Ich bin seit einem halben Jahr in tiefenpsychologischer Therapie wegen einer Angststörung und Panikattacken. Seit ein paar Wochen geht’s mir mal wieder besser. Wenn es mir schlecht ging, erzählte ich der Therapeutin von meinen Problemen. Nun da es mir besser geht weiß ich nicht so recht was ich erzählen soll. Nach ein bisschen Small Talk fragte sie mich in der letzten Sitzung wie es mir geht und ich meinte gut. Das hat ihr irgendwie nicht gereicht. Ich kann gar nicht richtig wiedergeben was sie dann alles gesagt hat, ich fühlte mich nur noch fehl am Platz und wäre am liebsten gegangen. Ich würde blockieren sagt sie. Ich denke Zuviel nach was sie erwartet, würde über Dinge reden die nicht wichtig sind. Wobei auch sie diejenige ist die oft Small Talk gehalten hat bevor es richtig losging. Wenn es mir schlecht ging redete sie oft erstmal 20 Minuten davon dass zum Beispiel ihre Heizung kaputt ist und so Dinge. Sie hat es in der letzten Sitzung geschafft in mir starke Gefühle auszulösen wie ich mich oft als Kind fühlte… dass ich falsch bin, nicht genug. Mein Gehirn war sowas von dicht, ich konnte ihr kaum zuhören, wusste noch weniger was sie jetzt egt von mir will und bin in Tränen ausgebrochen. Ich hab mich einfach nur schlecht gefühlt. Auch die nächsten Tage bin ich morgens aufgewacht und konnte einfach nur weinen. Ich denke auch sie hat gemerkt, dass das jetzt irgendwie aus dem Ruder gelaufen ist. Hat mich gefragt was ich jetzt bräuchte um jetzt gehen zu können. Ich wollte einfach nur weg. Sie meinte ich könnte sie jederzeit anrufen oder eine email schreiben, das hat sie auch noch nie zu mir gesagt. Ich habe oft schon geweint in der Therapie, aber es war immer befreiend. Ich habe auch schon des öfteren die Gedanken gehabt, dass ich nicht wirklich zufrieden bin bei ihr. Nun Zweifel ich noch mehr und bin mir nicht sicher ob ich da überhaupt nochmal hingehen will. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?