Fehlerhaften Text korrigieren!

Die Bewerbung - (Schule, deutsch, Grammatik)

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Noch zwei Korrekturen:

... klar darüber, wie entscheidend........ (mit Komma wegen des Nebensatzes)

Geduldspiel (ein s muss weg, da es den Genitiv "Gedulds" nicht gibt.

Super, vielen lieben Dank für diese hilfreiche Antwort :) Muss das Komma nach "Fertigkeiten" weg? Wegen des "und"? Weil es sich doch um eine Aufzählung handelt?! Oder ist das falsch?

Ganu liebe Grüße

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@Annnitaaa

Das Komma nach Fertigkeiten muss stehen bleiben. Es ist hier nicht Teil einer Aufzählung, sondern eher ein angehängter verkürzter Nebensatz (ohne Prädikat). Es könnte z.B. auch heißen: ...., und dies gilt stets ......

Statt des Kommas könnte man auch einen Gedankenstrich setzen: ......Fertigkeiten - und dies stets.......

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@Nadelwald75

Wow, mit einer solchen Erklärung macht das sofort Sinn für mich. Danke dafür. Nach dem Doppelpunkt muss auch klein weiter geschrieben werden oder? Handelt sich in dem Fall ja um eine Aufzählung? Bin etwas verwirrt, weil die Aufzählungen noch erklärt werden, aber das spielt in diesem Fal keine Rolle oder?

War es das sonst an Fehlern die Sie gefunden haben?

Danke noch einmal für die Zeit.

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@Annnitaaa

Hallo Annnitaaa, sonst habe ich keine Fehler gefunden.

Die Schreibweise hinter einem Doppelpunkt ist eindeutig. Der Doppelpunkt kündigt nur etwas an. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es eine Aufzählung oder was anderes ist. Es wird groß geschrieben, wenn ein vollständiger Satz folgt, sonst aber klein.

Für deinen Text: Es wird klein weitergeschrieben, da im folgenden Text kein Prädikat mehr auftaucht.

........Faktoren an: äußere Erscheinung........

Es würde zum Beispiel groß geschrieben, wenn der Text so lautete:

..........Faktoren an: Äußere Erscheinung .......sind wichtig.

Dann hättest du nämlich nach dem Doppelpunkt einen vollständigen Satz mit Subjakt und Prädikat.

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@Nadelwald75

Vielen lieben Dank für die Erklärung. Jetzt macht das auch einen Sinn für mich, dass es tatsächlich vom Predikat abhängt.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Feiertag (falls auch Sie aus NRW kommen).

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Geduldspiel (ein s muss weg, da es den Genitiv "Gedulds" nicht gibt.

Der Duden ist da anderer Meinung.
http://www.duden.de/rechtschreibung/Geduldsspiel

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@Annnitaaa

Ich lasse mich da gerne korrigieren.

Der Duden nennt Geduldsspiel mit zwei s als die rechtschreiblich korrekte Form, aber auch als verwandte Form Geduldspiel mit einem s. Ich halte die Form mit einem s für sinnvoller, weil es, wie gesagt, den Genitiv Gedulds- nicht gibt.

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@Nadelwald75

Aber wieso Gedulds- ? Verstehe das nicht so ganz. Wenn ich jetzt frage "wessen?" antworte ich ja mit "Geduldsspiel" oder verdrehe ich da was?

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@Annnitaaa

Also ich spreche das Wort schon mein Leben lang (und das sind schon einige Jährchen) Gedulds-spiel aus und habe es noch nie anders gesprochen gehört.
Ich finde auch das Geduld-spiel wesentlich schwieriger auszusprechen ist.

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@ Nadelwald: Zwar hat das Fugen-s längst nichts mehr mit dem Genitiv-s zu tun, sondern hat sich ausgebreitet (vgl. "Arbeitsplatz, Arbeitslosigkeit, Vorstellungsgespräch, wirkungsvoll - die Wörter kommen ja auch im Text vor!), und bei anderen Zusammensetzungen mit Geduld (Geduldsprobe, Geduldsarbeit) ist das -s- üblich, aber bei Geduld(s)spiel und beim Geduld(s)faden gibt's infolge der folgenden Zischlaute auch die Komposita ohne Fugen-s und beide Formen nebeneinander.

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@Annnitaaa

Ja! - Aber nachdem ich so den Text von Koschutnig gelesen habe, würde ich denn auch Geduldsspiel jetzt mit 2 ss schreiben.

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@Nadelwald75

Aber wenn ich genaueres weiß, klär ich das mal auf :) Vielen Dank für eure Bemühungen.

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... vielen Dank für den Stern, obwohl ich ja mit dem "Geduldsspiel2 eigentlich falsch lag.

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Die Korrekturen sind wirklich gut gemacht, ich finde nämlich nur einen einzigen echten Rechtschreibfehler, der nicht korrigiert worden ist, und den hat Nadelwald75 bereits angemerkt: Das Komma nach klar darüber vor dem Nebensatz wie entscheidend ... Bewerbungsschreiben ... .mitbestimmen. fehlt.

Das attributive Adjektiv besondere zu Bedeutung ist zwar sicher hübscher als das vorhandene Adverb besonders zum Prädikatsverb kommt zu, doch rechtschreibmäßig ist's nicht falsch.
Das ist eine Stilsache, und am Stil gäb's ja mehr zu ändern, z. B. wäre bei entscheidend + wesentlich im selben Satz eines der beiden zu streichen.
Fraglich ist auch, ob bei den Reaktionen, wie das Zeigen von Selbstvertrauen oder von vorsichtiger Zurückhaltung gemeint ist (ob die Zurückhaltung also gezeigt wird) oder ob von verschiedenen Reaktionen die Rede ist, denn dann müsste es Reaktionen, wie das Zeigen von Selbstvertrauen oder vorsichtige Zurückhaltung lauten.

Die Kommas vorher und nachher bei der Gruppe mit wie sind nach der neuen Rechtschreibung erlaubt (Duden-Regel 107):

"Oft können die Schreibenden durch die Kommasetzung selbst entscheiden, ob sie Wörter oder Satzteile als Zusatz kennzeichnen wollen oder nicht.
Das gilt besonders bei mit „wie" oder mit einer Präposition (einem Verhältniswort) eingeleiteten Wortgruppen" .
Früher durften Kommas nur beim Vergleichssatz stehen.

Du fragst auch nach dem Komma nach Fertigkeiten vor dem und dies....
Da gilt "Das Komma trennt nachgestellte Erläuterungen ab. " (Duden-Beispiel: Wir müssen etwas unternehmen, und das bald, Regel 105)
http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/komma#K103

Zum Trennen von zusammengesetzten Wörtern: Solche sollten womöglich in der Wortfuge getrennt werden, nicht irgendwo wie im Text, also nicht Lebenserfah-rung sondern Lebens-erfahrung, nicht rechtzei-tig, sondern recht-zeitig.

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@Koschutnig

Super. Vielen lieben Dank für diese ausführliche Antwort :) Das Wort "besonders" war ein Fehler meinerseits. Im fehlerhaften Text steht nämlich "besondere". Habe ich also versämmelt! Die Trennungen bei den zusammengesetzten Wörten sind für mich nachzuvollziehen. So wie es im Text gehandhabt ist, ist es doch aber nicht falsch oder? Weil wenn ich soetwas in einer Klausur korrigiere, dann gibt das Minuspunkte wenn das kein eindeutiger Fehler ist. Daher meine Frage.

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@Annnitaaa

Laut amtlichen Rechtschreibregeln der Rechtschreibreformkommission ist's nicht korrekt:

»1.) Trennung zusammengesetzter und präfigierter Wörter
§ 108: Zusammensetzungen und Wörter mit Präfix trennt man zwischen den einzelnen Bestandteilen.
Beispiele:
Heim-weg, Schul-hof, Week-end; Ent-wurf, Er-trag, Ver-lust, voll-enden, Dia-gramm, Re-print, syn-chron, Pro-gramm, At-traktion, komplett, In-stanz «

Dazu gibt's dann eine Ausnahme:

»3.) Besondere Fälle:
§ 113: Wörter, die sprachhistorisch oder von der Herkunftssprache her gesehen Zusammensetzungen oder Präfigierungen sind, aber nicht mehr als solche empfunden oder erkannt werden, kann man entweder nach § 108 oder nach § 109 bis § 112 trennen [ d.i. die Silbentrennung]
. Beispiele:
hin-auf/hi-nauf, her-an/he-ran, dar-um/da-rum, war-um/wa-rum;
Chrys-antheme/Chry-santheme, Hekt-ar/Hek-tar, Heliko-pter/Helikopter, inter-essant/inte-ressant, Lin-oleum/Li-noleum, Päd-agogik/Pä-dagogik
«

Seite 103: http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/regeln2006.pdf

Anderes steht nicht geschrieben. Merk dir den § 108 für alle Fälle und notier den § bei der Klausur, wenn's notwendig sein sollte. Es mag sein, dass die Neuerungen nicht alle bekannt sind, denn in einem älteren Duden-Band (Nr. 9) steht noch:

Trennung zusammengesetzter Wörter:
»Zusammengesetzte Wörter werden nach ihren sprachlichen Bestandteilen getrennt. ...
Die einzelnen Wortbestandteile der Zusammensetzungen werden wiederum nachSprechsilben getrennt ...
Zu vermeiden sind Trennungen, die sinnentstellend wirken: Spargel-der, beste-hende

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