Würdet ihr eurem Kind erlauben die Religion zu wechseln?

20 Antworten

Ja.

Mein Sohn war die ersten 14 Jahre seines Lebens irgendwas zwischen Atheist und Karmagläubig. Er hat es immer abgelehnt, in irgendwelche Kirchen zu gehen. Schon als Kindergartenkind. Und ist bei erster Gelegenheit in den Ethikunterricht.

Zu meinem Entzücken ist er vor ein paar Monaten auf mich zugekommen, mit dem Wunsch getauft und evangelisch konfirmiert zu werden. Was ich dann auch sehr unterstützt habe.

Er hätte sich aber auch weiterhin in Richtung Buddhismus informieren können, oder Agnostiker bleiben. Es ist ja sein Leben, er soll ja mit seinen Überzeugungen klar kommen und Sinn daraus ziehen. Jeder sucht auf seine Weise.

Wäre er mit dem Ansinnen gekommen, Moslem zu werden und die Moschee zu besuchen, hätte ich es ihm auch nicht verboten. Aber ich hätte es auch nicht im Geringsten unterstützt. Weil ich diesen Glauben im Gegensatz zu allem anderen, was ich aufgeführt habe, für nicht offen genug halte. Islam ist wie eine Sekte. Einmal dabei, wird man bis in die privatesten Dinge stark vereinnahmt. Die Austrittsklauseln entsprechen auch nicht meinem Empfinden von fairem Vertragsverhalten.

Außerdem halte ich die Vermischung von Politik, Recht und Religion, wie sie im Islam praktiziert wird, für archaisch und latent gefährlich. Da sind andere Religionen und Weltanschauungen bereits deutlich weiter im Ansatz.

Also: Verboten hätte ich es nicht. Aber auch nicht unterstützt.

Ja. Wir haben unsere Tochter im christlichen Glauben "erzogen". Ihr jedoch die Freiheit gelassen, sich ihren Glaubensweg selber zu wählen.

Sie war dann einige Jahre Atheistin. Später fand sie zum christlichen Glauben zurück - die Gründe kenne ich nicht. Sie ist oft die Erste, die sagt: "Kommt, dafür sollten wir beten!" In die Kirche geht sie nicht. Die Bibel ist ihr jedoch wichtig.

Und was ist wenn sie zB zum Islam konvertiert wäre mit 18 und extrem streng diese Religion auslebt? Wäre das ok für dich?

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@Beego

Hab ich doch gesagt. Ob es für dich ok wäre wenn deine Tochter zum Islam konvertiert.

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Wenn ich ein Kind hätte dann würde ich es nicht als Baby taufen weil das Kind sich das selbst aussuchen sollte aber ich würde ihr/ihm von meiner Religion erzählen aber nicht zwingen zur Kirche zu gehen

Haben meine Eltern auch so gemacht und ich finde das echt gut

Ich habe meine Tochter nicht belogen und ihr nie irgendwelchen Unsinn über die Götter erzählt. So hat sie als Kind auch keine Angst vor dem Gott der alles sieht bekommen. Sie hat keine Angst vor der Hölle oder vor dem "Jüngsten Gericht". Trotzdem darf sie natürlich machen was immer ihr gefällt. Aber ich rechne nicht damit, dass sie von ganz allein darauf kommen sollte, einen Gott anzubeten. Sie verachtet die Götter genau wie ich.

Ich würde mit meinem Kind erst einmal über dessen Beweggründe sprechen. Prinzipiell braucht es dazu meine Erlaubnis nicht. Einschreiten würde ich dann, wenn ich erkennen würde, dass sich in irgendeiner Form eine schädliche Extremhaltung daraus entwickelt.

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