Kopftuch?Warum?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

die sehen keine andere möglichkeit, ihre religion anderen zu zeigen

Ich gehöre nicht zu den Moslems die an die Kopftuch-pflicht glauben. 

Doch wieso eine Frau Kopftuch trägt, kann viele Gründe haben.

Es kann tatsächlich Zwang sein.

Es kann durchaus ein Symbol nach außen sein und dabei ist nichts schlimmes. Viele andere Lifestyles haben ebenso einen dresscode.

Es kann sein weil sie es für richtig ertrachtet da ihre Vorbilder auch eines Trügen.

Es kann teil der Kulturellen Identifikation sein. 

Es kann auch aus Religiöser Überzeugung sein. 

ect. ect. ect.

Ich habe nicht gegen eine Muslima die ein Kopftuch trägt, solange sie es Freiwillig macht. Die Gründe dafür sind dann ihre Sache. 

Ich finde es aber schon Interessant wieso ausgerechnet die Muslima so im Fokus steht. Es gibt z.B. in Süd und Osteuropa durchaus Gegenden wo es Schicklich ist als Frau in der Kirche eines zu tragen. Bei Nonnen akzeptieren wie die Haube auch ohne sie zu hinterfragen. Hier stellt es sogar eine Pflicht da, wen man diesen Beruf ausüben will. Die Religiösen Begründungen wieso eine Nonne die Haube tragen soll, sind eigentlich die gleichen wie beim Kopftuch im Islam. Im Orthodoxem Judentum bedecken Frauen auch ihr Haar.  Nur um einige Beispiele zu nennen.

Als muslim bist du verpflichtet an diese Pflicht zu glauben. Es gibt klare Beweise in koran und ahadith.

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@Muslimhelper

@Muslimhelper

diese sagen, dass man die BRUST verdecken muss als Frau, da reicht auch ein TShirt. 

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@Muslimhelper

Es ist einfach UNWAHR, was Du schreibst, werter Muslimhelper:

Die "Beweise" die Du gebetsmühlenartig bemühst, SIND KEINE - Das haben andere User und ich Dir immer wieder belegt (so wie jetzt hier auch Theoalfred!)

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@Theoalfred

@Theoalfred: Muslimhelper glaubt, Frauen trügen ihren Kopf auf der Brust. Vielleicht hat er noch nie eine Frau gesehen.

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@ArbeitsFreude

Arbeitsfreunde könntest du eventuell wie ihr dass widerlegt habt oder zumindest wo ihr das getan habt? das finde ich sehr interessant.

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@mojo65

Was immer wieder bemüht wird, ist Folgendes, lieber mojo65 :


Koran Sure 24 Vers 31  -  Hidschab-Vers – Bedeckung der Aura der Frau…und dass sie ihre Kopfbedeckungen (Khumur) bis über ihre Kleidungsausschnitte(Dschuyub) ziehen, und dass sie ihren Schmuck vor niemandem sichtbar tragen außer vor ihren Ehemännern, usw.

ES steht somit klar NICHT da, man solle sich das Kopftuch auf den Kopf setzen

Koran Sure 33 Vers 59 -  Dschilbab-Vers: Bedeckung, die
Kopf und Körper der Frau bedecken

"O Prophet, sag deinen Ehefrauen und deinen Töchtern und den Frauen der Muslime, sie sollen etwas von ihrem Überwurf (Dschalabib, Pl. Dschilbab) über sich herunterziehen.
Auch hier von Kopftuch aufsetzen sollen keine Rede... - dass man "was drüberziehen soll" ist ja auch in unseren Breiten unstrittig:)

Es wird dann von moslemischer Fundamentalistenseite argumentiert: "aber wenn Mohammed von Khumur - Kopftuch sprach, dann MUSS ER GEMEINT haben, dass man Kopftuch aufsetzt!"
- Ich frage: Wenn er es gemeint hat, warum hat er es dann nicht gesagt ??? - zumal der Koran doch angeblich unfehlbar sein und wörtlich genommen werden soll....

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@ArbeitsFreude

Koran Sure 24 Vers 31  -  Hidschab-Vers – Bedeckung der Aura der Frau…und
dass sie ihre Kopfbedeckungen (Khumur) bis über ihre
Kleidungsausschnitte(Dschuyub) ziehen, und dass sie ihren Schmuck vor
niemandem sichtbar tragen außer vor ihren Ehemännern, usw.

Du hast es sogar zitiert mein Freund. Das heisst sie soll sich eine Kopfbedeckung aufsetzten die vom Kopf bis über ihre Brust geht. Und das ist zB ein Kopftuch.

Koran Sure 33 Vers 59 -  Dschilbab-Vers: Bedeckung, die

Kopf und Körper der Frau bedecken

"O Prophet, sag deinen Ehefrauen und deinen Töchtern und den Frauen der Muslime, sie sollen etwas von ihrem Überwurf (Dschalabib, Pl. Dschilbab) über sich herunterziehen.

Dschilbab einfach mal in Google eingeben und bei Bilder angucken wie sowas aussieht.

Schönen Tag noch.

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Muslimas tragen aber das Kopftuch nicht nur in der Moschee. 

Und muslimische Nonnen gibt's nicht!

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Es sind nicht nur Muslimische Frauen auch aus anderen Ideologien gibt es welche die mal Kopftücher tragen oder eben für immer.Meistens hängt es mit dem Glaubensbuch zusammen was es ihnen vorgibt.Oder es erinnert sie daran das immer etwas über ihnen ist,ähnlich wie bei einer Kippa.

Und wieder, wie eigentlich bei jedem Islam-Thema bei GuteFrage, geht es immer mehr um die Kopftuchpflicht.... Daher hier mein Beitrag dazu:


NEIN, Kopftuch ist keine Pflicht.

Außerdem war vielen Muslimen das Kopftuch zur Zeit der Verkündung des Koran sogar verboten.


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http://tavhid.de/?p=1416

Man wird im Koran keine Kopftuchpflicht finden. Unkritische Muslime berufen sich dabei jedoch trotzdem stets auf Sure 7, Vers 26 und Sure 24, Vers 31 (dazu weiter unten gleich mehr).

Nein, es ist keine Pflicht, das Kopftuch zu tragen!

Der beste Beweis dafür ist ein ganz einfacher: Zur Zeit des Propheten gab es bei der Gebetswaschung keine Geschlechtertrennung, Frauen und Männer haben gemeinsam die rituelle Waschung vollzogen. Da die Haare bei der Gebetswaschung befeuchtet werden ist es selbstverständlich, dass die Frauen sie in diesem Moment nicht bedeckt hatten (klar, sonst hätten sie diese ja nicht anfeuchten können).

Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind, nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Also müssen Haare ebenfalls NICHT verhüllt werden.

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Sowohl Koran als auch Sunna besagen, daß alle Körperteile, die der rituellen Waschung zu unterziehen sind (also auch die Haare), nicht unter das Verhüllungsgebot fallen. Bestätigt wurde diese Auffassung von:
- Abu Hamid al-Ghazali 1111 n. Chr.
- Ibrahim en-Nehai 714 n. Chr.
- Tabari Tafsir 18/120.
- Imam abu yusuf 798 n. Chr.
- Imam es-serahsi 1090 n. Chr.
- Abdullah el mawsili 1285 n. Chr.
- Ibn Nudscheym 1563 n. Chr.
- Razi Tafsir 23/206.

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Wenn es also eine religiöse Pflicht gewesen wäre, dass Frauen ihre Haare vor den Männern bedecken müssen, dann hätte es logischerweise eine Geschlechtertrennung bei der rituellen Waschung gegeben. Die gab es aber nun mal nicht.

Trotzdem hat sich dieser Irrtum, man müsse als Muslimin ein Kopftuchtragen, mit der Zeit sehr verbreitet. Dazu muss man einen Blick in die Geschichte werfen:

Im gesamten Mittelmeerraum (und natürlich auch in den Wüstengegenden) bedeckten in damaligen Zeiten Männer wie Frauen ihren Kopf, um sich vor Sonne und Staub zu schützen. Das galt für Christen, Juden und Muslime.

In der islamischen Kultur wurde das Kopftuch später dann zu einem sozialen Statussymbol, das zwischen "freien" und "unfreien" Frauen unterscheiden sollte. Frauen von höherem gesellschaftlichen Stand verschleierten sich, Dienerinnen und Sklavinnen war es bei Strafe verboten, sich zu verschleiern.

Das von allen Rechtsschulen anerkannte Werk "El-Mebsut" besagt, dass der Weggefährte des Propheten und zweiter Khalif Omar ibn al Khattap sogar eine Sklavin (unfreie) schlug, weil sie ihre Haare bedeckte.

Es hatte also rein GAR NICHTS mit der Religion zu tun, denn die Dienerinnen und Sklavinnen, denen es verboten war, ein Kopftuch zu tragen, waren ja ebenso Muslime.

Erst später, lange nachdem Tod des Propheten, missbrauchten dann besonders konservative Prediger diese (ursprünglich soziale) Regelung zu einem religiösen Gebot. Sie behaupteten, muslimische Frauen seien dazu verpflichtet Kopftücher zu tragen und begründeten es damit, dass die Haare ein Reizobjekt darstellen würden, das die Männer provozieren würde. Aber wären die Haare einer Frau tatsächlich "reizend", dann müßte der Mann ja auch seinen Bart verdecken, denn "der Bart ist die Schönheit des Mannes".

Das Kopftuch (und erst recht andere Verschleierungsformen, wie der Tschador, der Niqab oder die Burqa) sind also eindeutig keine religiöse Pflicht, sondern wurden erst später (von Männern, wohlbemerkt) als solche bezeichnet. Selbstverständlich können sich Musliminnen freiwillig verschleiern, wenn sie meinen dass sie damit dem Gebot, in der Öffentlichkeit nicht zu aufreizend zu erscheinen, näher kommen.

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http://www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE/Magazin/SchwerpunktKopftuch/Koran/koran-node.html

"...sie sollen die Augen niederschlagen, und sie sollen darauf achten, dass ihre Scham bedeckt ist, den Schmuck, den sie tragen, nicht offen zeigen, soweit er nicht sichtbar ist, ihren himār (Im Originaltext steht der Plural dieses Wortes, humur.) über den Schlitz ziehen und den Schmuck, den sie tragen, niemandem offen zeigen, außer ihrem Mann..."

Die Aufforderung des Koranverses lautet also nicht, die Frauen sollten ihren Kopf mit dem himār bedecken - sondern sie sollen den Schlitz an der Seite ihres Kleides (der damals seitlich bis zur Hüfte hinunterlief) mit dem Schleiertuch (himār) bedecken, damit man dort hindurch keine aufreizenden Blicke auf ihren Busen werfen kann. Außerdem sollten sie getragenen Schmuck und auch anderen Schmuck (wie Henna) bedecken.

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Damals sollte die Frau "ihre Keuschheit wahren und schmückende Stellen" bedecken (Sure24, Vers31)

Damit waren Busen und Nacken gemeint. Nicht aber ein Kopftuch, das war nämlich den "gewöhnlichen" Muslimen verboten. Nur Höhergestellte durften überhaupt ein Kopftuch tragen.

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Auszug aus dem Buch "Ilahi Hikmette kadin":

Verweist darauf, dass das Wort “Khimar” in vielen Koranübersetzungen als “Kopftuch” falsch übersetzt wird. Wenn im Vers 31 der Sure 24 von “gläubigen Frauen” die Rede ist, dann sind die unfreien Frauen nicht ausgeschlossen (und die durften ja gar kein Kopftuch tragen).

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http://www.meine-islam-reform.de/index.php/artikel/fiqh/336-hijabkoran.html

Es gibt unzählige Artikel und Texte mit dem Titel "Hijab nach Koran und Sunna". Tatsache ist aber, daß der Begriff Hijab (Kopftuch) im Koran gar nicht direkt mit Frauen in Verbindung gebracht wird. Es gibt sogar nur einen einzigen Vers, der überhaupt mit Hijab und bestimmten (!) Frauen zu tun hat.

["Und wenn ihr die Gattinnen des Propheten um etwas bittet, das ihr benötigt, dann tut das hinter einem hijāb hervor! Auf diese Weise bleibt ihr und euer Herz rein."]

Es ist also klar ersichtlich, daß dieser Vers nichts mit einer Kopfbedeckung zu tun hat - und auch nicht auf alle Frauen angewandt werden kann, da es sich hier nur um die Frauen des Propheten handelt. “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32

Und besagter "Schleier" war auch kein Kopftuch, sondern tatsächlich ein Schleier/Vorhang der die Frauen vom Propheten trennte. Erst einige Generationen später wurde das Wort hidschab von den Fukhaha (Gesetzgebern) zum Kopftuch umgewandelt.

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hijāb:

Das Wort ist heutzutage die arabische Standardbezeichnung für den Kopfschleier, das war es zu Zeiten der Verkündung des Koran aber noch nicht. Es heißt seiner Grundbedeutung nach "Absperrung" oder "Verhüllung vor jemandes Blicken" - und von daher dann auch "Vorhang" oder "Schleier".

Wenn der Koranvers sagt, die männlichen Besucher sollten mit den Prophetengattinnen nur "hinter einem hijāb hervor" sprechen, dann ist hier offensichtlich an einen Vorhang gedacht, nicht an ein Tuch das die Frau auf dem Kopf trägt.

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Es gibt es keine feste Interpretation der großen Gelehrten, um die Begriffe Hijab, Khimar, und Dschilbab als das Tragen eines Kopftuchs als solchen zu definieren.

Die häufig verwendete Begründung ist die Vorbildfunktion der Ehefrauen des Propheten. Jedoch sehen wir anhand der Koranverse, dass diese nicht allgemein verbindlich sind. Z.B. der eben schon erwähnte Vers “Frauen des Propheten! Ihr seid nicht wie irgendeine von den Frauen”. Koran 33:32


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Hier noch ein Bild, wie der urpsrüngliche hijāb wohl ungefähr ausgesehen hat:



 - (Islam, Kopftuch)

Deine Quelle für den Punkt mit der Gebetswaschung in der Zeit von Mohammed (sas) ?

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Viele machen es wohl tatsächlich, weil sie der Meinung sind, damit dem Willen ihres zweifelhaften Gottes Allah zu entsprechen. Andere machen es wohl auch aus Tradition und wieder andere, weil sie von ihrer Familie dazu angehalten werden. 

Der eher fortschrittliche Islamkundler Muhammad Asad (andre auch) verstand den u. a. immer wieder aufgeführten Vers 24:31 eher so, dass es nicht darum geht, die Haare zu bedecken, sondern um die Bedeckung des Busen, da zur damaligen Zeit weite Ausschnitte im Dekolleté verbreitet waren.   

Asad hielt das Kopftuch zumindest im Westen für überflüssig. Andere, etwas moderner und aufgeklärter denkende Muslime gehen mit ihm konform.

http://tavhid.de/?p=1416

Wie man sieht gehen also die Meinungen zwischen einem fundamentalistischen Islam und einem eher fortschrittlichem Islam (oft Aleviten) weit auseinander.



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