Wieso tragen einige muslimische Frauen ein Kopftuch?

9 Antworten

Im Koran gibt es nur drei Textstellen, die heute für ein Kopftuchgebot
der muslimischen Frau herangezogen werden. Eigentlich geht es hier
jedoch gar nicht in erster Linie um Kleidungsvorschriften, sondern eher
um den allgemeinen Umgang zwischen Mann und Frau. Die Verse richten sich
also nicht nur an Frauen, sondern auch und vor allem an Männer.

In Vers 33,53 heißt es, die muslimischen Männer sollten zu den Frauen
des Propheten Muhammad nur getrennt durch einen Vorhang (arabisch:
hidschab) sprechen. Damals verstand man darunter eine Art Trennwand;
heute ist der Hidschab ein Tuch, das mindestens den Kopf, aber auch alle
sonstigen Körperteile der Frau bedeckt. Nach Vers 33,59 sollen Muslimas
„etwas von ihrem Überwurf über sich herabziehen“, wenn sie auf die
Straße gehen, um nicht belästigt zu werden. Wie dieser „Überwurf“
auszusehen hat, wird nicht näher beschrieben. Die Verse 24,30-31
besagen, dass sowohl Frauen als auch Männer ihre Blicke senken und die
Frauen zudem „ihren Schleier über den Kleiderausschnitt schlagen und
ihren Schmuck nicht offenlegen“ sollen; die „Blöße“ der Frau darf nach
dem Vers 31 nur im engsten Familienkreis, Männern ohne sexuelle Begierde
und Kindern gezeigt werden.

Aus dem Koran lässt sich also nicht unmittelbar ableiten, wie die
korrekte Kleidung einer muslimischen Frau auszusehen hat. Eindeutig ist
nur, dass sie ihre „Blöße“ verdecken soll. Bis heute diskutieren
Islamgelehrte darüber, was darunter zu verstehen ist. Sehr liberale
Gelehrte betrachten allein Oberkörper und Beine als zu bedecken. Die
meisten empfinden die Haare der Frau als besonders reizvoll und
plädieren für ein Kopftuch. Strengere Gelehrte fordern auch eine
Bedeckung des Gesichts und der Hände.

In den einzelnen islamischen Ländern haben sich sehr unterschiedliche
Moden islamischer Kleidung entwickelt. Dies liegt zum einen an den
historischen Rechtsschulen und modernen islamischen Ideen, die sich mit
ihren unterschiedlichen Auffassungen in den einzelnen Regionen
durchgesetzt haben, zum anderen beeinflussen lokale Traditionen,
Geschlechterrollen, Klimabedingungen, staatliche Gesetze und so weiter
die Kleidung von Frauen wie Männern. In der Türkei tragen einige der
sunnitischen Muslimas geblümte und bunte unter dem Kinn
zusammengebundene Tücher; alevitische Frauen hingegen zeigen ihre Haare
offen. In Saudi-Arabien verhüllen sich die Frauen in dunkle lange
Gewänder (arabisch: abaya). In Afghanistan und Pakistan ist die Burka
bekannt, ein zusammenhängender Überwurf mit einem Gitternetz vor dem
Gesicht, das vom Kopf bis zu den Füßen reicht. Oft passen sich die
Frauen bei einer Reise der Mode im Ausland an; so zeigen sich Frauen,
die beispielsweise in ihrer Heimat Jemen oder Ägypten auch ihr Gesicht
mit einem schwarzen Schleier (arabisch: niqab) verhüllen, in Deutschland
„freizügiger“. Umgekehrt müssen Frauen, die in Deutschland kein
Kopftuch tragen, ein solches bei einem Besuch im Iran akzeptieren.

Frauen geben ganz unterschiedliche Gründe an, warum sie ein Kopftuch
immer, gelegentlich oder nie tragen. Manche sagen, das Kopftuch sei klar
im Koran vorgeschrieben; wenn sie sich nicht daran hielten, begingen
sie eine Sünde und kämen nicht in das Paradies. Andere setzen ein
Kopftuch nur in der Moschee und beim Gebet auf, um sich so besser auf
Gott konzentrieren zu können. Wieder andere wollen in einer strengen
islamischen Gesellschaft nicht negativ auffallen und ihre Familien
enttäuschen oder sogar gegen Gesetze verstoßen und tragen es allein
deshalb. In Deutschland finden Frauen mit Kopftuch nur schwer eine
Arbeitsstelle, so dass manche es ablegen, obwohl sie es gern tragen
würden. Für junge Muslimas kann das Kopftuch auch vor allem ein
Modeaccessoire oder ein Zeichen ihrer Identität als selbstbewusste
muslimische Frau sein, die sich von „den Deutschen“ abgrenzt.

Eine sehr wichtige Motivation für viele Frauen, ein Kopftuch zu tragen,
ist neben der Religion der Schutz vor Männern. Ohne Verschleierung
fühlten die Frauen sich „nackt“ auf der Straße, mit Verschleierung
hingegen selbstbewusster und emanzipierter. Andere betrachten das
Kopftuch jedoch gerade als Gegenteil von Gleichberechtigung und als
Mittel der Unterdrückung.

Mädchen und Frauen anhand des Kopftuchs und der Mode, es zu tragen, in
„gläubig“ und „nicht gläubig“ oder „streng“ und „liberal“ einzuteilen,
ist nicht nur anmaßend, sondern auch häufig falsch. In Deutschland
beispielsweise trägt nur etwa ein Viertel der muslimischen Frauen ein
Kopftuch, weit mehr bezeichnen sich jedoch als gläubig. Zwar ist das
Kopftuch mehr als nur ein Stück Stoff – die heftigen Diskussionen über
kopftuchtragende Lehrerinnen in Deutschland haben dies gezeigt –,
letztendlich sagt es jedoch wenig darüber aus, wie religiös eine Frau
fühlt und lebt.

http://www.wasglaubstdudenn.de/spuren/143260/warum-tragen-manche-muslimische-frauen-kopftuch-und-manche-nicht

klar aber ich wollte mal ein paar Meinungen von muslimischen Frauen hören die selbst ein Kopftuch tragen!!;)

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Im Islam sollen Frauen sowohl auch die Männer ihre Reize bedecken dazu gehören halt dann auch die Haare.

habe die Perücke meiner Schwersten mit ins Bett genommen kein Reiz gemerkt.

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Wtf ?

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Haha gute antwort 3plus2 gefällt mir dein humor

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Im Islam ist es eine "Normalität" das man sich als Frau verschleiert um die "sexuellen Reize" zu bedecken.


Mit diesem Kopftuch, gibt auch andere Arten wie die Burka, senden Muslime ganz klar das Signal das sie nicht "so leicht zu haben sind". Besonders in Arabischen Ländern wird eine Frau mit Kopftuch eher in Ruhe gelassen, während das bei Frauen ohne nicht so ist.

(Es ist ein Erkennungszeichen ihrer Religion)

Außerdem gibt es noch die religiösen Gründe. Im Koran werden die Rollen von Mann und Frau strikt getrennt. Deshalb soll sich die Frau Verschleiern.

Dann gibt es noch die Medien, die meinen das es eine ganz klare Unterdrückung der Frau im Islam gibt,  die Frau weniger Wert ist, sie sich gegen über anderen Männern nicht "offen zeigen darf" falls sie selbst einen hat, sie sich damit von der deutschen Gesellschaft abgrenzen wollen ect.pp.

Im Endeffekt hat jede Muslima aber ihren eigenen Grund ein Kopftuch zu tragen. Deshalb ist es eher eine Individuelle Sache.

Stimmt, lieber AaronMose3, doch soll es bitte nicht so klingen, als seien es NUR DIE MEDIEN, die meinen, dass es eine ganz klare Unterdrückung der Frau gibt im Islam:

Diese Unterdrückung ist empirisch belegt!

Bitte, lies' doch bspw. die Werke von Ayaan Hirsi Ali (bspw. "Ich klage an"), die dies ganz klar mit Zahlen untermauert....

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@ArbeitsFreude

Ich habe das aus Toleranz gegenüber liberalen Muslimen geschrieben, die wirklich andere Gründe dafür haben mögen.

Diese Unterdrückung ist empirisch belegt!

Das ist mir klar.

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Das kann verschieden Gründe haben

  1. Ihnen ist zu kalt.
  2. Ihre Haare sind hässlich.
  3. Ihr Mann bzw. Vater wünscht es so.
  4. Sie tun das aus Tradition.

Im Koran ist eine Kopftuch für die Frau nicht vorgeschrieben, deshalb tragen viele auch keines.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Koranschule und 20 Jahre praktische Erfahrung

Die woertliche Bedeutung von Hijab ist zu verschleiern, zu bedecken oder abzuschirmen. 

Die Mehrheit der muslimischen Frauen tragen Hijab, um Gott zu gehorchen und um als ehrbare Frauen erkannt zu werden.

Die Frauen betrachten das Hijab nicht als Zeichen der Unterdrueckung.  Frauen, die Hijab tragen, beschreiben oft, dass sie sich befreit fuehlen von der Modekultur der Gesellschaft.  

Das Hijab befreit die Frauen davon, als Sexualobjekte der Begierde betrachtet zu werden oder davon nach ihrem Aussehen oder ihrer Koerperform eher beurteilt zu werden als nach ihrem Geist oder Verstand. 

Das Hijab kann ein Symbol der Froemmigkeit sein, und es kann ein Zeichen grosser innerer Staerke und Kraft sein.  Eine Frau, die Hijab traegt, wird zu einem sehr sichtbaren Zeichen des Islam.  

Das Wort "hijab" ist heutzutage die arabische Standardbezeichnung für den Kopfschleier, zu Zeiten der Verkündung des Koran war dies allerdings noch nicht der Fall. Es heißt seiner Grundbedeutung nach "Absperrung" oder "Verhüllung vor jemandes Blicken" und von daher dann auch "Vorhang" oder "Schleier".

Das Wort "hijab" kommt noch in anderen Stellen im Koran vor, jedoch nicht im Sinne des Kopftuchs:

7:46: "Und zwischen ihnen beiden befindet sich eine Scheidewand"

17:45: "Und wenn du den Koran vorträgst, machen wir zwischen dir und denen, die nicht an das Jenseits glauben, eine unsichtbare Scheidewand".

41:5: "(…) und zwischen uns und dir befindet sich eine Scheidewand"

42:51: "(…) oder hinter einem Vorhang, oder indem er einen Boten sendet"

Wenn Sure 33:53 z.B. sagt, die männlichen Besucher sollten mit den Prophetengattinnen nur "hinter einem hijab hervor" sprechen, dann ist hier offensichtlich an einen Vorhang gedacht, nicht an ein Tuch, das die Frau auf dem Kopf trägt. Im Übrigen sind mit den Vorschriften zum "hijab" in dieser Sure speziell die Frauen des Propheten und die Besucher von dessen Haus angesprochen.




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Merkst Du was, liebe Victoria?:

Dass es auch SexualSUBJEKTE geben KÖNNTE, also Frauen, die selbst und frei über ihre Sexualität bestimmen,

das kommt unseren konservativ-muslimischen Mitbürgern nicht in den Sinn....

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Du bist offensichtlich nie von Dubai nach Paris geflogen.

Kurz vor dem Anflug auf Charles-de-Gaulle stürmen die verschleierten Damen die Toiletten und kommen in Dior oder Chanel wieder heraus.

Religion funktioniert nur, wenn man Scheuklappen trägt. Nur Mut, man stirbt nicht, wenn man sie ablegt.

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@SchakKlusoh

Echt warum? Religion funktioniert nur mit scheuklappen joa könnte ich zustimmen aber warum dann in chanel und co WARUM bin zu dumm erklärs mir bitte

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