Lieber Fragesteller,

dass du dir darum Gedanken machst, ist meiner Meinung nach vollkommen normal, denn Angst ist normal. Zunächst möchte ich auf ein Modell hinweisen, auf das ich vor Kurzem gestoßen bin: Es geht um die Grundformen der Angst von Fritz Riemann. Im Internet findet man dazu leider wenig, deshalb hier ein paar Links zum Einlesen, die ich gefunden und für gut befunden habe:

https://www.tim-deutschmann.de/Philosophie/RiemannKoordinaten.html

https://slidetodoc.com/grundformen-der-angst-nach-fritz-riemann-fritz-riemann/

https://slidetodoc.com/grundf-ormen-der-angst-autor-und-psychoanalytiker-fritz/

Das hier sind im Prinzip zwei Skalen, die übereinandergelegt wurden. Die wenigsten Menschen befinden sich in der Mitte. Das wären Menschen, die sehr ausgeglichen sind.

Die eine Skala bewegt sich zwischen Nähe und Distanz, was für dich hier eine zweitrangige Rolle spielt. Die zweite bewegt sich zwischen der Angst vor der Notwendigkeit und der Angst vor Wandlung beziehungsweise Vergänglichkeit.

Wenn du dich mehr mit Angst beschäftigen möchtest, kann ich dir diese Lektüre empfehlen.

Ich habe dabei herausgefunden, dass ich Angst vor der Notwendigkeit habe (ich habe Probleme, mich festzulegen und suche immer neue Reize) genau so wie Angst vor der Vergänglichkeit - das jedoch primär in dem Sinne, dass ich meine Liebsten nicht am Alterstod verlieren möchte und auch möchte, dass mein eigenes Bewusstsein möglichst lange erhalten bleibt. Ich bin also offen für Wandel, ja möchte geradezu Wandel, fürchte mich sogar davor, wenn alles "stillsteht", das gilt jedoch nicht für den Alterungsprozess als eine Form des Wandels.

Davon abgesehen ergeben sich für dich mehrere Möglichkeiten, mit deiner konkreten Sorge vor dem Altern umzugehen.

  1. du lernst zu akzeptieren, dass du alt wirst

Das ist die Option, die von den meisten für gewöhnlich empfohlen wird. Die meisten Menschen halten es für sehr unwahrscheinlich, dass es bald möglich wird, nicht mehr oder zumindest langsamer zu altern (und vielleicht auch nicht für wünschenswert, vielleicht reden sie sich das aber auch nur ein, dass sie es für nicht wünschenswert halten, weil sie sich bezüglich dem Älterwerden ohnmächtig fühlen, mehr dazu kannst du unter Pro-Aging-Trance nachlesen.)

Ich empfehle dir, dir ein eigenes Bild davon zu machen. Auch ich hielt ess lange für sehr unwahrscheinlich, dass etwas am Altern machbar ist, und diese Ohnmacht gekoppelt mit meinem Wunsch, eben nicht zu altern, hat mich fertig gemacht. Ich für meinen Teil habe es seit ich mich mit dem Gedanken des Alterns befasse (ist schon einige Jahre her, bin jetzt 20) nie geschafft, mich damit abzufinden, zu altern, egal für wie unwahrscheinlich ich auch jeglichen Fortschritt hielt. Allerdings bin ich mittlerweile an einem Punkt angelangt, an dem ich mich genauer informieren will, um besser einschätzen zu können, was heute schon möglich ist und was zukünftig möglich sein wird.

Zu diesem Zweck lese ich aktuell "Niemals alt" von Aubrey de Grey.

HIER findest du Informationen zu dem Buch und HIER den Forschungsansatz, den de Grey mit der SENS Research Foundation verfolgt.

Mache dir ein eigenes Bild davon und entscheide dann, ob du versuchen willst, das Altern zu akzeptieren (was vermutlich einer Verdrängung gleichkommt) oder, ob du Option Nummer 2 wählen möchtest:

2 . du setzt dich für die Alternsforschung ein

Und wie du das tust, dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, auch wenn du nicht in dem Bereich forschst. Du kannst finanziell unterstützen aber auch dazu beitragen, dass das Altern und der Tod als Themen in der Gesellschaft präsenter werden und dass damit rationaler umgegangen wird, sodass infolgedessen die Altersforschung mehr Zuwachs bekommt und so schneller größere Fortschritte verzeichnen kann.

Ich habe mich für die 2. Option entschieden. Wie stark ich mich jedoch für die Altersforschung zu einem bestimmten Zeitpunkt einsetzen werde, wird davon abhängen, für wie wahrscheinlich und wünschenswert ich ihren Fortschritt zu diesem Zeitpunkt halte. Und das wiederum ist ein dynamischer Prozess, der mit eingehender Recherche und dem Connecten mit anderen Menschen, die sich für dieses Thema interessieren und/oder einsetzen, einhergeht.

Was ich mit Sicherheit weiß: Wenn ich sterbe, will ich nicht bereuen müssen, zu wenig für die Altersforschung getan zu haben.

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Also da könntest du Psychologie, Neurologie, Kognitionswissenschaften oder auch Richtung Informatik studieren, wenn es dir eher um den Analyseteil geht.

Was man später nach dem Studium macht, ist relativ offen. Bei Psychologie sowieso, da es nicht viele Psychotherapeutenplätze gibt.

lg

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Würde mich ehrlich gesagt so wie die sich verhalten nicht mit denen anfreunden, sondern mit Leuten, die offen für Freundschaften sind.

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Bin dagegen

Ich bin absolut dagegen. Solche Ideen wirken auf mich, als wolle man den Menschen moralisch zu etwas erziehen, was er nicht ist und in irgendetwas quetschen, was nicht sein muss.

Sowas käme eher mit Problemen einher als dass es helfen würde. Ich finde sogar, dass es von Vorteil ist, nicht zu heiraten. So kann man sich sicherer sein, dass der Partner wirklich noch zu einem steht und nicht nur noch mit einem zusammen ist, weil die Ehe bindet und die Scheidung kosten-, zeit- und nervenintensiv ist.

Und was ist mit denen, die polygam sind? Die würdest du damit diskriminieren. Ebenso wäre Prostitution strafbar sowie Freundschaft Plus.

Ich bin dafür, dass der Mensch so weit wie er andere Leute damit nicht beträchtlich einschränkt, sein Leben führen darf, wie er will.

Dass ich nicht heirate und Millionen andere Menschen auch nicht, halte ich nicht für eine beträchtliche Einschränkung anderer. Dein Gesetz jedoch schon.

lg Kath

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Welcher Wahrnehmungstyp bist Du?

Guten Morgen Zusammen :-)

Die Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel.

Trotzdem redet man manchmal aneinander vorbei oder wird nur teilweise verstanden weil die eigentliche Botschaft nicht ankommt.

Mir war bisher nicht bewusst das dies auch daran liegt das Menschen unterschiedlich stark ausgeprägte Wahrnehmungstypen sind, ein Faktor der im beruflichen Bereich zielgerichtet genutzt wird um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Doch hat es auch im privaten Bereich Vorteile wenn man sich bewusst macht wie man selbst tickt oder auf welcher Ebene man zb. den Partner oder überhaupt andere Menschen am besten erreicht.

Wer die Art der Wahrnehmung bewusst "erkennt" und in seiner Sprache synchronisiert und flexibel einsetzt ist in der Lage effektiver mit anderen zu kommunizieren.

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Unterschiedliche Wahrnehmungstypen

visueller Typ

(der hauptsächlich mit den Augen wahrnimmt)

Ein visueller Typ möchte ein Lob „sehen“ (Punkte-System, Geschenk),

auditiver Typ

(der vorwiegend mit den Ohren wahrnimmt)

ein auditiver möchte es hören („Toll gemacht“)

kinästhetischer Typ

(der vorwiegend fühlt, riecht oder schmeckt)

möchte es fühlen (umarmen), riechen (Blumen) oder schmecken (Sekt).

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Wo würdest Du Dich am ehesten einordnen?

Wer das Thema ebenfalls interessant findet kann hier mal reinlesen.

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Mischtyp aus...

Guten Morgen,

ich habe diese Typen mal in der Lerntheorie kennengelernt, also wie man am besten lernt, und dabei festgestellt, dass ich ein Mischtyp aus allem bin.

Ich glaube, dass ich dabei wie die meisten Menschen allerdings eine Präferenz für das Visuelle habe. Wenn ich Vokabeln lerne, möchte ich diese geschrieben sehen. Nur so kann ich sie mir einprägen.

Was dann zusätzlich hilft, ist das Auditive und Kinästhetische für mich. Ich spreche Wörter gerne aus und fühle dem Gefühl in meinem Mundbereich dabei nach: Wo vibriert es, wo tippt die Zunge hin? Ich liebe das.

Zusätzlich schreibe ich das Wort auf, spüre der Bewegung auf dem Papier nach, die ich auch visuell nachvollziehen kann. Vielleicht höre ich auch das Kratzen des Füllers auf dem Papier.

Insgesamt lege ich also auf alle Sinne großen Wert, wobei der Geruchssinn für mich in meiner Beziehung zum Tragen kommt. Ich liebe den natürlichen Geruch meines Partners (und verabscheue Deos, Parfüme etc) und wenn ich mich an ihn kuschle und ihn rieche, fühle ich mich so geborgen. Ich bin darüber so erleichtert, denn es gibt ja auch Menschen, die sich "nicht riechen" können. Die ersten 2 Jahre unserer Beziehung hatten wir uns nie real getroffen, also wusste ich nicht (genau), wie er riecht, sich anfühlt oder auch aussieht, da wir nur wenige Bilder getauscht haben. Auch seine Stimme hörte sich am Telefon anders an als dann real, doch kann ich sagen, dass ich durch die 5 Jahre Fernbeziehung, 5 Jahre des Schreibens und Telefonierens, meinen Fokus mehr auf das Auditive verlegt habe.

Tatsächlich ist es so, dass ich das Visuelle mit der Zeit immer mehr leid werde. Im Alltag überfordert es mich oft. Die vielen Menschen, die vielen Produkte (ich arbeite seit kurzer Zeit im Edeka und räume dort Regale ein).

Zunehmend verliere ich die Freude daran, perfekt geschminkte Gesichter oder geordnete Regale anzuschauen, sondern erfreue mich eher an Geräuschen, wie beispielsweise einer angenehmen Stimme oder meiner eigenen Stimme und der Eindrücke, die ich dabei im Mundbereich spüren kann.

Wenn ich selbst etwas sage oder vorlese, hilft es mir mittlerweile, mich zu fokussieren. Oder wenn ich die Augen schließe und jemandem zuhöre. Das Visuelle jedoch wird immer überfordernder für mich. Das fängt schon in meinem Zimmer an, in dem viel zu viele Sachen herumstehen.

Liebe Mittwochsgrüße

Kath

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Hey!

Ich glaube, ich muss hier das negative Bild mal ein bisschen aufhellen.

Ich habe mir gleich am Anfang einen E-Roller gekauft. Wohne auf dem Dorf und da kann sowas absolut praktisch sein, vor allem, da ich eher klein bin und wenig wiege - so komme ich sogar sehr steile Berge hinauf und mein Akku hält auch relativ lange.

Leider sind E-Roller noch zu wenig verbreitet. Ich werde dauernd kontrolliert, ob ich die nötigen Papiere habe und Angst wegen Vandalismus muss ich auch haben: ich weiß gar nicht, wo ich den E-Roller abstellen soll ohne dass ihm irgendetwas passiert.

Dennoch sind für mich viele Orte ohne den Roller einfach gar nicht erreichbar, da der Bus beispielsweise nicht so weit fährt. Da ist das dann eine super Möglichkeit, im Prinzip jeden Ort zu erreichen, auch Orte, die weiter entfernt sind.

Was mir allerdings auch unangenehm ist, ist zusammen mit Autos auf der Straße zu fahren. Ich versuche deshalb, möglichst Hauptstraßen zu vermeiden und auf Fahrradwegen zu fahren.

Von Autos selber halte ich relativ wenig, fahren doch die meisten in einem Auto mit 5 Sitzen ganz alleine die kürzesten und weitesten Strecken. Ich nutze die öffentlichen Verkehrsmittel so weit es geht und wenn ich danach noch mehr als einen Kilometer laufen müsste, nehme ich meinen E-Roller mit.

Liebe Grüße,

Katharina Hohenfels

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Soll ich mit meiner Freundin noch zusammenbleiben?

Hallo Zusammen.

Ich bin nun seit mehr als 19 Monate mit meiner Freundin zusammen. Aber am vergangenen Samstag hat sie mich bitter enttäuscht. Sie sagte immer monatelang zu mir dass sie meine Ziele und Wünsche teilte - Heiraten und Familie gründen usw. Aber das Problem ist sie hat eine Behinderung dass sie leider sehr unselbstständig macht, und ihre Mutter hat vermutlich so lange auf sie eingeredet dass sie das alles nicht schafft, bis sie es tatsächlich geglaubt hat. Jedenfalls dachte ich bis vorgestern dass sie alle meine Lebensziele und Wünsche mit mir teilt, aber dann hat sie an dem Samstag morgen wo ich sie getroffen habe einen sehr komischen Eindruck auf mich gemacht und wollte mich gar nicht mal mehr umarmen. Also fragte ich sie was los war, und sie antwortete nur ständig mit " weis ich nicht". Erst am Abend habe ich dann durch ihre Mutter erfahren dass sie am Abend davor über mich hergezogen hat und sich über meine Pläne und Ziele über unsere Zukunft massiv aufgeregt hat, obwohl sie mit eig immer gesagt hat dass sie meine Zukunftspläne teilt und mich heiraten wollte etc. Daher gingen wir vorgestern auseinander ohne uns überhaupt zu verabschieden und sie wirkte total beleidigt mir gegenüber. Seitdem hadere ich mit dem Gedanken mit ihr Schluss zu machen, da selbst wenn sie wieder zu mir kommt werde ich meine Ziele Hochzeit und Kinder mit ihr trotzdem niemals verwirklichen können. Außerdem hat sie sich seit dem Vorfall nicht mehr bei mir gemeldet und spielt jetzt die beleidigte, obwohl sie mir vorher nie gesagt hat dass sie meine Wünsche nicht teilt (die ganze Zeit sogar genau das Gegenteil behauptet hat). Die Frage ist jetzt was nun? Soll ich mit ihr Schluss machen und mein Glück woanders versuchen? Oder es nochmal mit ihr wagen? Ein Problem dabei ist das ich selber eine Behinderung habe und vermutlich wieder sehr lange suchen muss um jemanden neues zu finden. Was meint ihr?

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Hi,

also erstmal: führt ihr noch die 60km Fernbeziehung oder lebt ihr schon zusammen?

Ich finde, du machst das alles viel zu schnell und zu egoistisch. Mein Freund und ich sind beispielsweise seit 5 Jahren zusammen, ich will dennoch nicht heiraten, weil das oft der Anfang vom Ende ist und ob wir Kinder wirklich wollen und uns zutrauen, steht noch in den Sternen, auch wenn wir uns dazu manchmal Gedanken machen.

"Das einzige Problem an der Sache ist der Kinderwunsch; wir haben nähmlich beide Behinderungen, und ihre ist angeblich so schlimm dass sie sich nicht um Kinder kümmern könnte. Das meint zumindest ihre Mutter; jedenfalls haben ihre Eltern meinen Eltern erzählt das sie Kinder haben wird, vermutlich wegen ihrer Behinderung. Aber ich würde sie niemals deswegen verlassen, dafür liebe ich sie zu sehr."

Hier schreibst du noch, dass du den Wunsch deiner Freundin respektierst, weil du sie liebst. Was ist aus dieser Liebe und dem Willen, an der Beziehung zu arbeiten, geworden?

Ich würde alles in allem sagen, dass du erstens zu ungeduldig bist und zweitens wie jemand anderes sagte, zu wenig von Frauen verstehst. Und ja, die meisten Frauen verstehen sich nicht einmal selbst.

Aber Haus, Heirat, Kinder zu fordern ist wirklich nicht gerade sensibel. Nach 19 Monaten solltest du sie eher noch weiter kennenlernen, vor allem sexuell, und Momente schaffen, die euch verbinden, beispielsweise gemeinsame Hobbys oder Interessen.

Allerhöchstens hätte ich mal das Zusammenziehen angesprochen, aber auch da kann ich nur sagen: Bin seit über 5 Jahren in einer Fernbeziehung und habe mich zwar entschieden ZU meinem Freund zu ziehen, aber nicht direkt BEI ihm zu wohnen, sondern in einer anderen Wohnung. Ich würde alles wie gesagt nicht zu schnell angehen und deine Freundin NIEMALS zu etwas drängen, was sie nicht will, sondern versuchen, zu verstehen, warum sie es nicht will und ihr dann vorsichtig, wenn sie bereit dazu ist, deine Gefühle unterbreiten.

Und nun zu der Mutter. Sie kann und will die Tochter eindeutig nicht loslassen. Das wird sich wahrscheinlich auch nicht ändern und ich hätte die Mutter niemals gefragt, ob die Tochter mit dir zusammenziehen darf. Das ist eine Sache zwischen deiner Freundin und dir. Und wenn ihre Mutter so viel Einfluss auf sie zu haben scheint, dann schlage ihr einen Kompromiss vor, beispielsweise, dass sie auszieht, aber noch nicht mit dir zusammenzieht, sondern ihr Leben ganz ungebunden genießen darf, wenn sie es möchte. Sie kann dann dich besuchen, wann es ihr beliebt, und ihre Mutter, wenn sie möchte.

Dann sehen vielleicht beide Parteien, dass es nicht schlimm ist, loszulassen, dass es nicht bedeutet, sich ganz zu verlieren, sondern dass Tochter wie Mutter in eine neue Lebensphase eintreten dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,

Katharina Hohenfels

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Meine beste Freundin akzeptiert meinen Freund nicht, was tun?

Hallo alle zusammen!

Also das ist die Lage:

Ich habe vor einigen Monaten angefangen, mit einem Jungen (sagen wir er heißt Thomas) zu chatten. Er lebt in Österreich und ich in Deutschland, aber wir haben viel Kontakt, telefonieren und chatten viel. Wir haben uns ineinander verliebt, und seit einer Woche sind wir zusammen.
Es ist eine Fernbeziehung, und meine Freunde kennen ihn daher nicht. Ich wollte die Neuigkeiten zuerst meiner besten Freundin erzählen. Also habe ich ihr geschrieben, dass ich ihr etwas erzählen muss. Dann am nächsten Tag in der Schule bin ich mit ihr herumspaziert, und sie hat mich dann gefragt, was die großen Neuigkeiten sind. Der Dialog:

"Und, was wolltest du Großes erzählen?"
"Ich..."
"Du hast einen Freund? (Augen rollen und ausschnauben) Suppa!"

Ich habe dann nicht genau erzählt, wie er gefragt hat, weil sie sich ja offensichtlich nicht für mich gefreut hat.
Da sie mir den Tag damit schon irgendwie verdorben hatte, habe ich es an diesem Tag dann sonst niemandem von meinen anderen Freunden erzählt.

Am nächsten Tag dachte ich, dass die anderen sich bestimmt für mich freuen. Und als ich dann mit einer Freundin (sagen wir sie heißt Paula) und meiner einen besten Freundin (sagen wir sie heißt Hannah) in der Schule spazieren gegangen bin, war das so:

Ich zu Paula: Ich muss dir was erzählen...
Hannah: Sie hat einen Freund toll, weiter.
Paula: Oh, wie toll! Wer ist es?
Ich: Th...
Hannah: Thomas. (Augen rollen)
Ich: Hör auf ihn so zu beleidigen! Du kennst ihn gar nicht!
Hannah: Ich mag ihn aber nicht!
Ich: Wieso? Du kennst ihn nicht!
Hannah: Na und?
Paula: Oh Thomas, das ist toll! Glückwunsch! Wie hat er gefragt?
Hannah: Die Lehrerin ist da, kommt jetzt!

Wieso ist sie so fies? Und als ich es zwei anderen Freundinnen erzählen wollte, hat sie es ihnen einfach ins Ohr geflüstert, und die Situation war richtig unangenehm für mich, weil sie es dann wussten, aber nichts dazu gesagt haben, und vermutlich schlecht über meinen Freund dachten, obwohl sie ihn gar nicht kannten!

Einer anderen Freundin habe ich es später erzählt, bis ins kleinste Detail, und sie hat sich total süß für mich gefreut, und mit mir für ihn geschwärmt!

Was soll ich tun? Wieso ist meine Freundin so gemein?
Glaubt ihr, dass Fernbeziehungen zwischen zwei 14 Jährigen funktionieren?
Soll ich es meinen Eltern (total gegen Beziehungen) sagen?
An wen soll ich mich halten?
Bin ich albern, dass ich diese Beziehung gestartet habe?
Hat meine Freundin recht? Wieso mag sie ihn nicht, sie kennt ihn doch gar nicht!

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Ich habe selbst eine Fernbeziehung und bin mit ihm zusammengekommen, als ich 13 war, er 15. Wir sind jetzt seit über 5 Jahren zusammen und ziehen in wenigen Monaten endlich zusammen.

Es war hart. Verdammt hart. Und kostenintensiv. Aber wenn du es schaffst, wenn ihr das beide gut übersteht, dann kann euch, so meine Meinung, nicht mehr viel umhauen...

Deine BFF ist eifersüchtig, entweder, weil sie keinen Freund hat oder, weil sie was von dir will. Letzteres ist aber sehr spekulativ, wollte ich aber auch mal in Betracht ziehen.

Ich würde versuchen, es zu ignorieren. Ich selber habe über 2 Jahre niemandem von meiner Beziehung erzählt, weil ich Angst hatte, dass sie niemand ernst nehmen würde. Meine Freundinnen wissen es mittlerweile aber, aber ich versuche das Thema zu vermeiden, da beide single sind und einerseits nicht mitreden können, andererseits teils eifersüchtig sind, vor allem, da es sich als solch feste Beziehung entpuppte.

Ich hätte ehrlich gesagt vor dem ersten Treffen niemandem was davon erzählt, aber das kannst du ja jetzt nicht mehr ändern. Wir hatten uns nach 2 Jahren zum ersten Mal getroffen.

LG Kath

PS: Lass dir von niemandem einreden, dass es nicht möglich oder lächerlich ist. Es ist möglich, aber oft mit sehr viel Leid verbunden. Es kommt aber natürlich auch auf eure Distanz an und wie gut ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen seid.

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Morgen!

Freundschaft ist für mich ein brenzliges Thema. Mir fällt es manchmal schwer, diese aufzubauen, aber noch schwerer, sie zu hegen, da ich dies nie auf Teufel komm raus tun möchte. Wenn es keinen Anlass gibt, zu reden oder etwas zu unternehmen, dann gibt es ihn nicht und dann schaffe ich ihn auch nicht künstlich. Das hat nichts damit zu tun, dass ich diese Person nicht wertschätze, sondern damit, dass ich mich bei derartig sinnlosen und nicht einmal lustbringenden Oberflächlichkeiten unwohl fühle.

Dies liegt daran, dass ich nicht ein primär auf Sozialität bedachter Mensch bin. Laut einem (unwissenschaflichen) Modell hat jeder eine Präferenz, wie er instinktiv handelt und dieser Instinkt ist der, mit dem wir uns am wohlsten fühlen und von welchen Werten wir uns am meisten angesprochen fühlen: Sicherheit/Selbstwahrnehmung, Gesellschaft/Soziales, Anziehung/Sexuelles.

Bei mir hat letzteres die oberste Priorität, wobei es nicht um Sex geht (das darf auf keinen Fall verwechselt werden!) sondern um intensive Beziehungen. Deshalb fühle ich mich auch unwohl, wenn ich Kontakt halte, wo es keinen wirklichen Grund gibt: mir fehlt die Intensität, der Sinn, das gegenseitige Helfen/Einstehen für eine Sache oder das gemeinsame Spaßhaben. Das Ziel, die anzustrebenden Ideale oder die Lust.

Wer genaueres wissen will, kann es hier nachlesen: https://www.enneagraminstitute.com/how-the-enneagram-system-works

(unter The Three Instincts)

Ich schätze also Freundschaften sehr, wenn die Chemie stimmt, wenn meine Art, Freundschaften zu hegen, akzeptiert werden kann und, wenn der andere nichts Sexuelles von mir will. Das kommt in dieser Kombination allerdings nur sehr selten vor, sodass ich nur einen besten Freund habe (der auch mein Partner ist), eine Freundin in real life, ansonsten "nur" meine Geschwister und virtuelle Freundschaften.

Das Dilemma bei mir ist, dass es schwierig für mich ist, Freundschaften zu finden, die wirklich intensiv sind, ohne dabei ins Sexuelle abzurutschen oder zu tiefgehende, begehrende Gefühle zu entwickeln. Deshalb suche ich schon sehr lange solch eine beste Freundin, die nicht auf Frauen steht - bisher aber nicht erfolgreich. So kommt es, dass ich die meiste Zeit mit meinem Partner verbringe.

Alles in allem habe ich nichts gegen Freundschaften und ich nehme die Nöte und Ängste und Probleme von meinen Mitmenschen sehr ernst, sollten sie mir diese anvertrauen, und auch sonst kann man von mir einen äußerst ehrlichen Freund erwarten, der bei sehr vielem spontan mitmacht und für vielen Spaß und intensive Tage bereit ist ebenso wie für durchgeknallte Ideen. Aber Menschen, die Wahrhaftigkeit wollen statt Oberflächlichkeit/Verdrängung und, die damit zurechtkommen, dass ich mich mal Wochen nicht melde und dann, wenn ein "intensives Thema", eine Unternehmung/Event da ist, wieder häufig melde, sind selten.

Denn mein Nicht-Melden wird leider zu oft als Desinteresse gewertet und hinuntergeschluckt und ich werde abgeschrieben, statt versuchen zu wollen, mich in dieser Hinsicht zu verstehen und vielleicht mal von sich aus mit einem Thema oder einer Unternehmung zu kommen, das uns beide reizen könnte. Denn wie bereits gesagt bin ich da für sehr vieles offen.

Liebe Dienstagsgrüße,

Kath

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Ist physikalisch unmöglich

Erst einmal: Ich freue mich, dass du dich damit auseinandersetzt.

Aber soweit ich weiß, ist Unsterblichkeit in der Form nicht möglich. Worüber du aber nachdenken könntest, ist biologische Unsterblichkeit, also dass wir nicht mehr altern oder nicht mehr am Alter sterben.

Damit befassen sich auch schon einige Unternehmen und Institutionen. In Deutschland beispielsweise das Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena. In den USA die Sens Research Foundation. Aubrey de Grey sollte dir ein Begriff sein.

Als Informationsquelle kann ich lifespan.io empfehlen. Die informieren regelmäßig über aktuelle Studien(ergebnisse), die im Zusammenhang mit der biologischen Unsterblichkeit stehen. Aber in englischer Sprache.

Zum Vernetzen gibt es eine Seite, die heißt geront.org. Dort habe auch ich einen Account, aber insgesamt steht die Seite noch ziemlich am Anfang.

Wenn du die Forschung vorantreiben willst, empfehle ich, in entsprechende Unternehmen zu investieren. Also Aktien kaufen, nicht, um Profit daraus zu schlagen, sondern primär, um diese Unternehmen zu unterstützen.

Auch Spenden können hilfreich sein. Und egal wie wenig du verdienst, du kannst immer ein wenig zur Seite legen.

Ich selbst bin Fan der Altersforschung und des Gedankens der biologischen Unsterblichkeit, wollte selbst in die entsprechende medizinische Forschung einsteigen, habe mich aber aufgrund der schlechten Forschungsbedingungen schon so gut wie dagegen entschieden.

Ich denke, dass man da mit Geldsummen mehr bewegen kann als der Forscher selbst zu sein, zumindest ist letzteres zu unwahrscheinlich, dass man auch im richtigen Gebiet unterkommt und voranbringende Ergebnisse verzeichnet.

Ich bin 19, w und habe mir vorgenommen, während dem Studium zu investieren und ist es noch so wenig, selbst wenn es 10€ pro Monat sind, die ich dafür zur Seite lege. Das kannst auch du tun, egal wie wenig Geld du hast. Wenn du wirklich Interesse daran haben solltest, dann wäre das eine gute Möglichkeit, wenn nicht sogar die beste, die Altersforschung zu unterstützen und auf Gleichgesinnte zu treffen. Von diesen Gleichgesinnten gibt es nämlich nicht gerade hinter jeder Ecke einen, da doch immer wieder zahlreiche Gegenargumente oder religiöse Argumente gebracht werden, die Probleme sehen, wo auch sicherlich Probleme sein werden.

Diese Probleme sind jedoch aus meiner Sicht kein Grund, es nicht mit der Forschung und der Problemlösung zu versuchen. Für mich sind (diese) Probleme zum Lösen da. Und an diesem Punkt scheiden sich die Geister.

LG Kath

PS: Was du auch noch tun kannst, ist die folgende Partei zu wählen:

Partei für Gesundheitsforschung

Alternativ könntest du dir auch noch diese anschauen:

https://transhumane-partei.de

Die habe ich mir aber noch nicht so genau angeschaut, scheint recht neu zu sein.

Oder die hier:

https://www.diehumanisten.de

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Hallo. Ich musste genau diesen Text auch mal abschreiben. Ich habe mir einen Spaß daraus gemacht und ihn umgeschrieben. Die Struktur blieb die gleiche, aber ich habe die Perspektive gewechselt und MEINE mit eingebracht. Ich bereue es bis heute, dass ich mein Werk nicht kopiert habe. Die Lehrerin hat es gemerkt gehabt, aber nie einen Ton darüber verloren.

Ich finde, dass es solche Strafen nicht geben dürfte. Ob es erlaubt ist, weiß ich leider nicht.

LG Kath

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Ja hat diese gewisse etwas, schon hübsch.

Hallo, also erstmal:

Ich habe mir so ziemlich alle deine Fragen angeschaut.

1. Du siehst NICHT männlich aus. Du hast meiner Meinung nach kein eckiges/markantes Gesicht, wie es bei mir der Fall ist, sondern ein ovales. Damit hast du DIE Chance als Mädchen geerbt, dass dir so gut wie jede Frisur stehen müsste. Und Männer stehen eher auf weiche Gesichter. Also eher auf dich im Durchschnitt als beispielsweise auf mich.

2. Ich glaube, dass du deinen Style noch nicht richtig gefunden hast. Ich selbst habe braunes Haar und grüne Augen und ich finde, dass die Farbe blau, die du trägst, eher blonden Personen steht. Probiere dich mal mit neuer Kleidung aus. Ich habe mir auf Ebay Kleinanzeigen Kleider für 3-4€ pro Stück inklusive Versandkosten bestellt und versuche so, mich endlich besser kennenzulernen. Vorher war ich bissl verwildert/habe mich nicht so um mein Aussehen gekümmert. Das könntest du vllt auch mal ausprobieren. Probiere unterschiedliche Sachen an. Untersuche deinen Körperbau. Hast du eine Apfelform? Birne? Davon hängt es ab, welche Kleider dir stehen. Und glaube mir, jedem Typen stehen gewisse Klamotten, selbst wenn man gar keine Hüfte und breite Schultern hat wie ich!

3. Fühle dich sexy. Das kannst du einerseits, indem du dich mit Kleidung ausprobierst. Andererseits: erkunde dich selbst sexuell gesehen. Masturbiere. Schau, was DIR gefällt. Und habe einfach Freunde und Lust an deinem eigenen Körper.

4. Du siehst so ähnlich aus wie eine Freundin, die ich mal hatte. Wir haben uns auf Anhieb mega verstanden und in einem Programmierkurs kennengelernt, leider wohnte sie 100km entfernt und der Kontakt brach ab. Dein Aussehen beeinträchtigt deine Chance auf eine Freundschaft in keinster Weise! Im Gegenteil! Je weniger du von Natur aus perfekt aussiehst, desto weniger wirst du von anderen um deine Beliebtheit missbraucht werden und richtige Freunde finden! Wenn du bei mir in der Nähe wohnen würdest, würde ich dich sofort einladen, was zusammen zu unternehmen!

5. Deine Schwester und dein Neid ihr gegenüber ist - denke ich - was dein Grundproblem, deine Selbstzweifel an dir, verstärkt. Sie ist quasi der wandelnde Spiegel, der dir jeden Tag vorgehalten wird und zeigt: Ich bin weniger hübsch, beliebt etc. So. Und jetzt kommen wir zu deinen Optionen: Du kannst jetzt sauer auf Gott und die Welt sein, dass du genetisch äußerlich nicht so gesegnet bist wie sie. Oder aber du nutzt es als Chance.

Jede Herausforderung ist eine Chance, sie zu meistern, und somit das Geschenk an uns, zu wachsen.

Deine Schwester mag hübsch und beliebt sein, deshalb weniger psychische Probleme als du haben und bessere Noten haben - aber sie bleibt bisher immer auf dem gleichen Level.

Du hast die Chance, zu sagen: Ich bin nicht so gesegnet, aber ich werde selbst dafür sorgen, mir wertvolle Qualitäten anzueignen. Zu diesen zählt übrigens keine Schönheits-OP, sondern beispielsweise, dass du deinen Neid überwindest. Hast du das geschafft, so kannst du zum Beispiel eine super gute Freundin werden, die NICHT auf ihre Freundin neidisch ist. Das befreit so ungemein.

Was glaubst du wird mit deiner Schwester passieren, wenn sie mal auf die Nase fällt? Es wird für sie schwierig sein, das zu bewältigen. Denn sie ist solche Herausforderungen nicht gewohnt.

Du aber kannst jetzt aus meinem Text und aus deinem Dasein die Chance ziehen, resilient zu werden (recherchiere mal Resilienz) und über dich hinauswachsen.

Ich bin gespannt, wohin dich das führen wird und welchen Style du für dich finden wirst!

Liebe Grüße,

Kath, w/19

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Guten Morgen!

Ich glaube, diejenigen, die "Cancel Culture" betreiben, sind sich dessen oft gar nicht bewusst.

Ich finde, @rotesand hat mit dem Ausdruck, Feuer mit Feuer bekämpfen zu wollen, den Nagel bereits auf den Kopf getroffen.

Insgesamt ist es aber ein schwieriges Thema, weil wenn wir jetzt dafür plädieren, dass man CancelCulture canceln soll, dann tun wir ja auch nichts anderes als in irgendeiner Form wieder canceln. Das könnte sich ewig so weitererstrecken: Man soll das Canceln einer Cancelculture canceln. Oder das Canceln des Cancelns einer Cancelculture canceln. Und so weiter.

"Wir erleben gerade einen Sieg der Gesinnung über rationale Urteilsfähigkeit. Nicht die besseren Argumente zählen, sondern zunehmend zur Schau gestellte Haltung und richtige Moral."

Dieses Zitat aus dem Artikel fand ich auch äußerst treffend. Was ich persönlich auf Instagram erlebe, ist, dass jeder denkt, er mache mit seiner individuellen Moral die Welt ein bisschen besser. Da werden Stunden investiert, um eigentlich nichts anderes zu tun als gegen Menschen zu hetzen, die ihrer Meinung nach etwas nicht moralisch gut machen oder deren Meinung unmoralisch sei.

Besonders fiel mir das im Zusammenhang mit "Körperfotos" auf. Früher wurde gegen die gehetzt, die die entweder richtig "hässliche Fotos" posteten - einfach, weil sie nicht der Norm entsprachen. Und dann gegen die, die angeblich unnatürlich hübsche Bilder posteten, da das sich negativ auf die Psyche insbesondere von jungen Usern auswirken würde.

JETZT haben sich ein paar Influencer gedacht, sie machen vorher/nacher bzw in Pose/nicht in Pose-Fotos, um auf den nicht-in-Pose-Fotos zu zeigen, dass vieles fake ist und um zu zeigen, dass jeder mit seinem Körper okay ist (und das alles unter dem Hashtag #BodyPositivity, um durch diesen Trend noch mehr Reichweite zu generieren) Jetzt wird aber dagegen gehetzt, weil das angeblich noch schlimmer sei, da diese Influencer selbst auf den nicht posierenden Fotos noch "viel zu gut" aussehen und wie sich dann jemand fühlen soll, der nicht mal da ran kommt.

Unter dem HashTag Bodypositivity posten allgemein viele Leute jetzt ihr Aussehen, um zu zeigen, dass sie sich angeblich mit ihrem Körper angefreundet haben und um zu zeigen, dass sie endlich(!) auch das nötige Selbtbewusstsein haben. Auch dagegen wird gehetzt, insbesondere wenn relativ füllige Personen Bilder hochladen, da sie damit häufig das Dicksein verherrlichen und untergraben, dass es nicht besonders gesund ist (z.B.Adipositas, assoziiert mit höherer Wahrscheinlichkeit, an vielen weiteren Krankheiten zu erkranken).

Und schließlich wird auch noch gegen die gehetzt, die gegen irgendetwas/irgendjemand von dem/den Genannten (Hetzenden) hetzen. Und das schaukelt sich dann hoch und ein jeder denkt, er mache die Welt damit zu einem besseren Ort...

Auch die Diskussionskultur hat sich geändert. Ich persönlich bin politisch nicht sonderlich versiert, aber wenn ich bei jemandem dann nachhake, warum er denn die Meinung hat, die er hat, da ich mich wirklich dafür interessiere, aber meine Bedenken habe, bekomme ich nie oder zu selten eine schlüssige Antwort. Es wird vieles wie Fakten dargestellt, wo noch gar keine da sind. AFDler sind schlimm - das soll ein Fakt sein. Für andere ist es genau so ein Fakt, dass Grüne schlimm sind. Oder Politiker generell, ja der ganze Staat!

Ich bin generell recht diskussionsfreudig, aber werde oft belächelt, als habe ich absolut keine Ahnung von der Welt, sobald ich eine tiefer nachhakende Frage stelle. Und tatsächlich verstehe ich nicht viel und bin vielleicht deshalb nicht direkt einer Position zuzuordnen, aber was ich mit relativer Sicherheit sagen kann, ist, dass es nicht so einfach ist, eine ganze Gruppe für etwas bzw alles verantwortlich oder schlecht zu machen. Ich fühle mich oft wie zwischen zwei Stühlen, werde von beiden Sitzenden runtergemacht, da ich mich weder zu dem einen noch dem anderen "bekenne". Dabei versuche ich doch nur, beide zu verstehen.

Und dieser Grundgedanke, sich verstehen zu wollen, der geht meiner Meinung nach zunehmend verloren. Man will den anderen gar nicht mehr hören. Man hält sich die Ohren zu und schreit in die Gegend, wie schlimm die Afd oder wahlweise auch der Kapitalismus ist. Das Wichtigste dabei ist das Sich-die-Ohren-zuhalten, wie mir oft erscheint.

Was mir bei alledem auch aufgefallen ist, dass der Satz "Jedem das Seine" in diesem Zuge oft missbraucht wird. Damit versuchen nämlich die meisten, einem Diskurs aus dem Weg zu gehen oder Verständnis für den jeweils anderen oder zumindest ein paar Positionen des anderen zu meiden. Wie oft musste ich genau diesen Satz hören, sobald ich eine Frage gestellt habe, in der nur eine Prise Zweifel "hineininterpretiert" werden konnte.

Ich finde das sehr schade und auch, dass viele Menschen gegen viele Menschen hetzen, nur weil sie einer bestimmten Kategorie zugeordnet werden können. Ein AFDler ist nicht gleich ein AFDler. Wir alle passen in mehr als eine Schublade und jemand, mit dem ich bezüglich Zukunfstechnologien einer Meinung bin, mag ich vielleicht politisch nicht einer Meinung sein. Dafür ist er vielleicht DER Ansprechpartner, wenn man sich über Zukunftstechnologien unterhalten möchte. Wieso sollte man also diese Person komplett verurteilen, nur weil sie politisch anders denkt? Und wenn man ihr zuhören würde, dann vielleicht gar nicht so anders als man selbst?

Abschließen möchte ich damit, dass mich das Cancel-/ oder Hetze-Paradoxon ziemlich verwirrt. Eine Meinung kann schnell zu Hetze werden, wenn man nicht aufpasst, deshalb habe ich immer Angst, wenn ich meine Meinung zu hetzenden Leuten verlauten lasse, dass ich selbst dabei gerade gegen diese Leute hetze. Falls das so rüberkam, möchte ich mich entschuldigen, denn es ist keineswegs so gedacht. Ich plädiere lediglich für eine Debattenkultur, in der wir nicht einfach sagen "X ist so, und deshalb sind alle Y schlimm und dürfen ihre Meinung nicht mehr sagen", sondern in der wir einerseits Argumente austauschen, andererseits dies immer mehr mit dem Willen tun, die Position des anderen nachzuvollziehen als ihn zu belehren.

Liebe Dienstagsgrüße,

Katharina Hohenfels

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Nein, ich bin glücklich darüber, dass ich andere Wurzeln habe.

Meine Ma ist Tschechin, also zumindest in Tschechien aufgewachsen, aber ihr Vazer kam wiederum aus Rumänien. Viele wissen gar nicht, dass meine Stiefma nicht meine Ma ist und ich entsprechend ungewöhnlich aufgewachsen bin und anfangs Probleme mit der deutschen Sprache hatte (als ich 5-6 Jahre alt war, heute kann ich kein Tschechisch, aber ganz normal Deutsch). Es weiß auch niemand außer meine engsten Freunde, dass meine Ma Alkoholikerin ist, psychisch krank und von Harz4 lebt. Wem ich es erzählt habe, war oft erstaunt. Mir wurde schon des Öfteren gesagt, dass sie gedacht hätten, ich stamme von einer Akademikerfamilie. Wobei andere wiederum von meinem Aussehen darauf schlossen, dass ich Russin sein müsse oder zumindest slawische Wurzeln haben müsse, was aber nie negativ gewertet wurde, sondern nur in dem Sinne, dass Männer einen Grund mehr sahen, mich anmachen zu müssen (nach dem Motto: Tschechinnen sollen ja eine der schönsten Frauen sein. So oder so Ähnliches sagten sie.)

Mein Freund wurde in Kasachstan geboren, ist aber eigentlich Russlanddeutscher und lebt seit er ca 5 ist in Deutschland. Wenn ich mit ihm unterwegs bin, fühle ich mich tatsächlich ein wenig "ausländischer", falls es dieses Gefühl überhaupt gibt. Für mich ist es ein wohliges Gefühl, da ich slawische Sprachen mag und auch die Mentalität in seiner Familie. Wirklich blöd angemacht o.Ä. wurde ich noch nie, auch nicht wenn ich mit ihm zusammen unterwegs war.

Alles in allem bin ich glücklich über meine Wurzeln und auch, dass ich über die Familie meines Freundes wieder mehr Bezug zu ihnen habe.

LG Katharina Hohenfels

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Warten auf Heiratsantrag? Enttäuschung?

Ich (27) wohne mit meinem Freund (29) seit einem knappen Jahr zusammen (insgesamt sind wir seit knapp 4 J. ein Paar).

Es läuft super, wir haben schon oft über unsere Zukunftspläne gesprochen (in 2 Jahren wollen wir etwa heiraten und anschließend in die Kinderplanung gehen). Auch beim Antrag wissen wir beide wie wir es haben wollen (zusammen mit der Familie inkl. Kleiner Feier) und er sagt auch immer dass er schon ganz konkrete Vorstellungen und Pläne hat und möchte dass der Tag für uns besonders wird. 

Ich bin fest davon ausgegangen dass es im Juni soweit sein wird, da wir dann Urlaub haben. Letzte Woche habe ich erfahren, dass es dann nicht soweit ist sondern erst nächstes Jahr. Ich bin so enttäuscht und seit einer Woche echt verletzt und traurig. Ich habe ihn gelöchert und wollte wissen warum? Seine Begründung: Zurzeit sind wir knapp bei Kasse und er will mir ja einen tollen Ring kaufen, eine kleine Feier organisieren können und sich nicht unter Druck gesetzt fühlen. Aus unserer Familie sind schon einige Verlobungen geplant (die Männer haben uns in alles eingeweiht) und er möchte erstmal den anderen Pärchen „den Vortritt lassen“. Außerdem will er dass ich absolut von nichts etwas weiß damit es eine komplette Überraschung wird und wollte auch nicht weiter darüber reden weil er dann total genervt wurde. 

Reagiere ich irgendwie über? Ich fühle mich so blöd und dumm dass ich mich so auf den Sommer gefreut habe.. 

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Also einerseits kann ich deine Enttäuschung vollkommen verstehen! Ich war sicherlich ähnlich enttäuscht, als ich erfahren habe, dass diese Sommerferien für uns ins Wasser fallen würden, obwohl er sie mir seit 3(!) Jahren versprochen hat und mir damit Hoffnung gemacht hat, durchzuhalten.

Andererseits, denke bitte daran: Ehen sind oftmals der Anfang vom Ende. Oft ist die Beziehung nicht wirklich so gut wie man denkt, bemerkt es aber nicht, da man sich so sehr auf die Hochzeit freut. Oder die Beziehung hält schon die Hochzeitsvorbereitung nicht stand. Oder nach der Hochzeit hat man plötzlich nichts mehr, worauf man gemeinsam hinarbeitet. Oder man fühlt sich plötzlich seltsam abhängig, da man sich nicht "eben mal scheiden" lassen kann.

Deshalb habe ich für mich entschieden, dass ich nicht heiraten möchte und das meinem Freund auch gesagt. Er ist da auch ähnlicher Meinung.

Deshalb möchte ich dir sagen, dass es vielleicht auch ein Geschenk ist, dass du jetzt ein Jahr länger warten musst: es ist auch eine Probe für dich und deine Beziehung, ob ihr von der Hochzeit abhängig seid oder euch auch unabhängig vom "Positiven" gut versteht.

Und außerdem: vielleicht hat er das auch nur gesagt, um dich dann doch im Juni zu überraschen. Das könnte auch gut sein. Obwohl ich das seltsam finde, dass er dich, nachdem ihr alles so ausführlich geplant habt, überraschen möchte. So eine richtige Überraschung ist das ja dann nämlich auch nicht mehr.

Wenn ich mich vor einer Herausforderung sehe, sage ich mir oft: Ah, hi challenge, good to see you again. How are you?

Ich versuche es also, locker zu nehmen. Vielleicht könntest du es auch versuchen, und es wie gesagt als Chance für dich, deinen Partner und deine Beziehung sehen, ob ihr über diese "Enttäuschung" hinwegkommt.

Dass er es hinauszögert, weil er Zweifel an der Hochzeit hat, glaube ich nicht. Aber vielleicht könntest du ihn das trotzdem vorsichtig in ein paar Tagen mal fragen, wenn er nicht mehr so genervt ist...

LG Katharina Hohenfels

PS: Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Wenn du noch Fragen hast, kannst du das natürlich gerne in den Kommentaren.

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Oder was ganz anderes

Federweißer (aber nur bei möglichst geringem Alkoholgehalt), Traubensaftschorle, Malzbier und Cappuccino/Kaffee mit einem Löffel Honig (muss das aber regelmäßig wieder "absetzen", damit ich nicht koffeinsüchtig werde und keine großen Entzugserscheinungen habe, wenn ich ihn mal nicht morgens konsumiere (Kopfschmerzen))😅.

LG Katharina Hohenfels

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