Findest du es auch schade, dass Deutsch es nicht zur Weltsprache geschafft hat?
Mein Lehrer sagte, dass man eine Abstimmung machte, wo Deutsch gegen Englisch um eine Stimme verloren hat. Verdammt!
38 Stimmen
16 Antworten
Deutsch ist ne relativ schwere Sprache, während englisch ziemlich einfach ist. daher macht es mehr Sinn dass Englisch Weltsprache ist.
Es ist definitiv schwieriger, komplizierte grammatik zu lernen, als aussprache und vokabular
Da möchte ich dir als jemand, der sich mal die Mühe gemacht hat ein wenig Japanisch zu lernen energisch widersprechen. ;-)
Aussprache lernen ist einfach, wenn es in der Sprache klare Regeln dafür gibt. Wenn man die im Kontext jedes einzelnen Wortes neu lernen muss, ist das eine ziemlich lästige Lernanstrengung, während du Grammatik in ein paar Wochen drinn haben kannst.
Das Englisch diese Falle hat, fällt dem deutschsprachigen Lerner in der Regel nicht auf, weil sich beide über die germanische Sprachfamilie und über Lehnwörter aus dem Latein in beiden Sprachen viel vom Wortschatz teilen.
Für jemanden, der keine europäische Sprache als Muttersprache spricht fällt das weg und dann ist englisch verdammt anstrengend, während dass Deutsche seine Aussprache über die Ortographie recht genau abbildet.
Wenn du schon von Aussprache sprichst - es gibt sehr viele Menschen auf der Welt, die nicht in der Lage sind ein Ü, Ö oder ch (z.Bsp. Übung, Öffentlich, Öl, oder Kirche) auszusprechen.
Sie sind es vielleicht nicht gewohnt, und vielleicht hat man es ihnen auch einfach nicht richtig erklärt (es ist erschreckent, wie viele Menschen in Deutschland du triffst, die, was die Aussaprache angeht vom "Lambordschini" oder von "Schpaghetti" sprechen, dabei ist italienisch weder besonders exotisch, noch schwer zu kappieren, was die Aussprache angeht) aber technisch dazu in der Lage sind sie und das Deutsche markiert diese Laute ja immerhin recht eindeutig.
Das einzige, wo deutsch einfacher ist, ist die aussprache geschriebener worte. in allen anderen belangen ist englisch deutlich einfacher zu lernen, und das wiegt viel schwerer.
Das ist ein viel kolportierter Mythos; Deutsch wäre nicht fast Weltsprache geworden. Abgesehen davon ist es natürlich insofern bedauerlich, als es mir zum Vorteil gereichte, wäre meine Muttersprache gleichzeitig Weltsprache, aber mit Englisch habe ich bzgl. des Anspruchs kein Problem.
PS: Für all jene, die hier meinen, Englisch sei die logische Wahl, weil es doch so leicht ist: Die "Weltsprache" wurde nicht aktiv nach logischen Kriterien gewählt. Zunächst regiert Großbritannien bis zu ein Viertel der Welt und dann, wenn der Stern des Empire langsam sinkt, betreten die Vereinigten Staaten die Weltbühne und dominieren internationale Politik und Handel vollends. Die Rolle des Englischen in der heutigen Welt ist schlicht Konsequenz dessen, dass es Sprache der USA ist. Spräche man dort Französisch, lernte die ganze Welt Französisch.
Ich finde es nicht schade - abgesehen davon, ist die Geschichte mit der einen Stimme eine Mär, die sogenannte Muhlenberg-Legende: es ging lediglich um die Abstimmung in einem einzigen Bundesstaat - wenn ich mich richtig erinnere, war das Pennsylvania…
Ich spreche fließend englisch.
Englisch ist viel einfacher
Stimmt. Ich kann kein englisch und ich brauche es auch dank der Technik nicht. Aber das ändert nichts an der Tatsache das englisch nicht wirklich einfacher ist.
Du solltest dich da nicht einmischen. Ich kann beides fließend und englisch ist einfacher zu lernen. Du solltest das den Experten überlassen und dich nicht einmischen.
Schön das du beides kannst. Aber deutsch ist wesentlich einfacher zu erlernen als englisch.
Überhaupt nicht. Kommt dir nur so vor, da du nur deutsch sprichst.
Wie kommt es dann, das die englische Sprache im Gegensatz zur deutschen wesentlich komplizierter ist?
Ist sie nicht. You ist You und es gibt auch keine Artikel. Grammatik ist also einfacher
Das mit den Artikel ist eher einfacher. Aber was die englische Sprache so schwer macht ist die Grammatik.
Englisch ist, für jedmanden, der eine mit dem Englischen Verwandte Sprache spricht relativ einfach zu lernen.
Für jemanden mit einer völlig anderen Muttersprache, trifft das nicht unbedingt zu.
Dafür dass englisch angeblich so einfach zu lernen ist, habe ich in Südeuropa schon verdammt viele Leute gesehen, die über die Aussprache geflucht und diese nicht vernünftig auf die Reihe bekommen haben.
Die englische Grammatik ist vielleicht einfach. Die Aussprache gemessen am Deutschen, wo die Regeln einigermaßen klar sind völlig willkührlich.
Ice, bin, bird.
Drei mal "i", drei mal komplett anderer Lautwert für den selben Buchstaben, ohne dass es dazu einheitliche Regeln gäbe und das ganze natürlich auch bei diversen anderen Buchstaben.
Für jemanden, der eine Muttersprache hat, die weite Teile ihres Wortschatzes mit dem Englischen teilt, oder wo beides wenigstens eine gemeinsame Wurzel hat, fällt es relativ leicht, sich zu merken, wann etwas wie ausgesprochen wird.
Für jemanden, der vom anderen Ende der Welt kommt, und sich das Vokabular nicht aus anderen europäischen Sprachen herleiten kann, weil er die nicht kennt, ist das ein Alptraum.