Wie wichtig ist euch in einer Beziehung das Heiraten?

40 Antworten

Schönen guten Morgen in die Runde, heute zum Montag.

Ich war in meinem Leben noch nie verheiratet, hatte aber schon mehrere Langjährige Beziehungen. Das muss jeder selber wissen, ob er mit Ring und Heiratsurkunde glücklicher ist als ohne dem. Es ist zwar eine gegenseitige Absicherung im Alter, aber man kann ja heutzutage auch anders Regelungen treffen um sich gegenseitig abzusichern. Dann kommt es ja auch immer drauf an, ob Kinder da sind ob nun eigene oder in die Beziehung gebrachte.

Man hat ja als Eheleute auch ganz andere Rechte und Plichten, vielleicht wollen dem viele aus dem Weg gehen. Letztendlich ist doch wichtig, ob man sich gut versteht, gern hat und füreinander einsteht wenn es nötig ist. :-)

Ein ruhigen, sonnigen und entspannten Wochenstart, wünscht Opi-Paschulke allen die gern mögen.

Passt auf euch auf und bleibt gesund soweit es geht.

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Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Lebenserfahrungen
 - (Liebe, Liebe und Beziehung, Psychologie)

Servus lieber Opi, Fred wünscht dir einen sehr schönen Montag und grüßt dich herzlich.

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@Fredlowsky

Grüß dich Fred und ganz liebe Grüße nach Wien, pass auf dich auf mein Guter. LG Opi :-)

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Guten Morgen in die Runde,

Heiraten ist eine schöne Sache - für wen es passt. Ich war realistisch genug, nicht zu heiraten. Nicht, dass es an langjährigen Partnerschaften gemangelt hätte - aber mir fehlte schlicht und einfach das Vorstellungsvermögen, dass so etwas mit Siegel und Unterschrift gut gehen könnte. Ich hätte Angst gehabt, dass durch diesen Druck die Liebe abhanden kommt.

Bei mir war durch mein Berufsleben mit Stellen an unterschiedlichen Orten alles auf ein Single-Leben eingerichtet - jedoch hatte ich die meiste Zeit Freunde.

Was mich geprägt hat: in früheren Jahren, während ich mal verlobt, war, trat öfter dieser Traum auf:
auf einer Wiese liegend wurde ich irgendwann im Traum wach - mit einem seltsamen Engegefühl, ganz als würde die Luft knapp; dann spürte ich eine riesige unsichtbare Glasglocke, groß bis zum Horizont, ganz langsam über mir niedergehen. Ich spürte, dass ich eingesperrt wurde. -
Mit fast Atemnot und ansatzweiser Panik wurde ich dann wirklich wach. Obwohl es nur ein Traum war, war ich ziemlich durcheinander - bis ich alles zugeordnet hatte: er hatte mit meiner damaligen Situation zu tun.

Was mich auch von der Ehe abstieß, war der Umstand, dass das, was zuvor _zumindest früher!_ aus gesellschaftlicher Sicht Pfui war, nun plötzlich wohlwollend betrachtet und sogar Pflicht wurde! Heuchelei gehörte jedoch nie zu meinen Stärken! So waren Ehe und Familie für mich erstmal nicht vorstellbar.

Wie es mit Ehe und Familie in Frankreich war, lernte ich mit Anfang 20 in meinen Jahren dort kennen: dort - ähnlich wie in der ex-DDR - genossen Frauen auch mit vielen Kindern einen ausgezeichneten Sozialstatus, da flächendeckende Ganztagsschule samt Verpflegung und Betreuung für reibungslose Verhältnisse sorgten. Ich habe bei Kolleginnen nie erlebt, dass Kinder irgendein Karrierehemmnis gewesen wären, denn Arbeitgeber gingen sehr angemessen mit familiär bedingter Abwesenheit der Mütter um. Diese familienfreundliche Politik war traditionell vorherrschend, nicht umsonst liegt Frankreich an der Spitze bei der Geburtenrate - mit EIGENEN Mitteln!
Zurück in Deutschland sah die Sache völlig anders aus. Kinder: mit mir nicht!

Zu deinen Fragen: 

  • eine Beziehung bedeutete für mich nie in erster Linie Heirat, Kinder und Haus. Kriterien waren Liebe und gegenseitiges Verstehen, ohne Bedingungen zu stellen.
  • Den Partner verlassen, wenn er eure Meinung zum Heiraten nicht teilt: war nie ein Thema!
  • Ab welchem Punkt seid ihr überhaupt dazu bereit, euch jemals durch die Heirat an euren Partner zu binden? Bei meinem letzten Freund gab es einen Zeitpunkt, der passend gewesen wäre, wo ich all meine Bedenken weggeworfen hätte. Den habe ich leider verpasst.

Ich wünsche dir eine gute Entscheidung!

Viele Grüße in die Runde!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Menschen ticken unterschiedlich!

Ich grüße dich, meine liebe A.,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

Da kann man mal wieder sehen, dass man Gelegenheiten, die einen das Leben bietet am Schopf packen und nutzen sollte. Das Leben wartet nicht und geht weiter. Gute Gelegenheiten kommen selten wieder, wenn überhaupt.

Ich hatte eine Tante, die nie in einer Beziehung war. Sie wartete, bis der Richtige käme aber suchte nicht. Sie starb vor einigen Jahren einsam und alleine, ohne jemals das Leben in vollen Zügen genießen zu können. Sie hat einfach ihr Leben mit Warten verpasst aber es war ihr Wille.

Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und sende herzliche Grüße von Lazarius.

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@Lazarius

Ach, die arme Tante! Da stand sie also zur Verfügung, wie angeordnet!

Ja, da muss man schon schauen, dass man rechtzeitig auf seine Kosten kommt. Aber was von außen so aussieht wie 'Leben mit Warten verpasst', könnte doch ganz anders sein: vielleicht war sie ja gern allein und hatte genug zu tun, ohne dazusitzen und auf ihren Prinzen zu warten: sowas solls ja geben :-) Besonders aufm Dorf halten sich solche Gerüchte gern :-)

Danke für deinen ausführlichen Kommentar, lieber Lazarius, und hab noch einen schönen Abend! Viele Grüße!

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Servus liebe Spielwiesen, im Leben gibt es viele Situationen die man nie so erwartet hätte, dann ist auf einmal alles ganz anders auf dieser Welt.

Auch eine gescheiterte Ehe darf nie dazu führen für immer das Heiraten auszuschließen, denn hätte ich das so gemacht, dann wären mir 47 Jahre für ein glückliches, aber mit Höhen und Tiefen, Ehelben nicht vergönnt gewesen, und so Gott will wird es noch lange so bleiben.

Ganz, ganz liebe Grüße schickt dir Fred.

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@Fredlowsky

Danke, lieber Fred! Da hast du wohl recht. Man muss aber auch nichts rückblickend als gescheitert ansehen, was eigentlich sehr schön und gelungen war - halt alles zu seiner Zeit. Und wer weiß? Vielleicht ist ja noch nicht aller Tage Ende, was das angeht? Liebe Grüße !

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Solche Träume wie zu deiner Verlobungszeit hatte ich, als ich eine Eigentumswohnung hatte. Ich fühlte mich dort eingesperrt und auf Lebenszeit gefangen, bin einfach kein Typ für Eigentum. Ein furchtbares Gefühl, so als würde man von innen verbrennen.

Es wurde erst besser, als ich da ausgezogen bin, mich mit meiner Freundin in einer kleinen Wohnung (klein, aber für uns ausreichend) einmietete und jetzt wird es noch besser, weil ich die Wohnung demnächst einem Verwandten verkaufe, der sie damals von mir zu mieten begann und sie gern gekauft hätte. Wahrscheinlich könnte ich woanders mehr dafür kriegen, aber ich will das jetzt schnell über die Bühne gehen lassen.

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@rotesand

Glückwunsch zu dieser 'Befreiung'! Es wird bestimmt ein Fest für die Psyche, wenn dieser Druck weg ist! Danke fürs Erzählen! Liebe Grüße!

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Von Experte Spielwiesen bestätigt

Liebe Katharina,

meine Freundin und ich werden tatsächlich heiraten und ich habe mich riesig gefreut, dass sie meinen Antrag - der an sich schon unkonventionell war - direkt angenommen hat. Für mich ist das ein Unterstreichen dafür, dass man zusammen ist, zusammen gehört und den Rest seines Lebens mit den anderen teilen mag. Allerdings heiraten wir erst nach der Corona - und zwar damit es keine Probleme gibt, wenn jemand unbewusst und ohne Absicht gegen irgendwelche Regeln verstößt. Geheiratet wird nur standesamtlich vorerst und auch sehr schlicht, wir ziehen noch nicht mal besondere Kleidung an und wollen das auch nicht von den paar Gästen, die eingeladen werden.

Ist es für euch selbstverständlich, in einer Beziehung irgendwann zu heiraten?

Nein, war es eigentlich nicht von Anfang an. Wir haben das acht Jahre lang so vor uns her geschoben, es war schon mal Thema, aber dann auch wieder sehr lange nicht und irgendwie gab es Wichtigeres. Wir mussten erst mal uns selbst auf die Reihe kriegen und jeweils eigene Probleme - wir kommen beide aus ich sage es ganz direkt problematischen Verhältnissen - lösen.

Ansonsten: Wir heiraten vorläufig nur standesamtlich - wir sind beide aus diversen Gründen nicht die besten Freunde der kath. Kirche. Wenn Schatzele später kirchlich heiraten will - von mir aus.

Wartet ihr ab einem gewissen Zeitpunkt aufs Heiraten oder auf den Zeitpunkt, einen Heiratsantrag zu stellen?

Ich habe mir den Antrag schon vor Wochen zurecht gelegt gehabt und nur noch den Zeitpunkt abgewartet. Als wir Mitte Mai nochmal abends spazieren waren und sie sich in der Dämmerung bei mir eingehakt hat, habe ich sie einfach gefragt und sie hat ihn sofort angenommen :-). Das war ein ganz toller Moment ... und es war so schön, meine Freundin (sie sieht ungefähr aus wie die Sängerin Beatrice Egli, aber mit Brille) im Arm zu haben... Wahnsinn! Ich bin froh - und ich weiß, ich kann mich ein Leben lang auf sie verlassen, so wie sie sich auf mich verlassen kann.

Es war wirklich toll - wir haben danach sogar mehr oder weniger aus Spaß ein Handyfoto von uns mit ihrem Smartphone aufgenommen - ich bin am Überlegen, ob das auf die Einladung soll. Sie trug ein braun-gelb-geringeltes kurzärmliges Polo über einem weißen etwas hochgekrempelten Langarm-Shirt, beides so half-tuck-mäßig nur vorne leicht reingesteckt zu einer dunkelblauen Jeans mit breitem schwarzem Gürtel & hatte sich eine beige dünne längere Strickjacke um die Hüften gebunden, dazu hatte sie ihre schwarzen Ballerinas an (müsste Gabor sein, weiß ich aber nicht genau^^) - ist ehrlich gesagt mein Lieblingsoutfit an ihr :-). Ich trug ein weißes Langarmshirt und eine graublaue Chino zu Sportschuhen, da gefalle ich mir auch gut.

Bedeutet eine Beziehung für euch in erster Linie Heirat, Kinder und Haus?

Nein, sicher nicht. Kinder vielleicht schon, aber ein Haus wollen wir beide nicht. Wir haben anderes zu tun, als einen Kasten jwd auf der grünen Wiese oder einen überteuerten Altbau mit Sanierungsbedarf ohne Ende abzubezahlen, bis wir 55-60 sind und dann zu merken, dass die Gesundheit doch nicht mehr sooo gut ist. Wir wollen auch nicht irgendwann einen Gärtner oder eine Putzfrau beschäftigen und irgendwie reizt es uns nicht, ein eigenes Haus zu haben - ist alles nur Status für uns. Wir kommen beide aus sehr kleinen Verhältnissen, Plattenbau, Mietswohnung, und so kennen und mögen wir es auch.

Würdet ihr sogar so weit gehen, euren Partner zu verlassen, wenn er eure Meinung zum Heiraten nicht teilt?

Weiß ich nicht. Eher nein, man kann auch ohne glücklich sein. Aber da müsste ich davor stehen, um das konkret sagen zu können.

Ab welchem Punkt oder seid ihr überhaupt dazu bereit, euch jemals durch die Heirat an euren Partner zu binden?

Ich habe tatsächlich einige Jahre gebraucht und gewusst, dass meine Freundin drauf mehr oder weniger gewartet hat. Wahrscheinlich hätte sie es auch so akzeptiert, aber in mir reifte der Gedanke ca. seit meinem 29. Geburtstag immer mehr - es sind seit 2019 viele merkwürdige oder einfach nur spezielle Situationen vorgefallen, die mir wirklich gezeigt haben, wie viel ich an ihr habe und dass es ohne sie einfach doof wäre, wie viel Rückhalt wir uns gegeenseitig geben und dass es eigentlich nur noch die Krönung wäre, wenn wir jetzt heiraten oder das mal ins Auge fassen.

"Nie mehr ohne dich" - Bernhard Brink hatte mal einen Song, der genau das ausspricht, was ich ungefähr fühle. Und er ist für mich einer der sympathischsten deutschen Musiker überhaupt.

https://www.youtube.com/watch?v=qvAIqG7uQEc

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Da will ich dir doch schon jetzt gratulieren und das Beste wünschen!!

Fred wünscht dir einen sehr schönen Montag und grüßt dich herzlich.

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@Fredlowsky

Ganz lieben Dank, Fred :-)

Die Grüße gehen zurück ... wir machen weiter so, jeder für sich und jeder so gut er kann und möchte im Rahmen seiner Möglichkeiten. Und wir sind gut so, wie wir sind ;-)

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Ist es für euch selbstverständlich, in einer Beziehung irgendwann zu heiraten?

Nein, absolut nicht.

Wartet ihr ab einem gewissen Zeitpunkt aufs Heiraten oder auf den Zeitpunkt, einen Heiratsantrag zu stellen?

Nein.

Bedeutet eine Beziehung für euch in erster Linie Heirat, Kinder und Haus?

Nein, absolut nicht.

Würdet ihr sogar so weit gehen, euren Partner zu verlassen, wenn er eure Meinung zum Heiraten nicht teilt?

Das kommt darauf an. Wenn es Partner:in nur um heiraten geht lasse ich mich mit reden, wenn es um "Heirat, Kinder und Haus" geht eher nicht da ich mit Kindern wenig anzufangen weiß und ich das aufgrund meiner gesundheitlichen Lage auch absolut unverantwortlich fände.

Ab welchem Punkt oder seid ihr überhaupt dazu bereit, euch jemals durch die Heirat an euren Partner zu binden?

Wenn ich mit einer Person sehr lange zusammenbin kann ich mir das schon vorstellen, ich selber habe aber nicht das Bedürfnis dazu.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Sozialpädagogischer Zug / Berufserfahrung

Sehr gut die wichtigen Punkte erklärt!

Fred wünscht dir einen sehr schönen Montag und grüßt dich herzlich.

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Eine Beziehung bedeutet mich in erster Linie, eine schöne gemeinsame Zeit, mit Vertrauen ohne Zwänge..

für viele gehören Kinder dazu.. das sollte man aber vorher abklären, ob wirklich beide Wünsche übereinstimmen..

nicht jeder kann sich ein Haus leisten, deswegen ist das keine oberste Priorität..

baut man sich gemeinsam Vermögenswerte auf, ist es durchaus sinnvoll zu heiraten

Gut erklärt, wird im Leben oft bestätigt.

Fred wünscht dir einen sehr schönen Montag und grüßt dich herzlich.

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