Wird die Temperatur jetzt kälter oder wärmer? (Erde, Deutschland)

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6 Antworten

Es wird global weiterhin wärmer. Die Temperaturen steigen global weiterhin an - insbesondere wenn man nicht ausschließlich die Oberflächentemperatur, sondern auch die Erwärmung der Ozeane, das Abschmelzen des Eises (Meereis und Eisschilde) und weitere Anzeiger und Messreihen betrachtet. Siehe Bild1 und Bild6

Oft wird von "Skeptikern" die Aussage verwendet, dass es seit einem bestimmten Zeitpunkt, - meist wird 1998 gewählt, also 15 Jahre - keine Erwärmung mehr gegeben habe. Dies ist in mehrfacher Hinsicht ein absichtliches Täuschungsmanöver. Zuerst wird dazu meist eine veraltete Datenreihe verwendet, üblicherweise die HADCRUT3-Reihe, die große Gebiete vor allem um die Pole nicht abdeckt. Gleichzeitig wird so getan, als gäbe es vor dem gewählten Stichjahr keine Daten - was natürlich nicht stimmt. Der gewählte Zeitraum ist außerdem selbst bei globalen Datenreihen zu kurz um einen Trend mit einer brauchbaren Aussagekraft berechnen zu können - das ist schlicht Mathematik, die hier absichtlich missachtet wird.

Ich verweise da am einfachsten auf die Grafiken eines professionellen Statistikers, der regelmäßig auch bei Forschungsarbeiten zum Klima arbeitet, und der auf Zeitreihenanalysen spezialisiert ist: http://tamino.wordpress.com/2014/02/25/by-request/

Verwendet wird eine der aktuellsten Temperaturreihen, die zusätzlich zum aktuellen HADCRUT4 Datensatz, der viel mehr Stationen berücksichtigt, noch Datenlücken in der Arktis und Antarktis schließt: w ww.scilogs.de/klimalounge/erwaermung-unterschaetzt/

  • Bild2: Temperaturreihe nach Cowtan & Way von 1975 bis 1999 - mit dem linearen Trend (schwarz) und der einfachen und doppelten Standardabweichung in schwarz gestrichelt. Fällt auf, dass der vorletzte Wert von 1998 am stärksten in der ganzen Reihe vom Trend abweicht?

  • Bild3: Genau dieser Trend und die dazugehörigen Standardabweichungen aus Bild 2 werden bis heute verlängert, und dann nachgeschaut in....

  • Bild4: ... ob die eingesetzten Temperaturen von 2000 bis 2013 in irgendeiner Weise vom vorherigen Trend abweichen. Tun diese eben nicht.

Schlussfolgerung? Diese ganze "Pause", die schnappatmende Skeptiker verbreiten als angebliche "Abkühlung" ist nicht existent.

Die Erwärmung ist unverdrossen weitergegangen, und wird leider, solange keine deutliche Reduzierung der Treibhausgasemissionen durchgesetzt wird, auch weitergehen.

Dennoch werden wir auch weiterhin Winter haben, und auch Sommer und Winter werden Ihre Plätze im Jahreslauf behalten, da diese durch die Schiefstellung der Erdachse auf der Umlaufbahn der Erde um die Sonne verursacht werden (Stichwort "Ekliptik"), siehe Bild 5

Das ganze Bild - nicht nur ein Ausschnitt - (Deutschland, Welt, Erde) Cowtan und Way 1975 - 1999 mit Trend und Standardabweichungen - (Deutschland, Welt, Erde) Cowtan und Way 1975 - 1999 mit Trend und Standardabweichungen verlängert - (Deutschland, Welt, Erde) Cowtan und Way 1975 - 2013 mit Trend und Standardabweichungen - (Deutschland, Welt, Erde) Jahreszeiten und Ekliptik - (Deutschland, Welt, Erde) Erwärmung der Meere im Vergleich - (Deutschland, Welt, Erde)

Hinsichtlich der regionalen Klima- bzw. Temperaturentwicklung für Deutschland sind die Prognosen genauso unsicher und widersprüchlich wie für die Entwicklung des globalen Klimas. Gerade bei der künftigen Temperaturentwicklung streiten sich die Fachleute seit Jahrzehnten. Einigkeit herrscht mittlerweile nur darin, dass seit 15 Jahren sich das globale Klima nicht wandelt.

Dabei behielten zuletzt die ganz wenigen Experten recht, die eine anhaltende, historisch außergewöhnliche Konstanz der globalen Temperatur vorhersagten. Solche Prognosen sind derart unsensationell und langweilig, dass sich damit kein Geld verdienen lässt, das will niemand lesen. Das Geschäft lässt sich nur mit Panik erregenden Meldungen machen, so ähnlich wie mit dem angeblichen Waldsterben und dem schrecklichen Ozonloch im vergangenen Jahrhundert..

So ist der sog. "Klimawandel" längst zu einem ideologischen Kampfbegriff degeneriert, unter dem sich jeder etwas anders vorstellt (auch die Politiker!). Dabei redet keiner über den Inhalt des angeblichen "Klimawandels", dagegen predigen alle ausschließlich seine Existenz in einer Zeit, in der sich die Klimaentwicklung ausgerechnet durch keinen Wandel auszeichnet. So könnte man genauso gut die Existenz des Wetters predigen, denn es geht ja nur um die längerfristige Wetterentwicklung, und die ist so alt wie das Wetter. Der Klimawandel ist so alt wie das Klima. Doch was ist der Inhalt?

Der jeweils regionale Klimawandel und auch der globale Klimawandel ist nichts anderes als die jeweilige längerfristige Wetterentwicklung, das sollte man sinnvollerweise als Klimaentwicklung bezeichnen. Zur europäischen Klimaentwicklung gehört z.B. die Hochtemperaturphase im Hochmittelalter und die sog. "kleine Eiszeit" im 18. Jahrhundert. Zur globalen Klimaentwicklung gehört z.B. der kleine Temperaturanstieg um 0,6°C im vergangenen Jahrhundert und die völlige Stagnation der Temperaturentwicklung im gegenwärtigen Jahrtausend.

Auf die vergangenen 15 Jahre bezogen besteht der "globale Klimawandel" also in einer historisch ungewöhnlich unveränderlichen Durchschnittstemperatur. Was daran bedrohlich sein soll, ist rätselhaft. Die vor Jahrzehnten von einigen Protagonisten und Panikmachern vorhergesagte dramatische globale Temperaturerhöhung ist nicht eingetreten. Jetzt prophezeien einige Experten bereits eine wieder bevorstehende "kleine Eiszeit". Die Gletscherschmelze auf Grönland ist ein regionales Ereignis und alles andere als eine globale Katastrophe. Wo es wärmer wird, wird Heizenergie gespart. Dort erfrieren weniger Menschen und meistens wird auch die Ernte günstiger. Wann und wo das sein wird, wissen wir noch nicht.

Dass eine ansteigende globale Temperatur, sofern sie einträte, zu häufigeren und extremeren Wetterereignissen führen würde, gehört zu den völlig ungeprüften Parolen der Panikmacher. Ein solcher Zusammenhang ist weder empirisch-induktiv noch physikalisch-deduktiv zu belegen:

Die Behauptung wird meistens begründet mit der Zunahme der inneren Energie der Atmosphäre durch eine Temperaturerhöhung. Dabei wird die potentiell mechanisch wirksame Energie, die Exergie, sogar etwas kleiner mit steigender Temperatur. Mit anderen Worten: Stürme speisen sich nicht aus der Lufttemperatur, sondern aus den Temperaturdifferenzen in der Atmosphäre. Und deren Vergrößerung wäre erst einmal zu begründen.

Hinzu kommt, dass die Folgeschäden extremer Wetterereignisse immer größer werden, z.B. durch Besiedlung von Küsten, Abholzung von Wäldern und Begradigung von Flüssen. Und die "gefühlte Häufigkeit" der Naturkatastrophen steigt mit der psychischen Wirksamkeit der technischen Massenmedien.

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Ja, die Prognosen für Deutschland sind in etwa so zuverlässig wie für das globale Klima. Nämlich relativ gut. Die Fachleute streiten nicht wirklich über die Entwicklung des Klimas (und auch nicht über die behauptete Nicht-Erwärmung seit 1998 – das hat realfacepalm schon erklärt, wie der Blödsinn zustande kommt), im Gegenteil gibt es einen ausgeprägten Konsens, dass der Klimawandel existiert. Eigentlich nur industriegesponsorte Lobbyisten und andere Realitätsallergiker vertreten eine andere Meinung.

Die Wissenschyaflter machen mit der „Panik“ ürbigens kein Geschäft, dafür sind die Medien verantwortlich, die gerne auf jeden Zug aufspringen. Allerdings finden sich da aufgrund fauler Journalisten leider durchaus öfters Klimaleugner-Mythen und -„Allesnichtsoschlimm“-Beteuerungen, auch wenn ihr das natürlich anders seht und von irgendeiner Linksgrünen-Gutmenschen-Medien-Verschwörung fabuliert.

Natürlich ist Klimawandel nichts anderes als ein Wandel des „durchschnittlichen Wetters“, denn nichts anderes ist die Definition von Klima. Deine Auslassungen machen absolut keinen Sinn. Und selbstverfreilich wird über den „Inhalt“ des Klimawandels gesprochen. Lies den IPCC-Bericht.

Es gibt keine „Völlige Stagnation im gegenwärtigen Jahrtausend“. Ich verweise nochmals auf realfacepalms Post, wo das ganze gut erklärt wird.

Die Gletscherschmelze auf Grönland ist nur insofern ein regionales Problem, als dass Grönland selber nur regional ist. Anderswo schmelzen halt keine Grönland-Gletscher, sondern Anden-/Alpen-/XY-Gletscher.

Wir wissne durchaus, wo was für Folgen wahrscheinlich zu erwarten sind. Gibt genug Publikationen dazu. Und ja, Heizenergie wird gesprat, dafür hat die betreffende Region dafür ein Problem mit zunehmenden Überflutungen. Zunahme der Niederschläge im Winter, dazu frühere Schneeschmelze in den Bergen, und schon haben wir ein stark verändertes Abflussregime. Die negativen Folgen des Klimawandels überwiegen die (unbestritten auch existierenden) positiven Folgen BEI WEITEM.

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Was willst du mit deinem Aussagen eigentlich bezwecken? Findest du die Klimaschutzmaßnahmen übertrieben? Was ist daran dein Problem?

Wenn die Klimaerwärmung tatsächlich "stoppen" sollte, wäre das dann deiner Meinung nach automatisch ein Freifahrtschein für die Staaten und Großkonzerne dieser Welt auf Klimaschutz zu verzichten? Klimaschutz ist doch gleichzeitig auch Umweltschutz, und eigentlich muss dir doch bewusst sein, dass gegen Umweltschutz keine Verschwörungstheorie stark genug sein kann.

Du bezeichnest z.B. das "angebliche Waldsterben" als Panikmache. Aber hast du dir schon mal überlegt, warum das Waldsterben doch nicht in diesem Umfang eingetreten ist, wie es damals befürchtet wurde? Und zwar aufgrund von moderner Technologie in Zusammenhang mit strengen Umweltgesetzen (siehe z.B. die Rauchgasentschwefelung bei Kohlekraftwerken).

Die Vergangenheit lehrt uns, dass der Mensch negativen Einfluss auf Umwelt hat: auf Gewässer, Böden, Flora, Fauna, etc., das kann ja praktisch niemand anzweifeln. Deshalb verstehe ich nicht, warum es in Bezug auf das Klima so viele "Skeptiker" gibt, die der Meinung sind, die Atmosphäre bzw. das Klima würde vollkommen unbeeindruckt von der menschlichen Existenz sein...? Ist das nicht ein vermessener Gedanke?

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Mit der Klimaerwärmung wird es generell wärmer auf der Erde. Das heißt aber nicht dass es über all wärmer wird sondern nur dass es durchschnittlich wärmer wird. Durch die Veränderung verschieben sich Klimazonen und das Wetter wird extremer. Also mehr Stürme und Unwetter oder stärkere Hitzeperioden.

Wie genau die Veränderungen sein werden kann man nicht vorhersehen, die Experten haben zwar Modelle, aber das Wetter ist ein sehr komplexes Thema so dass man nicht 100% sicher sein kann.

Langsam.

Es wird immer Sommer und Winter geben. Grund ist die elliptische Umlaufbahn um die Sonne!

Was sich ändert, ist die Durchschnittstemperatur, bezogen auf das Jahr. Aber diese hat schon immer geschwankt in Zeiträumen, die wir so kaum nachvollziehen können. Deswegen gabs schon mehrere Eiszeiten und wird es irgendwann auch wieder eine weitere geben.

Fakt ist, dass die Temperatur ein wenig ansteigt derzeit...es gibt keine strengen Winter mit monatelangem tiefen Frost und meterhohem Schnee mehr, das ist richtig. Fakt ist auch, dass wir zu diesem Anstieg beitragen durch das CO2 in der Luft!

Aber selbst wenn wir völlig nachhaltig leben würden, wäre der Temperaturanstieg da...nur etwas moderater.... eben weil das zyklisch schwankt über lange Zeiträume.

Es wird immer Sommer und Winter geben. Grund ist die elliptische Umlaufbahn um die Sonne!

Naja, die Jahreszeiten liegen wohl eher an der Neigung der Erdachse. ;)

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@Eichbaum1963

Naja, die Jahreszeiten liegen wohl eher an der Neigung der Erdachse.

Im Zusammenhang mit der elliptischen Umlaufbahn u die Sonne!

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@Dea2010

nein die Elliptisch umlaufbahn machen nicht unsere Jahreszeiten.

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@Dea2010

Nein, die elliptische Umlaufbahn hat rein gar nichts mit den Jahreszeiten zu tun, sprich: wäre die Erdachse nicht geneigt, gäbe es gar keine Jahreszeiten.

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Es ist angeblich so, dass die Sommer immer heißer und die Winter immer kälter werden.

Wärmer

1 Bis 2 grad jedes Jahr

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