Wunsch-Grundschule abgelehnt, was nun?

7 Antworten

Da Bildung Ländersache ist, wäre es sinnvoll zu wissen in welchem Bundesland ihr lebt.

Habt ihr eine Rechtsschutzversicherung, könnt euch also einen Rechtsstreit leisten?

Ich arbeite mit besonderen Kindern und Jugendlichen. Manche von ihnen werden inklusiv beschult, andere an sonderpädagogigischen Einrichtungen.
In Baden-Württemberg ist es z.B. so, dass zwar das Recht auf inklusive Beschulung besteht, die Schule aber nicht ausgewählt werden kann sondern Gruppenlösungen an zentralen und geeigneten Schulen eingerichtet werdem. Das bedeutet wiederum, dass die Kinder nach verschiedenen Kriterien vom Schulamt auf Inklusionsschulen verteilt werden. Dabei spielen die Einschränkungen, der Wohnort, die „Inklusionsfähigkeit“, die Sonderpädagogikstunden sowie die Gegebenheiten der jeweiligen Schule eine Rolle.
Besteht ein sonderpädagogischer Bildungsanspruch kann dieser auch zuerst in einem sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum zum tragen kommen und später in der Inklusion.

Ja, das mit der Schulwahl für ein eingeschränktes Kind ist immer schwierig und leider muss man für fast alles kämpfen. Aber solange vom Staat für die Bildung nicht mehr Geld in die Hand genommen wird, müssen alle mit dem arbeiten was da ist.

Ich wünsche euch auf jeden Fall alles erdenklich Gute!

Ok, sorry, Brandenburg in der Verlinkung hab ich nicht gesehen.

Einspruch habt ihr ja schon erhoben bzw werdet ihr erheben und dann heißt es vermutlich abwarten und hoffen.

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Danke dir, kein Problem, ja ist Brandenburg. Und danke für deine Infos als Betreuer/in. Die finanzielle Seite eines eventuellen Rechtsstreits wäre gesichert.

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Widerspruch hast du schon angesprochen. Erstmal ohne Begründung, die kann man nachreichen. Frist wahren ist das Wichtigste. Sucht euch in eurer Stadt fachliche Unterstützung. Integrationamt, Jugendamt, spezialisierte Rechtsanwälte. Und dann die Begründung nachschieben. Frist ist glaube ich vier Wochen.

Irgendeiner davon wird schon wissen wie man das machen muss.

Hallo, ich würde dir raten einen Anwalt aufzusuchen, der sich der Sache annimmt.
Auf jeden Fall erstmal Widerspruch einlegen, eine Begründung kann nachgereicht werden.
Ich würde dir das Internet Forum www.rehakids.de empfehlen, das ist ein Forum für Eltern von "besonderen" Kindern.
Dort sind viele Eltern und auch Leute, die sich in Rechtsfragen gut auskennen.
Stell deine Frage dort rein, da kann dir eher jemand gute Tipps geben,als in einem so allgemeinen Forum wie hier.

Gibt es eine Förderschule bei euch in der Nähe?
Das ist auf jeden Fall eine Überlegung wert.
Meiner Erfahrung nach tut man den Kindern nicht unbedingt einen Gefallen damit, sie als Integrationskind an normale Schulen zu geben. Oft sind die Kinder dort überfordert und die Integration ist noch nicht so ausgereift, das es wirklich gut ist.
Viele Lehrer an normalen Schulen sind mit der Beschulung solch besonderer Kinder überfordert.
Aber das ist nur meine Erfahrung.
Das muss jeder für sich entscheiden.
Alles Gute für euch.

Danke dir sehr, das waren gute und informative Ratschläge. Die Seite rehakids.de kenne ich garnicht, schaue ich nachher mal rein, danke. Einen Anwalt suche ich momentan und den Widerspruch mache ich auch heute noch fertig, schaue mir im Internet dazu Muster und Vorlagen an. Eine Förderschule gibt es hier zwar in der Nähe aber wir sind damit sehr unsicher, sie hat keinen guten Ruf und dort gibt es auch öfter Prügeleien in den Pausen, wo große Schüler die kleinen drangsalieren und sowas, das ist eher nicht das Richtige, obwohl ich deine Argumente in Bezug auf den Unterricht und die Überforderung von Lehrern an "normalen" Schulen verstehe.

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@ssyno

Lass den Widerspruch vom Anealt schreiben (4 Wochen habt ihr dafür Zeit). Bei irgendwelchen Vorlagen aus dem Internet macht ihr eventuell Fehler die auch ein Anwalt später nicht mehr ausbügeln kann die eure Chancen verschlechtern könnten.

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Hallo nochmal, habe gerade erst deine Antwort gesehen. Deine Bedenken wegen der Förderschule kann ich gut nachvollziehen. Die Förderschule in unserem Ort hatte auch keinen guten Ruf und auch gab es immer wieder mal Probleme diverser Schüler. Aber, es war die beste Entscheidung unseren Sohn dort beschulen zu lassen. Ich habe dort sehr engagierte Lehrer erlebt, die auf die Kinder (gerade was die Grundstufe anbelangt) individuell eingegangen sind. Sie haben die entsprechende Ausbildung, die den Lehrern an den "normalen" Schulen fehlt. Auch ist es meiner Erfahrung nach so, das solche "besonderen" Kinder in den großen Klassen in den Schulen untergehen. An einer Förderschule sind allerhöchstens 16 Schüler in der Klasse, in der Grundstufe waren es in der Klasse meines Sohnes gerade mal 10 Schüler. Wir haben einen Antrag auf eine Schulbegleitung beim Jugendamt gestellt und die begleitet ihn in den Unterricht (an der Förderschule) hilft ihm sich zu organisieren und hat auch in der Pause ein Auge auf ihn. So hat es noch nie ein Problem mit älteren Schülern gegeben, da sie ja wissen, das unser Sohn eine Begleitung hat.😉 Mein ältester Sohn war 2 Jahre an der Grundschule unseres Ortes und ist dort gnadenlos untergegangen und war total überfordert. Auch er ist damals an die Förderschule gewechselt und hat davon profitiert. Er ist trotzdem seinen Weg gegangen und hat einen Hauptschulabschluss (ohne Englisch) gemacht und arbeitet heute auf dem 1.Arbeitsmarkt im Garten- und Landschaftsbereich. Es war ein langer Weg und es hat sehr viel Engagement von mir als Mutter erfordert, aber es ist heute gut so, wie es ist. Wie gesagt, ich bin seit vielen Jahren auf rehakids unterwegs und habe schon viele Tipps dort bekommen. Das hat mir sehr geholfen.

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fehlende Kapatizät heist doch dass es schlicht keinen Platz für deinen Sohn gibt. Da kannst Widerspruch einlegen wie du magst, es nutzt nix.

Kannst du mir garantieren, dass die Auswahlverfahren ohne Mauschelein abgelaufen sind (wie es öfter als gedacht der Fall ist)? Nein. Ausserdem...Integrativkinder haben andere Rechte als normale und das ist auch gut so, da sie ohnehin schon benachteiligt sind.

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@ssyno

garantiert nein,

wie in einem Kommentar zu lesen ist, Geld - ist das keine Mauschelei ....

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@peterobm

Ziel ist, mein Kind in die richtige Schule zu bekommen.

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Um welches Schuljahr geht es denn überhaupt, bzw wann soll die Einschulung sein?

Hallo, um die 1. Klasse, Einschulung im August 2018.

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@ssyno

Dann sollte nicht deine erste Sorge sein dein Kind genau auf diese Grundschule zu schicken sondern das du überhaupt einen Platz auf einer Grundschule bekommst.

So weit ich weiß sind die Anmeldefristen bereits ein halbes Jahr abgelaufen.

Uns besonders bei Intagrationsklassen gibt es sehr strenge Regeln. Da kommen auf 1 Betreuer X Kinder und keins mehr. Wer da zu spät kommt hat leider Pech gehabt.

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@JollySwgm

Ich bin nicht zu spät, den Ein- bzw. Umschulungsantrag hatten wir schon Januar/Februar gestellt. Der Bescheid dazu kam erst jetzt.

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@ssyno

Meine Infos sind das die Frist im November endete. Und da bist du mit Januar/Februar eben etwas spät.

Und wie gesagt, wenn es zum Beispiel 10 Plätze gibt und deine Anmeldung ist die 11. guckst du in die Röhre.

Ich könnte mir vorstellen das du auf der Warteliste gelandet bist und du deshalb erst relativ spät eine Absage bekommen hast.

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@JollySwgm

Was schreiben hier für Leute...Kopfschüttel....wir haben einen offiziellen TERMIN zur Anmeldung bekommen, so wie andere Eltern auch und der war im Januar (od. Februar, müsst ich nachschauen, hab ich jetzt aber keine Lust) und da waren wir NATÜRLICH, und die Ablehnungsbescheide sind ALLE erst gestern rausgegangen, denn das ist ein und dasselbe Schulamt dafür zuständig.

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