Woher kommt die Redewendung "mitten in der Walachei"?

4 Antworten

Die Herkunft der Walachen ist umstritten. Die Herkunft des Begriffes, so vermute ich, ist das ebenfalls. Die reale Walachei liegt weit von "uns" entfernt. (In "Tschick" suchten übrigens zwei Jungs die Walachei - und wußten auch nicht so ganz genau, wo sie liegt.)

Vermutlich ist daher "mitten in der Walachei" nur die einmal gefundene Umschreibung für etwas ganz weit Entferntes, im Sinne von "am Ende der Welt", "am A. der Welt" oder "jwd" - janz weit draußen.

Gruß, earnest

Ich dachte eigentlich dass der Begriff Walachei den gleichen Ursprung hat wie Wallonen, Waliser, Walhalla etc., nämlich für Volk steht

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Also, jwdaadw!

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@Mitjast

Kein Wunder.

Ihr Lederhosenträger kennt natürlich einen Spruch nicht, deren erster Teil aus dem alten Ostpreußen stammt. 

;-)

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@earnest

Schau Dir mal mein Profil an, nördlicher geht schon fast nicht mehr :-)

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@Mitjast

Ahh langsam kommts : Janz wait draussn  aus de Walachai   evtl richtig ?

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@Mitjast

Toll! Noch ein Nordlicht mit Fremdsprachenkenntnissen.

Do legts mi nieda.

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Die Redewendung gehört zu einem Typ, der ausdrückt, Gegenden und Orte seien weit entfernt, am Ende der Welt gelegen (ein ähnlicher Ausdruck ist z. B. „mitten in der Pampa“).

Enthalten ist eine Vorstellung von Abgelegenheit, Abgeschiedenheit, Unbekanntheit, schwerer Erreichbarkeit, ländlicher Gegend, Zivilisationsarmut, Einöde.

Bei der Walachei ist diese übertragene Bedeutung offenbar seit dem 19. Jahrhundert belegt.

Für die Vorstellung derer, die eine solche Redensart aufbrachten und verwendeten, war die Walachei eine schon einmal gehörte oder gelesene Bezeichnung, aber weit weg, abseits städtischer Zivilisation.

Die Walachei war dünn besiedelt. Landwirtschaft war ein wichtiger Wirtschaftszweig. Es gab ausgedehnte Wälder, Sümpfe in den Niederungen der Donau und die Karpaten als verhältnismäßig hohes Gebirge, das Gegenden voneinander abtrennte. Die Vorstellung ist für solche Redensarten allerdings wichtiger tatsächliche geographische Kenntnisse.

Heinz Küpper, Illustriertes Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. Band 8: Susig - Zypresse. Stuttgart : Klett, 1984 S. 3041 zu „Walachei“:

„abgelegene, zivilisationsarme, unbekannte Gegend. Eigentlich ein ehemaliges Fürstentum zwischen Südkarpaten und Donau, heute Bestandteil Rumäniens. Seit dem 19 Jh.“

Jh. = Jahrhundert

Ins Deutsche gekommen ist sie nachvollziehbarerweise in der Zeit des österreichisch-ungarischen Reiches.

Keine Region lag von Wien weiter weg als die Walachei.

Und so war ein Einsatz in der Walachei für alle karrierebewussten Leute in Beamtenschaft, Militär usw. nichts Gutes. Denn Karriere konnte man so recht nur in der Hauptstadt machen, wenn man sich dort immer mal wieder sehen liess.

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