Was habt ihr durch den Glauben zu verlieren?

11 Antworten

Wieso soll man ohne den Glauben an Gott kein guter Mensch sein?

Warum ich nicht glaube? Kann ich nicht. Oder kannst du einfach so anfangen zu glauben, dass es auf der Rückseite des Mars rosa Elefanten gibt? Mach doch mal, was hast du zu verlieren?

Dein Text lehnt sich an die pascalsche Wette an. Du kannst ja recherchieren warum diese grundlegend scheitert.


Supercruiser 
Beitragsersteller
 05.07.2024, 20:43

Lol, alles gab es scheinbar schon.

Vlt bekommst du wenn du glaubst nochmal mehr, als wenn du nur ein guter Mensch bist, deswegen.

Wenn du wirklich nicht glauben kannst, dann wird es noch komplizerter. Dann scheint Gott wirklich Leute auszuwählen und ihnen Gottes Geist zu geben oder aber es gibt vor dem Leben schon etwas relevantes für dein Leben hier. Zum Beispiel hast du dich gegen Gott aufgelehnt und musst jetzt das Leben ohne Gottes Geist bestreiten.

Aber ich wette du hast noch nicht das Potenzial entfaltet zu glauben.

Vlt ist es auch so das ungläubige einfach Schwach in der Seele sind, die Frage ist kannst du was dafür?

ThePolemoss  05.07.2024, 20:49
@Supercruiser

Vielleicht sind auch die gläubigen die schwachen. Offenbar können sie nicht leben ohne zu glauben dass sie etwas ganz besonderes sind und ein magisches Wesen sie ausgewählt hat oder was auch immer.

Tu nicht so als wüsstest du was die Welt im innersten zusammenhält.

Zu meiner Person: Ich habe mal sehr fest an Gott geglaubt. Nachdem ich das kritisch hinterfragt habe, musste ich aufhören zu glauben. Ich konnte keine überzeugenden Argumente für die Existenz irgendeines Gottes finden.

Supercruiser 
Beitragsersteller
 05.07.2024, 20:57
@ThePolemoss

ich wäre auch fast vom Glauben abgekommen, habe jetzt aber meinen eigenen Entdeckt.

Vielleicht sind auch die gläubigen die schwachen. Offenbar können sie nicht leben ohne zu glauben dass sie etwas ganz besonderes sind und ein magisches Wesen sie ausgewählt hat oder was auch immer.

Vlt redet das euch der Teufel ein?

Glauben ist eben keine rationale Entscheidung: "So, ich glaube jetzt". Als rational denkender Mensch hat man entsprechende Vorbehalte.

Uns ist kein ewiges, allmächtiges, allwissendes, omnipräsentes Lebewesen bekannt - nicht einmal ansatzweise. Es widerspricht naturwissenschaftlichen Erkenntnissen.

Jetzt zu sagen: "Ich glaube an etwas, das völlig irrational und unbewiesen ist", geht schon in Richtung der Leugnung von Fakten bzw. Realitätsverweigerung

Atheist zu sein, hat nicht zwangsläufig etwas mit Hochmut zu tun - vielmehr meinen ja auch viele Gläubige es "besser zu wissen" als alle anderen Menschen

Atheisten können genau so moralisch handeln wie religiöse Menschen - mit Empathie und humanistischen Werten ist das auch ohne religiöse Gebote möglich.

Das Argument: "Wenn ihr euch irrt, landet ihr wegen eures Hochmuts womöglich in der Hölle - wollt ihr das Risiko eingehen?" wird in der Regel nichts bringen.

Das wird vielfach einfach als emotionaler Manipulationsversuch verstanden - durch das schüren von Ängsten soll man eine religiösen Ideologie folgen.

Aber wer weder an Teufel noch Hölle glaubt, an dem gehen diese möglichen emotionalen Erpressungen vorbei.

Fazit: Glaube kann nicht erzwungen werden.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – Seit etwa 40 Jahren praktizierender Buddhist (Soto-Zen)

Supercruiser 
Beitragsersteller
 05.07.2024, 20:53
religiösen Ideologie

da bin ich voll dagegen,

ich erkläre mich zum x tausendsten mal:

Ich will einen freien offenen Glauben, indem jeder seiner Berufung folgt und dem Allgemeinwohl dient und so zu Gott findet. Ich habe doch extra geschrieben ohne Rituale und die Bibel sind ja auch nur Gleichnisse was 99,999999% der Menschheit leider nicht verstehen. Es gab kein Adam und Eva, sondern die Evolution, die von Gott ausgelöst wurde. Adam und Eva sind nur als Symbol für die Menschheit, die zeigen soll wir gehen alle der Versuchung des Bösen nach. Man muss die Bibel im übertragenden Sinne verstehen.

Enzylexikon  05.07.2024, 20:56
@Supercruiser

Nun, wenn all die wundersamen Geschichten also Gleichnisse sind und es also letztlich nur um moralische Standards geht - dann braucht man dafür auch keinen Gott. Da reicht ein Ratgeber: "Die zehn Regeln für ein moralisches Leben" oder "So gehen sie gut mit ihrer Umwelt um". Das Konzept "Gott" ist demnach überflüssig.

Supercruiser 
Beitragsersteller
 05.07.2024, 21:08
@Enzylexikon

nein

Gott will uns durch die Bibel nur Gedankenanstöße geben, nichts wird dadurch bewiesen.

Wenn in der Bibel steht:

"Und David gürtete sein Schwert über seine Kleider und fing an zu gehen..."

Dann heißt das nicht das es irgend so einen David gegeben hat, höchstens in einer anderen Welt, was aber auch Unwahrscheinlich ist. Es soll uns nur zum Denken anregen, mehr nicht und Gott schaut, was wer reinterpretiert. Dann sieht er wie wir ticken.

Für mich sollte das halt bedeuten "Jemand macht sich kampfbereit", ich gebe dem aber keine Bedeutung da ich nicht darauf reinfalle und meine Intelligenz nicht bewerten lassen will. Ich lasse es einfach offen stehen und sage nur es könnte bedeuten...

Enzylexikon  05.07.2024, 21:10
@Supercruiser

Man könnte dann genau so sagen "Der Autor will uns durch die Bibel nur Denkanstöße geben" - und wieder wäre Gott raus.

Mich können auch höchst irdische Autoren inspirieren.

Ich persönlich habe nichts gegen Menschen die an Gott glauben und halte sie auch nicht für dumm oder primitiv - aber ich teile diesen Glauben eben nicht.

Supercruiser 
Beitragsersteller
 05.07.2024, 22:34
@Enzylexikon

Die Bibel kommt ja nicht direkt von Gott nur die Ideen der Autoren.

Wenn die Menschen damals so intelligent waren, dann Frage ich mich warum heute keiner mehr so gute Ideen hat und sie in ein solch einflussreichen Buch verwirklicht. In so übertragenen Sinne, statt so direkt wie deine Beispiele für neue Bücher, die dir gerade eingefallen sind.

Es ist ein Kunstwerk, die Bibel macht immer Sinn, da man sie für sich selbst interpretieren kann. Ist also vergleichbar mit Wahrsagerei, man bekommt den Eindruck es ist zutreffend, was da drinnen steht. Das ist eine Kunst.

Was habt ihr durch den Glauben zu verlieren?

Ein Leben ohne sinnlose religiöse Bevormundung.

Das ist die umformulierte Pascal´sche Wette, die schon zehntausendfach widerlegt wurde.

Es macht überhaupt keinen Sinn, irgendwelche Religionsvorschriften zu erfüllen, weil der Mensch nicht nur einen Christengott erfunden hat sondern rund 6000 Götter (wenn man die Millionen Hindugötter ausblendet).

Keiner kann also sagen, was gilt.

Weiterhin sind die Glaubensvorschriften so eingreifend und verschieden, dass man unmöglich mehrere Glauben befriedigen kann. Wenn der Christengott glücklich sein soll, muß man pausenlos das Opferlamm spielen. Wenn Allah glücklich sein soll, muß man ihn 5x täglich bebeten, strikt Schweinefleisch meiden, seinen Pimmel drangsalieren und Dschihad praktizieren.

Wer es nicht versucht wird es auch nicht verstehen und bleibt Blind.

Der Fehler liegt bereits in den ersten zwei Sätzen, es klingt missionarisch und mehr muss man nicht lesen um zu wissen was deine Absichten sind.

Wer glaubt bleibt blind, weil er sich ja mit dem zufrieden gibt was er glaubt. Ob das der Wahrheit entspricht, weiss man erst wenn man sich dafür interessiert.
Wärst du hingegen kritisch, müsstest du dich darum bemühen die Wahrheit zu finden.

Was habt ihr durch den Glauben zu verlieren?

Denkfähigkeit und Scharfsinn im Wandel der Zeit!

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Der Glaube beginnt da, wo das Denken aufhört.