Wieso konnten die Jünger von Jesus auch Wunder tun aber kein Papst oder sonstiger danach konnte etwas dergleichen was fehlt?

30 Antworten

Auch heute gibt es bestimmt noch Wunder, die Gott in bestimmten Situationen schenkt. Du hast aber recht, dass die Jünger in einem großen Ausmaß Wunder tun konnten, wie dies danach nicht mehr möglich war.

Der Grund dafür wird m. E. im Hebräerbrief genannt: "Wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung missachten? Diese wurde ja zuerst durch den Herrn verkündigt und ist uns dann von denen, die ihn gehört haben, bestätigt worden, wobei Gott sein Zeugnis dazu gab mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen" (Hebräer 2,3.4).

Durch die übernatürliche Vollmacht Jesu und seiner Apostel bestätigte Gott, der Vater, das Evangelium Jesu Christi, seines Sohnes. Die Wunder hatten den Zweck, die Botschaft zu autorisieren und die Gemeinde zu gründen und zu festigen. Diese Wunder waren Zeichengaben für die Einführung des Heilszeitalters der christlichen Gemeinde.

Auch zu Beginn anderer Heilszeitalter wirkte Gott mit Wundern und Zeichen, z. B. bei Noah, Abraham oder Mose.

Gott kann natürlich zu jeder Zeit alle Wunder tun. Er möchte aber, dass wir auch so an Ihn glauben. Deshalb hat Jesus gesagt: "Thomas, du glaubst, weil du mich gesehen hast; glückselig sind, die nicht sehen und doch glauben!" (Johannes 20,29).

Jesus selbst sagte doch zu seinen Jüngern, wenn ihr glauben habt, und nicht zweifelt, werdet ihr nicht nur das vollbringen, was ich getan habe (vgl. Matthäus 21,21). Er sagte aber auch, dass er nur das getan hat, was er den Vater hat tun sehen (vgl. Johannes 5,19).

Entweder liegt es also nur daran, dass das notwendige Wissen darum verloren ist, weil es keine Lehrmeister mehr nach dem Aposteln gab oder dass es zudem oder zumindest am notwendigen Vertrauen fehlte.

Es gibt bis heute Wunder. Wenn es dabei um Heilungen von Krankheiten geht, nennt die Medizin das heute "Spontanheilung", weil sie eben keine Wissenschaftliche Erklärung hat.

Ich kann hier nur von mir berichten. Vor ein paar Jahren hatte ich mir Sonntagsabends eine Großzehe gebrochen. Der Bruch wurde am selben Abend per Röntgenbild im Krankenhaus diagnostiziert.
Da die Röntgenbilder aus irgendeinem Grund nicht zu meinem weiter-behandelnden Orthopäden kamen, machte dieser am Mittwochmorgen erneute Aufnahmen. Auf diesen Bildern war ein völlig abgeheilter Bruch erkennbar. Mein Orthopäde meinte, dass da ein alter Bruch sei, und sein Kollege im Krankenhaus nicht richtig hingesehen hätte. Daraufhin bin ich zum Krankenhaus gefahren und habe die Röntgenbilder persönlich abgeholt und meinem Orthopäden gebracht. Als dieser die Bilder von Sonntagabend und Mittwochfrüh verglich, viel ihm die Kinnlade auf den Bauchnabel. Ein Bruch, der normalerweise mehrere Wochen braucht, um zu heilen, war in weniger als 60 Stunden komplett abgeheilt.

Und wo siehst du da ein "Wunder"??

Alles passiert zum ersten Mal! Ein Wunder wäre es gewesen, wenn es zwei Tage später wieder passiert wäre.

Bei Röntgenbildern gibt es selbst unter erfahrenen Röntgenologen immer wieder Irrtümer, die eben "errare humanum est" sind.

Für mich ist es ein viel größeres "Wunder", wenn Euer lächerlicher Gott bspw. nicht mal andeutungsweise reagiert, nachdem massenhaft neue Missbrauchsfälle innerhalb des katholischen Klerus bekannt geworden sind!

Ist doch für die beteiligten Pfaffen ein schönes "Wunder", wenn ihr Oberguru freundlich grinsend zusieht!

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