Müssen glatzköpfige Frauen auch ein Kopftuch tragen?

5 Antworten

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Es geht beim Kopftuch nicht nur ums Haare bedecken. Das Kopftuch soll bewirken dass man die muslimischen Frauen von den "anderen" unterscheiden kann und es soll bewirken, die Aufmerksamkeit der Männer nicht auf sich zu ziehen. Dh Kopftuch bedeutet seine Reize zu verstecken und nicht nur ein Tuch über den Kopf zu wickeln wie ihr immer alle denkt

Im Koran steht zur Kleidervorschrift:

Sure 7 Vers/Ayat 26......und Allah gab den Menschen die Bekleidung zur Bedeckung der Scham und zur Zierde. Denn das Kleid der Frömmigkeit ist das beste Kleid

Dies bedeutet:

Der Mensch soll seine Geschlechtsmerkmale (Intimbereich) bedecken. Die Kleidung soll den Menschen schmücken (Zierde sein). Wenn man im Herzen glaubt, dann braucht man auch keine äußerlichen Zeichen. Die innere Einstellung ist für Gott wichtiger.

Damit hat sich das Thema mit dem Kopftuchgebot als Vorschrift des Korans schon erschöpft.

Wenn Du das Kopftuch als einen Ausdruck einer Religionszugehörigkeit behaupte, dann steht Dir dies frei. Aber erkläre dies dann nicht mit Vorschriften die es nicht gibt.

Der einzige als Argument zu benennende Grund:

Man drückt damit nur und ausschließlich die Gesinnung aus

Die immer wiederkehrenden Behauptungen, ein Kopftuch, Burka o.ä., würde Männer vor irgenetwas abhalten sind absoltuer Humbug. Wir wissen, gerade in den islamischen Ländern sind die Vergewaltigungsraten erschreckend hoch. Trauriges Beispiel sind dabei die Emirate, die es ja noch nichteinmal für nötig befinden, die Frauenvergewaltigung in der Zivilrechtsprechung zu ahnden.

Vergleiche hierzu:

Auch die Behauptungen der Wahhabiten und Salafisten mit angeblichen Vorschriften Mohammeds oder Salafs sind sehr umstritten. Hier darf ich ebenfalls einige Beispiele aufführen, warum das Kopftuch zweifelhaft ist:

Der Gelehrte und Vater der hanefitischen Rechtsschule Al Dschassass ( gest. 980) der nach Mudschahid zu den zweit grössten, ältesten und bedeutendsten Koran Kommentatoren gehörte, sah kein Kopftuchgebot.

Diese wird historisch auch von Bukhari ebenfalls in einem folgendem Hadith bestätigt: “Ayse r.a. sagte: Gott wird gnädig zu den Frauen der ersten Emigration sein, denn bei der Offenbarung dieser Worte: ‘dass sie ihre Tücher über ihren Busen schlagen’ teilten sie ihren Izar (Stoff, der als Lendenschurz oder Rock diente), um sich die Brüste zu bedecken”. (Vgl. Bukhari Vol. 3, Titel 65, Kapitel 12)

Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Bestätigt wurde diese Auffassung von Abu Hamid al-Ghazali 1111 n. Chr., Ibrahim en-Nehai 714 n. Chr., Tabari Tafsir 18/120., Imam abu yusuf 798 n. Chr., Imam es-serahsi 1090 n. Chr., Abdullah el mawsili 1285 n. Chr., Ibn Nudscheym 1563 n. Chr., Razi Tafsir 23/206.

Es gibt also keine religöse Gründe, allenfalls Gründe der Gesinung.

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Ziemlich witzig das du diesen gleichen Text immerwieder in "Kopftuchfragen" antwortest.

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Hahaha lächerlich 😂

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@serdom

Ha ja.....gewisse Sachen sind tatsächlich überdenkenswert. Trotz google und der Suchfunktion bei GF alle 10 Tage eine Kopftuchfrage. Irgendwann kopiert man halt nur noch.

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@1988Ritter

Ziemlich witzig dass wir den 70. Jahrestag des Endes einer sogenannten Schoah begehen und zeitgleich wieder Lügen über eine in diesem Staat gelebte Religion mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen. Warum wird eine solche Lüge in Schulen verbreitet? So wie ab 1933 Lügen über eine nichtchristliche Religion verbreitet wurden? 

Wenn ein Text vom Verfasser als gut befunden wird kann dieser Verfasser ihn ja wohl so oft kopieren wie er will. 

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@hertajess

Allah sagt im Koran:

Oh ihr, die ihr glaubt! Seid geduldig und wetteifert in Geduld und seidstandhaft und fürchtet Allah, damit ihr erfolgreich sein werdet." (3:200)

"Und bestimmt werden Wir euch prüfen mit etwas Angst, Hunger undMinderung an Besitz, Seelen und Früchten. Doch verkünde frohe Botschaft den Geduldigen." (2:155).

Also liebe Schwester habe Geduld und sei ein gutes Vorbild.

Nun zum anderen.

Die Wahrheit ist,dass das Kopftuch im Islam keine Verpflichtung ist.

Sondern vielmehr dass Hijab ist Verpflichtend.

"Oh Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf (arab. Dschalabib, Pl.von Dschilbab) über sich herunterziehen (arab. yudnina). Das ist eher geeignet, dass sie erkannt (Anm.: als freie, ehrbare Frauen) und so nicht belästigt werden. Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig." (Quran 33:59)

Das arabische Wort "yudnina", hier mit " herunterziehen" übersetzt, bedeutet sprachlich nicht, dass damit das Gesicht bedeckt wird. Der Sahabi Ibn Abbas sagte in seinem Tafsir des Verses:

"Sie soll ihren Dschilbab nah zu ihrem Gesicht ziehen, ohne ihn über ihr Gesicht zu legen“ d.h. ohne es zu bedecken.(Quelle Islam Pedia)

Quranvers 24:31 (Chimar)

"Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher (arab.: bi Chumurihinna, Pl. von Chimar) auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer ihren Ehegatten,..." (Quran 24:31)

"Außer dem, was (sonst) sichtbar ist"

,d.h. außer was gewöhnlich und im Einklang mit der Scharia

von ihr sichtbar ist.

[[ Ibn Dscharir erkläutert in seinem Tafsir die verschiedenen Ansichten der Sahaba und der Tabi’un bevor er sich dafür ausspricht, dass die richtige Ansicht die sei, dass Hände und Gesicht ausgenommen sind.

Auch sagte der Prophet Sinngemäß: Ab der Pupertät müss sich eine Frau komplet verdecken,außer Hand und Gesicht(Bukhari).

D.h du musst alles verdecken außer Hand und Gesicht aber nicht nur die Haare.

Die Eigenschaften dieses Kleidungsstücks(Hijab) sind folgende:

Der Hidschab soll den ganzen Körper der Frau bedecken bis auf das, was davon ausgenommen ist, siehe oben: Umfang des Hidschabs. 1.Er darf selbst keinen Schmuck darstellen(D.h die Farben dürfen nicht auffallend sein) 2.Er darf keinen Weihrauch-Geruch oder sonstigen Duft tragen 3.Er darf nicht durchsichtig sein. 4.Er muss weit sein und darf nicht den Körper betonen(Also nicht Eng sein) 5.Er darf nicht der Bekleidung des anderen Geschlechts ähneln. 6.Er darf keine Nachahmung der Kleidung der Kuffar (Pl. von Kafir/Nicht Muslim) sein. 7.Er darf keine Bekleidung des Ruhmes sein (d.h. kein außergewöhnliches oder einzigartiges Kleidungsstück)
Hier sieht man also dass das Hijab eine Verpflichtung ist,die im Koran und in der Sunna verankert ist. Dies ist auch Konsens der islamischen Welt,sei es Sunnite oder sonstige Richtung.

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Du beziehst dich auf folgenden Link .*******.**** Da steht z.B Diese wird historisch auch von Bukhari ebenfalls in einem folgendem Hadith bestätigt: “Ayse r.a. sagte: Gott wird gnädig zu den Frauen der ersten Emigration sein, denn bei der Offenbarung dieser Worte: ‘dass sie ihre Tücher über ihren Busen schlagen’ teilten sie ihren Izar (Stoff, der als Lendenschurz oder Rock diente), um sich die Brüste zu bedecken”. (Vgl. Bukhari Vol. 3, Titel 65, Kapitel 12)

Steht in deinem Link aber in Bukhari steht was anderes:

Die Hadith 65 des Volums 3 ist aber:Narrated IbnAbbas: A man was crushed to death by hisshe−camel and was brought to Allah's Apostle who said, "Givehim a bath and shroud him, but do not cover his head, and donot bring any perfume near to him, as he will be resurrectedreciting Talbiya." Diese Hadith bezieht sich auf einen Toten und Kapitel 12 existiert gar nicht in diesem Kontext. Soll das einfach nur seriöser Wirken? Also erster Beweis dein Link ist falsch.

Nun zweitens,

Ibn Kathir (gest. 1373) zitiert in seinem (verkürzten 10 bändigen Koran Tafsir) diese Auslegung von Said b. Cubeyr, nämlich dass dies sich auf die Brüste bezieht und nicht auf die Haare. (Ibn Kathir Band 6 Seite 570)

Steht in deinem Link.

Aber in Ibn Kathir steht:

Said B. Cubeyr sagt: "Khumur (veils) is the plural of Khimar, whichmeans something that covers, and is what is usedto cover the head. This is what is known amongthe people as a veil.Said bin Jubayr said: (and to draw), means to pull it aroundand tie it securely. (their veils all over their Juyub),means, over their necks and chests so thatnothing can be seen of them

Er bezieht sich auf die Aussage Ibn Mas nur eine Seite davor.

Er vertritt aber nirgendswo die obige Aussage des Links.

Dann steht im Text:

"Der Gelehrte und Vater der hanefitischen Rechtsschule Al Dschassass ( gest. 980) der nach Mudschahid zu den zweit grössten, ältesten und bedeutendsten Koran Kommentatoren gehörte, kommentierte die Sure 24:31 ebenfalls, dass dieser Vers sich auf den Nacken und die Brüste bezieht und nicht auf die Haare und fügt hinzu, dass Said b. Cubeyr (gest. 713) das Nichtbedecken der Haare von freien nicht verboten (haram) sei, sondern nur als “makruh” (nicht empfehlenswert) zu bezeichnen ist. (Ahkamul Kuran – Band 3/ S. 461)"

Erstmal der Vater der Hanafi Schule ist Imam Hanifa.

Diesen Dschassass kenne ich nicht.

Zweitens,das Buch existiert nicht bzw. es ist kein Hanafi Fiqh Buch.

Fazit: Dein Link verweist auf falsche Quellen und lügt somit

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Diese beiden Dinge "gehen" nicht zusammen ... und zwar überhaupt nicht!

° Es würde zwar gegen die Regeln der Muslime verstoßen, welchen davon überzeugt sind, dass der Koran Frauen das Tragen eines Kopftuches vorschreibt ...  wenn eine ERWACHSENE Frau ohne ihr Haupt zu bedecken, sich in der Öffentlichkeit oder auch in ihrem eigenen Haus fremden Männern zeigt.

° ABER eine gläubige Muslima würde niemals ihre Kopfhaare "scheren" ... da dieses tatsächlich dem Koran widerspricht.

Daher ist die Fragestellung zwar interessant ... aber ... absolut nicht relevant. 


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Ich muss da mal eingreifen.

  1. Der Koran schreibt kein Kopftuch vor.
  2. Die Haartracht der Frau regelt sich nicht im Koran. Allenfalls in Hadithen, die sich dann insbesondere darauf beziehen, dass die Frisuren anderer Völker nicht nachgeahmt werden dürfen.
  3. Eine derartige Frage kann nicht irrelevant sein, da wir insbesondere in der heutigen Zeit medizinische Maßnahmen kennen, die den Verlust (dauerhaft oder temporär) der Haare zur Folge haben können, z.B. Chemotherapie.
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