ebenso dass das Urheberrecht eingehalten und beachtet werden muss. Mir gefallen bloß die Maßnahmen einfach nicht.

Was mich dabei besonders stört: Soweit ich weiß gibt es schon Fristen innerhalb dessen Plattformen gemeldete Werke mit geschützten Inhalten offline nehmen müssen. Man müsste diese Frist vll. mal konkretisieren und dann auch wirklich konsequent durchsetzen. Damit wäre wohl beiden Seiten geholfen und es würde keines Filters benötigen.

die wirklich Illegalen hocken vermutlich irgendwo im Darknet und sind unerreichbar, das mag stimmen.

Nöp die sitzen bzw. registrieren ihre Seite einfach in Ländern in denen es niemanden interessiert und sie anonym bleiben können.

Ehemaliges Beispiel: https://de.wikipedia.org/wiki/Boerse.bz

https://de.wikipedia.org/wiki/.to

Die TLD ist ja nicht ganz unbekannt, wenn es um sowas geht ;)

Aber das ist nicht Otto Normalbürger.

Ich weiß nicht wie es heute ist, früher waren Tauschbörsen aber unfassbar verbreitet und wurden auch häufig genutzt.

Wenn es inzwischen nicht mehr normal ist (wo ich mir nicht ganz sicher wäre), dann wäre das schon ein ganz guter Fortschritt.

Soweit aber schonmal danke für die angenehme Diskussion ^^

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Guten Morgen!

Ich habe hier keine Angst - man weiß auch nie, was die Medien wirklich von sich geben bzw. ob das seriös ist oder nur pure Polemik, mit der aufgehetzt und Quote/Geld gemacht werden oder einem Selbstzweck gehuldigt werden soll. Da bin ich sehr zurückhaltend; semi-seriöse Medien sind mit Vorsicht zu genießen.

Wenn das Ganze kommt, werden sicherlich irgendwelche ominösen Abmahner wieder Kasse machen wollen und auch die Betreiber kleinerer privater Pages, die keinerlei rechtliche Hintergrundahnung aber viel Angst durch semi-seriöse Medien haben, sich ihre Präsenz im Internet überlegen bzw. Seiten schließen ------> zumindest ist davon auszugehen.

Den "privaten Standard-User" allerdings, der weder eine Seite noch eine Facebook-Seite für irgendwas hat, dürfte das nicht groß tangieren -----> aber viel schlimmer ist damit, dass man unterbewusst nur die EU-Antipathie und die Exitgedanken sowie Politikverdrossenheit, AfD und sonstige Extreme schürt. Die Politiker sollten sich nicht immer nur "traurig" zeigen anlässlich gesunkenen Wählervertrauens, Zulauf zu Herrn Gauland und seinen Vasallen, Nichtwähler und EU-Skepsis, sondern sich mal fragen, warum das so ist und warum Otto Normalverbraucher so reagiert -----> genau wegen solcher Experimente und undurchsichtiger Geschichten, mit denen am Volk vorbeientschieden wird.

Ich bin Pro-Europäer und absolut parteilos, aber ihren Zenit hat die EU so Mitte-Ende der 90er erreicht, danach wurde es immer fragwürdiger - ich finde, dass die EU ein viel zu schwerfälliger Klotz ist, der Gefahr läuft an seiner eigenen (bürokratischen) Masse zu ersticken. Wegen einem solchen Satz geriet ich in der Berufsschule vor zehn Jahren mal mit einem Lehrer bald in die Wolle, aber ich steh' heute noch zu 100 Prozent zu meinen Worten von damals.

So hat auch die zusehends tendenziell EU-kritische Haltung der Mitgliedsstaaten fraglos ihre Gründe. Auch der "Brexit" hat weniger mit "britischem Kleinmut" oder damit zu tun, dass die Engländer arrogante Europagegner und Eigenbrötler seien, sondern viel mehr damit, dass die EUihre eigentliche Tätigkeit - eine Freihandelszone zu sein - weit, weit überschritten hat. Man hat der EU durch den "Brexit" definitiv einen Denkzettel verpasst und das meiner Meinung nach auch zu Recht --------> würden andere Staaten Volksabstimmungen darüber einführen, würde die EU bald ganz zerfallen.

Im Grunde sollten sich die Damen und Herren in Brüssel schon seit Jahren mal ganz viele Gedanken machen und sich fragen, ob man bei der EU in Sachen Bürokratie und Politik/Gängelung sowie "Richtlinien" nicht doch zu viele "Ambitionen" hatte bzw. ob man den Bürgern und Mitgliedsstaaten der EU nicht doch zu viel zugemutet hat. Genau das sollten sie tun,anstelle die Schuld überall sonst wo zu suchen und einen auf traurig zu machen. Niemand anders außer der EU selbst hat den "Brexit" bzw. die politische Lage in Europa verschuldet.

Das ganze Thema ist sowieso auch wieder nichts als polemische Panikmache - ob und in welcher Form das kommt ist eine Frage, die keiner beantworten kann und ich rede ungern über "ungelegte Eier". Es ist überhaupt nicht klar, ob dieses Thema jemals zur Debatte stehen wird.

Nur soviel dazu: Es gibt zum Urheberrechtsschutz aus meiner eigenen Sichtweise heraus bestimmt andere, effektivere und sinnvollere Möglichkeiten als eine weitere von letztlich der Realität längst entwichenen Bürokraten entwickelten EU-Richtlinie.

Ich wünsche euch einen schönen und gediegenen Montag - musikalisch habe ich Desireless mit "Qui sommes-nous?" ("Wer sind wir?"). Viel Freude damit, ein Song zum Nachdenken.

https://www.youtube.com/watch?v=YrLeRlJW2vE

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

Fred wünscht dir einen sehr schönen Start in die neue Woche und grüßt dich aus Wien ganz herzlich.

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Wenn das Ganze kommt, werden sicherlich irgendwelche ominösen Abmahner wieder Kasse machen wollen

Davon gehe ich auch aus

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Den "privaten Standard-User" allerdings, der weder eine Seite noch eine Facebook-Seite für irgendwas hat, dürfte das nicht groß tangieren

Es könnte die Leute indirekt betreffen. Beispielsweise nutze ich häufig Twitch (als Zuschauer).

Wenn die per Geoblocking Europa rausnehmen, dann ist zwar Twitch primär betroffen, ich aber sekundär, da ich von dort (eigentlich) keine Inhalte mehr beziehen kann. Dazu kommen dann noch Leute, die durch das Streaming ihr Geld verdienen (gibt es durchaus die eine oder andere Person).

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Guten Morgen,.

wenn ich ganz allgemein so diese Thesen höre, was da auf uns zu kommt, stellen sich bei mir die Fussnägel auf.

Fakt: Das Urheberrecht gibt es schon lange

Fakt: Immer wieder wurde / wird gegen das Urheberrecht -bewußt oder unbewußt- verstoßen.

Um die Urheber besser schützen zu können, muss das Urheberrecht einfach modifiziert und der heutigen Zeit angepasst werden - und zwar einheitlich..

Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie von so Vielen geäußert? Sehe ich nicht. Früher wie heute ist eine Meinungsfreiheit unter Beachtung der Regeln durchaus gegeben. Damals wie heute und auch in der Zukunft kann jede/r seine Meinung frei äußern - für uns wird sich da also wenig ändern.

Wozu also Angst haben? Ich jedenfalls habe sie derzeit nicht.

Was die Äußerungen einiger Politiker zu diesem Thema angeht: Vollkommen daneben. Befürchtungen und Proteste der Bürger sollte man schon ernst nehmen und nicht so abwertend abtun.

In diesem Sinne LG

Guten Morgen! Kann Mobbing durch das eigene Schicksal erklärt werden?

Guten Morgen!

Die heutige Gugumo-Frage möchte ich mit einer wahren Geschichte eröffnen.

Ich kannte mal jemanden, der an einer früheren Arbeitsstelle - in einer Zeit, in der das Wort Mobbing noch unbekannt war - fast 10 Jahre lang fertig gemacht wurde bis jenseits der denkbaren Grenze. Er hat die Hölle auf Erden erlebt.

Dieser Mann war seit seiner Genesung und einem beruflichen Wechsel zum Niederlassungsleiter fortan unausstehlich und extrem aggressiv, diffamierte und behinderte Kollegen und Untergebene wo er konnte und ließ sie gern im Beisein von Kunden mit Genuss komplett runterlaufen, mitunter bis Tränen flossen. Die Person, die ihn zuvor am meisten und am tiefsten gemobbt/gekränkt hat, hatte er besonders gefressen; er hat sie über Jahre hinweg subtil in aller Öffentlichkeit bei jeder sich ihm bietenden Gelegenheit schlecht gemacht und diffamiert, bis sie selbst psychisch labil war, zunächst in Behandlung ging, sich kaum noch aus dem Haus traute weil man im Ort nicht ihr als junger, zugezogener, nicht im Gesellschaftsleben präsenter Frau, sondern dem "mächtigen" angesehenen und in allen Vereinen präsenten, älteren Mann glaubte (zumal der nicht gelogen hat in dem, was er über sie erzählt hat, aber teilweise stark übertrieb) und wegziehen musste, weil sie es in der Region nicht mehr aushielt. Selbst da machte er sich bemerkbar und hat die Frau am Tage ihres Auszugs/ihrer Wohnungsauflösung vor ihrer Wohnung erwartet, mit gönnerhaften Sprüchen "feierlich großmütig verabschiedet", ihr emotional den Gnadenstoß versetzt und sich dann noch diebisch drüber gefreut, diese Widersacherein selbst in die Knie gezwungen und leiden gesehen zu haben.

Wie seht ihr das? Ist es legitim oder durch irgendetwas zu rechtfertigen oder zumindest nachvollziehbar, wenn ein jahrelang Gemobbter den Spieß rumdreht?

Meine Ansicht dazu: Eigentlich ist so etwas durch nichts zu entschuldigen und meine persönliche Maxime ist frei nach Heinrich Nordhoff, der mal Chef von VW gewesen ist "man wird nicht dadurch besser, wenn man andere schlecht macht" -----> aber man kann es, wenn man sich in die Person, die so etwas tat hineinversetzte/ihre Vorgeschichte kennt und auf sich wirken lässt zumindest aus menschlicher Sicht ein Stück nachempfinden, wenngleich ich es auf keinen Fall gut heiße: Es gibt auch andere Mittel und Wege, Mobber zu bekämpfen.

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