Wo kommen die Jeans her?

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4 Antworten

Es kann durchaus sein, daß eine H&M Jeans für 9,99 € in derselben Fabrik hergestellt wurde, wie eine Levis für 99 €.

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Billig, in armen Ländern herstellen machen so gut wie alle großen Firmen. Daher kommt ja auch das kleine Schildchen "made in china" :).

Muss also keine Hose von Kik etc. sein. Kann auch eine hochwertigere sein.

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Moin

Hier die Geschichte (1:1 vom Buch abgeschrieben :P) : 

Der Händler Levi Strauss verkaufte Güter des täglichen Bedarfs für die Goldgräber in San Francisco. Als Großhändler vertrieb er „Duck Pants“ aus Segeltuch, die irgendwann wegen fehlender Rentabilität aus dem Sortiment genommen wurden und die fälschlicherweise für einen Vorgänger der Jeans gehalten wird. Jedoch handelte es sich nur um ein anderes Produkt im Sortiment des Levi Strauss.[1] Die Idee, die Nähte von Hosen mit Nieten zu verstärken, hatte der Schneider Jacob Davis. Da er nicht das Geld hatte, um ein Patent anzumelden, wandte er sich an Levi Strauss.

1872 wurden zum ersten Mal die Ecken der Hosentaschen mit Nieten verstärkt. Patentiert wurde die Hose am 20. Mai 1873.[2] Inhaber des Patents waren Strauss und Davis gemeinsam. Später wurde das braune Segeltuch durch den mit Indigo gefärbten blauen Baumwollstoff Denim abgelöst und die Jeans mit orangefarbenen Nähten und Nieten zur Verstärkung verziert. Schon früh wurde von der ursprünglichen Leinen- auf die stabilere Köperbindung gewechselt, was als Standard für die meisten Denimstoffe zum Einsatz kommt.

Um 1920 kam der Begriff Blue Jeans (durch die Indigofärbung) auf. In den 1930er Jahren wurde der Hosenträger vom Gürtel abgelöst. Amerikanische Soldaten brachten sie nach dem Zweiten Weltkrieg nach Europa. In den 1950er Jahren entdeckten Jugendliche die Jeans als Symbol des Protests gegen Tradition und Autorität. Jeans (in Deutschland seinerzeit meist Texashosen genannt[3]) galten als „Symbole gewalttätiger Unreife und mutwilliger Herausforderung der Konventionen“.[4] Durch Filmstars wie James Dean und Marlon Brando wurde ihr Bekanntheitsgrad weiter gesteigert. Etablierte Kreise in Deutschland wetterten gegen „Nieten in Nietenhosen“. In der DDRwar das Tragen von „Niethosen“ in der Schule oder auf öffentlichen Tanzveranstaltungen unter bestimmten Umständen zeitweise verboten.[5]

Im Jahre 1948 wurden Jeans erstmals in Europa hergestellt von der 1932 gegründeten L. Hermann Kleiderfabrik in Künzelsau. 1953 wurden erste Jeans für Frauen in Europa hergestellt. Sie hießen Girls-Camping-Hose und hatten den Reißverschluss an der Seite. 1958 firmierte die L. Hermann Kleiderfabrik in Mustang um.

Bekannte Jeansmarken sind unter anderem Snake Jeans, Levi’s, Lee, Wrangler, Mustang, JOKER Jeans, H.I.S Jeans, MAC Jeans, Diesel, Pioneer, Replay, G-Star, Freeman T. Porter, Mogul (Jeans), Energie, Edwin (heute Blue One), 7 for all mankind, Miss Sixty, Mavi Jeans, Pepe Jeans London, Meltin Pot, ONLY, Paddocks, US Top, Nudie, B-US Jeans, True Religion, Sugarcane und Evisu. Außerdem werden von vielen Designermarken wie Armani oder Joop teure Designerjeans angeboten.

Als zeitloser Klassiker gilt die „Five-o-one“, die Levi’s 501 mit Nietenknöpfen.

In den 1990er Jahren kamen traditionsreiche Jeanshersteller wie Levi’s in eine schwere Krise, da die Jugendmode sich eher auf sackartige Skaterhosen, die Baggy Pants, konzentrierte. Viele Jeanshersteller gründeten Zweitlabel, um an diesem Trend teilzunehmen.

Das Sandstrahlen der Hosen für eine „gebrauchte Optik“ scheint die schädlichste von allen Bearbeitungsmethoden in der Produktion zu sein. Als die Silikose, eine Bergbau-Lungenkrankheit, bei Arbeitern von Jeans-Fabriken entdeckt wurde, wurde die Technik mit mittlerweile 54 dokumentierten Todesfällen in der Türkei verboten.[6][7] Seither wird die Technik in weniger entwickelten und kontrollierten Ländern weiter geführt.

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Praktisch alle großen Firmen lassen ihre Produkte in Armen Ländern herstellen, weil es dort z.B. nicht so hohe Steuern gibt und sie nicht gerade viel an die Arbeitskräfte zahlen müssen usw.

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