Glaube und Universum?
Schließt der Glaube an einen Gott den Gedanken eines unendlichen Universums und der Multiversums Theorie aus? Existiert ein unendliches Universum, muss es doch auch unendliche viele Möglichkeiten in unendliche vielen Variationen existieren? Also zum Beispiel die exakt gleiche Welt, nur dass ich gerade anstatt meinen Apfel mit der echten Hand esse, ihn mit der linken esse :)
Dieser Gedanke schließt meiner Meinung nach den Glauben an einen Gott, der ja auch bedeutet, dass wir Menschen der Mittelpunkt der Erde sind, komplett aus.
und wie sieht’s mit der Evolutionstheorie aus? Widersprechen sich Evolutuonstheorie und Bibel/ Glaube komplett? Was sagt ihr dazu ?
11 Antworten
so ein kurzes Wort, so viele Vorstellungen was es bedeutet. Jedes Glaubensbekenntnis sagt mehr über das Begriffsvermögen des Bekennenden als über den wirklichen Gott, darum wird eine Einigung nicht zu erreichen sein - die Menschen sind nun mal verschieden.
Ich glaube an den Gott, der durch Urknall und Evolution Entwicklung ermöglicht hat, selbst aber außerhalb von allem bleibt. Wir begegnen im Universum seinem Willen in Gestalt der Gesetze, aber nicht ihm selbst.
Wenn aber jemand nur einen Hausmeister verstehen kann, der in seinem nach Menschenart gebastelten Universum herumläuft und auf Wunsch der Mieter die Schrauben nachzieht, dann kann ich seinen Blick nicht ändern.
Ich habe mich oft gefragt, warum Gott das Universum geschaffen hat; unsere Galaxi ist ja schon riesengroß mit Entfernungen von Tausenden von Lichtjahren, wenn nicht noch mehr! Und von solchen Galaxien soll es unendlich viele geben! Unvorstellbar!
Dann gibt es Aussagen der Bibel von einem ewigen Leben, daß Gott nach der 1000-Jahr-Herrschaft seines Sohnes, der die Erde und ihre Bewohner in dieser Zeit wieder an den richtigen Platz gebracht hat, wieder schöpferisch tätig sein wird. JHWH ist nicht umsonst sein Name, ,,ich werde es werden lassen!" Vielleicht sind wir der Grundstock der Besiedlung dieses Universums! Das wäre dann die versprochene Ewigkeit! ! !
Aber mal ehrlich......haben wir im Moment nicht genug mit unseren vielfältigen irdischen Problemen zu tun? In einen göttlichen Plan passen die eigentlich nicht! Deshalb gibt uns die Bibel ja auch Auskunft darüber, warum das so ist, daß es nicht so bleibt und wie das geschehen wird. Schon daran zu glauben, daß die unglaublichen und schrecklichen Geschehnisse in unserer Zeit zu den von Jesus genannten Zeichen seiner unsichtbaren Wiederkunft gehören, daran zu glauben sind schon viele Menschen überfordert. Was auch nicht verwunderlich ist, denn unser Alltag und Gehirn wird mit anderen Dingen, auch vielen gottlosen Dingen wie der Makro-ET, vollgestopft und verstopft.
Gerade das Universum läßt keinen Zweifel an der Existenz Gottes. Wer sind wir Menschen, daß wir uns berechtigt fühlen, uns über ihn zu stellen? Können wir das ,,Leben" erschaffen? Ohne den Geist Gottes könnten wir nicht leben, könnten unsere Organe nicht, obwohl speziell, zusammenarbeiten - nicht einen Schritt könnten wir machen!
Ich glaube du beziehst dich mehr auf den christlichen Glauben, aber als ich die Frage mit dem unendlichen Universum gelesen habe ist mir nur folgender Koranvers über die kontinuirliche Expansion des Universums eingefallen:
"Und den Himmel haben Wir mit Kraft aufgebaut, und Wir weiten (ihn) wahrlich (noch) aus." 51:47
Also man kann an ein unendliches Universum glauben und gläubig sein im Islam. Ich habe auch beide Testamente gelesen, jedoch fällt mir da jetzt aus dem Stegreif keine Zeile ein, wo es um das Universum geht. Bei der Evolutionstheorie wird es dann in allen drei Glaubensrichtungen schwierig, da Christentum, Islam und auch das Judentum daran glauben, dass die Menschen von Adam und Eva abstammen und nicht von Affen und Reptilien. Wobei es auch im Christentum darauf ankommt, in was für einer Gemeinde man ist. Ich ging auf eine christliche Schule, wo man die Adam und Eva Theorie ignorierte und die Evolutionstheorie adaptierte.
Jein. An ein unendliches schon, denn wäre es unendlich, dann wären wir gar nicht im Heute angekommen.
Das Universum hatte bekanntlich einen Anfang. Den Urknall. Gott sagt im Koran, dass er den Urknall ausgelöst hat. Er nennt ihn nicht Urknall, aber er beschreibt den gleichen Prozess.
Und es ist ja ein Multiversum. Gott spricht von sieben Himmeln. Ein Himmel ist das, was wir Universum nennen. Und da gibt es auch parallele Strukturen. Aber es ist nicht alles gleich darin, wie manche behaupten.
Deine Theorie darüber ist falsch. Das ist doch Unfug. Denke mal logisch nach, welchen Sinn es haben sollte, dass man mehrfach existiert. Unfug ist das. Und man kann ja auch nicht in unendlicher Zahl existieren. Wir haben ja auch einen Anfang und auch ein Ende erstmal. Macht null Sinn, dass es dieselbe Person mehrfach gibt. Der Unfug kommt wohl vom Satan, der die Menschen in die Irre führen will.. Ständig..
Der Mittelpunkt der Erde sind wir? Hhh das höre ich heute zum ersten Mal. Der Mittelpunkt der Erde ist der Erdkern.
Die Evolution ist nicht komplett falsch. Darwin hat auch wahre Erkenntnisse gemacht. Es widerspricht nicht alles Gottes Schöpfung. Und selbst wenn die Evolutionstheorie wahr wäre, wäre sie ja kein Beweis gegen Gott. Gott könnte die Evolution ja genauso geplant haben. Hat er aber eben nicht.
Im Übrigen gibt es nicht nur die Bibel.. Sondern auch den Koran. Und der ist genauer als die Bibel und erhält keine Fehler wie diese.
wäre es unendlich, dann wären wir gar nicht im Heute angekommen.
Da bist du ja etwas ganz Heißem auf der Spur ;-). Wenn etwas (zeitlich) unendlich ist, kann es nie an einem gegebenen Zeitpunkt X ankommen, weil die Zeit VOR X ja nie endet. Ein unendlicher Gott könnte also bis heute immer noch nicht die Schöpfung vollbracht haben.
Widersprechen sich Evolutuonstheorie und Bibel/ Glaube komplett?
Nein. Nur Fundamentalisten nehmen den Anfang der Genesis nicht als mythologische Geschichte.
ZB der evangelikale Apologet William Lane Craig ist ein bibeltreuer Christ. Trotzdem bezeichnet er den Anfang der Genesis als Mytho-History. Weil alle wissenschaftlichen Erkenntnisse dagegen sprechen:
The genre analysis of Genesis 1-11 as mytho-history is quite plausible in light of the evidence.
https://www.firstthings.com/web-exclusives/2021/10/mytho-history-in-genesis
Auch die Katholische Kirche und evangelische Landeskirchen nehmen sie nicht als historische Tatsachenbeschreibung.
Das ist nur eine Frage der Hermeneutik und Exegese.
Schließt der Glaube an einen Gott den Gedanken eines unendlichen Universums und der Multiversums Theorie aus?
Keine Ahnung.
Ich sehe keinen Grund, warum das nicht möglich sein soll.
Religiöser Glauben ? Verschiedene, rein subjektive, so anerzogene Anschauungen im Irdischen. Es steckt hier und da sicher Weisheit drin, aber auch "Blindheit", egostische Einflussnahme, Gewalt, Irrglauben, Macht- und Profitdenken (z.B. die Kath. Kirche !).
"Wissenschaften" ? Ein Verein, welcher versucht vielerlei Wissen zu schaffen, aber im Wesentlichen daneben liegt = der verzweifelte Versuch, Geist und Materie zu trennen.
Gott ? Ein geistbegabtes Phänomen, welches sich Niemandem beweisen muss. Die Wahrheit zu Gott ist Geist. Es gibt nur Gott wirklich. Alles in "nur" EX-ist-enz = Illusion.
"Multiversum" ? Eine von vielen gedanklichen Seifenblasen der "Wissenschaftelnden". Deine Gedanken dazu sind interessant, aber es verhält sich im Wesentlichen anders. Mögliche verschiedene Existenzebenen machen unterschiedliche Bewusstseinsfelder aus. Die daran angebundenen Projektionspunkte - in Form von vielen verschiedenen, endlichen Leben - sind EINmalig. Wobei die Lebensenergie (Seele) sich bei jedem Tod interdimensional zurückzieht, nicht stirbt. Die Seele ist "essenzhaft" unveränderlich !
Unendliches Universum ? Nicht unendlich, sondern geistig unbegrenzt erweiterbar. (Unendlichkeit ist - logischerweise - anfangs-, endlos, unveränderlich, untrennbar.)
"Evolution" ? Ein kleiner "Baustein" oberflächlich beobachtbarer Zusammenhänge. Da ist keinerlei Eigenständigkeit in Form von sog. "natürlicher Auslese" (Hirngespinst !).
Wahrheit ? Tiefgründige Wahrheit findet sich in vorhandener Offenheit ein. Der ehrgeizig Suchende will nur den beweisbaren Erfolg und verschließt sich davor.
Hallo Anka33,
zumindest glaube ich nicht, dass sich der Gedanke an ein unendliches Universum (wobei zu definieren wäre, was in Zusammenhang mit dem Unversum "unendlich" heißt) und der Glaube an einen Gott ausschließt, eher im Gegenteil!
Wenn man nach dem Ursprung des Universums fragt, sollte man folgendes in Betracht ziehen: Das Prinzip der Kausalität zeigt, dass aus dem Nichts nichts entstehen kann!
Das kosmologische Standardmodell zur Frage der Entstehungsursache des Universums ist der Urknall (obwohl inzwischen nicht mehr alle Wissenschaftler damit einiggehen). Daran schließt sich die Frage an, was vor diesem Ereignis war.
Da gibt es z.B. das "Inflationsmodell" des Physikers Alan Guth, eine Theorie, die besagt, die gesamte Materie sei vor dem Urknall unendlich klein gewesen (Singularität). Dann sei sie mit Überlichtgeschwindigkeit kurz nach dem Urknall expandiert. Allerdings erklärt diese Theorie nicht, was diesen Urknall bewirkt hat und woher die stark komprimierte Materie gekommen ist.
Dr. Andrej Linde drückte es in einem Artikel der Zeitschrift Scientific American so aus: „Eine solche anfängliche Singularität zu erklären, wie der Urknall sie darstellt, ist noch immer das widerspenstigste Problem der modernen Kosmologie.“
Bewiesen ist allerdings, dass das Universum einen Anfang hat. Doch gibt es keine klaren Anhaltspunkte, wie es zu diesem "Anfang" kam. Robert Jastrow, Professor der Astronomie und Geologie an der Columbia-Universität, schrieb:
"Der astronomische Beweis für einen Anfang versetzt die Wissenschaftler in eine unangenehme Lage, denn sie glauben, daß jede Wirkung eine natürliche Ursache hat . . . Der britische Astronom E. A. Milne schrieb: ‚In bezug auf den Stand der Dinge [am Anfang] haben wir nichts anzubieten; bei dem göttlichen Schöpfungsakt ist Gott unbeobachtet und unbezeugt‘ “ (The Enchanted Loom—Mind in the Universe).
Wie dieser Wissenschaftler zum Ausdruck bringt, kann aus wissenschaftlicher Sicht nicht ausgeschlossen werden, dass die Entstehung des Universums auf einen gewollten Schöpfungsakt zurückzuführen ist!
In diesem Zusammenhang sind auch die im gesamten Universum herrschenden vier fundamentalen physikalischen Kräfte erwähnenswert: Gravitation, Elektromagnetismus, die starke Kernkraft und die schwache Kernkraft.
Die physikalische Theorie der Feinabstimmung der Naturkonstanten zeigt, dass selbst die minimalste Abweichung bei einer dieser Kräfte dazu geführt hätte, dass das Leben sowie die Natur als ganzes niemals hätte entstehen können. Als Beispiel möchte ich einmal die Gravitation herausgreifen.
Die Stärke der Gravitation ist entscheidend verantwortlich dafür, dass die Sonne überhaupt scheinen kann. Dr. Reinhard Breuer schrieb in dem Buch Das Anthropische Prinzip: Der Mensch im Fadenkreuz der Naturgesetze : „Bei geringeren Schwerkräften würden die Sterne kleiner ausfallen, der Schwerkraftdruck in ihrem Innern würde die Temperaturen nicht genügend hoch treiben, um Kernverschmelzungsreaktionen in Gang zu setzen: Die Sonne könnte nicht scheinen.“
Man könnte sich nun fragen: Warum existiert überhaupt diese Feinabstimmung, die nach Ansicht einiger Wissenschaftler eine unabdingbare Voraussetzung für das Leben ist? Könnte es einen "Jemand" geben, der die allseits bestimmenden Gesetzmäßigkeiten festgelegt hat?
Das sind Fragen, die wissenschaftlich nicht beantwortet werden können. Hier ist aus meiner Sicht ein Schnittpunkt zwischen Wissenschaft auf der einen und Spiritualität auf der anderen Seite. Die Entscheidung, welcher Seite man den Vorzug gibt, kann nur jeder für sich persönlich treffen!
Und zu Deiner letzten Frage: Ja, aus meiner Sicht widersprechen sich Glaube an Gott und die Evolutionstheorie. Ich habe mich viel mit dieser Thematik beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Evoltionstheorie, trotz anderslautender Meinung vieler, auf sehr wackeligen Beinen steht!
LG Philipp
Die Wissenschaft sagt, dass es verschiedene Dimensionen gibt und man diese zwar nicht sehen, aber berechnen kann und diese dringend nötig seinen, damit unsere 3 Dimensionen funktionieren.
Die Bibel sagt, dass Gott überall um uns herum ist, unsere Sünde im Fleisch nicht berührt und wir durch Sünde getrennt sind von Ihm. Ein Neues Herz, Glauben und ein neuer Geist Gottes können nach der Bibel aber uns die Wahrheit sehen lassen. Daher frag doch nach diesen drei Dingen
Grüß Dich Anka33
Ein Glaube braucht keinen Gott. Ich mache Dir einen Vorschlag und lasse ihn Dir durch den Kopf gehen.
Vorweg jedoch dieses:
An einen Gott zu glauben oder nur an Gott, macht einen gravierenden Unterschied.
Der Begriff Gott (ohne Artikel) steht für das Geheimnis des Seins und für etwas, was wir nie wissen können aber dennoch der Grund ist, warum etwas ist und nicht nichts. Mit Artikel ist Gott ein persönlich gedachtes Wesen als Schöpfer des Universums, als geglaubte letzte richterliche Instanz die das Leben nach dem Tod beurteilt, der angeblich alles sieht, alles wissen soll, über alles Macht hätte und seine Menschen als seine Kinder immer lieben würde und wir seinem angeblichen Willen stets folgen sollen.
Wir können feststellen, das ja etwas ist und aus vernünftigen Gründen ist die Ursache dafür ein Geheimnis, welches ein schöpferisches Prinzip darstellt und werder als Person gedacht oder überhaupt beschrieben werden kann, dann wäre es ja kein Geheimnis mehr. Ein schöpferisches Prinzip deshalb, weil wir die Folgen dieses Geheimnisses als Werden, Wandel, Sichentwickeln und Vergehen wahrnehmen können: in uns, um uns und durch uns, weil wir ja selbst schöpferisch tätig sein können.
Damit wird dieses Geheimnis zum göttlichen Funken in uns (göttlich bezeichnet neutral dieses Geheimnis, was aber keinen Gott meint), den wir nicht beschreiben aber mit seinen Folgen erleben und beobachten können. Oft werden auch Begriffe wie ES, das Eine oder auch der Urgrund (als letzter Grund allen Seins, vor dem es nichts gibt) verwendet
Victor Hugo, ein berühmter nicht mehr lebender französischer Schriftsteller hat das Göttliche anhand der Musik ausgedrückt:
Musik drückt das aus, worüber man nicht sprechen kann, aber zu schweigen unmöglich ist.
Das lässt sich auf alles übertragen, was Dich in der Natur bzw. im Sein in diesem Sinne bedeutend beeindruckt. Alles was ist kann als Ausdruck des Göttlichen verstanden werden. Ein Gott ist dafür völlig unnötig, zumal man ja gar nicht sagen kann, ob es überhaupt einen Gott gibt! Ein Gott oder das Göttliche sind nicht dasselbe. Du hast selbst direkten Zugang dazu ohne einen Mittler wie Priester, heilige Schriften oder dogmatische Glaubenskonstruktionen.
Ich bin ich ein religiöser Atheist.
Innerhalb dieser grundsätzlichen Weltanschauung bezeichne ich mich selbst als einen atheistisch-monistischen Panentheisten.
Hier ist der Vorschlag der das bereits geschrieben präzisiert:
Was ist der atheistisch-monistische Panentheismus?
Lass Dich von dem kompliziert anhörenden Titel nicht verschrecken. Das ist leicht zu verstehen und wird im Text verständlich erklärt. Falls es Dich interessiert, kannst Du das Dokument gerne zum Gebrauch auf Deinen PC/Laptop herunterladen.
Herzlichen Gruß
Rüdiger
Die Schöpfungsgeschichte ist eine Metapher: "so könnte es gewesen sein".
Wenn man es genau nimmt, setzt diese Geschichte die Existenz von Materie bereits voraus. "Der Geist Gottes schwebte über den Wassern."
Aber, aber: der Geist Gottes ---> Ja was denn nun?
Hat Gott Geist oder ist Gott Geist?
Das Universum gehört zu der stofflichen Schöpfung, der eine geistige vorausging.