20 jähriges pferd kaufen?

13 Antworten

Klar kannst du den kaufen. Aber nicht ohne Ankaufsuntersuchung.

wenn er gesund ist, kannst du den vielleicht noch ein paar Jahre reiten. Aber es muss dir klar sein das du irgendwann ein Pferd hast das nur noch auf der Koppel stehen kann und trotzdem Geld kostet jeden Monat.

mein altes Pferd wurde 27 und bis zu seinem 25. Lebensjahr konnte ich noch locker leichte ausritte machen. Die letzten zwei Jahre war das dann nicht mehr möglich.

Wenn du es dir dauerhaft leisten kannst (und damit meine ich WIRKLICH dauerhaft leisten können - nicht so wie die 12 Jährigen gerne sagen: "Ja meine Eltern zahlen das eh"), dann steht dem Plan nichts im Wege finde ich.

Musst halt immer mit plötzlichen Zusatzkosten für Tierarzt etc. rechnen, aber das hast du vermutlich bereits eingeplant.

Ideal ist das natürlich nicht und ich weise dich selbstverständlich darauf hin, dass es keine Empfehlung für so einen Kauf geben kann...

Aber...

Wäre das Leben nur rational, stünde bei mir auch kein 14 jähriger Faktisch-Rentner mit kaputter Lunge, Sehnenschaden und völlgi ungeeignet als Reitpferd. Ich wusste von ALLEN Sachen und habe ihn dennoch gekauft, das Herz will nun einmal, was das Herz will. Aber, und hier kommt das GROßE ABER: Ich habe Ahnung, Geld und Zeit für so ein Pferd und keinerlei Ambitionen ihn überhaupt noch zu reiten.

Tierarztrechnungen können locker beglichen werden und wenn es an der Zeit ist, lasse ich ihn gehen. Ob das Heute, Morgen oder in 10 Jahren ist, werden wir sehen.

Es kann gut gehen, will ich dir damit sagen, es muss aber nicht.
Auch einen Jährling kann es auf der Koppel zerlegen, dass man ihn erlösen muss, oder dass er niemals reitbar sein wird.

Wenn du die Rücklagen hast und im Hinterkopf behältst, dass er eben kein Jungspund mehr ist und dir Reiten nicht so wichtig ist - go for it.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Habe zwei Pferde, mehrere Zertifikate und Kurse

Hier stehen irrationale Argumente der emotionalen Verbundenheit gegen die rationalen. Wie Du die gewichtest, kannst nur Du entscheiden.

Wenn man über das gesamte Leben eines Pferdes die Kosten, Sorgen, Zeitaufwand rechnet, so fällt doch der größte Batzen in den letzten Lebensjahren an, wenn sie gebrechlich werden. Das macht man gerne für sie - wenn man es stemmen kann. Zähne nicht mehr gut kann pro Tag einen halben Sack Cobs verfüttern bedeuten. Gegenwert 5 Euro. Vielleicht noch eine Arthrose dazu, wo das entsprechende Kollagenprodukt in der Tagesdosis 3 Euro kostet und schon bist pro Tag 8 Euro los - zusätzlich zur normalen Stallmiete. Dann bist nochmal 240 Euro mehr als für ein gesundes Pferd. Dann ist die Frage, was alles kannst Du selbst einschätzen, bei welchen Gebrechen kannst Du dem Pferd gymnastisch helfen ohne den Tierarzt zu brauchen und viele ähnliche Dinge.

Klar kann jedes Pferd krank werden und wird jedes Pferd alt und teilweise auch gebrechlich und dennoch leben sie ein lebenswertes Leben, aber nur die mühsame Zeit mit dem Pferd zu haben, ist schon ein Stress ... Dessen muss man sich bei so einer Entscheidung bewusst sein. Wenn dann die anderen Argumente immer noch stärker sind, dann soll es so sein.

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Den kannst du mir schenken. Würde das mir nicht antun. 20 und die Uhr tickt. Wenn du 3000 ausgeben willst dann hast du aber nicht lange was vom Pferd. Die meisten Pferde( Grosspferde ) die ich kenne sind mit 25 völlig auf. Haben Arthrose z.B.

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