eBay Kleinanzeigen Käufer behauptet Artikel sei kaputt?

Servus, ich habe ein analoges Objektiv verkauft, welches ich zuvor komplett durchgetestet habe und keine Mängel feststellen konnte.

Der Käufer hat das Objektiv mit Paypal Freunde bezahlt und bis hierhin war alles in Ordnung. Direkt nach Erhalt des Paketes behauptet er, dass Innen etwas leicht klappert. Da es sich um ein Zoom-Objektiv handelt, welches aus vielen beweglichen Teilen besteht, ist ein leichtes Klappern beim Schütteln völlig normal. Dies wurde mir von zwei weiteren Personen bestätigt, die genau dieses Objektiv besitzen. Zudem besitze ich weitere Zoom-Objektive, die ebenfalls leichte Geräusche machen, wenn ich sie leicht schüttel. Die Funktion ist in keiner Weise beeinträchtigt.

Einen Transportschaden schließe ich aus, das Paket war bestens gepolstert.

Der Käufer wollte eine Rückabwicklung, welche ich dann auch akzeptiert habe. Jedoch möchte ich nicht auf den Versandkosten sitzenbleiben, weshalb der Käufer diese übernehmen sollte. Zudem würde ich das Geld erst Rückerstatten, wenn das Objektiv wieder bei mir angekommen ist.

Der Käufer möchte dies nicht, weil er ebenfalls nicht auf den Versandkosten sitzenbleiben möchte und lehnt dieses Angebot erstmal ab. Nun möchte er sich rechtlich Beraten lassen.

Danke erstmal bis hierhin, nun zu meinen Fragen:

  • Kann ich dem Käufer ein Ultimatum für die Rückabwicklung stellen? Ich möchte dieses Thema so schnell wie möglich beenden.
  • Nehmen wir an, der Käufer hätte tatsächlich recht und das Objektiv ist nun aus unerfindlichen Gründen defekt, wer trägt die Schuld? Ich nehme vor Versand immer ein Video der Funktion auf, aber geschüttelt habe ich das Objektiv natürlich nicht.

Bitte nur Antworten, wenn man sich in der Thematik juristisch ein wenig auskennt. Persönliche Meinungen bringen mich hier nicht weiter.

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Wegen neg. Ebay-Bewertung Anzeige bei Polizei?

Es klingt vielleicht lächerlich, aber ich wurde von einem Verkäufer auf Ebay bei der Polizei angezeigt, weil ich ihn negativ bewertet habe. Aber von vorne:

Als Geschenk für meinen Freund bestellte ich auf Ebay eine Hülle für sein Tablet bei einem deutschen Verkäufer für unter 15€. Die Hülle kam schnell bei uns an, nur sie passte nicht. Für das Tablet war sie einige Millimeter zu klein, sodass das Gerät nur mit roher Gewalt hinein passte. Dabei machte die Hülle Knacks-Geräusche und das war uns einfach dann auch fürs teure Tablet zu riskant und wir haben die Hülle weggeschmissen. Auf Ebay habe ich den Verkäufer dann negativ bewertet mit den Worten "Hülle passt nicht, zu klein. Nicht kaufen!".

Daraufhin hat er mich mehrmals auf meiner privaten Handynummer angerufen und mir sogar auf WhatsApp geschrieben. In einem freundlichen Ton, aber doch ist er in meine Privatsphäre damit eingedrungen, wie ich finde. Er verlangte eine Begründung für meine Bewertung. Nachdem er mich mit Nachrichten so genervt hat, habe ich ihm auf Ebay geschrieben, warum ich ihn so bewertet habe, also die Wahrheit (Hülle zu klein). Er beschuldigte mich daraufhin, dass ich ein nicht kompatibles Tablet-Modell habe und die Hülle daher nicht passen würde. Außerdem muss man angeblich schon gewaltsam drücken, damit das Tablet hinein passt und Schutz gewährleistet werden kann. Diese Anschuldigung, ich sei zu doof die richtige Hülle zu bestellen, hat mich so verärgert, dass ich auf seine Nachrichten nicht mehr reagiert habe. Er hat trotzdem weiter geschrieben, Rücknahme oder Ersatz angeboten, doch ich war mit dem Thema durch. Das ist nun 8-9 Tage her und für mich hat sich die Angelegenheit erledigt. Wegen unter 15 € wollte ich keinen weiteren Stress haben. Gestern schreibt er mir wieder auf meinem persönlichen WhatsApp-Account, dass er mich bei der Polizei angezeigt hätte und wegen meiner Bewertung "Hülle passt nicht, zu klein. Nicht kaufen!" nun Schadensersatz fordert.

Ich habe heute bei der Polizei angerufen und mich erkundigt, ob ich etwas falsches getan habe. Natürlich muss der Sachverhalt erst einmal überprüft werden, doch konnte der Polizist erst einmal keine Straftat meinerseits feststellen. Nun meine Frage: habt ihr schon einmal so etwas ähnliches erlebt? Und wenn ja, wer hat Recht bekommen? Landet so ein Fall, wo Aussage gegen Aussage (ohne konkrete Beweise) steht, tatsächlich vor Gericht? Im Internet finde ich so gut wie gar nichts dazu.

Wozu sind Bewertungen da, wenn die Ebay-Käufer aufgrund von Drohungen oder Korruption die Unwahrheit schreiben müssen?

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