Wie Pferd zurückhalten wenn es zu schnell wird?

9 Antworten

Wenn vorhanden, dann geh bitte erstmal auf den Platz und versuche da , das Pferd ordentlich an den Zügel zu bekommen.

Ich selbst war mangels Platz auch mit einem mir unbekannten Pferd im Gelände. Allerdings nur im Schritt und maximal etwas Tölt/Trab vom Stall weg.

Mittlerweile haben wir viel geübt, auch in der Halle etc. Ich kann ihn jetzt auch Mal im Galopp Richtung Stall reiten und hab immer noch ein aufmerksames Pferd unter mir, das sich auch am langen Zügel durchparieren lässt. Hat zwar fast 2 1/2 Jahre gedauert, dass er nicht einfach so losstürmt, aber mit GEDULD klappt das.

Jetzt zu der Technik: Sobald das Pferd schneller wurde, anhalten. Wenn es nicht sofort reagiert hat: Anhalten und rückwärts richten.

Das machst du ein paar Mal und dann ist es deinem Pferd einfach zu blöd. Natürlich hab ich das nicht nur gemacht, sondern habe parallel dazu Reitunterricht genommen und mir zu dem Geländeproblem auch Tipps bei meiner RL geholt.

Übrigens: Einmal kurz richtig in die Zügel greifen ist angenehmer, als ewig so halb in den Zügeln zu hängen und das Pferd abstumpfen lassen.

Wieso reitest du ein Pferd das du erst zwei Mal geritten bist und anscheinend noch nicht wirklich unter Kontrolle hast ins Gelände? Genau wegen solchen fahrlässigen Geschichten passieren regelmäßig schlimme Unfälle... Üb mit dem Pferd erstmal auf dem Platz / in der Halle bis du dich sicher fühlst und das Pferd jederzeit anhalten kannst. Wenn das nicht klappt, bitte die Besitzerin / RL um Hilfe. Ins Gelände bitte erst dann wenn alles klappt.

Wenn du schon weißt dass es auf dem Heimweg gerne etwas flotter unterwegs ist dann geht es eben heimwärts nur im Schritt. Sollte es doch mal zu einer Situation kommen, dass du das Gefühl hast du kommst mit deinen Hilfen nicht mehr durch, dann lieber eng abwenden bevor es mit dir sonst wohin rennt.

meine etwas arg hoch gezüchezüchtete Islandstute war heim wärts auch sehr eilig,

also wurde nur Schritt geritten, der meist ein dezzenter Tölt war... Abwenden? unmöglich, dann fing sie an zu steigen. also bin ich 10 m vor der Ecke abgeessen und habe sie geführt: 3-5 Tritt vorwärts, 2-3 Tritte zurück, und waaaarten für mind 3 tiefe Atemzügen, ich bin über 6 Monate nie auf geradem Weg heim geritten und kam auch sztets zu Fuß, also führend daheim an - ABER immer auf MEINEM weg und in meinem Tempo. denn ich bin immer abgesessen, bevor sie aufmüpfig wurde. Für rabiatere Maßnahmen fehlte mir Kraft und Miut, außerdem direkt an der Straße KANN man keine Experimente wagen, deren Ausgang nicht vorhersehen kann!

eshat geklappt

und im Winterquartier habe ich dann mal allen Mut zusa mmen genommen und hab sie laufen lassen: 3km vom Stall entfernt gab es einen 4km langen Grasweg, denn "durfte sie" laufen (Galopp) mit nur 2 kurzen Schrittstücken wo Schotter war. danach ging es heimwärts: immer noch sehr aufmerksam auf jede kleine Hilfe zum Bechleunigen hoffend, aber artig am hängenden Zügel und auch njederzeit aus dem Trab oder galopp rückholbar - es waren nette weite 4 km zurück zum Stall

DANACH war das Thema erledigt - zum Glück!

sie war immer noch schnell aber ansprechbar und kontrillierbar

jedoch hat sie e niemals in ihren 30 Lebensjahren fertig gebracht unter dem reiter an der Straße vernünftig stille zu stehen - du glaubst nicht WIE klein volten ausfallen können, wenn's sein muß....

geführt war sie stets ein Engelchen

beim Reiten trug sie einen Maßsattel, physio fand sich auch nix - war im Kopf, bzw in den Hormondrüsen, denn wenn sie tragend war, war sie ein anderes Pferd

homöopatisch ließ es sich leider nur dezent bessern

zuviel Testosteron....

langer schreibe kurzer Sinn: du brauchst GEDULD GEDULD GEDULD !!!!

vor allem mit dir selbst und deinen noch überzogegen Ansprüchen und dann natürlich mit dem Pferd

und

besser zu zweit aureiten!

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reiten-Haltung-Zucht-Ausbildung n.LTJ u.ä.

Es gehört zu den Grundregeln des Reitens, dass man in Richtung Heimat grundsätzlich nicht galoppiert - genau aus diesem Grund!

Und wenn ein Pferd da auch im Trab schwer zu kontrollieren ist, reitet man eben nur Schritt.

Im unkontrolliertem Galopp Volten zu reiten, ist sowieso absolut nicht ratsam. Da kann dich leicht die Fliehkraft zu Fall bringen. Die Volten mußt du vorbeugend im Schritt reiten, um das Pferd daran zu hindern, loszurennen. Und dazu sind dann normale Wege auch breit genug 😄

Viele Pferde lassen sich auch bremsen, indem man Seitengänge reitet. Ob Du das gelernt hast, und ob das Pferd das kann, wissen wir nicht.

Auf jeden Fall sprich bitte mit dem Besitzer de es Pferdes über die Schwierigkeiten. Niemand möchte gern, dass eine Reitbeteiligung sich im Internet Rat holt, statt offen darüber zu reden.

Wie halte ich ein Pferd am besten zurück, wenn es im Gelände (vorallem wenn es wieder richtung Stall geht) zu schnell wird im Trapp oder Gallopp?

Indem man dann konsequent Schritt geht. Ich bin wirklich eine erfahrene, langjährige Reiterin, aber ich hüte mich, zu traben oder gar zu galoppieren, wenn ich nicht sicher bin, dass ich das Pferd gut und ohne Mühe kontrollieren kann. Habe ich nur eine leichte Ahnung, dass mir das Pferd aus der Hand geraten könnte, pariere ich sofort durch. Nicht, weil ich ängstlich bin - das bin ich nicht - sondern weil ich einfach keine Gewalt anwenden will. Das dient nämlich nicht der Vertrauensbildung.

Du bist das Pferd erst zweimal geritten. Dann kennst du das Pferd noch gar nicht, und das Pferd kennt dich nicht. DA ist es sowieso schon recht unverantwortlich, mit dem Pferd im Gelände höhere Gangarten zu reiten. Ich nehme ja nicht an, dass dein wahrer Name hinter deinem Nick Ingrid Klimke lautet.

Und selbst die legt wahrscheinlich mit einem ihr unbekannten Pferd nicht gleich los.

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