Heißt es, dass ein Mann mindestens bisexuell oder schwul ist, wenn er Fantasien von Analsex hat?

11 Antworten

Nein, nicht zwangsläufig.

Schwul oder bisexuell zu sein heißt, dass Du Dir Sex mit Männern wünschst, dass Dich Männliche Körper anziehen und erregen. Das hat erstmal nichts mit Anal zu tun. Grundsätzlich ist das Thema Po erstmal unisex. Bei manchen Jungs kommt dann zwar immer erstmal so ein Gedanke "ich bin doch nicht schwul" auf. Aber das ändert nichts daran, dass die Gegend um das Poloch sowohl bei Männern wie bei Frauen sehr sensibel ist und es durchaus reizvoll und sexuell erregend ist da rum zu spielen. Egal ob zu zweit oder allein. Das anal und schwul entgegen dem Klischee nicht das selbe ist erkennst Du auch daran, dass es garnicht so wenige schwule Männer gibt die wollen garkeinen Analsex, die finden das Gefühl nicht schön.

Wenn Du jetzt aber natürlich explizit von Analsex mit Männern träumst, wenn der Mann dazu Teil Deiner Fantasie ist, dann ist das schon ein Zeichen, das Du homoerotische Fantasien hast und in Dir eine schwule oder zumindest eine Bi-Neigung verspürst.

Männer können anal sogar zum Orgasmus kommen, da man durch die Darmwand von innen die Prostata erreicht und stimulieren kann. Manche versuchen sowas mit den Fingern oder einem Dildo. Es gibt sogar Doppel-/Umschnalldildos mit denen man es als Frau bei einem Mann machen kann. (Was aber tatsächlich eher wenige probieren, weil es sich für sie irgendwie falsch anfühlt.) Es gibt auch speziell geformte Anal-Plugs für Männer, die von innen an die Prostata drücken.

Das alles sagt erstmal nur das passiver Analsex für Männer durchaus erregend sein kann. Manche haben Angst davor es auszuleben, bei manchen ist es Teil ihrer Selbstbefriedigung, manche leben das mit einer weiblichen Partnerin aus. "Schwul" (oder bi) wird es erst wenn man das mit einem anderen Mann erleben möchte...

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Nein, das würde ich so nicht sagen.
Gut bei mir hat sich das im Laufe der Jahre dazu entwickelt, das ich heute glücklich bin, bi zu sein.

Anfangs hat sich das alles anders ergeben, ich hatte mit meiner damaligen Freundin Analsex, sehr intensiv und gefühlvoll, da ist sie auf die Idee gekommen, mich auch mal mit dem Dildo Anal zu verwöhnen, damit ich auch mal in den Genuss des intensiven Gefühls komme. Da ich an sich sehr experimentierfreudig bin, hatte ich nichts dagegen. Hinterher war es dann ein StrapOn.

Irgenwann viele Jahre später bin ich mit einem befreundeten Pärchen im Bett gelandet, eigentlich um sie mit zwei Männern zu beglücken, da hat er mich dann verführt, und ich muss sagen, eine Erfahrung, die ich glücklicherweise gemacht habe und nicht mehr missen möchte.

Ich bin glücklich mit meiner Frau verheiratet, aber hin und wieder holen wir uns ein weiteres Pärchen (Voraussetzung beide bi) oder einen weiteren Bi Mann ins Bett.
Gut, ich habe, das Glück, meine Frau schaut sehr gerne dabei zu, wenn ich schon intensiv von einem Mann genommen werde.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung – M, Bi und glücklich über den Zustand!

Nein, das eine hat nichts mit dem anderen zu tun.

Analsex hat grundsätzlich erstmal nichts mit Homosexualität zu tun. Viele Männer mögen anale Penetration, weil durch die Stimulation der prostata ein Orgasmus möglich ist. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie auch von einem Mann anal befriedigt werden wollen oder anderweitig irgendwie ist Männer stehen.

Ob jemand analsex mag oder nicht, sagt erstmal nichts über die sexuelle Orientierung aus.

Es kommt darauf an, mit wem bzw mit welchem Geschlecht man sich Sex wünscht, aber die sexualpraktik spielt keine Rolle.

Nein, oder ich nicht.

Ich habe Aktiven Analsex mit meiner Freundin und bin nicht BI

Tendenziell ja. Somit g es zumindest mir.

beim ersten anal Sex war es wie ein Dammbruch