An Gläubige: Ist die Hölle fair?

Das Ergebnis basiert auf 46 Abstimmungen

Ja, Gott ist fair 63%
Anderes 22%
Nein, Gott ist nicht fair 15%

Geht deine Frage hauptsächlich an Muslime, oder auch an Christen?

An alle Gläubigen

27 Antworten

Ja, Gott ist fair
Nehmen wir mal an, dass Person X Gott das ganze leben lang Gott abgelehnt hat, jedoch immer korrekt und sozial zu ihren Mitmenschen war.

Auch die Person sündigt. Vielleicht nicht so offensichtlich, wie ein Schwerverbrecher, aber doch genug, um sich von Gott zu trennen. (als Kind/Jugendlicher Ungehorsam den Eltern gegenüber, Lügen, Neid, schlechte Gedanken,...)

Dann haben wir jetzt Person Y. Y mordete, vergewaltigte, raubte und war seinen Mitmenschen gegenüber parasitär. Y bereut jetzt kurz vor seinem Tod und gelangt deswegen ins Paradies/Himmel.

Diese Person hat es zwar nicht verdient(Person X aber auch nicht), ist aber gerettet, weil sie die Vergebung Jesu angenommen hat.

Ein praktisches Bsp:

Willhelm Bunz war wegen über 100 Straftaten im Gefängnis, u.a. wegen Mord. Auch im Gefängnis zeigte er keine Reue. Bis er anfing die Bibel zu lesen, bzw er hat je eine Seite gelesen, sie zur Zigarette gedreht und geraucht. So hat er sich durch die Bibel geraucht, bis das Wort im NT in sein Herz drang.

Willhelm Bunz wollte zu Gott umkehren. Gott hat ihm seine Sünden vergeben, nahm in an und veränderte ihn von Grund auf zum Guten.

Das ging soweit, dass er dem Staatsanwalt per Brief aus dem Gefängnis sogar noch die Verbrechen gestand, die man ihm nicht hatte nachweisen können. Als er frei kam, ging er sogar noch zu seinen früheren Opfern/den Familen seiner Opfer und bat um Vergebung.

Bei Gott zählt nicht was man war, sondern was man sein kann/ist.(wenn man zu Gott umkehrt) :

https://www.youtube.com/watch?v=ophqZK8WP5s

X aber kommt in die Hölle, weil es Gott abgelehnt hat, aber dennoch überwiegend im Leben moralisch handelte.

Auch die Person hat gesündigt umd kommt deshalb in den Feuersee.

Für die Rettung zählt nicht wie "gut" man gelebt hat. Gott ist absolut sündlos und heilig. Jede Sünde trennt uns von Gott.

Deshalb kommt es auf die Sünde an. Ob du jetzt einmal gelogen oder 2 mal gemordet hast, es kommt beides auf die ewige Verdammnis raus.

Du musst bedenken, dass Gott ein anderes Verständnis von Sünde hat:

Es gibt Sünden, die sind nach dem Empfinden vieler Menschen nicht schlimm. Das liegt daran, dass jeder sündigt und uns diese "kleinen" Sünden im Vergleich zu großen Sünden harmlos erscheinen. Da wir selber sündigen, haben wir ein anderes Verständnis von Sünde.

Gott aber ist ganz ohne Sünde. Er hat einen anderen Vergleichswert - nämlich Seine Sündlosigkeit! Und dementsprechend sind auch kleine Sünden für Ihn schwerwiegender als für uns.

Röm 3,23 denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten,

24 sodass sie ohne Verdienst gerechtfertigt werden durch seine Gnade aufgrund der Erlösung, die in Christus Jesus ist.

25 Ihn hat Gott zum Sühnopfer bestimmt, [das wirksam wird] durch den Glauben an sein Blut, um seine Gerechtigkeit zu erweisen, weil er die Sünden ungestraft ließ, die zuvor geschehen waren,

Ja, Gott ist fair. Sowohl Person X, als auch Person Y haben den Feuersee verdient. Beiden gibt Gott die Möglichkeit gerettet zu werden. Es ist nur die Frage wer das Angebot annimmt.

Lg

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Eigener Glaube -- bin bibelgläubiger Christ
Ja, Gott ist fair

Ein intellektueller Mensch – weder ein Atheist noch ein Gläubiger – sollte verstehen, dass Moral und Gesetzgebung rein menschlich sind. Auch wenn die Moral von Mensch zu Mensch, von Religion zu Religion und von Kultur zu Kultur unterschiedlich sein kann, hat sich gezeigt, dass viele Moralvorstellungen universell sind und auf grundlegenden menschlichen Gefühlen beruhen. Dass "auf grundlegenden menschlichen Gefühlen beruhen" fett geschrieben ist, unterstreicht die Tatsache, dass Moralvorstellungen, die auf dieser Grundlage basieren, uns nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Jeder hat seine eigene Moral, wie du bei Atheisten sehen kannst.

Jeder Mensch hat überall einen gemeinsamen Moralkodex. So sind zum Beispiel alle Menschen, die nicht geistig korrupt sind, der Meinung, dass Frieden und Zusammenleben usw. das Richtige sind und dass Krieg und kalte Koexistenz das Falsche ist. Aber auch hier geht es um menschliche Gefühle.

Aus der Sicht eines jeden Menschen sollte es logischerweise klar sein, auch wenn er nicht an einen Gott glaubt, dass, dass wenn es einen Gott gibt, die menschlichen Moralvorstellungen und Gesetze FALSCH und die gottgegebenen Gesetze und Moralvorstellungen RICHTIG sind.

Nicht-Muslime kommen in die Hölle, das klingt für dich absurd, dann ließ den nächsten Absatz:

Vielleicht kennst du es auch: Oft sagen die Leute: "Warum muss jemand für immer und ewig in die Hölle, wenn er doch scheinbar nur Gutes tut, nur weil er den Islam nicht annimmt?" Das musst du wissen. Viele Menschen wollen nicht verstehen, dass das der einzige Grund ist, warum er für immer in die Hölle muss, obwohl er sonst so viel Gutes tut. Sie geben so viel, sind gut zu ihren Nachbarn. Warum müssen diese Menschen in die Hölle kommen? 

Du musst das verstehen: Es gibt drei Richtungen der Ungerechtigkeit:

Die erste Richtung ist: ein Mensch gegen sich selbst. 

Die zweite Richtung ist: ein Mensch gegen ein anderes Geschöpf. Das heißt, ein Mensch gegen einen anderen Menschen, oder ein Mensch gegen ein Tier, oder ein Mensch gegen die Umwelt. 

Die dritte Richtung der Ungerechtigkeit ist: ein Mensch gegen seinen Schöpfer. Und diese drei Arten, diese drei Richtungen der Ungerechtigkeit werden von den Menschen unterschiedlich interpretiert. Die Menschen dieser Welt betrachten die zweite Richtung der Ungerechtigkeit oft als die schlimmste Art der Ungerechtigkeit und verstehen deshalb nicht, wenn ein Mensch in Bezug auf diese Richtung nur Gutes tut, aber trotzdem in die Hölle kommt. Nämlich dann, wenn ein Mensch sich selbst schadet, z. B. wenn er Zigaretten raucht, Alkohol trinkt, zu viel Süßes isst und dadurch übergewichtig wird, etc. Sie sagen: "Das ist nicht gut, das halten wir nicht für gut, das ist sein eigener Körper, er schadet niemand anderem." Das heißt, sie sagen, dass es nicht gut ist, aber sie halten es nicht für extrem schlecht. 

Die zweite Richtung der Ungerechtigkeit, denn dies ist die Richtung der Ungerechtigkeit, die die Menschen am heftigsten wahrnehmen, zumindest diejenigen, die den Ein-Gott-Glauben (Tauhid) nicht richtig verinnerlicht haben. Wenn ein Mensch einen anderen tötet, einen anderen misshandelt, einem anderen sein Eigentum wegnimmt und viele andere Abscheulichkeiten, die du dir vorstellen kannst, du musst nur einmal die Tageszeitung aufschlagen. Das ist es, was die große Mehrheit der Menschen findet, die größte Richtung, die größte Art von Ungerechtigkeit. Sie würden verstehen, dass eine solche Person für immer und ewig in der Hölle brennen würde. Das würden sie verstehen. Er hat das Kind seines Nachbarn getötet. Er hat es im Keller versteckt und missbraucht. Sie würden verstehen, wenn wir sagen würden, dass eine solche Person in die Hölle kommen muss.

Aber warum muss jemand für immer und ewig in die Hölle gehen, wenn er diese Art von Ungerechtigkeit nicht praktiziert? Im Gegenteil, er ist gut zu seinem Nachbarn, er kümmert sich um seine kranke Mutter usw., und was es sonst noch an guten Taten gibt. Warum muss ein solcher Mensch auf ewig in die Hölle gehen, wenn er den Islam nicht annimmt? 

Und hier sprechen wir über die dritte Richtung der Ungerechtigkeit. Die Ungerechtigkeit eines Menschen gegenüber seinem Schöpfer. Diese Richtung der Ungerechtigkeit wird von den meisten Menschen fast gar nicht als Ungerechtigkeit wahrgenommen. In dieser Gesellschaft wird sie so gefördert, dass die Menschen sagen: "Ja, jeder kann selbst entscheiden, ob er jetzt eine Kuh anbetet, ob er überhaupt niemanden anbetet, ob er seinen Nachbarn anbetet, oder ob er den allmächtigen Gott anbetet, oder ob er den Toten im Grab anbetet." Das heißt, demjenigen, der in diesem Land aufwächst, wird beigebracht, dass dies nicht einmal eine Ungerechtigkeit ist. Und mit diesem Gedanken aufgewachsen, kann man nicht verstehen, warum ein Mensch, der eine Kuh anbetet, aber gut zu den Menschen ist, in die Hölle kommen soll. 

Auch wenn diese Norm, die in diesem Land propagiert wird, diese Richtung der Ungerechtigkeit keine Ungerechtigkeit ist, ist es bei dem allmächtigen Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, die GRÖSSTE Art der Ungerechtigkeit, die ein Geschöpf tun kann. Wenn er jemand anderen als Ihn allein anbetet. Und das heißt, der Maßstab des allmächtigen Gottes zählt, auch wenn die Menschen in dieser Welt diese Art von Ungerechtigkeit, diese Richtung der Ungerechtigkeit, nicht als ungerecht empfinden; oder NUR ein bisschen ungerecht empfinden. Sie sagen: "Ja, es ist ungerecht, eine Kuh anzubeten, aber wenn er einmal nett zu seinem Nachbarn ist." Und auch wenn sie es nicht so wahrnehmen, zählt der Maßstab des allmächtigen Gottes. Und wer einen anderen als den wahren Gott anbetet, macht all seine guten Taten zunichte. Und eines musst du verstehen: Wir sagen nicht, dass Tante Emma in die Hölle kommt, weil sie nett zu ihrem Nachbarn war, weil sie Süßigkeiten an die Kinder in ihrem Laden verteilt hat. Wir sagen nicht, dass sie deswegen in die Hölle kommt, sondern sie kommt wegen der dritten Richtung der Ungerechtigkeit in die Hölle, weil sie sich weigert, den allmächtigen Gott allein anzubeten; oder weil sie andere außer ihm anbetet. Diese Art von Ungerechtigkeit macht all ihre guten Taten zunichte, aber das kann man nur verstehen, wenn man versteht, dass diese Richtung der Ungerechtigkeit die schlimmste Ungerechtigkeit ist, die ein Geschöpf tun kann. 

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Islamisches Wissen gemäß der Ahlus Sunnah wal Jama'ah

Aus der Sicht eines jeden Menschen sollte es logischerweise klar sein, auch wenn er nicht an einen Gott glaubt, dass, dass wenn es einen Gott gibt, die menschlichen Moralvorstellungen und Gesetze FALSCH und die gottgegebenen Gesetze und Moralvorstellungen RICHTIG sind.

Auch göttliche Gesetze wären nur die subjektive Sicht eines Gottes.

Auch wenn diese Norm, die in diesem Land propagiert wird, diese Richtung der Ungerechtigkeit keine Ungerechtigkeit ist, ist es bei dem allmächtigen Gott, dem Schöpfer des Himmels und der Erde, die GRÖSSTE Art der Ungerechtigkeit, die ein Geschöpf tun kann.

Und der Nachweis, das dieses Verhalten objektiv am schlimmsten wäre ist wo? Wenn das derart schlimm für Allah ist, warum teilt er dann nicht deutlich seine Wünsche mit?

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@Termobar
Auch göttliche Gesetze wären nur die subjektive Sicht eines Gottes.

Aber da dieser Gott der Schöpfer von allem ist und sämtliche Urheberrechte hat, sind es auch Gottes Moralvorstellungen, die zählen.

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@SurvivalRingen

Was nicht an ihrer Subjektivität ändert. Du hast zwei Rückfragen ausgelassen, versuch dich mal daran:

Und der Nachweis, das dieses Verhalten objektiv am schlimmsten wäre ist wo? Wenn das derart schlimm für Allah ist, warum teilt er dann nicht deutlich seine Wünsche mit?

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Anderes

Gott ist. Im christlichen Sinne wird die Aussage gemacht, dass Gott das Leben nicht nur geschaffen hat, sondern auch selbst das Leben ist.

Leben folgt Gesetzmäßigkeiten, ist individuell gesehen aber weder fair noch gerecht. Die Ordnungsprinzipien, die da wirken, sind zum Teil eher grausam.

Wenn man davon ausgeht, dass Gott das Leben ist, dann folgt daraus, dass sich Gott menschlichen Denkkategorien wie Fairness entzieht. Man kann nur aussagen, dass sich gegen jede Logik und naturwissenschaftliche Wahrscheinlichkeit überall Leben auf diesem Planeten breitmacht. Und, dass Leben von uns oft als schön und schützenswert empfunden wird. Überraschend. Chaotisch. Wunderbar.

Um daraus eine Religion abzuleiten, braucht es einen Lehrer oder Propheten, also Menschen, die sozusagen Spezialisten im Erkennen transzendenter und psychischer Mechanismen sind,

Und da fällt Mohammed ziemlich durch. Weil der einfach nur ein Kompendium aus Weisheiten, die ohnehin im damaligen Kulturraum zirkulierten, erstellt hat. Dass das erstellte Flickwerk nicht immer überzeugt, sagt nichts über die Qualität Gottes an sich aus, sondern eher etwas über die Qualität Mohammeds. Die ja nachweislich auch im irdisch-sozialen Bereich eher diskussionswürdig ist.

Der letzte mit wirklich revolutionär neuer Erkenntnis war meiner Meinung nach Jesus. Auch Buddha war ganz vorne dabei.

Verzichte doch nicht auf die Suche nach Gott, bloß weil du das Pech hattest, mit einem Sektenführer konfrontiert zu werden, dem nichts Besseres eingefallen ist, als seine Anhänger mit Angst und Drohungen bei der Stange zu halten.

Gott ist kein Angestellter seiner Verkünder, der auf ihren Zuruf hin Leute in die Hölle wirft. Gott mag vielleicht für uns unverständliche Reaktionen zeigen, die wir nicht einordnen können, aber ob so Details wie die Zugehörigkeit zu einem speziellen Kult besondere Konsequenzen haben, ist doch zweifelhaft.

Im Christentum, das sich auf zwei kleine Aussagen eindampfen lässt, hast du die Möglichkeit, Gott (im Sinne des Schöpfers aller Dinge) zu ehren, ohne dein Hirn abzugeben oder deine Mitmenschlichkeit verleugnen zu müssen:

Die Aussagen sind: Liebe Gott, und deinen Nächsten.

Wenn man dazu übergeht, dann kann man jeden Propheten ablehnen, ohne Angst haben zu müssen, dass die Hölle droht.

Falls dir das mit dem christlichen Konzept der Mehrpersonalität Gottes erst mal unheimlich vorkommt, dann lass es doch einfach. Sieh Jesus, als ob er nur einer von vielen Lehrern und Philosophen ist, die den Menschen ihre Erkenntnis nahe bringen. Es lohnt durchaus.

Im Gegensatz zu Mohammed weiß Jesus, wie man Menschen mit Gott versöhnt. Und freut sich über jeden, dem er das beibringen kann.

Das mit dem Atheismus, dem gottlosen Leben erscheint erst mal sehr attraktiv, wenn man erkennt, wie viel menschlicher Sumpf in religiösen Vorstellungen verbreitet wird. Ist aber meiner Meinung nach ein unvollständiges Konzept.

Weil, wirklich gut sein kann der Mensch nicht aus sich selbst heraus. Er versucht es immer wieder, und scheitert. Auf verschiedenen Ebenen. Da braucht es in der Tat Gottes Hilfe, um gute Ergebnisse zu erzielen. Und man darf Gott um Hilfe bitten, auch wenn man sehr enttäuscht ist, vom Bodenpersonal und den Verkündern.

Ja, Gott ist fair
X aber kommt in die Hölle, weil es Gott abgelehnt hat, aber dennoch überwiegend im Leben moralisch handelte.

Nunja, Gott gab uns Menschen unsere freien Willen, wenn wir uns also gegen Gott entscheiden, entscheiden wir uns auch gegen das ewige Leben.

(Als Vergleich: wenn du dich anstelle des Gymnasiums für die Realschule entscheidest, dann muss dir eben auch klar sein, dass du kein Abitur, sondern "nur" einen Relabschluss hast. Du kannst also nicht erwarten, dass du etwas verlangst/bekommt, wofür du dich gar nicht entscheidest)

Daher finde ich das überhaupt nicht ungerecht. Person X kann so gut sein wie sie will, aber wenn sie sich bewusst dagegen entscheidet, dann akzeptiert Gott eben diese Entscheidung.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Gläubige Christin ✝️

Wie kann es einen freien Willen geben, wenn Gott allmächtig ist?

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@FXG36

Ja, was sollte Gottes Allmacht mit dem freien Willen zu tun haben?

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@unknow100034

Kennt der allmächtige Gott den Anfang und das Ende aller Zeiten? Wusste er schon vor deiner Geburt, dass es dich einmal geben wird? Weiß er jetzt in diesem Moment, wenn du das hier liest, was die durch den Kopf geht? Weiß er was du als nächstes tun wirst und wo du kommenden Donnerstag um 14.00 Uhr sein wirst?

Ein allmächtiger allwissender Gott sollte das wissen, oder?

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@FXG36

FXG36: warum sollte ein allmächtiger Gott sich für solche Belanglosigkeiten interessieren? Selbstverständlich kann er in die Zukunft schauen und macht auch davon Gebrauch, wenn es für ihn und sein Vorhaben wichtig ist. Ansonsten läßt er uns den freien Willen. Wir können uns zum Beispiel dafür entscheiden, ihm zu dienen oder auch nicht. Die Konsequenzen für unser Handeln müssen wir allerdings tragen.

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@Aberachtsam
Selbstverständlich kann er in die Zukunft schauen und macht auch davon Gebrauch, wenn es für ihn und sein Vorhaben wichtig ist. Ansonsten läßt er uns den freien Willen.

Er muss nicht situativ und punktuell schauen. Er kennt Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft umfassend. Sonst ist er nicht allmächtig und allwissend. Somit muss er die Menschen nicht testen - er kennt ihr Handeln bereits vor ihrer Geburt.

Und das nennt sich dann Vorbestimmtheit.

  • Wenn es Zufall gibt bzw. Menschen selber die Zukunft gestalten können - ist Gott nicht allwissend und damit nicht allmächtig
  • Wenn hingegen alles durch Gott vorbestimmt, gibt es keinen freien Willen.

Testfrage: "Weiß ein allmächtiger Gott wo du am 14.02.2036 bist, welche Kleidung du trägst und welche politische Partei du zuletzt gewählt hast?"

Wenn du das mit "Ja" beantworten kannst, wo ist dann dein freier Wille? Jede deiner Taten war ihm schon vor deiner Geburt bekannt. Du hast keine Entscheidungsfreiheit, dein Leben ist durch ihn determiniert.

Schlussfolgerung:

  • Es kann einen allmächtigen Gott geben oder es kann ihn nicht geben (offene Frage)
  • Wenn es ihn gibt, ist er kein guter Gott
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@FXG36
Wenn es Zufall gibt bzw. Menschen selber die Zukunft gestalten können - ist Gott nicht allwissend und damit nicht allmächtig

Doch, er kann es trotzdem sein. Die Frage ist nur ob er es einsetzt. Ein Maler kann auch malen, ob er es tut ist die andere Frage.

Testfrage: "Weiß ein allmächtiger Gott wo du am 14.02.2036 bist, welche Kleidung du trägst und welche politische Partei du zuletzt gewählt hast?"

Ich weiß auch, dass es für jeden Menschen zum Überleben nötig ist Nahrung zu sich zu nehmen. Kannst du dich trotzdem dagegen entscheiden? Ja. Da ist wieder der freie Wille. Gott weiß auch, dass es für das ewige Leben nötig ist, an ihn zu glauben, kannst du dich trotzdem dagegen entscheiden? Ja.

Wenn es ihn gibt, ist er kein guter Gott

Das ist deine Meinung.

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@unknow100034
Doch, er kann es trotzdem sein. Die Frage ist nur ob er es einsetzt. Ein Maler kann auch malen, ob er es tut ist die andere Frage.

Das Beispiel mit dem Maler passt nicht. Allwissenheit ist keine Frage des Einsatzes. Entweder man ist allwissend und kennt jeden Zustand des Universums zu jeder Zeit oder man ist nicht allwissend.

Wenn nur bei genauem Hinschauen in die Zukunft extrapoliert werden kann, ist man vielleicht sehr mächtig aber nicht allmächtig und allwissend.

Ich weiß auch, dass es für jeden Menschen zum Überleben nötig ist Nahrung zu sich zu nehmen. Kannst du dich trotzdem dagegen entscheiden? Ja.

Deine Annahme ist falsch.

Kann ich mich wirklich dagegen entscheiden? Woher willst du das wissen, ob man sich gegenetwas entscheiden kann? Wenn alles vorbestimmt ist, standen all unsere Entscheidungen schon vor 10 Millionen Jahren fest. Dann sind unsere Entscheidungen nur berechenbare Handlungen einer komplexen Kausalitätskette. Willensfreiheit lässt sich empirisch mit nur einem Universum und einer eindimensionalen Zeitachse nicht beweisen.

Gott weiß auch, dass es für das ewige Leben nötig ist, an ihn zu glauben, kannst du dich trotzdem dagegen entscheiden?

Gott hat alle Ungläubigen geschaffen. Er wusste schon vor deren Geburt, dass sie ungläubig sein werden. Er kennt auch alle noch nicht geborenen Menschen, die ein ungläubiges Leben führen werden, da die Welt durch die Existenz eines allmächtigen, allwissenden Gottes vorbestimmt ist. Folglich schafft er bei vollem Bewusstsein ungläubige Menschen um sie in die Hölle zu schicken? In der Welt der Menschen würde man das Sadismus nennen.

Vor 10.000 Jahren gab es noch gar keine monotheistischen Religionen. Was ist dann mit den Höhlenmenschen, die gar keine Chance hatten an einen christlichen/jüdischen oder islamischen Gott zu glauben? Alle aus dem Paradies ausgegrenzt und in die Hölle verpflanzt?

Ich bleibe dabei: Entweder allmächtiger Gott oder guter Gott. Beide Eigenschaften in Kombination ergeben keinen Sinn bei den vorherrschenden Postulaten über Himmel und Hölle.

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@FXG36

"Gott ist allwissend"? Ja, denn er hat nicht nur den Menschen sondern auch den Engeln (zB Satan) vorhergesagt, wie es ohne ihn ausgeht (1.Moses 3:15) - "Freier Wille des Menschen"? Ja, denn wir alle können uns entscheiden unter Satans Herrschaft (gegen Gott) zu bleiben oder uns zum wahren Gott und dem Halten seiner Gebote entschließen!

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@unknow100034

Mir fehlt immer noch der Beweis oder zumindest eine schlüssige Argumentation, dass es wirklich einen freien Willen gibt.

Ich bleibe dabei: Willensfreiheit und Vorbestimmtheit (Determinismus) schließt sich gegenseitig aus. Ich habe noch kein Gegenargument gehört, welches überzeugend ist.

Und wenn Gott allwissend ist, muss es Determinismus geben.

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@FXG36
dass es wirklich einen freien Willen gibt.

Du hast doch sicher schon Entscheidungen in Deinem Leben getroffen??

Ein Argument wäre auch:

Gott wünscht sich/möchte das niemand von uns verloren geht. Dennoch gibt es Menschen, die sich für oder gegen Gott entscheiden.

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Anderes

Diese Szenarien kommen im Grunde nicht vor. Denn gläubig sein, bedeutet, sich zu Gott hinwenden. Das ist ein Prozess. Wenn jemand zu Dir sagt "ach lass uns allerbeste Freunde sein", so ist das nur eine Absichtserklärung, aber noch lange keine Freundschaft.

Eine Beziehung muss wachsen, um auch als solche so empfunden zu werden.

Geht jemand mit Gott an seiner Seite durchs Leben, so bleibt es nicht dabei, dass er ein Verbrecher ist. Sondern die Gottesbeziehung wird ihn verändern im Laufe der Zeit.

und: Wer ohne Sünde stirbt, kommt nicht in die Hölle.

Die Sache ist anders: Wer ein Sünder ist und sich zu Jesus bekennt, kommt in den Himmel, auch wenn er ein Sünder ist. Auch hier "zu Jesus bekennen" ist kein Geplapper, sondern passiert in tiefster Seele oder gar nicht.

Am Todestag ist es typischerweise zu spät, "allerbeste Freundschaft" zu schließen. Das geht nicht mehr, sondern bleibt typischerweise im Mund und geht nicht mehr bis ins Herz.

Genau, sie kommen grundsätzlich nicht vor, aber Ausnahmen bestätigen eben die Regel.

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@CoDmY05

smile, "nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich", wenn wir uns schon in Sprichwörtern austauschen.

Spannend ist noch eine andere Frage: Wenn sich der Böse Gott und Gerechtigkeit bewusst macht, - wie geht es ihm dabei? Wird er nicht, wenn er "die Seiten gewechselt hat", so tiefe Reue und Verzweiflung über sich selbst und sein Leben fühlen, dass er nur mehr schreien möchte?

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